Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Testlauf Stabilit
Hallo Freunde,
Ich hab grad einen Testlauf mit Stabilit hinter mir. Ich habe letztes Wochenende ein Teil mit Stabilit verklebt und nach etwa einem Tag abbinden einfach mal ins Wasser gelegt. Heute war auswerten.
:link: Stabilit ist nach dem Abbinden dunkelbraun, nach einigen Stunden im Wasser wird es ganz seltsam hellbraun.
:link: Ich habe die Verklebung heute ohne großartigen Werkzeugeinsatz mit den Fingern lösen können.
Mein Fazit, ich habe die letzten Jahre ein unheimliches Schwein gehabt. :pfeif: Bei den nächsten Verklebungen wasserführender Teile werde ich auf UHU-Endfest ausweichen. Mir ist es allemal sicherer.
Das diese Testreihe nicht repräsentativ ist, ist euch allen klar. Keiner von uns hat über Tage Wasser im Schiff. Hoffe ich doch mal. :engel:
Aber nachdenklich hat es mich dann jetzt gemacht.
Matthias
Keiner von uns hat über Tage Wasser im Schiff. Hoffe ich doch mal. :engel:
Dauerhafter Wasserkontakt ist, um Stabilitverklebungen unbrauchbar zu machen, auch gar nicht nötig. Alle Verklebungen in meiner B24 ließen sich nach knapp zwei Jahren nahezu problemlos lösen, ohne dass sie wirklich Wasserkontakt ( ok, der ein oder andere Wassereinbruch war schon dabei ;) ) hatten... Kann natürlich auch am Untergrund ( GFK ), oder an meiner Vorbereitung liegen ( evtl. Entfetten/Anschleifen vergessen ).
Evtl. ist Stabilit ja hygroskopisch?
Die Verschalung meiner Bleibombe an der MicroMagic war auch mit Stabilit verklebt und naturgemäß öfters im Wasser. Auch hier ließen sich die Verschalung ohne Kraft lösen, von selbst sind sie allerdings nicht abgefallen ;)
Meine Jets in der Lehmar hab ich auch mit Stabilit verklebt, allerdings zusätzlich von außen mit Harz vergossen ( Dichtigkeit ).
Noch halten die Jets bombenfest, allerdings ist das ganze erst seit ca. einem Jahr in Einsatz. Hoffe mal, dass das dauerhaft hält, sonst hab ich nen Problem... :pfeif:
Klabautermann
03.05.2008, 14:38
Testlauf mit Stabilit
Dein Test ist interessant.
Da öfters über Probleme mit Stabilit berichtet wird, nutze ich eigentlich immer UHU Acrylit und bin damit bisher ganz gut gefahren.
Acrylit riecht zwr ähnlich, muss aber eine andere Zusammensetzung haben, da es nicht so bräunlich aushärtet.
Hast du den Test schon mal damit ausprobiert. Ich habe mir heute gerade Nachschlag geholt, nennt sich allerdings "Acrylit plus".
Das Pulver sieht auch etwas anders aus, wesentlich grobkörniger. Ich werde es mal deinen Test damit nachvollziehen.
Ob UHU endfest nun die Lösung ist, es handelt sich ja um ein Epoxid und auch bei diesem Material gibt es hin und wieder Probleme in Verbindung mit Wasser. Es wäre gut, wenn jemand das auch einmal testen könnte.
Ich habe mal so eine typische T-Verklebung gemacht:
http://lh3.ggpht.com/Schiffsmodellbauer/SBxMlGh6xJI/AAAAAAAAALU/p8F0VWi9tvs/s400/IMG_0074.JPG (http://picasaweb.google.de/Schiffsmodellbauer/Sontiges/photo#5196112270370456722)
Die Verklebung ist nach 15 Minuten komplett durchgehärtet und ist gelblich transparent. Das acrylit wäre schleiffähig, es lässt sich nicht mit dem Fingernagel eindrücken und auch nicht so ohne weiteres wieder lösen. Ich lasse das jetzt mal bis Sonntag abend liegen und lege es dann bis zum nächsten Wochenende in normales Leitungswasser.
RuhrPirat
03.05.2008, 14:51
:that: :that: :that:
Super Sache! Vielleicht findet sich dann noch jemand, der alle Testergebnisse übersichtlich zusammenfasst?
Dann gibts es endlich mal einen objektiven Kleberguide hier, in dem keine Glaubensfragen behandelt werden, sondern Fakten.
Ich muss mal schauen, ob ich unten noch Endfest habe (z.B.), dann würde ich mich beteiligen - sonst halt mit etwas anderem, was ich finde...
Ideal wären von allen identische Angaben:
Art des Auftrags, verwendetes Material, Aushärtezeit und dann noch, welcher Unfug, damit angestellt wurde (einweichen, Bruchtest, ...)
Klabautermanns Ansatz finde ich da schon sehr gut von der Beschreibung her.
Reinhart Thalheim
03.05.2008, 16:55
Auf dieser Seite vom Hesteller:
Henkel (http://www.henkel.com/cps/rde/xchg/SID-0AC83309-47953344/henkel_de/hs.xsl/12248_DED_HTML.htm?countryCode=de&BU=ua&parentredDotUID=0000000KF7&redDotUID=0000000HFH)
steht allerdings wasserfest sogar gegen dünne Säuren und Laugen.
Liegt vielleicht doch am nicht gründlichen Mischen?!
Meine Klebungen, bis zu zwölf Jahre alt, halten tadellos, stehen allerdings nur selten im Wasser.
Genauso wenig kann ich bestätigen, daß Sekundenkleber nicht wasserbeständig sei. Eine Smaragd und Estelle sind damit geklebt und schwimmen ohne weitere Vorkehrungen immer noch.
Gruß Reinhart
Hallo Zusammen
Es kommt nicht nur auf den Kleber an sondern auch auf das Material, das man oder Frau keben möchte.
Epoxi oder Uhu endfest ist NICHT geeignet für ABS und Polystyrol. Diese Kleber lösen den Kunststoff nicht an.
Bei ABS und PS verwende ich einen Zellulosekleber oder wenn der Spalt dicker ist eben UHU Acrylit. Ich musste vor ca. 12 Mt. im Geschirrspühler einen Korb reparieren. Habe das mit Acrylit gemacht und das hält immer noch. Die Maschiene läuft so jede Woch 2x an die 90 Minuten!!! Wichtig ist aber das richtige verhältnis von Harz und Binder. Dazu natürlich die zu klebenden Flächen anschleifen und entfetten.
Stabilit ist nicht lichtecht, das heisst es darf keine zu hohe Sonneneistrahlung auf die Klebestelle fallen oder eben die Klebstellen am besten übermalen.
Gruss Martin
Ich habe mal was neues zum Kleben ausproboiert.
Pattex Repair Exreme
dieser Kleber scheint auch absolut Wasserfest zu sein.Ich habe damit den Verschluss vom Klarspülerfach in der Spülmaschine geklebt. Hält jetzt schon seit einigen Wochen!
Der Kleber ist auch nach dem Aushärten ganz leicht elastich, ich werde ihn demnächts dann auch mal für Motorträger usw. verwenden. Ich weis jetzt jedoch nicht ob er überlackierbar ist....Ach, egal. Ich teste das mal!
Hallo,
ich habe in meienr Denker und meienr Neptun Stabilit (Express) verwendet. Bisher konnte ich keine Probleme feststellen, weder aussen noch innen.
Ich hab allerdings auch keine rohe Gewalt angewendet. Bei den Bausätzen habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Kunsstoff vor dem Kleber brüchig wird.
Die Klebstoffmasse hat zwar ab und an ihre Farbe ins hellere geändert, hat dem ganzen aber keinen abbruch getan.
Erst letztens musste ich zwecks Restauration einige Holzteile aus einem Rumpf brechen. Das Holz ist kaputt, den Stabi musste ich mühsam rausfräsen. das Schiff ist ca 10-15 Jahre alt.
Grüße
Klabautermann
07.05.2008, 00:35
Meine Tests laufen mit Acrylit plus, zwei verschiedenen 5-min- und 45-min-Expoxidharzen. Ich berichte Ende der Woche.
Epoxi oder Uhu endfest ist NICHT geeignet für ABS und Polystyrol. Diese Kleber lösen den Kunststoff nicht an.
Das würde ich erst einmal so pauschal nicht unterschreiben. Acrylit und Sekundenkleber lösen die Kunststoffe ja auch nicht an und es hält trotzdem. Bei Stabilit bin ich mir jetzt nicht ganz sicher.
Auch Epoxid ist durchaus für flächige Verbindung geeignet. Ich habe schon Holzaufbauten zusätzlich mit PS beplankt und es hält nach wie vor. Der Kunststoff sollte allerdings schon recht grob angeschliffen werden. Für belastbare Verbindungen würde ich allerdings auf einen anderen Kleber ausweichen.
Habe das mit Acrylit gemacht und das hält immer noch.
Ich kennen die chemischen Zusammensetzung von Arcylit und Stabilit nicht. Stabilit ist nach Angaben des Herstellers ein Methacrylat-Kleber, Acrylit (nur) ein Acrylat-Kleber auf jeden Fall vom Geruch her ähneln sich beide, habe aber schon länger den Eindruck, letzteres ist widerstandfähiger.
Stabilit ist nicht lichtecht
Naja, wir wollen nicht schon wieder mit einem Elefant die Maus erschlagen.
Das ist wie mit den explodieren Handy-Akkus von Billiganbietern, wo dann dringlichst zum Einsatz in Digicams und andere Kleinverbraucher-Geräte abgeraten wird, obwohl nie je ein Kameraexitus durch das nichtartgerechte Ableben eines Akkus überliefert wurde. :wink:
Ebenso bei Stabilit und Epoxid ein oft genanntes Argument, bezogen auf die UV-Haltbarkeit. Aber i.d.R. werden Stabilit doch an Stellen angewendet, die weniger mit Licht in Berührung kommen.
Und wenn es doch an lichtzugänglichen Stellen angewendet wurde und es denn wirklich so wasserunverträglich ist, dann würde ich für Schäden hier eher die Ursache sehen.
Ich kann nicht glauben, dass in den wenigen Stunden die eine Modell mit Tageslicht in Berührung kommt, derart verheerend sind sollen. Eh' wirklich eine Lichtschaden diagnostiziert werden kann, landen die meisten Modelle sowieso in der Bucht.
Liegt vielleicht doch am nicht gründlichen Mischen?!
Diesen Einwand halte ich durchaus für gerechtfertigt und möchte hier noch zusätzlich ein falsches Mischungsverhältnis hinzufügen. Bei Zugabe von zuviel Härterpulver werden auch Stabilit und Arcylit recht warm, was der inneren Struktur schaden könnte. Aber das ist nur eine Vermutung. Extreme Fälle von Selbstzerstörung habe ich schon bei Epoxid-Harzen mit hochraktiven Härtern und minimalem falschem Mischungsverhältnis erlebt.
OffTopic:kann bitte ein Moderator den Link in Reinharts Posting kürzen, dann bleibt uns der Querscrollbalken erspart
San Felipe
07.05.2008, 01:28
Hallo
die Idee mit der Liste, was klebt man mit was, kann ich nur unterstützen. Mir selbst mangelt es da an Erfahrung, bisher nur Schiffe aus Holz gebaut und selbst da den falschen Kleber benutzt. Ponal soll sich nicht wirklich dafür eignen. Bisher ohne Folgen, da liegt wohl aber mehr an der Oberflächenbehandlung des Holzes als am Leim.
Einzige Ausnahme die Flower-Class von Revell. Den Rumpf hab ich mit dem Billig-Kleber von Kodi (Minol-Alleskleber) geklebt. Ohne Probleme, ist dicht und hält prima.
Alles Gute, Peter
Design-HSB
07.05.2008, 01:38
Hallo
die Idee mit der Liste, was klebt man mit was, kann ich nur unterstützen.
Glück Auf Peter,
zum Start kann ich die diese Tabelle (http://www.uhu.de/klebeberatung/klebetabelle.pdf)empfehlen.
San Felipe
07.05.2008, 01:52
Danke, wird schon ausgedruckt und meinen Unterlagen beigefügt.
Möchte auch mal ein Kompliment an die Forumanen hier loswerden, die mit ihren Erfahrungen und Berichten einem Neuling wie mir wertvolle Hilfe leisten.
Alles Gute, Peter
Klabautermann
07.05.2008, 02:14
wird schon ausgedruckt und meinen Unterlagen beigefügt.
Ja, aber vergiss den "UHU Alleskleber Kraft", der fast bei jedem Material aufgeführt ist, denn Namen sind Schall und Rauch, und das ist der Kleber mit dem ich bisher am wenigsten anfangen, geschweige denn, irgendwelche kraftschlüssigen Verbindungen realisieren konnte. Möglicherweise war ich auch zu ungeduldig, weil verwöhnt von Schnellklebern.
Die Trockenzeit ist grotten langsam, der Kleber bleibt zu flexibel und schrumpft beträchtlich.
Die große Tube steht bei mir in der Ecke. Für Papa oder Mama in der Küche und Kartonmodellbauer mag es der ultimative Kleber sein, aber nicht für ABS, PS und Co.
Es war bei mir der misslungene Versuch einen kostensparenderen Alleskleber zu finden. Fazit, es gibt keinen Alleskleber.
Bisher verwende ich für die jeweils passenden Materialien fast ausschließlich nur Ponal Express, Sekundenkleber i.d.R. mittelflüssig manchmal dünnflüssig weniger dickflüssig, Acrylit, Epoxid-Harze mit Topfzeiten zwischen 5 und 45 Minuten. Alles andere wird hart oder weich gelötet.
Es hat aber auch Vorteile, dass die Kleber nicht besonders halten.
Ich resautriere z.Z. mehrere alte Schiffe und hier kann man die meisten Aufbau und Anbauteile, sehr leicht lösen ohne gross zerstört zu werden.
Das Problem was ich bei den meisten 2K Klebern sehe ist das richtige Mischungsverhältniss, man müsste mit einer Kleinwaage arbeiten um wirklich 1:1 zu mischen.
Ich habe auch immer ein wenig Schwierigkeiten den richtigen Kleber zu finden wenn man Holz mit ABS verkleben will.
Stabelit hält bei mir recht gut teilweise sind diese Verklebungen über 20 Jahre alt.
Mfg Ralf
RuhrPirat
07.05.2008, 10:08
ABS mit Holz funktioniert auch sehr gut mit Uhu Hart.
Man sollte da nur drauf achten, dass bei der Verbindung etwas Druck auf die Teile ausgeübt werden kann, dann hält es noch besser. Uhu hart löst ABS leicht an und dadurch kann man den angelösten Kunststoff gut in die Holzmaserung drücken, wodurch ein sehr hoher Kraftschluss entsteht.
(Zumindest funktioniert das bei mir seit Jahren hervorragend)
Klabautermann
07.05.2008, 10:35
Uhu hart
Siehste, jetzt wo du es schreibst, UHU hart war der, den ich ausprobierten wollte, als ich den UHU Kraft genommen habe.
Als ich dann im Baumarkt vor dem Regal stand war ich am überlegen. Ich konnte mich erinnern gehört zu haben, das einer der UHU-Kleber kunststoffanlösend ist, wusst aber nicht mehr die Bezeichnung. Dann habe ich dort in in den Kleber-Monitor geschaut und es wurde bei der Suche nach ABS und PS dieser blöde Alleskleber vorgeschlagen. So habe ich dann Kraft mit Hart verwechselt.
Und wenn ich jetzt in Peters Liste reinschaue ...
Tabelle (http://www.uhu.de/klebeberatung/klebetabelle.pdf)
dann steht auch da der UHU Hart eben nicht bei PS.
Manchmal habe ich den Eindruck, es werden gezielt Fehlinformationen verbreitet, damit man das kauft was man nicht braucht, um dann das nächste zu kaufen, was auch wieder nicht passt. Und um das zu unterstützen werden Geruchsstoffe untergemischt, damit das auch richtig nach was stinkt. Das ist doch Verschwörung im großen Stil. :wink:
RuhrPirat
07.05.2008, 10:56
Uhu Hart löst nur ABS an kein PS!
Was ich oben gesagt habe, gilt also wirklich nur für ABS.
Bei PS gegen Holz bin ich zu keiner gänzlich befriedigenden Lösung gekommen... (Ich hab als Notlösung das PS extrem aufgerauht und dann Sekundenkleber genommen... Hält erstaunlich gut, aber der Weisheit letzter Schuss ist das auch nicht. Hab mal gehört, dass der Ruderer L530 auch mit Holz funktionieren soll. Der löst ja dann auch PS an
Uwe Werner
08.05.2008, 08:24
Richtig - der Ruderer L530 löst PS und ABS an und verklebt die anderen "Fremdmaterialien" ähnlich wie UHU-Hart.
Zur Zeit mein Lieblings-Alleskleber !
Richtig - der Ruderer L530 löst PS und ABS an und verklebt die anderen "Fremdmaterialien" ähnlich wie UHU-Hart.
Zur Zeit mein Lieblings-Alleskleber !
Dem kann ich mich nur anschließen :)
San Felipe
08.05.2008, 09:43
Hallo,
den Ruderer Kleber kannte ich noch nicht. Das hört sich aber recht gut an, werde den mal bestellen. Bei solchen Produkten würde es sich doch anbieten grössere Gebinde ab 50 Stück a 20 g abzunehmen, da diese dann sehr viel günstiger sind.
Vorschlag: wie wäre es mit einer Sammelbestellung?
Alles Gute, Peter
Klabautermann
08.05.2008, 10:19
Ich kannte diesen Kleber auch noch nicht.
@Uwe und Andreas wo ist eure Bezugsquelle?
Falls jemand daran interessiert sein sollte, hier das Produktmerkblatt (http://www.ruderer.de/assortment/data/f_52.pdf) von der Ruderer Seite (http://www.ruderer.de/produkte/klebstoffe/produkt-ruderer-l-530+79.html).
Schon einmal im Modellbauladen geschaut? Da bekomme ich meinen her.
Allerdings findet man im Modellbauladen wohl (bald, schon) nur noch den Ruderer L530 TF (http://www.ruderer.de/produkte/klebstoffe/produkt-ruderer-l-530-tf+305.html)
San Felipe
08.05.2008, 12:57
Mein Laden ums Eck hat den nicht. Es scheint jetzt tatsächlich nur noch der TF lieferbar zu sein. Egal mit irgentwas muss ich ja kleben.
Alles Gute, Peter
Ümminger Kapitän
08.05.2008, 18:57
Hi Andreas, du meintest zwar einen anderen Andreas, :wink: aber ich beziehe meinen Ruderer immer bei meinem Architekturmodellbauer Zubehör.
Wird wohl denn mal Zeit, dass ich mich mit dem Zeug nochmal richtig eindecke, oder wirklich ein größeres Gebinde kaufen.
Früher hieß das Zeug übrigens Isarplast. Den gleichen Kleber in anderer Hülle gab es von Technikoll, was nicht weiter Wundern sollte, weil die zum Ruderer Unternehmen gehören.
Onlinebezugsquelle für die Suppe ist Modulor (http://www.modulor.de/shop/oxid.php/sid/x/shp/oxbaseshop/cl/details/anid/NAGA)
Arno Hagen
08.05.2008, 19:23
Wird wohl denn mal Zeit, dass ich mich mit dem Zeug nochmal richtig eindecke, oder wirklich ein größeres Gebinde kaufen.
Das sehe ich auch so! Sag bescheid :wink:
San Felipe
08.05.2008, 19:31
Da wären wir doch wieder beim Thema Sammelbestellung.
Alles Gute, Peter
Klabautermann
08.05.2008, 20:05
Hi Andreas, du meintest zwar einen anderen Andreas
Ich?
Onlinebezugsquelle für die Suppe ist Modulor
Irgendwie war der mir ein Begriff, der hat ganz nützliche Sachen. Habe ihn aber als Haus- und Hoflieferanten immer gemieden, wegen dem hohen Mindestbestellwert + Versand. Da lohnt sich wirklich nur eine Sammelbestellung.
Wie ist eigentlich die Abbindezeit, bis es ohne Klemme hält? Eine Dose, soviel werde ich nicht benötigen, aber wenn würde ich gleich eine Tube mehr nehmen wollen. Wie lange ist die Haltbarkeit? Ungeöffneter Sekundenkleber hat bei mir im Kühlschrank schon mal über ein Jahr überlebt.
Ümminger Kapitän
08.05.2008, 20:21
Die Abbindezeit ist recht zügig, ABS oder PS untereinander geht fast so Schnell wie mit Sekundenkleber.
Das Zeug hat einen Haken, wenn du deine Teile etwas festhältst um zu fixieren, was durchaus ausreicht, ist an der Tube schon eine Haut entstanden, die erst wechgepult werden muss.
Die volle Belastbarkeit tritt aber erst später auf, ich warte vor dem Weiterbearbeiten, speziell spanabhebend, mindestens eine Stunde
Bei der Verbindung zu anderen Materialien, dort im speziellen Metall, muss schon mehr Geduld aufgebracht werden, bevor die Teile belastbar sind, sie Fixierung geht aber auch hier recht zügig.
Haltbarkeit? Wenn ich nicht grad vergessen habe den Deckel drauf zu machen, hat diese Tube eine sehr lange Lagerdauer, ich kann sie jetzt nicht beziffern, aber mehr als ein Jahr geht.
San Felipe
08.05.2008, 21:12
Hallo,
also Mindestbestellwert ist 40€, sonst 5€ Bearbeitungsgebühr, +6,85 Versand. Werde ich also 20 Tuben (48€+Porto)bestellen, bei den Dosen hab ich die Befürchtung, das die doch zu schnell austrocknen wenn die mal angebrochen sind. Wer mag kann sich gern bei mir einige der Tuben abholen, verschicken macht ja wengen des erneuten Portos ( 3,90€) wenig Sinn. Falls mehr gewünscht werden, kann ich natürlich die Bestellung um je 10 Stück erhöhen, was dann den Preis pro Tube von 2,74€ noch geringfügig senken würde.
Alles Gute, Peter
Mann, Die Firma Ruderer ist ja direkt vor den Toren Münchens. Da fahr ich mind einmal die Woche dran vorbei.................... :popcorn:
Und "gewerblicher" Einkäufer wäre ich als Vertreter meiner Firma auch.................... :popcorn: :popcorn:
Und billig versenden könnte ich sicher auch..................... :popcorn: :popcorn: :popcorn:
RuhrPirat
08.05.2008, 21:32
Ja, Didi, dann leite doch mal ein Feststellungsverfahren ein und mach ein Angebot für ne Rutsche von dem Zeug zu Ümmi, Arno oder mir (wenn alle was haben wollen?). Die interne Verteilung wäre dann kein Problem mehr :D
San Felipe
08.05.2008, 21:35
Hallo
ja darf ich dann direkt bei dir bestellen? Das kann ja dann nur günstiger werden. Falls ja, bitte für 10 Tuben vormerken.
Alles Gute, Peter
Ich mach das mal............
Aber erst nach dem UT, vorher komme ich nicht mehr dazu. Morgen ist mein letzter Arbeitstag. :)
Admiral von Schneider
08.05.2008, 22:22
5 Tuben ich haben will.
Könnmer des mit der Bezahlung am UT machen?
Klabautermann
11.05.2008, 11:43
Also, der 1-Woche-Wassertest ist vorbei.
Ich habe getestet:
UHU Acrylit plus,
handesübliches 5-min-Epoxid
5-min-Epoxid mit hochrekativen Härter
45-min-Epoxid E45Kl
45-min-Epoxid E45GB
Die beiden 5-min-Epoxidharze sind vom Modellbauhändler um die Ecke, eine nähere Bezeichnung habe ich nicht mehr.
Die beiden 45-min-Expoxidharze bekommt man von Breddermann Kunstharze (http://klebstoff-profi.de/), entsprechende Datenblätter findet man dort. E45KL ist ein mittelviskoses Laminierharz, E45GB ist ein niedrigviskoses Gießharz, restflexibel.
Es wurde Polystyrol verwendet, die Grundplatte wurde grob mit 100er Körnung angeschliffen und eine typische T-Verbindug geklebt, das senkrechte Teil des T-Stücks wurde ungeschliffen verarbeitet.
http://lh4.ggpht.com/Schiffsmodellbauer/SCacSp8PrbI/AAAAAAAAAMM/D6HIc8EJ5_Q/s800/IMG_1325.JPG
Die Klebestelle habe ich 24-h Stunden aushärten lassen und dann eine Woche in einem Behältnis vollständig mit Wasser bedeckt gelagert.
Vor und nach dem Test habe ich eine Fingernagelprobe durchgeführt, ich habe versucht, mit dem Daumennagel eine Einkerbung in dem Kleber zu drücken.
Weiterhin habe ich als Belastungsprobe bis zum Materialburch durchgeführt.
http://lh6.ggpht.com/Schiffsmodellbauer/SCaiBJ8PrcI/AAAAAAAAAMU/yP_MUdz2TOM/s800/IMG_1326.JPG
Nach dem Bruchtest habe ich noch einen Biegetest durchgeführt, in wie weit sich die Klebestelle von Grundmaterial lösen lässt.
Ergebnis:
http://lh4.ggpht.com/Schiffsmodellbauer/SCasFp8PrfI/AAAAAAAAAMs/n_DC__lacfo/s800/IMG_1330.JPG
Acrylit plus
härtet leicht gelblich und transparent aus, nach dem Test etwas nachgedunkelt, Farbton bräunlich, leicht eingetrübt aber immer noch resttransparent, Fingelnagelprobe ohne Wirkung, Klebestelle lässt sich nicht ohne Gewalteinwirkung lösen. Belastungstest:Polystyrol bricht oberhalb der Klebestelle, Biegetest: Verbindung Kleber/Polystyrol dauerhaft, Kleber lässt sich nicht vom Grundmaterial lösen.
http://lh6.ggpht.com/Schiffsmodellbauer/SCaofJ8PreI/AAAAAAAAAMk/54uThJFKXFM/s800/IMG_1328.JPG
5-min-Epoxid mit hochreaktiven Härter
http://lh4.ggpht.com/Schiffsmodellbauer/SCajEp8PrdI/AAAAAAAAAMc/PhWyifUrdGs/s800/IMG_1327.JPG
Sieht nach dem Aushärten aus wie Bernstein, Oberfläche ausgehärtet wie Acrylglas, Nagelprobe ohne Wirkung, nach dem Test weiterhin transparent (siehe Bild), aber Oberfläche merklich weicher, Nagelprobe ergibt bleibende Einkerbungen, Klebestelle lässt sich nicht ohne Gewalteinwirkung lösen, Belastungstest: Polystyrol bricht oberhalb der Klebestelle, Biegetest: Verbindung Kleber/Polystyrol sehr gut, Kleber lässt sich nicht vom Grundmaterial lösen, aber das aufgesetzte T-Stück löst sich, setzt also guten Anschliff voraus
normales 5-min-Epoxid
vor dem Test harte Oberfläche, Nagelprobe keine Wirkung, Harz ist extrem hygroskopisch, Klebefläche löst sich problemlos, Oberfläche gummiähnlich, Kleberest "zerbröseln" wie eine alter "Flummy", Biegetest: Verbindung Kleber/Polystyrol schlecht, Klebereste lassen sich lösen sich problemlos
E45KL
vor und nach dem Test Nagelprobe ohne Wirkung, transparent, Harz nicht hygroskopisch, Klebereste spröde, Belastungsprobe: Polystyrol bricht oberhalb der Klebestelle, Biegetest: Verbindung Kleber/Polystyrol mittelmäßig, nach größerem Biegeradius löst sich den Klebestelle vom Grundmaterial
E45GB
Harz ist restflexibel, vor und nach dem Test Nagelprobe hinterlässt Einkerbung, die sich aber wieder komplett entformt, vor und nach dem Test milchig transparent, soweit erkennbar Harz nicht hygroskopisch, Belastungsprobe: T-Stück "flutscht" aus der Klebestelle, Biegetest: Verbindung Kleber/Polystyrol mittelmäßig aber besser als E45KL, nach größerem Biegeradius löst sich den Klebestelle vom Grundmaterial
San Felipe
11.05.2008, 14:26
Hallo,
dann ist wohl der Uhu-Kleber Testsieger. Prima, da hat man auch keine Beschaffungsprobleme. Jetzt warte ich noch auf den Ruderer-Kleber. Ein gute Alternative ist ja schon mal gefunden.
@ Klabautermann: Prima Test, Danke!
Alles Gute, Peter
Frankenmatrose
11.05.2008, 23:07
@ Klabautermann: Prima Test, Danke!
Dem möchte ich hiermit hochoffiziell anschließen :that:
Hallo Klabautermann,
ein wirklich guter Testbericht. :that:
Damit kann dann wohl jeder etwas anfangen, den Kleber für "seine" Verbindung auswählen.
Danke Dir.
Matthias
Klabautermann
25.05.2008, 11:32
Ich habe noch UHU Endfest 300 und UHU hart getestet.
UHU Endfest und UHU Endfest 300 ist nicht andres als ein Epoxidharz, ersteres ist ein 5-min-Epoxid und letzteres hat eine Topfzeit von 2 h. Beide sind in meine Augen völlig überteuert, ich konnte prinzipiell kein Unterschied zu anderen von mir verwendeten preiswerteren Harzen erkennen.
30 g Harz und Härter für 8,49 Euro ergeben einen Kilopreis von schlapp 280 Euro (!!!) um möglicherweise nachträglich erkennen zu müssen, das trotz der Verpackungshinweise
geeignet für viele Kunststoffe
der Kleber nicht geeignet ist.
Das ist schon hammerhart, vergleichbare 1-kg-Gebinde hochwertiger Harze sind im Netz für unter 30 Euro zu finden.
Zudem ist den Bezeichnung "endfest" irreführend, da die Endkonsistenz leicht flexibel ist.
Da ich als Baumaterial vorwiegend Polystyrol verwende, hat sich herausgestellt, das sowohl "UHU endfest", wie auch "UHU hart" nicht für Polystyrol geeignet und keine belastbaren Verbindungen herzustellen sind.
Bei den nächsten Verklebungen wasserführender Teile werde ich auf UHU-Endfest ausweichen.
Ich weiß nicht welche Materialien du wasserfest verkleben möchtest, aber sofern Polysterol & Co. im Spiel ist, und du diesen Kleber als Alternative zu Stabilit verwendest, kommst du vom "Regen in die Traufe".
Nach dem wie sich Acrylit "geschlagen" auch deshalb, weil ich diesen Kleber schon sehr lange verwende, scheint dieser ein "eierlegende Wollmilchsau" zu sein.
San Felipe
25.05.2008, 17:49
Hallo,
ich warte jetzt noch auf den Ruderer Kleber. Zur Zeit brauch ich eh nur Holzleim. Ansonsten wirds wohl der Acrylit werden, hoffe mal das der von Ruderer auch so gut ist. Der ist ja nun mal bedeutend günstiger als der von Uhu.
Alles Gute, Peter
Hallo,
so wie ich das in Erinnerung habe erreicht der Endfest 300 seine volle stabilität nur, wenn er beim aushärten erwärmt wird. Erwärmt heisst ca 60°C.
Das fällt natürlich bei Polystyrol aus. 8)
Klabautermann
27.05.2008, 14:41
volle stabilität nur, wenn er beim aushärten erwärmt wird. Erwärmt heisst ca 60°C.
Nur? Welche Quelle unterstützt deine Erinnerung?
Der Aushärtevorgang von endfest 300 dauert mindestens 12 Stunden. Zu welchem Zeitpunkt und wie lange soll denn die Erwärmung erfolgen?
Irgendwie hab ich in Erinnerung, das eine so hohe Wärmezufuhr genau das Gegenteil bewirkt, z.B. sehr gut geeignet um eingeharzte Stevenrohre wieder auszubauen.
Design-HSB
27.05.2008, 14:55
volle stabilität nur, wenn er beim aushärten erwärmt wird. Erwärmt heisst ca 60°C.
Nur? Welche Quelle unterstützt deine Erinnerung?
Glück Auf,
ich würde in solchen Fällen einfach mal in die Gebrauchsanleitung sehen und zum Glück gibt es die ja auch schon Online (http://www.uhu.de/produkte/test_prod_cons/produktansicht/index2.php?auswahlKategorie=5&artikel_id=10&sprache_id=1).
Klabautermann
27.05.2008, 17:07
ich würde in solchen Fällen einfach mal in die Gebrauchsanleitung
Danke!
In der Gebrauchsanleitung der Verpackung ist nichts zu finden, ich gehe dann davon aus, dass ich keine zusätzlichen Informationen brauche, auch in der Hinsicht, dass es als Alternative zu Stabilit genannt wurde.
Da hat sich allerdings nicht bestätigt und dann war da noch die u.a. verwirrende Aussage:
... nur ...
Deshalb meine Nachfrage.
Momentan scheint es so, dass sich die Angaben der Verpackung mit der von dir angegebenen Quelle unterscheiden, da hier z.B. die geeigneten Kunststoffe angegen sind, auf der Verpackung steht "für viele Kunststoffe geeignet"
Ich schaue aber heute abend noch einmal genau nach.
Arno Hagen
27.05.2008, 23:40
Ich schaue aber heute abend noch einmal genau nach.
Vorher wäre professioneller gewesen :wink:
Spar Dir den Weg: Auf meinen Verpackungen steht es drauf!
Weiß ich schon seit meiner Kindheit, als ich die Scheiben meiner Matchboxautos mit dem Heizlüfter verschmolzen habe, damit das Endfest optimal hält :ohno:
Klabautermann
28.05.2008, 00:24
Vorher wäre professioneller gewesen
Ja du hast recht, ich werde nächstens sorgfältiger recherchieren.
Danke für den Hinweis. Meine Beträge und Nachfragen waren trotzdem und durchaus ernst gemeint.
Moderation von antias
modedit
Nur? Welche Quelle unterstützt deine Erinnerung?
...
Der Aushärtevorgang von endfest 300 dauert mindestens 12 Stunden. Zu welchem Zeitpunkt und wie lange soll denn die Erwärmung erfolgen?
Die Quelle war die Erfahrung eines Modellbaukollegen, der das Zeug öfter benutzt.
Wenn man es erwärmt härtet es wohl schneller aus.
Aber wie gesagt: Ich habs nicht ausprobiert :pfeif:
Das steht auch in der Anleitung zu dem Kleber. Schachtelinnenseite und dann eine der senkrechten Beschriftungen.
Leider habe ich sie gerade nicht griffbereit, da stehen diverse Zeiten die schnellste war glaube ich 5 Minuten, allerdings bei einer recht hohen Temperatur. Die Aushärtungszeit hat auch etwas mit der Stabilität der Klebung zu tun, da war es dann (meine ich, muß nachher mal schauen) auch so, je höher die Temperator, umso größer die Belastungsfestigkeit.
Temperatur Dauer Festigkeit
20 C 12 Std. 1200 N/cm2
40C 3 Std. 1800 N/cm2
70 C 45 Min. 2000 N/cm2
100C 10 Min. 2500 N/cm2
180 C 5 Min. 3000 N/cm2
nicht über 200°C erwärmen
Aufpassen, der Kleber wird bei erwärmung dünnflüssiger
Design-HSB
28.05.2008, 15:09
Glück Auf,
ich kann mich des Gefühls nicht erwähren das leider niemand den Hinweis (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?p=312778#post312778) von mir beachtet hat.
Da gibt es von UHU eine Tabelle auf deren Homepage, aus der genau hervorgeht, bei welcher Temperatur der Kleber wie schnell aushärtet. Interessanter Weise je höher die Temperatur, desto größer anschließend die Festigkeit. :rtfm:
Klabautermann
28.05.2008, 18:47
leider niemand den Hinweis (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?p=312778#post312778) von mir beachtet hat.
doch
ich würde in solchen Fällen einfach mal in die Gebrauchsanleitung
Danke!
War das jetzt wieder zu unprofessionell? :dontknow:
San Felipe
28.05.2008, 19:10
Hallo,
das mit dem Erwärmen ist ja schön und gut, nur möchte ich meine Schiffe nicht bei 180 Grad im Ofen backen, mal ganz davon abgesehen, das ich die in aller Regel da nicht reinbekomme, vom Ärger den ich dann mit meiner Frau bekommen würde ganz zu schweigen.
Die niedrigeren Temperaturen kann ich ja noch mit Föhn oder sonstwas hinbekommen.
Alles Gute, Peter
War das jetzt wieder zu unprofessionell?
Wir sind hier alle unprofessionell.
Wären wir Profis müssten wir nicht fragen und darüber diskutieren..... :pfeif:
Oder wie jemand mal so schön sagte: "Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten."
:wink:
180° ist tötlich für so ziemlich jeden Kunststoff, aber so bis 120° kann man das ganz gut mit einem regelebaren Heißluftfön machen
Klabautermann
29.05.2008, 10:11
Wir sind hier alle unprofessionell. Wären wir Profis müssten wir nicht fragen und darüber diskutieren ...
Der Begriff der Professionalität wird durchaus auch umgangssprachlich verwendet, wo der eigentliche Sinn der beruflichen Ausübung nicht von Bedeutung ist, nennen wir es semiprofessionell. Und wenn eine Diskussion dazu beiträgt das Fehlinformationen richtig gestellt bzw. fehlende Informationen ergänzt werden die möglicherweise einfach nur übersehen wurden, dann nenne ich das durchaus professionell. Bis zu einem gewissen Punkt was es in diesem Thread so.
aber so bis 120° kann man das ganz gut mit einem regelebaren Heißluftfön machen
In Verbindung mit den oft verwendeten Kunststoffen wie ABS und PS erscheint mir diese Temperatur schon bald zu hoch, ich habe jetzt erst gerade wieder einen etwas mehr als handwarmen Lötkolben zum Biegen von engen Radien bei PS benutzt.
Bleibt weiterhin zu klären, ob sich die Verbindungseingeschaften des Kleber mit den Kunststoffen durch Wärmezufuhr verbessern. Ich werde es die Tage noch einmal ausprobieren.
Lauralanthalasa
29.05.2008, 11:03
180° ist tötlich für so ziemlich jeden Kunststoff, aber so bis 120° kann man das ganz gut mit einem regelebaren Heißluftfön machen
Hallo, ich versteh das nicht ganz. Muss ich jetzt die ganze Zeit mit einen Fön daneben stehen?
San Felipe
29.05.2008, 12:24
Hallo,
bei rund 100 Grad, reden wir da über 10 Minuten. Das lässt sich noch machen.
Alles Gute, Peter
Meiner Meinung nach sollte man die Temperierung der Klebung nicht überbewerten. Selbst die Festigkeit bei Zimmertemperatur genügt ja im allgemeinen, das eher das Material als die Klebestelle nachgibt.
Ich kenne den UHU Endfest auch von einer anderen Baustelle: im Bogenbau wird der Endfest im großen Stil dazu verwendet die verschiedenen Holz und Glas oder Carbon-Schichten miteinander zu verbinden. Dort treten Kräfte auf, welche ein Tempern des Klebers nötig machen. Wie gesagt im Modellbau ist das nicht Nötig. Das Wichtigste was ich den Angaben Entnehme, ist den Kleber nicht unter 20 Grad zu verwenden.
Eine Eigenschaft beim Erwärmen soll jedoch nicht ungenannt bleiben: der Kleber wird Flüssiger wen man ihn erhitzt. Das kann ja Vor- und Nachteil in einem sein. Aber bevor ich da recht unkontrolliert mit einem Heißluftföhn drann gehe suche ich lieber nach alternativen Befestigungsmöglichkeiten. Die Uhus schreiben sicher nicht ohne Grund, das Temperaturen über 200 Grad zu vermeiden sind....
San Felipe
29.05.2008, 14:24
Ja im Regelfall langt das allemal. Es geht nur um die Bereich, wo eben auch mal höhere Kräfte auftreten können.
Ich selbst klebe eigentlich sehr ungern, lieber arbeite ich mit Holz, das dann an den nicht sichbaren Stellen einfach geschraubt wird. Bei Winden usw versuche ich in aller Regel unter Deck eine Konterung anzubringen und auch zu verschrauben.
Das hält alles Bombenfest und macht Reparaturen leichter.
Ausnahmen bestätigen die Regel, wie ich gerade erfahren musste (Bombenfest ja, lösen nein).
Alles Gute, Peter
Klabautermann
29.05.2008, 14:34
bei 180 Grad im Ofen backen
Es ist nicht ganz abwegig die heimische Backröhre als Trocknungskammer zu nutzen, das klappt u.a. bei frisch lackierten Kleinteilen, allerdings habe ich das bisher nur in Verbindung mit Holz und mit niedrigeren Temperaturen probiert.
mal ganz davon abgesehen, das ich die in aller Regel da nicht reinbekomme
Du wirst ja nun nicht jeden Tag großflächig diesem teuren Kleber verarbeiten. Es ergibt allerdings dann einen Sinn wenn man bspw. ein Stevenrohr in einen Holz- oder GFK-Rumpf einharzt und die Heckpartier im Ofen erwärmt. Jedoch würde ich dann schon gemäßigteren Temperaturen anwenden.
regelebaren Heißluftfön
wußte garnicht, das es regelbare gibt, habe nur eine Heißluftpistole mit zwei Stufen und ...
Muss ich jetzt die ganze Zeit mit einen Fön daneben stehen?
... dann bestünde die Möglichkeit den Fön in einen Schraubstock einzuspannen oder anderweitig zu fixieren.
San Felipe
29.05.2008, 14:55
Hallo,
ja mit der Backröhre ist das so eine Sache. Ich würd ja gern :cry: , nur die Damen in der Familie sehen das alles mal wieder ganz anders :Beule: . Nur weils in der Küche ein mal wenig nach Farbe gerochen hat oder ich den grossen Esszimmertisch mal zu schleifen genutzt habe. Was soll Mann sonst machen, wenns draussen regnet. Ich bin eben hoffnungslos in der Unterzahl.
Alles Gute, Peter
Lauralanthalasa
29.05.2008, 17:43
Muss ich jetzt die ganze Zeit mit einen Fön daneben stehen?
... dann bestünde die Möglichkeit den Fön in einen Schraubstock einzuspannen oder anderweitig zu fixieren.
Oh ansowas hab ich ja gar nicht gedacht! Danke für den Hinweis.
Moderation von antias
modedit
wußte garnicht, das es regelbare gibt, habe nur eine Heißluftpistole mit zwei Stufen und ... Dann guck mal bei Steinel (http://www.steinel.de/de/thermo_fuer_heimwerker/heissluftgeblaese), die haben geile Dinger. Hab selber eine, kann das Ding nur empfehlen.
2 Stufen-Schalter fürs Gebläse und Themperatur-Drehregler für die Heizspirale.
Zugegebenermasen nicht ganz billig, aber ein "Allround-Talent".
Habs sogar als Heizgebläse zum tempern meiner König hergenommen, und der Rumpf ist ja nun wirklich keine Kleinigkeit.
Es ist nicht ganz abwegig die heimische Backröhre als Trocknungskammer zu nutzen, das klappt u.a. bei frisch lackierten Kleinteilen, allerdings habe ich das bisher nur in Verbindung mit Holz und mit niedrigeren Temperaturen probiert. Ich mach das auch ständig.
Egal ob zum Farbe trocknen, das Aushärten von Epoxy zu beschleunigen, ebenso wie bei Silikonformen (bin halt ungeduldig :pfeif: )
Wenn man den Backofen vorsichtig (ich nehme meistens so ca 50-60°) aufheizt beschleunugt das vieles ungemein!
Meiner Meinung nach sollte man die Temperierung der Klebung nicht überbewerten. Selbst die Festigkeit bei Zimmertemperatur genügt ja im allgemeinen, das eher das Material als die Klebestelle nachgibt. Schon.
Aber ich glaube die meisten hier nutzen die erhöhte Temperatur nur zum beschleunigen der Reaktion. Vielleicht bin nicht nur ich so ungeduldig. :wink:
Lauralanthalasa
30.05.2008, 13:28
Guten Tag,
darf ich fragen warum und vorallen was an meinen Beitrag modiert worden ist? Ich kann eigentlich keine Änderung feststellen. :???:
Klabautermann
30.05.2008, 13:32
was an meinen Beitrag modiert worden ist?
Bei dem Zitat was du eingesetzt hattest, fehlt der Beginn-Tag und das führt zur fehlerhaften Darstellung. Verwende einfach vor dem Posten die Vorschau, und kontrolliere das was du schreibst.
Nicht jede Moderation ist gleich ein Anpfiff :that:
Hallo,
danke Klabautermann, besser hätte ich es nicht schreiben können. :that:
Matthias
Lauralanthalasa
30.05.2008, 19:36
was an meinen Beitrag modiert worden ist?
Bei dem Zitat was du eingesetzt hattest, fehlt der Beginn-Tag und das führt zur fehlerhaften Darstellung. Verwende einfach vor dem Posten die Vorschau, und kontrolliere das was du schreibst.
Nicht jede Moderation ist gleich ein Anpfiff :that:
Ich wollte selbstverständlich nicht Ihre Arbeit oder die Arbeit Ihr Kollegen schlecht machen und hab die Äußerung auch nicht als "Anpfiff" gewertet. Ich fand es halt nur merkwürdig. Da es sich aber wirklich um ein Fehler von mir handelt, so bitte ich vielmals um Entschuldigung und bedanke mich für die Korrektur.
Hallo,
Moderation von antias
Wegen des erhöhten "Offtopics" habe ich die Begrüßung von Lauralanthalasa mal in den Klönsnack (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?t=30316)verschoben.
Ach, bevor ich es vergesse, jetzt auch von mir, herzlich Willkommen im Forum, Lauralanthalasa. :that:
Matthias
San Felipe
17.06.2008, 01:19
Hallo,
nachdem ja nun viele schon mit dem Ruderer versorgt sind, hier mal die ersten Erfahrungen. Ich hab allerdings keinen echten Test gemacht, sondern einfach mal drauf los gebastelt.
Zunächst einmal ist der Kleber fast schon flüssig. Konnte gerade noch so eben grössere Kleckerreien vermeiden. Wenn man sich darauf eingestellt und weiss was da aus der Tube kommt ist es ja kein Problem mehr.
Bisher angewendet bei folgenden Verklebungen:
Kunststoff-Kunststoff, KS-Holz, KS-Metall, KS-Leder, Schaumstoff-Leder.
Alle Verklebungen halten gut, es war jeweils nur kurzen Andrücken erforderlich. Ein Tropfen ist auf der Tischplatte gelandet. Aufgefallen nach circa 15 Minuten. Wollte ich kurz mit dem Fingernagel abkratzen. Klebt hervorragend, jetzt ist ein Loch im Funier.
Das Zeug scheint ein echtes Multitalent zu sein.
Alles Gute, Peter
Guten Tag,
ich baue zur Zeit die Ranzow von Graupner. Da ich durch diesen Thread ein wenig nachdenklich geworden bin, wollte ich es mal genauer wissen.
Ich habe beide Stevenrohre mit Stabilit Express verklebt. Soll ich nun lieber den Kleber entfernen (wie?), oder reicht es den Kleber durch eine Lackierung oder Schutzschicht aus UHU Plus acrylit zu versiegeln?
Vielen Dank im voraus für die Hilfe!
San Felipe
09.09.2008, 18:03
Hallo,
der Lack sollte langen. Ich habs auch so eingeklebt, durchtrocknen lassen, geschliffen (hab mal wieder rumgekleckert), und dann mit dem Rumpf grundiert und lakiert. Bisher keine Probleme.
Alles Gute, Peter
Hallo Schlomo,
bisher hab ich bei 2 Schiffen Stabilit Express verwendet und Überlackiert. Damals sogar ohne Grundierung. Nun haben die beiden 12 und 4 Jahre auf dem Buckel und sind absolut dicht.
Grüße
Ichtio
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