Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ruderprobleme bei REM Challenger 70
Hi,
ich habe mir vor kurzem die Challenger 70 von REM (Etter) gekauft und habe einige Probleme mit deren Performance, genauer gesagt mit dem Ruder. Nach Anleitung ist lles korrekt zusammengebaut und alles funktioniert eigentlich (Servos reagieren, etc).
Mit dem Ruder hatte ich schon beim Zusammenbau Probleme, musste die Schaniere mit der das Ruder am Heck befestigt ist, zurechtbiegen, sonst hätte ich auf die eine Seite keinen vernünftigen Ausschlag gehabt. Sonst passte alles, Servos liefen ok, Ruderausschlag und Segel ok.
Auf dem Wasser kam aber dann die Bestätigung meiner Befürchtungen: die Challenger lässt sich nur sehr träge lenken, und zwar sowohl bei schwachem als auch bei starkem Wind. Manchmal reagiert sie träge aber manchmal auch wenig bis gar nicht. Der Ruderausschlag läuft aber zuverlässig und der Ruderauschlag ist auch mit Programmierung der Fernsteuerung so eingestellt, das er bis auf das maximal mögliche geht.
Hat da jemand ähnliche Erfahrungen bzw Ideen wie man das korrigieren könnte? Eine Micro-Magic neben mir ließ sich bei gleichen Bedingungen ganz präzise steuern... liegt dass Problem bei der Challenger konstruktionsbedingt an dem relativ weit vorne liegendem Ruder?
Auf dem Video auf der Etter Homepage scheint das Boot übrigens ganz enge Kurven ziehen zu können, aber bei dem geringen Ruderausschlag weiß ich nicht, wie das gehen soll.
Jede Hilfe ist willkommen...Bin im Moment jedenfalls sehr frustriert.
Hallo Markus,
zunächst herzlich willkommen hier im Forum.
Wäre es möglich, dass Du ein paar Bilder von Servo / Gestänge / Ruder einstellst?
Das würde mögliche Lösungen sicher erleichtern, so kann man sich kaum vorstellen, was die Ursache sein kann. Da kommen tausend Gründe in Betracht...
Viele Grüße
Torsten
Hi Torsten,
leider kann ich gerade keine Bilder machen, das Boot steht beim Wochenendhaus am See.
Ich hatte gehofft, dass jemand auch die Challenger (oder ein es der anderen Etter Boote aus der Classic Linie) hat. Vielleicht sind die Probleme ja normal, dann muss ich mich damit abfinden.
Das Boot kann man auf der Etter Homepage ansehen http://www.modellbau-etter.de/02523e98500e3890a/02523e99470de1464/02523e99470df3d6d.html
so auch die Bedienungsanleitung, bei mir sieht alles genau so aus. http://www.modellbau-etter.de/02523e98760bd2002/02523e98e10e8f201/02523e98e10ebcd0d.html
Lass mich dann mal eine allgemeine Frage stellen: ist eine Ruderausschlag von ca 25 Grad in jede Richtung ausreichend? Und dreht diese Art von Boot (America Cup) baulich bedingt besonders träge?
Grüße aus Wien,
Markus
Hallo Markus,
Dein Boot ist ein Langkieler, die gehen naturgemäß etwas träger um die Ecke als die Sportboote mit schmalem Schwert und Bleibombe. Liegt einfach daran, dass die Rumpf-Seitenfläche im Wasser größer ist. Dafür kannst Du aber auch am Wind etwas härter zur Sache gehen, bevor das Boot zuviel Seitendrift bekommt.
25° Ruderausschlag halte ich persönlich für zu wenig. Nun fahre ich aber leider selbst keinen Langkieler, sonder nur eine Rennziege im America´s Cup-Stil. Somit mögen sich bitte mal die Langkiel-Segler hier äußern... :dontknow:
Irgendwie durchschaue ich die Ruderkonstruktion noch nicht so ganz. Das schaut fast aus, als würde das Ruder wie mit einer Art Pinne betätigt, kann das sein? Fotos wären doch hilfreich!
Grüße
Torsten
OffTopic:
Danke, dass ihr so nett wart, euch so leicht besiegen zu lassen! :that:
Ich fürchte, die Portugiesen werden mit unseren Jungs den Rasen vertikutieren... :cry:
Fabian F.
18.06.2008, 22:09
Hallo Markus,
lass Dich mal nicht so frustrieren, Langkieler segeln ist sehr schön .. 8) Ich selber segele eine Robbe Atlantis, ebenfalls einen Langkieler mit ca. 13kg Lebendgewicht.. Das ergibt ein Traumhaftes Fahrbild.
Also auf dem Video auf der von Dir genannten Homepage ist ja in etwa der "Wendekreis" zu sehen. Leider fehlen mir auf dem Video ein bisschen die Anhaltspunkte um jetzt richtig gut schätzen zu können, aber ich würde sagen meine Atlantis hat einen etwas größeren Wendekreis.
Dies liegt vor allem in der Rumpfform begründet, wie auch Torsten schon geschrieben hatte. Im Prinzip kann man sich denken, dass der Langkiel wie ein Brett durchs Wasser zieht und dass das nicht so wendig sein kann wie so kleine Renn Zicken (Micro Magic zum Beispiel :wink: ) leuchtet dann ein, hoffentlich.
Aber um Deinem Problem näher zu kommen: Wie groß ist denn der Ausschlag am Ruderservo? eher 45° oder eher 30°?
Aus welchen Material hast Du die Anlenkung des Ruders gemacht? Ist das biegsam? Und wie leichtgängig ist das Ruder?
Habe zwar gerade ncihts zum messen da, aber bei mir sind vom Servo her nicht mehr als 45° Ausschlag auf jede Seite möglich (90° Verfahrweg gesamt). Diese nutze ich aber auch aus, um eine möglichst gute Ruderwirkung zu bekommen.
Vielleicht kannst Du das mal ausprobieren und den Servoweg maximieren. Notfalls, würde ich dafür auch eine längere Anlenkung in Kauf nehmen und den Servo versetzen, wenn es Platzmäßig im Rumpf machbar ist..
So das erstmal Tipps per Ferndiagnose. Gut sind auch Bilder, wie Torsten schon beschrieben hatte, vielleicht fällt uns noch etwas auf. Ansonsten kann ich Dich nur einladen, dass wir uns treffen, zum Beispiel am 20.7. in München (vorrausgesetzt Deine Anfahrt ist nicht zu weit). Siehe auch den Thread hier im Forum.
Hoffe Dir erstmal weiter geholfen zu haben und bin gespannt auf Deine Bilder.
commodore
21.06.2008, 11:45
Zum Ruderausschlag wäre es interessant zu wissen, ob das Ruder freischwebend ist, oder hinten den Kiel angehängt.
Ist es freischwebend, sind 25° Ruderausschlag völlig ausreichend, weil dann sowieso die Strömung abreißt. Ich habe mit meiner MicroMagic sogar die Erfahrung gemacht, engere Kurven hinzubekommen, wenn ich das Ruder nicht voll ausschlagen lasse.
Bei angehängten Rudern verstehe ich sowieso nicht, wieso das überhaupt lenkt, da kann ich dir nicht weiterhelfen. :wink:
Vielen Dank für die Antworten. Ja, es leuchtet mir ein, das ein Langkieler etwas träger um die Ecke geht. Das Ruder ist auch nicht freischwebend. Nach einigem Experimentieren und besserem Wind heute, habe ich einige Fortschritte gemacht.
- Bei sehr leichtem Wind ist es wohl besser, die Challenger im Hafen zu lassen. Bei leichtem Wind nimmt sie nicht genug Fahrt auf, sodass das Ruder offensichtlich nicht wirken kann und daher wird das Boot vom Wind nur vor sich er geschoben (bis hat dann das Schilf kommt..). Die MicroMagic tut sich da halt konstruktionsbedingt leichter.
- Ich habe alle Teile gescheckt: Servo alleine schlägt maximal us, Ruder alleine lässt sich manuell gut und mit starkem Winkel (ca. 45 Grad in jede Richtung) bewegen. Ich habe daher das Gestänge am Ruder weiter aussen befestigt, um einen besseren Hebel zu bekommen (war in Aleitung nicht wirklich gut beschrieben). Zusätzlich habe ich das Gestänge zwischen Ruder und Servo etwas verlängert.
Wichtig scheint dabei eine genaue Justierung der Länge des Gestänges zu sein - je länger desto besser der Ruderausschlag, allerdings gibt es hier ein Maximum, da ein zu langes Gestänge in der Mittelstellung am Servo anschlägt und das Ruder nicht mehr in die Neutralstelllung zurückfindet.
So konnte ich einige gute Fahrten bei gutem Wind hinkrigen - beim Kreuzen musste ich mich halt manchmal zwingen, mit dem Wind zu wenden, wenn die Challenger nichtt reagierte. Besser wieder ein paar Meter gegen den Wind verlieren, al im Schilf zu festzusitzen. Ich muss wohl auch noch an meiner Segeltechnik feilen (bin Anfgänger), und mich damit abfinden, dass ein Segler eben kein Motorboot ist.- aber das ist ja das Schöne daran.
Ich war also für den anfang schon recht zufrieden
- Die mitgelieferte Verbindung Ruder /Rudergestänge ist aus Plastik und schon etwas verbogen bzw flexibel. Wenn ich die härter kriege, könnte ich noch ein paar Grad Ruderausschlag herausschinden. Werde mal schauen, ob ich beim Modellfachhändler eine baugleiches Teil in Metallausführung finde (mache mir da aber keine allzugroßen Hoffnungen).
Interessant ist nur, dass alle anderen Etterooote ein anderes Rudersystem haben (obwohl die äußerlich ja sehr ähnlich aussehen...). Die Challenger ist die einzige, die ein einen Servoarm mit flexibler Befestng des Gestänges hat (die Gabel rutscht hin und her und soll das auch).
Übrigens Photos versuchte ich heute zu attachen, bekomme aber immer die selbe Fehlermeldung "Du hast deine maximale Upload Quota Grenze von 1 Bytes erreicht" (56 kb Filesize, aber noch keine files bisher hochgeladen)- Habe ich in einigen Threats hier schon gesehen, scheint ein häufiger Bug hier zu sein.
Ich stelle die Bilder ein, wenn ein Moderator sich des Problems angenommen hat.
Grüße aus Wien,
Markus
commodore
23.06.2008, 20:28
OffTopic:... scheint ein häufiger Bug hier zu sein. ...
Aber seitens der User. :wink:
Wie du hier (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?t=30535) lesen kannst, ist das Hochladen von Attachments daran gebunden, eine gewisse Anzahl von Posts verfasst zu haben.
Du kannst aber bis dahin, wenn du webspace hast, Bilder einbinden (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?t=30535).
Hallo Markus,
schicke mir Deine Fotos einfach per Mail, dann stelle ich sie hier ein.
Der Bilder-Upload ist wohl erst ab einer bestimmten Beitragszahl möglich -hätte ich Dir das natürlich auch gleich sagen können, war mir aber entfallen... :ohno:
Fabians Langkieler hat - wohl auch wegen der vergleichsweise exorbitanten Segelfläche - unheimlich gute Leichtwind-Eigenschaften. Das Teil segelt sogar noch, wenn wir mit unseren Rennziegen schon in der Flaute hängen...
Grüße
Torsten
Fabian F.
23.06.2008, 21:48
Hallo Markus,
gut ein Langkieler ist keine Renn-Zicke, aber dennoch habe ich noch nicht die Erfahrung gemacht, dass dieser gar nicht durch den Wind geht.
Was ich nach Deiner jetzigen Schilderung vermute, ist ebenfalkls die Verbindung zwischen Servo und Ruder. zum einen kann man dies relativ einfach gestalten, in dem man zwei Metallstangen nimmt, diese sind am Ende jeweils in etwa Z-förmig geformt, so dass diese gut streng in die Ruderhebel hineingehen. Verbunden werden die beiden Metallstangen mit einem dicken Metallring und Madenschrauben. Wenn Dir das nicht klar ist, dann kann ich auch noch ein Bild einstellen, was das ganze etwas verdeutlicht.
Was mir auch noch eingefallen ist: Über den jeweiligen Abstand von Angreifpunkt zur Drehachse. Am besten ist dieser Abstand am Servo und am Ruder gleich groß.
Achja: Ein Segelboot kann schon mit einem Motorboot mithalten (auch vom Wellenbild), es kommt nur auf den Wind darauf an .. :undweg:
@Torsten: Das ich durch kleine (oder auch größere 8) ) Flautenlöcher einfach so hindurch fahren kann, liegt daran, dass 12kg in Bewegung erst eine gewisse Strecke brauchen um abzubremsen. :D
Schöne Grüße aus dem inzwischen wieder sonnigen München!
Hallo Markus,
was hier schon erwähnt wurde bzgl. Langkieler stimmt zu 100 %.
Geradeauslauf super, wenig Abdrift, aber sehr unwillig, wenn es darum geht kurze und schnelle Kursänderungen vor zu nehmen.
Kenne das aus meiner 1:1 Segelpraxis, manno, was hab ich da schon geflucht. :twisted:
Zu dem Ruderausschlag:
jede große Ausstellung des Ruders bremst !Mehr Ausstellung = mehr Bremswirkung !
Eigentlich sollte ein Ruderausschlag von 35-40 Grad ausreichend sein -je Seite. Wichtig ist halt eine starre verbindung zwischen Servo und Ruderanlenkung ! Sollte diese zu "weich" sein, dann geht die Wirkung am Ruder verloren, weil sich das Gestänge durchbiegt.
Würde das mal überprüfen :|
Ansonsten gilt: je schwerer ein Segler ist, so länger braucht er, um Fahrt zu bekommen, hält diese aber dann auch besser als ein leichtes "Böötchen".
Wünsche Dir jedenfalls viel Spaß mit Deinem Schiff und hoffe, Du bekommst das Problem gelöst.
Gruß Gero :yessir:
Hallo in die Runde,
beigefügt die Bilder von Markus... irgendwie blicke ich noch immer nicht ganz durch, wie das mit der Anlenkung funzen soll... :oops:
Grüße
Torsten
Also ich weis nicht............................ :???:
Aber bei dem Bild "Ruder in neutral-Stellung" siehts so aus als wäre der Ruderhebel längs zur Mittelachse des Schiffs. Das kann dann aber nicht funktionieren. :dontknow:
Geposted nach 2 Minuten 14 Sekunden:
Und der Vollausschlag sieht etwas erbärmlich aus. :pfeif:
stephan pingel
25.06.2008, 00:17
@Torsten
kannst Du die Bilder der Ruderanlenkung einzeln einstellen ?
Mann kann kaum etwas erkennen.
@Diddi
Laut Betriebsanleitung scheint das aber so zur Mittelachse zu gehören.
Nur wie das am Ruder richtig funktionieren soll ist mir nicht klar.
Laut Betriebsanleitung ...........Von einem Russen vom Japanischen ins Englische und dann von einem Polen ins Deutsche übersetzt? :fies: :fies:
:undweg:
Klabautermann
25.06.2008, 09:49
"Ruder in neutral-Stellung" siehts so aus als wäre der Ruderhebel längs zur Mittelachse des Schiffs.
Ich glaube das sich hier in der Anleitung lediglich der Fehlerteufel eingeschlichen hat und es einfach noch keinen aufgefallen ist, zumindest dem Vertreiber bzw. Hersteller nicht. So wird es wohl nie funktionieren.
Und der Vollausschlag sieht etwas erbärmlich aus.
Schau dir mal diesen kleine Servohebel auf dem Servo an, man wird nicht mehr Ruderauschlag bekommen, es sei denn man verlängert den Hebel.
Um nun effektiv anlenken zu können muss erstmal das hintere Ruderhorn um 90° versetzt aufgesteckt werden.
Jedoch das eigentliche Problem ist, dass das Ruderhorn dann an die hintere Wannenbegrenzung drückt und gar nicht lenken kann. Da muss eine Öffnung rein, ein Schlitz oder die komplette Wanne weg und irgend einen passenden Aufbau, Oberlicht oder Abdeckung drübersetzen, was die Decksöffnung abdichtet.
P.S.: Ich finde es gibt schon zu wenig Langkieler auf dem Modellbaumarkt, aber der Etter-Kompromiss klassische Linien mit modernen Hitech-Element zu kombinieren ist nichts Halbes und nichts Ganzes und noch dazu mit diesen billigen anmutenden Decksluken von der Optik wenig gelungen. Also mir verkrampft sich da das alte Klassikerherz. Ich würde zumindest ansatzweise einen Umbau in Richtung J-Klasse versuchen.
Übrigens, was das Segeln mit Modell-Langkielern betrifft, der sollte sich mal die Atlantis anschauen, es ist erstaunlich wie gut die durch die Wende geht und wie agil die auf das Ruder reagiert.
Kann mich da Andreas/Didi´s Meinung nur anschliessen.
Sevohebel verlängern oder das Gestänge. Wobei ich es erst mal mit dem Servoarm versuchen würde.
Voll-Ausschlag: wenn ich den sehe, krieg ich welchen :vogel:
Der Weg für das Ruder ist, so wie ich es zu erkennen meine, zu kurz !
Also mehr Weg geben ! :that:
Das mit der Atlantis stimmt, segelt sehr schön und gut. Hat für ihr hohes Gewicht aber auch entsprechende Segelfläche :!:
@Andreas
Hast Du was gegen Ausländer ? Wohl doch nicht ! :keineIdee:
Hoffentlich hauen wir heute die Türken weg :bäh:
Gruß Gero
Klabautermann
25.06.2008, 14:10
Hast Du was gegen Ausländer ?
Warum sollte ich? Habe ich was Missverständliches geschrieben?
Hallo Andreas & Co.,
der Ruderhebel 90° versetzt bringt wohl nix, so lange der Servohebel Richtung Ruderachse zeigt.
Ich sag ja, schwer zu verstehen, das Ganze.
@Markus:
Schick mir die Bilder bitte mal einzeln, vor allem der Hebel am Ruderschaft wäre interessant!
Grüße
Torsten
Klabautermann
26.06.2008, 00:23
so lange der Servohebel Richtung Ruderachse zeigt
Ja gut, das ist doch aber die leichteste Übung, den Servohebel vom Servo zu lösen und ihn wieder auf den Servo zu befestigen, bzw. im gleichen Atemzug eine etwas längeren Hebel zu verwenden, um den Vollausschlag zu vergrößern.
Es wäre sogar zu vermuten, das die Stellung auf dem Bild bei Vollausschlag liegt.
Das Problem liegt in meinen Augen am Hebel auf der Ruderachse bzw. der fehlende Platz um ausreichend Bewegungsfreiheit zu haben.
Hallo alle,
beeindruckend, wieviele von Euch sich meinem Problem annehmen. Beruhigend ist jedenfalls, dass nicht nur ich als Anfänger ein prinzipielles Problem habe. Beunruhigend ist jedoch, dass die Challenger eben so konstruiert ist.
In der Tat ist kein Platz, die hinteren Ruderarm um 90 Grad zu versetzen, da stößt der Ruderarm hinten an. Das weitere Problem ist auch, dass der Servoarm mit der flexiblen Befestigung des Gestänges recht viel Spiel hat, wodurch ein präzises Steuern schwierig ist. Aber alles ist genau nach Bauanleitung korrekt verbaut!
Was mich v.a. stutzig macht, dass praktisch alle anderen Langkieler von Etter eine andere Konstruktion der Ruderanlage aufweisen: um 90Grad versetzten Ruderarm sowie fixe Besfestigung des Gestänges im Servoarm (also in ein Loch und nicht in einen Schlitz eingehängt).
Wenn ich Euch alle richtig verstehe, werde ich um einen Umbau des Ruders nicht herunkommen. Ich finde das aber sehr ärgerlich, denn ich habe mir als Anfänger eben gerade ein Fertigmodell gekauft, um schnell mal ein Erfolgserlebnis zu haben. Die Tüfteleien waren dann eher für das nachfolgende Zweitschiff vorgesehen.
Ich kann nicht verstehen, wie man sowas als leicht zu bauendes und leicht zu segelndes Anfängermodell anpreisen kann.
Ich habe Torsten die Bilder im Detail geschickt, vielleicht könnt Ihr da mehr erkennen.
Gruß,
Markus
@Andreas
Bitte nicht wörtlich nehmen, war eher spaßig gemeint *zwinker*
@Markus
Man kann sich nicht immer zu 100% darauf verlassen, dass die vom Hersteller vorgegebenen Konstruktionen auch so funktionieren wie sie sollten. Habe das bei dem Bausatz meiner Smaragd (Robbe) auch leider feststellen müssen.
Oftmals ist da ein Praktiker gefragt, der das Problem löst - leider :???:
Ich denke jedoch, hier im Forum, wirst Du geholfen :that:
In diesem Sinne
Ahoi Gero :yessir:
Hallo,
unten angefügt die Bilder vonMarkus... irgendwie scheint es mir immer noch ein Wunderwerk der Mechanik zu sein, dass sich das Ruder überhaupt bewegt! Schon peinlich, dass man als altgedienter Maschinenbauer so etwas sagt... :oops:
Ich würde auf Grund der räumlichen Enge zu einem Seilzug-System raten, also zwei parallele Seile auf je einen Doppelhebel an Ruder und Servo.
Grüße
Torsten
[...]
irgendwie scheint es mir immer noch ein Wunderwerk der Mechanik zu sein, dass sich das Ruder überhaupt bewegt! [...]
Ich denk ich hab ne Erklärung für das "Wunderwerk":
Die Durchführung in der Mitte ist wahrscheinlich nicht nur ne einfache Durchführung, sondern quasi ein Drehlager. Der Rest ist dann einfaches Hebelprinzip.
Prinzipiell keine schlechte Idee, allerdings haperts wohl an der Umsetzung. Könnte mir gut vorstellen, dass die Anlenkstage bzw. der Hebel einfach zu flexibel für diese Belastungsart ist und dadurch das Ruder bei Wasserdruck nicht den vollen Ausschlag erreicht, bzw. sich selbstständig wieder zurückstellt.
Hallo Muehi,
jaha... an so etwas habe ich auch schon gedacht, aber wenn das Servo aus der Neutralstellung zur Seite dreht, wird ja immer am Gestänge gezogen, wie soll sich dann bei dieser Anordnung das Ruder bewegen?
Rätsel über Rätsel... aber vielleicht kann ja Markus noch ein paar erklärende Worte zum Prinzip beisteuern. :keineIdee:
Das Wasserdruck-Phänomen ließe sich ja leicht prüfen, wenn man mal bei Vollausschlag gegen das Ruder drückt. Da darf praktisch nix nachgeben. Falls doch, dürfte das zumindest ein Teil des Problems sein.
Viele Grüße
Torsten
Geposted nach 11 Minuten 5 Sekunden:
Hm.. ich glaube jetzt kommt´s mir so langsam... :idea:
Sagt mal, Kinders, kann es sein, dass sich der hintere Hebel in dem weissen Schaft dreht, wenn sich das Servo bewegt?
Normalerweise arbeiten unsere Rudergestänge ja auf Schub bzw. Zug, das würde aber hier doch gar nix mehr bringen.
Zieht man am Gestänge Richtung Bug, kann das Ruder gar nirgendwohin, drückt man Richtung Heck, wäre es völlig ungewiss und unkontrollierbar, ob das Ruder mittig bleibt oder nach BB oder Stb ausweicht.
Dreht man das Gestänge, würde der Ruderhebel allerdings schon seitlich bewegt... eigentlich geht das gar nicht anders. Aber mit logischerweise sehr eingeschränktem Bewegungsbereich.
Unklar wäre dann aber noch, wie vom Servohebel aus das Gestänge verdreht wird.
Grüße
Torsten
Hallo Muehi,
jaha... an so etwas habe ich auch schon gedacht, aber wenn das Servo aus der Neutralstellung zur Seite dreht, wird ja immer am Gestänge gezogen, wie soll sich dann bei dieser Anordnung das Ruder bewegen?
Preisrätsel:
Wozu ist wohl das Langloch im Servohebel? :pfeif:
Vergleiche auch mal bei den Detailaufnahmen die ersten beiden Bilder, der Gestängekopf hat bei voller Auslenkung eine andere Position im Langloch als im nicht-ausgelenkten Zustand.
Mann ist das simpel.................... :mrgreen:
Wir sind blos bis jetzt durch die "Tradition" von falschen Voraussetzungen ausgegangen.
Betrachtet mal die Ruderanlenkung anders. Die Stange ist keine Schub/Zugstange sondern ein (fast) feststehender Hebel. Bewegt sich der Servohebel aus der Mittenposition wird der Hebel zur Seite gedrückt und bewegt sich am Ruderhorn zur entgegengesetzten Seite. Deswegen auch das Langloch im Servohebel, da bei der Hebelwirkung am Ruderhorn nur eine geringe axiale verschiebung erfolgt die durch das Langloch bei max. Ausschlag ausgeglichen wird.
Der Hebel ist sicherlich in einer kleinen Durchführung als Drehpunkt in der Trennwand gelagert.
stephan pingel
27.06.2008, 14:20
Nach dem Hebelprinzip, sollte, wenn man den Ruderhebel des Servos verlängert, eine Vergrößerung des Ruderauschlages möglich sein.
Freizeitbauer
27.06.2008, 15:37
Also, ich würde mal versuchen den Servoarm zu verlängern und das Gestänge fixieren und nicht in einem Langloch halten, den weißen Hebel am Ruder um 45° drehen und das Gestänge entsprechend von der Länge anpassen.
Hallo alle,
nach langem Tüfteln habe ich das Problem jetzt gelöst. Zusammenfassend das Problem:
- Die Ruderanlage konnte die Ruderbewegungen nicht reproduzierbar wiedergeben (zB Ruder geht nach Ausschlag nicht mehr in Neutralstellung zurück, keine feiner Ruderausschlag möglich).
- Der Ausschlagswinkel zu niedrig war (max 10-15 Grad in jede Richtung).
- Außerdem hatte das Ruder zuviel Spiel - es ließ sich mit der Hand bis zum Vollausschlag in jede Richtung bewegen.
Als Ursache konnte ich 3 Teilprobleme identifizieren:
- Die Ruderanlage nach dem Hebelprinzip war nicht funktionstüchtig, auch viele Versuche zur Feineinstellung und Optimierung halfen nichts.
- Der Ruderanlenkhebel war nicht fest mit der Ruderstange verbunden und der Arm noch dazu zu flexibel (weiches Plastik).
- Die Schraube, mit der Ruderarm an der Ruderstange befestigt ist, behindert den Vollausschlag auf einer Seite.
Hier die Lösungsansätze, die dann auch zum Erfolg führten (heute am Wasser getestet):
- Originalruderanlage entfernt und durch eine doppelte Ruderanlenkung mit Seilzug ersetzt. Aus Platzgründen habe ich keine Umlenkrollen verwendet, sondern zwei dünne Rohre (das ehemalige Gestänge in Teile zerschnitten) neben den Anlenkarm mit Epoxyharz eingeklebt (in 2mm Bohrlöcher). Seile sind am Doppelservoarm mit Kugellagern und Gewindestangen befestigt.
- Original-Anlenkarm entfernt und einen qualitativ hochwertigeren Servoarm umgebaut und mit Epoxyharz eingeklebt. Dadurch benötige ich keine Schraube (daher voller Ausschlag in beide Richtungen möglich) und der Arm rutscht nicht mehr durch.
Dadurch habe ich nun eine Ruderanlage, die auf feine Steuerbefehle reproduzierbar reagiert und nach der Kurve auch wieder in Neutralstellung zurückgeht.
Ich kann nun einen Ruderauschlag von ca. 35-40 Grad in beide Richtungen erreichen und das Boot zieht (für einen Langkieler) schöne enge Kurven.
Die Mühen haben sich gelohnt, das Segeln mit der Challenger macht nun Riesenspaß (und sie ist immer ans Ufer zurückgekommen...)
Nochmals vielen Dank für die vielen Tipps, die vielen Ideen hatten mich erst inspiriert, die Ruderanlage neu zu überdenken anstatt immer wieder das Originalkonzept zu optimieren.
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