Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 1949er Z-Class-Racer "Banshee" -> Motorisierungsfragen
Heute habe ich die Spanten für ein weiteres Holzboot auf Helling gelegt:
Die Banshee von 1949 gehörte zur Z-Klasse der American Power Boat Association (APBA). Die Z-Class-Racer waren die kleinsten Inborder-Rennboote überhaupt, mit ca. 3 Metern Länge wahre Zwerge. Angetrieben von einem umgebauten 4-Zylinder Crosley 48 cu.in.-Motor (ca. 790 ccm) erreichten sie rund 45 mph (72 km/h). Die Crosley-Motoren liessen sich hervorragend tunen; in einer Rennergebnisliste von 1950 findet sich sogar eine Z-Klasse-Spitzengeschwindigkeit von 54 mph (86 km/h!) auf gerade Strecke.
Bild des Originals: http://www.jochen-schwarzer.net/pics/rc/banshee/banshee1.jpg
Moderation von Muehi:
Bild in Textlink umgewandelt, da unbekannte Quelle. Bitte unsere Forenregeln (http://www.schiffsmodell.net/Forenregeln.htm) beachten.
Ich habe mir schon lange irgend ein kleines "Spassboot" gewünscht, mit dem man ein bisschen flott übers Wasser titschen und einen schönen Rooster erzeugen kann. Die erhältlichen kleinen Hydros sind mir aber - offen gestanden - allesamt zu hässlich, darum kam ich auf den Plan, einen vorbildgetreuen Z-Class-Mininachbau mit (vorbildwidrigem) Hydroantrieb zu versehen. Die originalen Offset-Tabellen der "Banshee" sind im Web frei verfügbar, also wurde ein 1:6-CAD-Bauplan gezeichnet.
Länge 533mm, Breite 230mm.
Im Grunde ist die "Banshee" nichts anderes als eine sehr kleine Crackerbox. Die Ähnlichkeiten in der Rumpfform sind unverkennbar:
http://www.jochen-schwarzer.net/pics/rc/banshee/banshee_seite.gif
http://www.jochen-schwarzer.net/pics/rc/banshee/banshee_oben.gif
http://www.jochen-schwarzer.net/pics/rc/banshee/banshee_spanten.gif
In der Seitenansicht habe ich mal probehalber (um zu sehen, ob das Ganze grössenmässig überhaupt passt) die Mini-Keilruderanlage, 33er Prop und 3,2/4-Flexwelle von H+M eingezeichnet. Der ebenfalls eingezeichnete Motor hat die Grösse des Speed 600 Race. Da sieht man schon: mehr passt nicht, es sei denn, man geht auf BL. Die Akkus verschwinden seitlich neben dem Cockpit (im Bereich zwischen Spant 5 und 9 ), das Miniservo für die Ruderanlenkung kommt ganz nach hinten direkt vor den Spiegel. Da ich schon oft gelesen habe, dass Trimmklappen bei solchen Booten nicht verkehrt sind (Wippneigung), werde ich die auch noch vorsehen. Für besseren Geradeauslauf und nicht ganz so wildes Kurvenschlingern werden noch ein paar Stringer unter die gesamte Lauffläche kommen.
Nun meine Fragen:
Ich habe keine Erfahrung mit solchen 3,2mm-Flexwellen. Um nicht quer durchs Cockpit gehen zu müssen, muss ich sie ca. 11,6° biegen, bei einem Biegeradius von immerhin 300mm. Ist das ok?
Baut noch jemand außer H+M so kleine Hydroruder? Die von Gundert sind deutlich grösser, wenn ich der Website glauben darf, andere kenne ich nicht.
Die 1:6-Banshee soll - mit den angebrachten Stabilisierungshilfen - 30 km/h erreichen. Nicht mehr (denn jede Flip-Neigung ist bei einem vorbildgetreuen Modell ja nicht gerade so toll), aber auch nicht deutlich weniger. Da erscheint mir der 600er evtl. ein wenig grenzwertig, ein 700er passt aber kaum noch rein und wird bereits ziemlich schwer.
Welches Setup wäre am empfehlenswertesten?
Ist ein BL die bessere Lösung? (Da habe ich aber gewisse Befürchtungen bei der Teillastfestigkeit...)
Akkus brauche ich eh neue. Ein Setup, dass an 11.1V-LiPos läuft wäre mir insofern am liebsten, als dass ich die Zellen dann auch anderweitig brauchen kann. Wenn's gar nicht anders geht, kommen halt 7,4V-LiPos rein. Als Regler wollte ich endlich mal die Dingerchen von www.modellbau-regler.de (http://www.modellbau-regler.de) ausprobieren. Oder bei einem BL-Setup meinen bewährten Hacker weiter benutzen.
Mit welchem Wellenwinkel soll ich hinten am Heck ankommen? Der Kiel hat ab Spant 4 eine konstante Neigung von 1,63° - soll ich die Welle mit der selben Neigung führen, also parallel zum Kiel?
Aus Platzgründen kann ich mit der Welle nicht durch den Spiegel nach hinten raus, bleibt also nur die Lösung "so knapp wie möglich direkt unterm Kiel". So wie oben gezeichnet. Ist das ok so?
Zuletzt: die originale "Banshee" hatte einen voll getauchten Prop unterm Rumpf, mit sehr steilem Wellenwinkel (ca. 12°) - so wie fast alle Boote zu der Zeit. Ich möchte ja eigentlich endlich mal einen Hydro-Antrieb haben, aber trotzdem stelle ich mal die Frage, ob ein getauchter (Eco-)Antrieb bei diesen Kisten deutliche Vorteile bringt? Dass der Hydro evtl. mehr Abstimmarbeit mit sich bringt, ist mir bewusst.
Einmal mehr "danke" für alle Antworten!
Gruss, Jochen
P.S.: Wer sich mal eine richtig superscharfe Crackerbox ansehen möchte, schaue mal bei Gernot unter http://www.miniwerft.de (http://www.miniwerft.de/) vorbei... ein rattenschnelles Schmuckstück allererster Güte! Angucken! ;)
Hallo,
der Biegewinkel ist vollkommen normal. Du mußt aber unter allen Umständen einen S-Schlag verhindern. Aber mach die Biegung so gleichmäßig wie möglich. Die ersten 5 Cm nach dem Motor und die letzten 5 cm vor dem Strut läßt Du gerade.
Du solltest eine 3,2er Flex nehmen, keine Standard Kupplung sonder eine Spannzange.
Das mit der Welle kannst Du so machen. 1-3 Grad sollte die Strutverstellbarkeit sein.
Die Crackerbox hat eine ausgeprägte Neigung zu titschen und zu wippen. Das Fahrverhalten ist also eher chaotisch.
Das mit dem Motor ist eine offene Frage. Tendentiell reicht eine Bürste dicke. Die Chrackerbox ist kein Highspeedboot und der Rumpf läuft sehr widerstandsarm.
Beste grüße Hanjo
Hallo Hanjo,
du bist wirklich der Beste - immer kompetente Anworten. ;) Danke Dir!
Den Biegewinkel bekomme ich sogar auf 500mm Radius hochgesetzt, ohne S-Schlag - habe es gestern abend noch ausprobiert. Die 1-3° Verstellbarkeit bedeuten also: Wellenwinkel normal 1,6° (= Kiellinienverlauf), verstellbar auf 2,6 bis max. 4,6°?
Von dem Titschen und Wippen hab ich schon viel gehört, hab's aber noch nie selbst live-und-in-Farbe gesehen. Bin schon sehr gespannt auf das Chaos. :D
Hast Du die neuen Fahrbilder von Gernot (Jungfernfahrt letzten Sonntag) gesehen? Dessen P-33 liegt erstaunlicherweise wie ein Brett.
Nochmal zum Motor: wie bei allen kleinen Booten ist auch hier "Gewicht" ein großes Thema, zumal ich genug Akkus für eine längere Fahrzeit (~15min) einbauen möchte. Der 600er Race ist da mit 235g schon relativ schwer und liegt auch ungünstig weit vorne vor dem theoretischen Schwerpunkt.
Gibt es einen brauchbaren BL-Ersatz, der a) deutlich leichter ist, b) unter 20A zieht und c) teillastfest ist?
Alternativ: wie sind die beiden Robbe-Bürsten 600/19 oder
600 Super (http://mhc-web.de/WebShop/Web/Funktionsmodellbau/Artikel/4005697047457.htm) im Vergleich zum Graupner Speed Race (die beiden sind 40 bzw. 20g leichter)?
Schön wäre auch zu erfahren, welche Ruder / Struts ihr in euren Mini-Monos / Minihydros eingebaut habt und wovon man besser die Finger lässt. Das Riesenangebot bei Hopf, Siess, Gundert, Schnippkoweit etc. erschlägt mich momentan ein bisschen...
Gruss, Jochen
Wellenwinkel paßt.
Zum Motor der 600 Race hat in der Baugröße schon den höchsten Leistungsdurchsatz bei Standard Motoren. Der von Dir angesprochenen 600/19 leistet deutlich weniger. Der Robbe Super 600 würde gehen.
BL würde nur dann Sinn machen, wenn Du das Boot auf Lipo für extreme Fahrzeit aufbaust. Mehr als die 30 die Du Dir vorgenommen hast, traue ich dem Rumpf nämlich nicht zu. Wenn Du tatsächlich über 15 Min fahren willst wäre das aber wiederum ausschließlich mit Lipo / Brushless Setup zu machen. Teillastfestigkeit im Boot (wo höhere Ströme als bei Teillast im Flieger gegeben sind) hängt in erster Linie von Wirkungsgrad und segmentierten Rotoren ab. Also idealerweise ein Plettenberg, Lehner oder Kontronik Motor. Falls es tatsächlich ein Brushless werden soll hätte ich ggf. einen flammneuen Pletti 220-20 für ein Drittel des Listenpreises abzugeben.
Die Dr. Psycho Anlage wären 1. Wahl bei Federstahl. Das paßt aber hier nicht. Ich würde eine Hydro Marine Anlage nehmen. Die ist pflegeleichter als die kugelgelagerter Anlagen. Und Flansch/Glocke kannst Du nicht gebrauchen wenn Du mit Spannzange arbeitest.
Beste Grüße Hanjo
Hallo Hanjo, bitte Pletti reservieren, ich ruf dich an! :)
Zwei Fragen, die für die weitere Konstruktion wichtig sind:
1. Ich bin mir nicht sicher, wie die bessere Anordnung der Kimmleisten / Stringer ist, um der "Banshee" ein bisschen Laufkultur zu verleihen. Bei einem Tunnel Hull hakt sich ja der kurveninnere Schwimmer regelrecht im Wasser ein, der äussere gleitet (durch die Schräge an der Außenseite) seitlich übers Wasser weg. Mir ist klar, dass die Banshee alles andere als ein Tunnel Hull ist, aber vielleicht kan man diese Erkenntnis ja ansatzweise für diesen Fall adaptieren. Wie ist die bessere Anordnung der 3x3mm-Dreiecksleisten (gelb gezeichnet) - entweder so:
http://www.jochen-schwarzer.net/pics/rc/banshee/spant4a.gif
... oder so:
http://www.jochen-schwarzer.net/pics/rc/banshee/spant4b.gif
Nebenbei: die Grösse (3x3) ist ok - oder lieber noch kleiner (2x2)?
2. Ich will wie gesagt hinten Trimmklappen anbringen. Die werden aber nicht wie üblich am Spiegel befestigt, sondern als durchlaufende (ebene) Platte bündig in den Rumpfboden eingelassen. Dadurch gibt es keinerlei "Übergangskante" und kein Scharnier von der Lauffläche zur Klappe, da die vordere Hälfte der Klappe bereits Teil der Lauffläche ist. Die Einstellung der Klappen erfolgt dann konventionell über ein Spannschloss am Heckspiegel, womit die (scharnierlose) Klappe hoch oder runter gebogen wird. Deshalb muss ich bereits beim Bau zwei Aussparungen im Rumpfboden vorsehen und diesen entsprechend verstärken. Frage dazu:
a) ist 30x30mm Klappengrösse (wie gezeichnet) ok?
b) dass die hintere Kante so scharf wie möglich sein sollte ist klar. Was ist mit den beiden Seitenkanten? Dürfen die - zur Versteifung der Klappe - senkrecht nach oben abgekantet werden? Oder besser flach lassen?
http://www.jochen-schwarzer.net/pics/rc/banshee/Banshee-1_6.gif
Gruss, Jochen
Hallo Jochen,
also mit einer Finne hast Du bei Speed die Drehachse natürlich direkt über der Finne, egal wie die Stringer laufen.
Also für mich sind die Stringer richtig. Grund:
Die Stringer sind soweit von der Kiellinie weg, daß sie quasi die gleiche Höhe wie die Kiellinie haben. Somit begrenzen Sie quasi eine Highspeed Lauffläche sehr logisch. Da dieser Bereich auch praxixgerecht breit ist, bestehen also gute Chancen den Wasserkontakt bei Speed sehr definiert zu reduzieren.
Ich setzte die Außenstringer immer mit der langen Seite auf, kann Dir aber nicht sage welche Vor- und Nachteile das hat.
Bei den Flaps würde ich mich gedulden. Vielleicht brauchst Du Sie noch nicht einmal. Grund, so wie Du sie jetzt vor hast zu bauen, sind sie ein Ratlosigkeits Kompromiß.
Würdest Du quasi eine Verlängerung der Lauffläche brauchen, würden wir von Ride Pads reden, die größer, und vor allen Dingen breiter sein müssen.
Würdest Du eine Wipp oder Flipneigung bekämpfen wollen müßtest Du sie näher an die Welle bringen.
Würdest Du Unruhe um die Längsachse bekömpfen wollen, würdest Du sie weiter nach außen bringen müssen.
Aber egal wie, wenn sie nicht notwendig sind und Du bringst sie an, dann haben sie außer der Bremswirkung nichts zu bieten.
Trimmklappen beim richtigen Boot, die das starke Ansteigen des Bugs kurz vor sauberem Aufgleiten verhindern oder das sich gegen den Wind legen des Gleiters bei Seitenwind (durch unterschiedliche Klappenstellung) sollte eigentlich niemal zur Korrektur von Konstruktionssünden dienen. Ich verzichte prizipiell auf Trimmklappen, aber ich verstehe, wenn man sie zur Beruhigung des Rumpfes einsetzt. Aber bei der Planung würde ich sie nicht bereits vorsehen.
Beste Grüße Hanjo
So, jetzt habe ich noch ein ganz anderes Problem - die Kühlung!
a) klassische Variante: Röhrchen am Ruder über dem Prop:
da der Motor ziemlich weit vorn eingebaut wird, habe ich dann eine Schlauchlänge von gut 50cm. Ist das nicht ein bisschen heftig? Kommt dann "vorne" am Motor überhaupt noch was an? Auslass ist kein Thema - da kann ich auf kurzem Weg direkt zur Seitenwand raus.
b) alternativ Wassereinlass am Rumpfboden:
da gibt's ja diese Graupnerteile, oder ein schräges Messingröhrchen am Kiel, aber da komme ich zu keinem Ergebnis... ich weiss ja nicht, wie weit der Rumpfboden später mal bei Fahrt aus dem Wasser kommt. Mache ich den Einlass zu weit nach vorn, saugt er statt Wasser nur noch schönes Wetter an, gehe ich auf Nummer sicher und mache ihn weit nach hinten, kann ich eigentlich auch gleich ans Ruder gehen - siehe a).
Das Problem wird dadurch noch erhöht, dass ich unterm Kiel die Flexwelle habe, also keinen Platz für Wassereinlässe.
Was tun? Ich brauche fliessendes Wasser! :(
Gruss, Jochen
P.S.: Hat jemand von euch Erfahrung mit diesem (http://www.servocity.de/index.php/katalog/artikelinfo/39010-1-bl-drehzahlsteller80abecalphapro.html) 80A-Hype-Regler? Oder diesem (http://www.modellhobby-shop.de/Flugregler/Dymond-brushless/DYMOND-Smart-80.htm?shop=k_staufenb&ProdNr=03121588) 80A-Dymond? Die Preisunterschiede zu Jeti, Schulze und Kontronik sind ja eklatant!
Hallo Jochen!
Was die Trimmklappen angeht, schließe ich mich Hanjo an. Die könnten eher bremsen, als dass sie nützen. Zudem hast Du durch den Wellenaustritt unter dem Rumpf in gewisser Weise eine Trimmklappe eingebaut.
Falls Du den Wassereinlass unter den Rumpf machen solltest, kannst Du ihn auch etwas außermittig versetzen. Also kein Problem wegen der Welle.
Die bessere Lösung ist natürlich über das Ruder. Das wird direkt angeströmt und eine bessere Garantie, dass genug Wasser einströmt kann ich mir nicht vorstellen.
Die Länge des Schlauches im Boot ist eigentlich irrelevant. Das Wasser drückt sich schnell durch Dein Boot bzw. die Schläuche.
Bei den BL-Motoren wäre auch ein Wanderer von BK (http://www.bk-electronics.com/catalog/index.php?cPath=35) eine Möglichkeit (klein und leicht). Was allerdings die Teillastfestiglkeit angeht, hab' ich keine Ahnung.
Bei Reglern hat man manchmal Glück beim kleinen "e". Ich habe z.B. gerade einen Jeti 40 günstig gekriegt.
Sonnige Grüße
Jens
Hallo Jens,
danke für die Tipps. Die Trimmklappen habe ich nach euren Postings erst einmal wieder verworfen (obwohl sie ja irgendwie "schnell" aussehen ;) ) und warte mal ab, ob es auch ohne geht. Ich hatte im Vorfeld so viel von hoppelig fahrenden Crackerboxes gelesen, dass ich dachte, sie wären an so einem Rumpf obligatorisch.
Die Motorfrage hat sich glücklich geklärt, ich bin jetzt - Hanjo sei Dank - stolzer Besitzer eines 175-Gramm-Pletti 220/20 A3 S P6, der dem Boot an 3S-Kokams mehr als genug Power bei langer Fahrzeit bescheren sollte.
Das mit dem Wassereinlass / Länge der Zuführung beruhigt mich.
Ist es ratsam, direkt ein 4mm-Alurohr als "Hauptleitung" durch den Rumpf zu bauen (Anschluss an Ruder / Motor dann mit Silikonschlauch) oder nimmt man besser auf ganzer Länge einen Schlauch? Das Boot ist so klein, dass ich diese ganzen Sachen vor dem ersten Beplanken eingebaut haben muss - hinterher kommt man da an nix mehr dran.
Einen kleinen 40A-Hacker Master (Jeti) habe ich ebenfalls und finde ihn klasse. Ich frage mich nur, warum gerade bei den grossen Reglern teilweise Preisunterschiede von mehreren hundert Euro existieren. Warum ein Pletti 20x so teuer ist wie eine Bürste, kann ich noch nachvollziehen - da sind ja jede Menge mechanische Fertigungsschritte an der Produktion beteiligt. Warum Regler solche massiven Preisunterschiede haben (da sind ja eigentlich nur Standard-SMDs drauf, die einmal kurz ins Lötbad geworfen werden), ist mir noch schleierhaft. Vielleicht kann da jemand von euch Licht ins Dunkel bringen. Die Dymond-Artikel werden in letzter Zeit oft im RC-Kunstflug eingesetzt, also kann das eigentlich kein Billigst-Schrott sein. Die Hype-Sachen kenne ich bisher nicht.
Gruss, Jochen
Hallo Jochen,
also mit der Wakü sehe ich auch so wie Jens geschrieben hat. Aber Du hast auch genug Wasserdruck, wenn der Einlaß (Messingrohr) direkt vor der Stufenkante sitzt.
Etwas außermittig (rechts) ist auch kein Problem.
Ja das mit den Reglern. Uns sind am See die Chinesen ziemlich schnell weggestorben. Und 40 A Hacker ist sicherlich min. so viel wie 80 A Dymond (wenn Du es auf das Boot beziehst). Also im Boot ist nicht die Frage, ob
der Regler wie im Flieger mal 15 Sek. vollen Strom verträgt und sich dann in Teillast ausruht.
Bei einem Rennboot, welches in Halbgleiterfahrt zurückfällt steigen die Ströme halt in Teillast ins Unermessliche. Und da kotzen Regler ab, die im Flieger keine Probleme machen. Das Dauerthema entmagnetisierte Rotoren gibt es ja auch nicht beim Flächenfliegen sondern nur bei Rennbooten und Helis.
Die neue Schulze Serie finde ich im Gegensatz zu Dir
hammermäßig billig.
(Future Value 60 mit Bootsprogramm / wassergeschützt / Einzelzellenüberwachung über Balancerstecker) für ca 100 Euro.
Und vor allen Dingen haben die halt nicht die winzigen
SMDs drauf, gegen deren Beinchen ein Haar ein Riesentrümmer ist. Sonder die dicken Fets des Schulze können über Ihre handfesten Beinchen auch Wärme an
die Kupfplatine weiterleiten, statt den Weg zu einer Reglerkühlung über einen der besten Wörmeisolatoren auf dem Erdball zu suchen (Silikongehäuse).
Beste Grüße Hanjo
Hallo Hanjo,
Bei einem Rennboot, welches in Halbgleiterfahrt zurückfällt steigen die Ströme halt in Teillast ins Unermessliche.
Das kommt mir irgendwie bekannt vor... habe ich schonmal gehört. Und versteh's (noch) nicht. Gibt's zu dem Thema vernünftige Lektüre oder einen Weblink, damit ich mich da mal ganz grundsätzlich schlau machen kann? Irgendwie fühle ich mich mit fundiertem Wissen wohler. ;)
Also habe ich das richtig verstanden, dass nicht die Spitzenbelastbarkeit, sondern die Teillastfestigkeit der Knackpunkt und damit das Hauptkriterium für Bootsregler ist? Und woran erkennt man die? Die Hersteller geben ja dummerweise immer nur die maximale Belastbarkeit an - und da steht dann einmal "80A" an einem 60€-Regler und einmal "80A" an einem 250€-Regler...:keineIdee:
Schulze Future Value habe ich bisher noch nicht gehört... da werde ich direkt mal fix rumgooglen. Bisher hatte ich immer nur Schulzeregler gesehen, die eine 2 bis 6 vorne stehen hatten.
Gruss, Jochen
Hallo Jochen,
die Teillastfähigkeit hängt von verschiedenen Kriterien ab. Z.B. Qualität /Anzahl der Elkos, Reglerkonzept
(Freilauf) Innenwiderstand der Fets etc. Aber nicht umsonst haben fast alle Regler die für den Bootsbetrieb
optimiert sind eine Wasserkühlung.
Dann hast Du mit der Luft eine sehr elastische "Kupplung". Ein Boot, wo der Prop mal zwischendurch aus dem Wasser kommt und dann wieder eintaucht gibt dem Regler folgende Aufgaben zu meistern:
Beispiel: Katamaran abgestimmt auf 80 A Durchschnittsstrom:
ca. 160 A Beschleunigungsstrom
ca. 250 A Stromspitzen durch auftauchenden Prop etc.
Typische Reglergröße wäre 120 A.
Jeder Raceboater weiß, wenn der Regler während eines Heats abgeschaltet hat wegen Überhitzung, dann gibt es nur einen richtigen Weg. Einen Moment kalt werden lassen und dann mit Vollgas zurück. Mit Halbgas fliegen einem die mehrlagigen Regler sonst fast immer um die Ohren, da meist hochgradig intelligent nur die obere Lage gekühlt ist.
Wenn Du Glück hast, habe sie den Temperaturfühler zumindest nicht auf die obere lage gesetzt. Aber ein Kontstruktionsfehler kommt selten allein.:bäh:
Beste Grüße Hanjo
Hallo Jochen!
Glückwunsch zum Motor. Damit wirst Du wohl die "30" kaum einhalten können... 8)
Noch mal kurz zum Wassereinlass:
Den Durchbruch im Rumpf musst Du schon mit einem Messingröhrchen machen. Daran kommt dann innen der Silikonschlauch. Den Schlauch direkt durch die Rumpfwand stecken und abzudichten wird eher schwierig.
Beispiel bei der kleinen Gecko - kurzes Rohr und Schlauch direkt von innen befestigt.
:link: Bild 1 (http://www.bothego.de/sms/gecko/gecko_08.jpg)
Beispiel bei der X-Ray - etwas länger, da mehr Platz...
:link: Bild 2 (http://www.bothego.de/sms/x-ray/bilder/89_g.jpg)
Jens
Hallo Jens,
dankedanke, bin selber ganz im Freudentaumel, endlich mal einen richtig sexy Motor zu haben.
(Anm.: deine Antwort dürfte das erste Posting in diesem Forum sein, dass sich mit der Frage beschäftigt, ob man ein Boot bei gegebener Motorisierung langsam genug bekommt). :mrgreen:
Zur Kühlung: janee, schon klar, dass ich nicht auf die Idee komme, den Schlauch durch den Heckspiegel zu führen... ich fragte mich, ob es im Bootsinneren sinnvoll ist, Alurohr statt Schlauch zu verlegen. Ist dünner (hey, ich habe in Höhe Cockpit k-e-i-n-e-nPlatz in der Winzschüssel!) und dürfte strömungstechnisch evtl. sogar besser sein(!?).
Da ich auf dem Weg vom Spiegel zum Motor sowieso besuchsweise beim Regler vorbeikomme: ist es ok, erst in den Regler zu gehen und das vorgewärmte Süppchen dann dem Motor zu kredenzen? Oder mag der nur Kaltgetränke? (Direkt zum Motor und dann wieder zurück zum Regler wäre ja... naja... dämlich).
Gruss, Jochen
P.S.: Danke für die Bilder!
Hallo Jochen,
mit der Kühlungsreihenfolge mußt Du nicht dogmatisch sehen. Bei Highspeed-Setups wird der Kühlwassereinlaß teilweise so verlegt, dass nur in der Kurve Wasser getauscht wird. Bei diesem Stoßaustausch will man dann verhindern, daß warmes Wasser vom Motor beim Regler landet. Deshalb klassisch erst der Regler dann der Motor.
Bei kontinuierlichem Wasserfluß beträgt die Erwärmung des Wassers weniger als 2 Grad. Also kein Problem den Regler erst als 2tes zu bedienen. Das beim Ausblasen des Systems das Wasser heiß ist sagt dann nichts. Dann
hat das Wasser ja min. 20 Sekunden gestanden.
Beste Grüße Hanjo
Ach, ihr macht mir Mut! :) Also alles offenbar kein Problem. Dann mache ich also ein zurechtgefeiltes Röhrchen oder alternativ diesen (http://www.hobbydirekt.de/preislisten/Graupner/Kuehlwasseraufnahme-gross-einf-Graupner-2356::36806.html) Einlass in den Rumpfboden (rechts neben der Welle, ca. 20mm vorm Spiegel), dann mit einer kurzen Silikonschlauchverbindung auf ein fest verlegtes Alurohr 3.5/4mm - Alurohr quer durch den Rumpf bis kurz vor den Regler - Silikonschlauch dran, Regler dran - Silikonschlauch dran, weiter zum Motor, Motor dran - dahinter wieder Silikonschlauch dran, und dann zur Seitenwand rauspläddern lassen. Da muss ich mir dann wohl noch einen schönen verchromten Auslassbeschlag basteln.
Aber gut, dass wir mal drüber geredet haben :that: - nachträglich hätte ich mit dem Einbau richtig dicken Stress bekommen.
Jens, wie dick sind die Röhrchen (innen/aussen) auf deinem X-Ray-Foto?
Innen 4mm, außen 5mm. Solche Messingröhrchen bekommst Du in den meisten Baumärkten.
Den Ausgang kannst Du hinlegen, wo Du möchtest. Bei meinem Rigger ist er sogar am Spiegel unter Wasser...
So, die Ferien sind vorbei und die Pläne für die Banshee sind - endlich - komplett fertig! :D
Verdammt umfangreich sind sie geworden: das angedachte 4-Wochen-Quick&Dirty-Projekt hat sich zur Jahresbastelaufgabe entwickelt... woran nicht zuletzt Hanjos schicker Motor Schuld ist. Wenn schon so ein schniekes Innenleben rein kommt, muss auch das Äussere richtig lecker sein. Und da werde ich die nächsten paar Monate noch ne Menge Mahagoni biegen, Nieten setzen und Beschläge basteln müssen, bis das Schätzchen aufs Wasser darf. Hoffentlich rechtfertigt das Fahrverhalten hinterher auch den ganzen Aufwand - habe bisher noch nie ein Boot von Null an selber konstruiert. Aber wenn's dann laufen sollte, ist es umso schöner... und bis dahin habe ich bestimmt noch ein paar Hundert Fragen. ;)
Gruss, Jochen
Moderation Arno Hagen:
Inhalt wurde gelöscht, da es sich um ein Doppelposting handelte.
Bitte beachte unsere Forenregeln!
http://www.schiffsmodell.net/Forenregeln.htm
Zwei Varianten zum Wassereinlass - welche ist sinnvoller?
(Zur Erklärung: "T" ist der Heckspiegel, "8" der vorletzte Spant, die beiden gelben Linien der Kiel. Die hellblaue Linie ist eine reine Basis-Konstruktionslinie, die gestrichelte dunkelblaue ist die Wasserlinie im Stillstand. Das Rohr liegt 18mm rechts vom Kiel in Fahrtrichtung gesehen.)
http://www.jochen-schwarzer.net/pics/rc/banshee/wasser1.gif
oder so, mit einer kleinen Lippe nach unten (1.5 - 2mm Überstand):
http://www.jochen-schwarzer.net/pics/rc/banshee/wasser2.gif
Das Rohr kann ich aus Platzgründen nicht im flacheren Winkel herausführen, deshalb die Frage mit der "vorstehenden Lippe". Dass das mehr Widerstand macht, ist klar. Oder reicht die erste Variante für genug Druck, um das Wasser zum Motor zu kriegen, der immerhin 52cm entfernt ist? Wenn ich testweise per Lungenkraft alleine nur durch die Alukühlspirale des Motors puste, ist der Strömungswiderstand ja doch erstaunlich hoch. Das macht mich etwas unsicher, wieviel "Druck" am Einlass wirklich notwendig ist.
Nebenbei: die Banshee ist übrigens zwischenzeitlich von 1:6 auf 1:5,2 gewachsen und wird nun endgültig 62cm lang / 27cm breit. Man sollte halt nicht voreilig anfangen, bevor nicht der letzte Plan fertig gestellt ist. :cluebat:
Die kleinere Version war einfach innen zu eng und - für die Grösse - deutlich zu schwer. 1060g umgerechnetes Originalgewicht sind einfach nicht machbar. Nun verträgt sie mindestens 600g mehr Zuladung, wird mit dem Hintern nicht so supertief im Wasser hängen und sieht auch gleich einiges "erwachsener" aus. ;) 1600g sind jetzt als theoretisches Optimum angepeilt, wahrscheinlich werden's aber mit dem ganzen Scalekram doch eher >2kg.
Gruss, Jochen
In dem Geschwindigkeitsbereich, in welchem Du dich tummeln wirst, kannst Du auch die etwas überstehende Lösung nehmen.
Allerdings, entweder etwas außermittig links (von hinten) um ein Korrektiv gegen den Propwalk zu haben, da Du ja wahrscheinlich die Welle nicht mit Rechtsversatz einbauen willst. Oder aber deutlich außermittig rechts, sodaß nur in den Kurven das Wasser getauscht wird.
Falls Du die Welle mit Versatz einbauen willst, entweder
Motor 4 mm nach rechts und Wellendurchbruch ca. 2 mm (dann landet der Prop wieder in der Mitte) Oder
Welle parallel um 3mm versetzen. (Von hinten).
Beste Grüße Hanjo
Oh, da hab ich mal wieder links und rechts verwechselt. :p
Über den Wellenversatz hab ich auch schon mal kurz nachgedacht (Motor außermittig, Propeller mittig). Da aber ca. 18cm der Flexwellenlänge unterhalb des Rumpfbodens - also unten im Wasser - verlaufen werden, befürchte ich, dass dieser Versatz wie so eine Art schräg stehender Kiel wirken wird, der mir die Fuhre dann wirklich in die falsche Richtung lenkt. Das ist dann wahrscheinlich eher ein bisschen heikel?!
Hallo Joachim,
also dann macht man parallelversatz. 3 mm siehst Du nur wenn Du das Boot auf den Kopf legst und draufhingewiesen wirst.
Für den Einlaß auf der anderen Seite spricht halt, daß Du in der Vorzugskurvenrichtung mehr Druck im System hast. Also typisch für Stoßaustausch des Wassers.
Beste Grüße Hanjo
Hallo Jochen!
Ich wäre ebenfalls für die Lösung mit der Lippe. Das Wasser strömt sicherer ein und der Fahrwiderstand hält sich in Grenzen.
Ich habe eine Lösung mit glatter Öffnung zum Boden. Ich glaube damit läuft nur Wasser bei verhältnissmäßig geringer Geschwindigkeit ein.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass der Wassereinlass in diesem Fall etwas zu weit vorn ist.
Und was die Schlauchlänge im Boot angeht, ist die bei meiner Lösung nicht gerade unerheblich... :pfeif:
:link: Bild 1 (http://www.bothego.de/sms/x-ray/bilder/142_g.jpg)
:link: Bild 2 (http://www.bothego.de/sms/x-ray/bilder/130_g.jpg)
Jens
@Jens: du hast ja ne halbe Raffinerie in deinem Boot verbaut! :D
Ich sehe schon: dagegen beeindruckt 50cm Schlauchlänge niemanden.
@Hanjo: Parallelversatz klingt vernünftig und problemlos machbar. Ich denke auch, dass 3mm nicht sichtbar sind - das entspricht ja gerade mal 1% der Rumpfbreite (270mm). Aber mal eine generelle Frage: wann ist dieser Seitenzug eigentlich sinnvoll? Bei Rennbooten sieht man ihn immer, Flugzeugmodelle haben ihn auch immer, aber die diversen Carinas und Sportboote - soweit ich weiss - praktisch nie. Die Banshee wird ja nun bekanntlich vom Charakter her ein optisch aufgemotztes Spassboot mit flotterer Gangart und langer Fahrzeit... ist da der Versatz ein Muss oder ein Kann? Wie wird sich der Unterschied Versatz / kein Versatz in der Praxis bei der Banshee bemerkbar machen?
Danke für die Tipps!
Jochen
Hallo,
wenn Du eine allgemeine Regel willst:
immer dann wenn ein Boot so wenig Führung bei Speed hat, daß es eine Finne für die Kurven braucht, braucht es eigentlich auch Seitenzug.
Obwohl eigentlich hat es mit der Finne erst mal gar nichts zu tun.:) Aber es ist halt so, daß Boot mit wenig V-Kielung und halbgetauchtem Antrieb eben stark unter Prowalk leiden. Und ein leicht eingeschlagenes Ruder bringt halt nicht nur Unruhe in den Rumpf, sondern auch Geschwindigkeitsverlust.
Bei Monos ist 3mm in dieser Baugröße praxisgerecht. Bei Hydros und Rigger geht man da deutlich kräftiger ran.
Beste Grüße Hanjo
Hallo Hanjo,
das ist genau die Art von Antwort, die ich erhofft habe. ;)
Eine klare Ansage: die Welle kommt also 3mm parallel nach rechts versetzt (vom Heckspiegel aus gesehen) und der Wassereinlass nach links. Super, wieder einen Schritt weiter. Danke!
Gruss, Jochen
P.S.: habe gerade nochmal mit Gernot über das Thema gesprochen. Er hat seine große (teuflisch motorisierte) Crackerbox mit schnurgerader Welle versehen. Er sagte, dass Vollgasstarts nur mit vollem Gegenruder möglich sind... was den Nutzen einer schrägen Welle nochmal bestätigt.
Ach jaa, und da ist auch schon die nächste Frage: :)
von was für Ruderkräften dürfen wir denn in diesem speziellen, vorliegenden Lieblingssorgenfall ausgehen? Oder anders: so ein kleines HiTec 85 MG, 30Ncm, Metallgetriebe, BB, sollte doch für so eine Minikeilruderanlage (Hydro1) ausreichen, oder?
Es wäre nämlich recht vorteilhaft, wenn ich nicht erst hinterher den praxisorientierten Aha-Effekt habe, dass dort hinten am völlig unzugänglichen Heckspant besser ein (stärkeres) Standardservo reingekommen wäre, dass dann aber leider nicht mehr in die 30x30mm kleine Halterung des HiTec -Servos reinpasst.:cluebat:
Gruss, Jochen
@Jo_S:
Wenn du uns über die Rudergeometrie (Abmessungen, Profil) und die Geschwindigkeit aufklärst, könnte man ja mal fix Ruderkräfte und -momente ausrechnen und dann sehen, ob deine geplante Rudermaschine ausreicht. ;)
Gruß aus Kiel,
Ole aka Motti
Hallo Jochen!
Das Teil reicht. Es könnte durchaus auch ein kleineres Servo sein.
Jens
Hallo liebe Forianer,
@Jens: danke dir, beruhigend zu wissen. Kleiner hätte natürlich nur Vorteile... hast du eun bestimmtes im Kopf? Bzw.: von welchem notwendigen Drehmoment würdest du ausgehen? Metallgetriebe ist vermutlich an so einer Stelle Pflicht, oder?
@Motti: rechnen ist immer schön. :D Dieses Ruder meine ich: http://www.hydromarine.de/hm_10122.htm
Gruss, Jochen
Hallo Jochen,
Jens hat recht. Das Servo reicht dicke. Auch das Getriebe hält ewig wenn Du Ruder am langen Arm und beim Servo am kurzen Arm einhängst. Mehr als etwas über 20 Grad in beide Richtungen brauchst Du nämlich nicht. Und wenn Du das Servo durch Ausnutzung des vollen Servoweges entlastest hat es fast nichts zu tun.
Das mit dem Metallgetriebe sehe ich nicht mehr ganz so dogmatisch wie früher. Zumindest bei den Carbonite Getrieben bin ich auch mit der Haltbarkeit sehr zufrieden.
Beste Grüße Hanjo
Na wunderbar, das kleine Hitec habe ich noch rumliegen. Dann kann ich also weiterschrauben.
Die Kühlung ist jetzt letztendlich "zweikreisig" geworden, also 2 Einlässe unter dem Heck und zwei Auslässe jeweils an den beiden Rumpfseiten. Regler und Motor bekommen also ihr eigenes Frischwasser. Wahrscheinlich nicht wirklich notwendig, aber bei 8g Mehrgewicht für die zweite Kühlleitung (Aluröhrchen) kann's auch nicht schaden. Der Pletti steckt jetzt mitsamt Kühlpastenschmodder in seiner Spirale und die ganze Sauerei ist sauber verschrumpft. Mensch, ist das ein ekliges Geschmiere, bis alles sitzt - zum Glück hatte ich vorher alle Motoröffnungen dicht abgeklebt.
Nebenbei: bei der Materialbeschaffung hat sich herausgestellt, dass www.arkowood.de (http://www.arkowood.de) alle Holzleisten ohne Aufpreis exakt auf benötigte Querschnitte zuschneidet! Sehr hilfreich bei den krummen Maßen, die sich aus der Umrechnung der amerikanischen Originalmaße ergeben. Darum möchte ich für die Holzbaufreunde hier mal eine dicke Empfehlung für diesen Laden aussprechen. Die Holzqualität ist ebenfalls prima.
Gruss, Jochen
Eine weitere Rückfrage an die geschätzte Forengemeinde:
nachdem ich gestern telefonisch das benötigte Schwermetall (Flexwelle, Ruder, Spannzange) bei Herrn Siess von H+M bestellen wollte, entspann sich ein recht langes Gespräch über das Gesamtsetup. Herr Siess fand das Ganze grundsätzlich in Ordnung, vertrat aber deutlich die Auffassung, dass der Motor in "so einem großen Boot" an 4S-LiPos + Metallschraube laufen sollte und der Propeller eher tiefer (dreiviertel getaucht) laufen müsste. An 3S hätte ich seiner Meinung "eigentlich zu wenig Drehzahl" für einen Hydroantrieb.
Dazu muss ich einschränkend sagen:
1.) wenn ich so auf die Helling rüberschiele, ist das Boot alles andere als gross. Mit 28cm zwar verhältnismässig sehr breit, aber gerade mal 63cm lang;
2.) Herr Siess kennt nach eigener Aussage den Pletti 220/20 nicht, weil er selber ausschliesslich Lehner verkauft... ich glaube, er traut den 20mm Rotorlänge des Pletti offenbar nicht so richtig.
Da ich die LiPos eh neu anschaffen muss, habe ich jetzt ein paar Fragezeichen auf der Stirn. Nach Plettenberg-Datenblatt liefert der Motor unter Last an 3S rund 20.000 U/min, und an 4S - ebenfalls unter Last - runde 27.000 U/min (jeweils bei rund 15-20A). Selbst wenn ich erst mal von einer kleinen 33er K-Schraube ausgehe, komme ich da beim überschläglichen Berechnen bei 4S auf (rein theoretische) Geschwindigkeiten, die mir einfach erheblich zu hoch sind. [27.000U/min x 33mm Durchmesser x 1,4 Steigung x 0,7 Schlupf = 873.180 mm/min = 14,553 m/sec = 52,4 km/h] :?
Es kann natürlich sein, dass Herr Siess einfach in anderen Dimensionen denkt, weil er tagtäglich waschechte Rennboote abstimmt. Ich denke, bei 50 km/h würde die Banshee mit ihrem flachen, breiten, ungekielten Rumpf und den rechtwinkligen Seitenwänden schneller wegflippen, als man "aua" sagen kann.
Ergo: irgendwie ist mir bei dem Thema "4S" nicht ganz wohl, obwohl diese Zellen gleichzeitig besser als die 3S zum "Flyer" mit 700er Motor passen würden (der Flyer wird ja noch parallel gebaut). Eigentlich wollte ich die konkrete Akkuentscheidung erst ganz zum Schluss treffen, aber wenn jetzt 4S mit in die Diskussion kommen, müsste ich ganz fix - vor dem ersten Beplanken - noch was an den Spanten ändern.
Wie lautet die werte Forenmeinung zu diesem Thema?
Gruss, Jochen
Also ich würde ruhig die 3S testen, die werden bei mir auch reinkommen und ich werde bei mir den Pletten 220/20 A4S P einsetzen.
Bei deinem Antriebskonzept mit vollgetauchtem Prop und steiler Starrwelle absolut keine Frage. Nur bei einem Hydroantrieb - da hab ich halt null Erfahrung / Ahnung!?
Bist du schon fleissig beim sägen? ;-)
Herr Siess kann die Lehner und Plettenberg nicht über die Abmaße vergleichen. Die Plettenbenberg Brushless sind bei gleicher Leistung etwa 1/3 leichter. Nur im reinen SAW Betrieb (Höchstleistung für ca 30 Sekunden)
muß man bei beiden etwa die gleiche Gewichtsklasse nehmen.
Dieses Boot ist für 4 S bestimmt etwas für starke Nerven. Auf 3 S paßt das wohl besser. Aber auch 4 S sind für den Motor ein reiner Kindergeburtstag in Deinem Setup. Es ist also definitiv nicht die Frage ob der Motor das verträgt, oder bei welcher Drehzahl und Geschwindigkeit ein Hydroantrieb am effektvisten läuft, sondern nur, welche Geschwindigkeiten der Rumpf zuläßt.
Klar kannst Du auch 3/4 getaucht arbeiten, aber schau Dir doch mal Deine Zeichnungen an. Ein halb getauchter Prop liegt mit der Propmitte ca. 7 mm oberhalb der Rumpflinie resp. Stevenrohr 2 mm oberhalb. Das was Du baust ist doch ein waschechter 3/4 getauchter Antrieb. Dieses "Höherlegen" des Antriebes hängt damit zusammen, das das Wasser ja auch in einem Bogen nach oben geht.
Unzweideutig ist aber auch, daß man ein optimales Hydro in dieser Größe auch auf über 100 km/h bringt. Da wäre das plötzlich 6 S und Props um die 40 mm erforderlich.
Und da sind die erforderlichen Leistungen plötzlich 4 mal so hoch und es würde für den Motor eng. Da wäre dann ein 220-30 wohl die richtigere Lösung.
Also wenn Du plötzlich der Meinung bist, der Motor paßt nicht weil Herr Siess Schwachsinn erzählt, dann schick den Motor zurück. Fakt ist, Du hast einen vom Aufriß suboptimalen Rumpf, Du landest zusätzlich sehr weit mit dem Schwerpunkt nach vorn, Du hast durch den Hydroantrieb sehr viel Lift am Heck. Zusammen mit dem Schwerpunkt ist da ein Highspeed Setup sowieso nicht möglich.
Weitere Statements werde ich in dieser Sache nicht machen.
Hanjo
Hallo Hanjo,
hoppla, nein, ich zweifle in keiner(!!) Weise an dem Motor - ist da jetzt was völlig anderes bei dir angekommen, als ich gemeint habe? Das täte mir wirklich leid! Ich freue mich total über den Motor und werde ihn mit absoluter Sicherheit einsetzen, das ist völlig klar. :that: Da ich aber bei Hydroantrieben totaler Laie bin, hatte mich die Meinung von Herrn Siess bzgl. 3S/4S überrascht, zumal das Thema für mich ja schon abgehakt war. Und weil ich da selber so meine Zweifel an seiner Aussage hatte (s.o.), habe ich das mal zur allgemeinen Diskussion gepostet.
Die Frage war also nie "Ist der Motor für das Boot falsch?" (da vertraue ich dir ohne jede Frage 100%ig! ;)), sondern "was ist an der Einzelaussage dran, dass ich evtl. besser gleich 4S anschaffe?". Der einzige sichtbare Vorteil daran wäre für mich gewesen, dass 4S gut zum Flyer passen. Ich habe aber bereits vermutet, dass es für die Banshee bei der 3S-Empfehlung bleiben wird - zumal das auch viel mehr meinem eigenen Gefühl entspricht als eine "scharfe" Abstimmung. Aber besser vorher einmal zu viel gefragt, was die Fachleute davon halten. Da kann man eh nur dazu lernen.
Also: Thema abgehakt, ich nehme genau das ursprünglich angedachte Zeugs und es kommen zwei parallele 3S rein. Danke für das klare Statement - und sorry für das Mißverständnis!
Gruss, Jochen
Bene,
also eigentlich würde man das Boot mit 3 S und 4 S ins Wasser schmeißen und schauen was passiert. Aber da Du Dir ja die Sachen nicht doppelt und dreifach kaufen willst:
Bei 3 S: Ich hätte auch mit einem Prop wie x642 keine Bedenken für den Motor. Da hättest Du dann auch knapp 50 km/h auf der Uhr.
Bei 4 S: Wenn das Boot es verträgt, macht es bestimmt mehr Spaß. Ich kann es nicht einschätzen.
Zu den Metallpropps. So ab 42 mm machen Metallprops Sinn. Dann ist der Drive Dog zumindest nicht dicker wie
die Prop Nabe. Für 3,16 mm Wellen bietet H&M wohl auch keine Drive Dogs und Props an.
Die von H&M angebotenen Props mit M4 Gewinde aus Messsing sind so butterweich, daß die Graupner Hydro Carbon Props dagegen wie Schwedenstahl sind.
Außerdem sind sie halt teilweise recht unwuchtig und ruinieren durch die höhere Masse schneller das Lager.
Also wenn man in der Propgröße bis 40 mm arbeiten will, bleiben eigentlich nur Octuras mit 3,16er Bohrung.
Alles andere ist Spielzeug. Wobei die Aluprops mit Gewinde (gibt es teilweise bei anderen Händlern) zumindest weniger Wuchtigkeitsprobleme habe und nicht sofort verbiegen. Dafür sind die bei kleiner Berührung dann halt ganz hinüber.
Beste Grüße Hanjo
Bist du schon fleissig beim sägen? ;-)
Noch nicht, habe gestern alle Spanten ausgedruckt und ausgeschnitten. Wenn mich unsere Tochter heute lässt, werde ich die mal auf das Brett kleben und aussägen.
So Regler ist bestellt, bei mir ist es dieser geworden, da der auch Vor und Rückwärts kann.
Schulze Regler (http://www.lipoly.de/index.php?main_page=product_info&products_id=7683)
Ach, genau den hab ich ja auch im Visier, seit Hanjo mich auf diese neue Serie aufmerksam gemacht hat. Da das aber bei mir noch Zeit hat, warte ich parallel ab, was modellbau-regler.de als nächsten "kleinen" BL-Regler auf den Markt wirft. Habe dort vor ein paar Tagen angefragt, die brauchen nach eigener Aussage "nur noch ein paar Wochen". Und ich brauch ja auch noch ein paar Wochen. ;)
Aber kurz zum Schulze: der kann auch rückwärts????? Meinen die das mit "Bootsprogramm", oder ist das was anderes? Was darf man darunter verstehen?
Gruss, Jochen
Das ist der Hauptgrund, warum ich den Schulze nehme.
Erstens habe ich eine starre Welle und dann will ich damit auch die Möglichkeit haben, mal Rückwärts zu fahren.
So der Bau hat bei mir begonnen, bin schon gespannt, wie das Teil läuft. ;)
Das sah für mich im ersten Moment total komisch aus - bis ich gesehen habe: meine liegt ja anders rum (Kiel oben). :cluebat:
Sicher, dass die Spantenabstände stimmen?
bin schon gespannt, wie das Teil läuftNa hoffentlich nicht so: http://de.youtube.com/watch?v=6i_L44BlNfI :mrgreen:
Jo die Abstände stimmen und was das Fahrverhalten angeht, ist das typisch bei unruhigem Wasser.
Und wieder ein kleinen Schritt weiter...
Der Rumpfboden ist fertig und der Überhang darf dann morgen abgeschliffen und angepasst werden.
Die Bordwände sind laminiert, morgen folgt der Rumpfboden.
Der Rumpf ist nun komplett laminiert und ich kann als nächstes anfangen zu spachtel und zu schleifen, soweit nötig.
Die Rumpfschale hat bisher ein Gewicht von knapp 390 Gramm und damit liege ich gut im rennen. ;)
Bei der kleinen Version (1:6) bist du mit 1060g Gesamtgewicht genau auf Wasserlinie. Aber bei der gewählten Motorisierung spielt das ja eh kaum eine Rolle. ;-)
Naja, eine wirkliche WL hat das Teil ja eh nicht ;)
Was das Gewicht angeht, bin ich eh mal auf das tatsächliche gespannt. Zwischen Theorie und Praxis sind doch meist ein paar Differenzen.:roll:
Heute habe ich die Wellenanlage einlaminiert und der Motor hat auch mal zur Probe Platz genommen.
Es wurde gespachtelt und geschiffen, gespachtelt, geschliffen, gespachtelt und geschliffen...
Der Rumpf hat nun seinen ersten Farbauftrag erhalten und langsam werde ich mich dann um das Deck und den Aufbau kümmern.
Als Farbe habe ich zwischen klassischem Weiß und dem Türkis geschwankt.
Die Wahl fiel dann auf Türkis, da es ja ein etwas anderes Boot ist als normal ;)
Das türkis finde ich ja generell mal eine sehr stimmige Farbwahl für die frühen 50er. Deutlich spannender als das ewige Einheits-weiß. ;)
Aber unter Odernsschwestern: kein Mahagoni???
Aber selbstverständlich kommt da auch noch Mahagoni zum Zuge.
Den Aufbau werde ich mit Leisten entsprechend anfertigen und das ganze dann mit Messingbeschlägen verzieren.
Ich denke der Kontrast von dem Türkis und Mahagoni harmoniert ganz gut un dist für diese Zeit auch typisch.
Hier mal ein relativ aktuelles Bild vom Stand der Arbeiten.
Heute habe ich die Überstände abgeschliffen und das Deck geschliffen und mit der ersten Schicht Bootslack lackiert.
Der Fahrer hat auch schon einmal Probesitzen veranstaltet, allerdings hat der da noch so eine komische Kluft an, die er schnellstmöglich ablegen muss, da er sonst gekündigt werden muss als Werksfahrer ;)
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Ah, sehr gut - der Konkurrenzfahrer ist rekrutiert! :lol:
Scheint ein bisher unbekanntes Gesicht in der Z-Class-Goldcup-Szene zu sein. Ab in die Umkleide... und sag ihm, er soll sich warm anziehen, wenn er in der nächsten Saison gegen seinen Konkurrenten antritt. ;)
http://www.jochen-schwarzer.net/pics/rc/banshee/manni.jpg
Hier mal wieder ein kleiner Zwischenstand.
Sieht zwar nicht nach viel Arbeit aus, hat aber einige Stunden in Anspruch genommen.
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Das wird die Bodenplatte des Fahrers
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So und weiter geht es in kleinen schritten.
Und ja der Fahrer wollte nicht Nackt rumlaufen, deshalb hat er noch das Trikot an, allerdings hat er schon die Stutzen abgelegt. :fg:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/14/6097814/3438363735663434.jpg
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