Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Acrylspray auf Polystyrol.
meiserati
17.05.2008, 00:55
Hallihallo.
Ist es zwingend erforderlich, Polystyrol zu grundieren
bevor ich es mit Acryl aus der Spraydose lackiere?
Bin mir nicht sicher :|
Vielen Dank, Andreas
Wellen-Brecher
17.05.2008, 01:06
Moin Andreas
Du solltest das Polystyrol vor der Lackierung gut anschleifen. Als Farbe dürfen auf keinen Fall welche auf Nitro Basis verwendet werden!
Verwende bitte immer Farben eines Herstellers und mach vor der Lackierung einen Test auf einem Reststück. Meiner Meinung nach solltest Du wenn Glanzlack zum Einsatz kommt, immer vorher grundieren :wink: . Ich hoffe Dir damit ein wenig weiter geholfen zu haben!
Ach und noch ein herzliches Willkommen hier im Forum :that:
meiserati
17.05.2008, 01:15
Hei.
Ja, vielen Dank.
Da ich Werbetechniker bin, steht mir das Polystyrol immer in
reichlich Mengen zur Verfügung, ist dann auch immer dasselbe.
Den Test mach ich also hoffentlich nur einmal.
Ach und noch ein herzliches Willkommen hier im Forum :that:
Huch, da bin ich solange angemeldet und das war mein erster Post.
Vielen Dank, Andreas
Wellen-Brecher
17.05.2008, 01:20
... steht mir das Polystyrol immer in
reichlich Mengen zur Verfügung, ist dann auch immer dasselbe.
... na wenn da mal was über ist, immer bei mir melden bitte :wink: .
San Felipe
17.05.2008, 09:23
Hallo,
ja auf jeden Fall grundieren. Das hatte ich an meinem ersten Modell leider nicht gemacht. Angeschliffen hatte ich auch nicht, es war ja alles so perfekt glatt. Schon beim Abziehen des Maskierbandes hatte ich die Farbe nicht mehr auf dem Schiff, sondern am Band hängen. Seitdem kommt immer erstmal Haftgrund drunter.
Der Test bezieht sich weniger auf das Grundmaterial, sondern mehr auf die Verträglichkeit mit dem Lack. Da hat es bisher mit meinem Universal-Haftgrund zwar noch nie Probleme gegeben aber nach meinem ersten sehr ärgerlichen Flopp bin ich da vorsichtig. Ist ja auch nur Sekundensache (das Abschleifen hat Stunden gedauert, mal abgesehen von der Sauerei).
Mach also nicht den gleichen Fehler wie ich, auch wenn man auf den ersten Blick meint, sich diese Arbeit schenken zu können.
Alles Gute, Peter
PS: mit deinem Polystyrol kannst du hier sicher fast alle beglücken.
Ümminger Kapitän
17.05.2008, 11:40
Ja, auch ich habe mir mittlerweile angewöhnt, Kunststoffe mit Haftgrund vorzubereiten.
Habt ihr Werbejungs nicht auch kupferbeschichtete Epoxiplatten als Rohstoff? :roll:
meiserati
17.05.2008, 12:32
Guten Morgen.
Also ich werde beides mal testen. Nur angeschliffen und
angeschliffen und grundiert. Denn eigentlich möchte ich wegen
der Details auf einen Haftgrund verzichten. Aber das werde ich Testen.
Das Polystyrol bekomme ich natürlich auch nicht umsonst.
Obwohl, gelegentlich bekomme ich schon mal von Kollegen
0,5 m² grosse Stücken als Reste, ist aber eher selten.
Ich habe aber kein Problem was zu besorgen und zu versenden.
Ich muss nur teilweise gleich 12 Platten á 2000x1000mm abnehmen,
je nach Dicke. Hier als Beispiel bei 2mm.
Meine Standarddicken liegen bei 1mm, 1,5mm, 2mm.
Ab 2mm verwende ich PVC Hartschaum der eigentlich auch kaum Geld
kostet.
Mein aktuelles Projekt ist ein Artilleriefährprahm in 1:50, also
ca. 1 Meter.
http://home.snafu.de/meiserati/pubpic/schiffnet/afp1.jpg
Hier wurde das Rumpfgerüst in 5mm PVC Schaum gebaut, und mit 2mm
PS beplankt. Auch der Aufbau ist teilweise 2mm PS.
http://home.snafu.de/meiserati/pubpic/schiffnet/afp2.jpg
Die Kupferbesch. GfK Platte bekomme ich bisher nicht. Brauch ich aber selber. Da bleibe ich mal dran.
Beste Grüße, Andreas
Ümminger Kapitän
17.05.2008, 12:54
Denn eigentlich möchte ich wegen
der Details auf einen Haftgrund verzichten.
Öhm, du verwechselst jetzt nicht Haftgrund mit Spritzspachtel?
Wenn du den Haftgrud so dick da drauf jauchst, das die Details verschwinden, machst du was falsch, außerdem haftet das dann gar nicht mehr.
San Felipe
17.05.2008, 12:58
Hallo,
da kannst den Haftgrund ordentlich verdünnen. Mache ich auch. Ich nutze einfach einen aus dem Baumarkt. Das ist eine reichlich dickflüssige Pampe. Ohne Verdünnen kann man den fast schon als Spachtelmasse verwenden. Bei den grossen glatten Fächen würd ich es auf jeden Fall machen. Besonders am Rumpf, da wird sich später der ein oder andere Rempler ja kaum vermeiden lassen. Dann platzt so schnell auch nichts ab. Bei den Details schludere ich das auch oft, die sind in aller Regel ja auch keinen Belastungen ausgesetzt.
Bei den Platten sollten wir mal wieder über eine Sammelbestellung nachdenken, wie beim Kleber, nochmal Dank an Didi. Ich denke, das kaum einer von uns 24m² gebrauchen kann. Die Weiterverteilung, gerade bei uns im Ruhrgebiet, lässt sich ja sicher organisieren.
Alles Gute, Peter
Ümminger Kapitän
17.05.2008, 13:01
Ich nutze einfach einen aus dem Baumarkt.
Jo, nur der zum Sprühen ist keine dicke Pampe.
@Ümmiger Kapitän, San Felipe,
Welchen Haftgrund verwendet ihr? Könntet Ihr bitte mal nach dem Lösemittel schauen, das dort enthalten ist?
Mir fällt spontan nur ein Grund ein, Polystyrol vorzubehandeln (Schleifen und/oder Haftgrund) und der wäre, dass auf der Oberfläche noch irgendwelche oberflächenaktive Substanzen sind, die das Entformen (habe keine Ahnung, wie die Platten hergestellt werden) erleichtern sollen und auf denen dann der Lack nicht haftet. Schleifen entfernt diese Schicht definitiv und raut den Untergrund zwecks besserer haftung an; Haftgrund (so er denn das Polystyrol anlöst - daher die Frage nahc den Lösemitteln) dürfte einen ähnlichen Effekt haben.
@Meiserati (sorry, aber Andreas kommt schon im Thread vor),
Haftungstest geht mit Klebeband der gleichen Breite und Abziehen im rechten Winkel, nachdem die Fläche mit dem Messer angeritzt wurde (3 mm Abstand, Karomuster erzeugen). Einfach gucken, wieviel Quadrate freigelegt wurden.
San Felipe
17.05.2008, 13:30
Sorry, die Dose ist schon so verkleckert, da ist nichts mehr zu lesen. Werde ich nachreichen, brauch eh neuen. Mag zwar sein, das es nicht wirklich nötig ist, nach meinen ersten negativen Versuchen, mach ich das jetzt immer. Schaden kann es nicht.
Alles Gute, Peter
Ümminger Kapitän
17.05.2008, 16:12
Das Zeug was ich verwende ist speziell für Kunststoffe und Farblos, aber das steht in der Werkstatt, ich melde mich wenn ich nachgesehen habe
meiserati
10.06.2008, 00:11
Also.
Ich habe jetzt mal ein Stück PS mit 400er angeschliffen.
Eine Seite mit Kunststoff-Haftgrund besudelt, die andere
unbehandelt gelassen.
Ich habe das dann komplett mit Acryl Spray lackiert.
Nach der Trocknung konnte ich feststellen das 400er nicht
ausreicht. 600er ist besser. Dennoch waren auf der mit
Haftgrund behandelten Seite keine Kratzer sichtbar, auf
der anderen schon.
Von der Haftung sind beide Seiten gleich gut. Da geht nix ab.
...bis jetzt...
Gruss, Andreas
Geposted nach 23 Tage 53 Minuten 16 Sekunden:
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So.
Heute habe ich mal versucht die Deckteile zu lackieren.
Der Einfachheit halber habe ich mir eine weitere Spraydose
Ral 7001 besorgt. Leider war der Farbton etwas anders,
ausserdem fing der Lack an zu sprenkeln.. u.s.w.
Das Ergebnis hat mich dermassen genervt, das ich den Lack gleich
wieder für eine neue Schicht angeschliffen habe.
Jetzt würde ich gerne mit einer LowCost Airbrush, mit Glasbehälter
einen neuen Versuch starten. Ich dachte an die Verwendung von
Baumarkt Acryllacken (seidenmatt) in den netten kleinen Dosen.
Ein Bekannter von mir behauptet, das er seit Jahren diese Lacke
durch auftupfen auf den Rumpf verwendet ohne eine weitere
Lackschicht drüber zu lackieren.
Kann das von euch jemand bestätigen, oder sollte bei diesen
Lacken immer ein Schutzlack drüber lackiert werden?
Wenn ja, welchen?
Auch bei den Aufbauten?
Danke, Andreas
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