Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schlingerkielanbau Vertrödelt
Hallo zusammen,
jetzt wo mein erstes richtiges Modell schon sehr weit vorangeschritten ist, stehe ich vor der Frage wie ich die Schlingerkiele im nachhinein noch anbauen kann.
Während der ganzen Bastelstunden sind die immer weiter hinten angestellt worden. Jetzt hab ich das Problem die noch ordentlich fest am Rumpf anbringen zu müssen.
Eine Halterung die die Schlingerkiele fertig ausgerichtet am Rumpf hält, hab ich schon gebastelt.
Meint ihr es würde reichen wenn ich den Lack entferne und die SK mit Epoxy festklebe?
Der Rumpf ist mehrlagig mit Glasfasergewebe verstärkt. Hab nur Angst das mir die SK die Spachtelmasse runterreißen könnten.
Wie würdet ihr vorgehen?
Hier noch ein kleiner Eindruck vom Modell:
http://www.veloundsims.homepage.t-online.de/cole.jpg
Scubamarco
07.06.2008, 15:51
Vielleicht in die SK Bolzen einsetzen (laminieren oder kleben)
Dann die SKs von innen mit Muttern sichern.
Vorteile:
Lack des Rumpfes bleibt intakt (bis auf Bohrungen)
leichter Austausch der SK
Ich würds auf jeden Fall so wie Marco machen.
Die Bolzen der SK können auch in die Rumpfbohrungen (mit Epoxy) eingeklebt werden, das würde auch reichen. Und es müssen auch genug Bolzen sein, so alle 10-20cm einer.
Schlingerkiele sind nun mal dünne, hevorstehende Teile und die sollten Bombenfest sitzen!
Sonst reicht eine leichte Grundberührung bei so einem schweren Boot u.U. schon aus daß sie abbrechen.
Ich denke ich werde das mit den Bolzen wohl so machen wie ihr das angedeutet habt.
Auch wenn eine Grundberührung ja nicht beabsichtigt ist sollte man das berücksichtigen!
Danke euch für die Ratschläge, ist zwar grad kein "KellerWetter" werde es aber wohl doch recht zügig angehen :)
gruß Swen
Wellen-Brecher
15.06.2008, 20:03
Moin die Runde
die gleiche Frage beschäftigt mich auch gerade. Der Rumpf meiner TOW ist laminiert und gespachtelt und nun sollen die Schlingerkiele drauf. Sie haben eine Länge von Ca. 190 mm. Ich meine ich kann doch aber die Kiele mit Sekunden Kleber auf dem Spachtel fixieren (oder hält der Sek. Kleber nicht auf 2K Spachtel) und dann anschließend mit 24h Epoxidharz kraftschlüssig verkleben.
San Felipe
15.06.2008, 20:58
Hallo,
ich denke zwar, das der Kleber hält, trotzdem würde ich je 2 oder 3 Stifte einsetzen. Bei den relativ kurzen Kielen, ich nehme an, die sind auch nicht besonders dick, bieten sich Gleisnägel Spur N oder Z an. Kurz aber stabil. (Falls du keine hast, kann ich dir gern ein paar schicken, in einer Dose sind immer 1000 Stück, da kommt es auf ein paar mehr oder weniger nicht wirklich an)
Alles Gute, Peter
Klabautermann
15.06.2008, 21:17
nun sollen die Schlingerkiele drauf
Warum eigentlich drauf und nicht rein?
Eine Nut fräsen oder besser einen Schlitz mit einer Trennscheibe reinschneiden, das geht auch ganz gut per Hand und dann einkleben/einlaminieren. Das Problem vom "an den Rumpf anformen" und Bedenken ob das auch hält, fallen so schon einmal weg.
Ich denke der Gedanke den mühselig gebauten Rumpf zu "durchlöchern" ist eine Sache die nicht jeder übers Herz bringt, auch wenn er im nachhinein dadurch weder an Dichtheit noch an Stabilität einbüßt.
Aber mit nem Dremel da ne Nut zu fräsen..ui ui, ich würds mich nicht trauen, bin aber eh noch Anfänger im Modellbau, kommt vllt noch :that:
Scubamarco
16.06.2008, 17:59
Aber mit nem Dremel da ne Nut zu fräsen..ui ui, ich würds mich nicht trauen,
In einen dünnen Blechsteifen die Nut fräsen. Dann mit Tape am Rumpf
fixieren und mit dieser Schablone dremeln.
Klabautermann
16.06.2008, 18:19
Ich denke der Gedanke den mühselig gebauten Rumpf zu "durchlöchern" ist eine Sache die nicht jeder übers Herz bringt
Was würdest du denn tun, wenn du in deinen Rumpf noch ein Ankerklüse anbringen musst oder Druchbrüche am Schanzkleid oder nachträglich ein Querstrahlruder.
Letztendlich ist doch alles Modellbau und die Suchen und Finden von Alternativen und Lösungen ist doch das Salz in der Suppe.
ich würds mich nicht trauen
Anderes herum wirst du aber die Erfahrung machen, dass es eigentlich garnicht so problematisch war. Und möglichweise machst du sogar einen Fehler, der dir beim nächsten Mal nicht mehr passiert bzw. du weißt wie du ihn wieder reparieren kannst. :D
Das mit der Schablone ist natürlich nicht verkehrt. Bei meinem Zerstörer musste ich nachträglich die Einkerbung für die "Ankertasche" heraustrennen.
Da war ich schon den Tränen nahe ;)
Aber den Rumpf auf der Hälfte seiner länge aufzutrennen ist mir im Moment noch zu haarig. Dafür fehlt mir der Mut, obwohl ich eigentlich ne Art "Versuchbastler" bin.
Vermutlich würde der Rumpf im nachhinein tatsächlich genauso stabil und dicht sein wie vorher auch. Aber ich wollte mir beim ersten Richtig durchgezogenem Modell nicht zu viel zumuten :)
Wellen-Brecher
21.06.2008, 22:51
Moin die Runde
bekannter Weise führen ja viele Wege nach Rom ... ich habe mich bei meiner TOW für die, ich nenne sie mal "Stift Methode" entschieden.
Dabei habe ich drei Sacklöcher auf je einen Schlinger Kiel verteilt, von 5 mm Tiefe und einen Durchmesser von 1,5 mm gebohrt. In diese Löcher habe ich 10 mm lange Edelstahl Stifte mit Sekunden Kleber befestigt. Auf dem Rumpf wurde nun der Zeichnung entsprechend die Position der Kiele angezeichnet und die Lochabstände der Stifte angerissen und gebohrt.
Anschließend wurde der gesamte Kiel mit Sekunden Kleber auf dem Rumpf fixiert und mit Feinspachtel sauber verfugt. Die in den Rumpf ragenden Edelstahl Stifte werden später mit 24h Harz vergossen.
Ich kann nur sagen, die reißt keine unsanfte Grundberührung mehr ab :wink: .
Der anschließende Feinschliff, bedarf einiges an Fingerspitzen Gefühl und Geduld. Aber das Endergebnis kann sich sehen lassen!
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