PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Antriebsprobleme Robbe San Remo


uro-frank
09.03.2008, 21:03
Hallo! Bin absoluter Motorbootneuling und habe deswegen eine Frage an Euch:



Habe eine Robbe San Remo mit folgender Ausstattung:

8 Zellen = 9,6V

Graupner Speed 600 Race, 8,4 V,

Robbe Z-Drive mit 40 mm Schraube



Habe nun folgendes Problem:

- Schiff kommt auch bei Vollgas nicht in's Gleiten (obwohl Empfehlung von Robbe "nur" ein 540-er Motor, oder alternativ eben ein 600-er ist)

- Bei Vollgas bekomme ich permanente rhythmische Drehzahlschwankungen und Gedröhne.... Freund sagt: Kavitation



Habe im Internet gesucht und folgende Sachen gefunden und würde nun gerne Eure Meinung hören, was die beste Lösung wäre:

- Größerer Schraubendurchmesser (wie groß?)

- 3-flügeliger Prop (wie groß?)

- Gewicht nach HINTEN bringen (Antriebsakku weiter hinter)

- Oberflächenschraube nehmen (woran erkenne ich, ob ich nicht schon eine habe?)

- anderer Motor?

- noch andere Tipps von Euch?



Würde mich riesig über Hilfe freuen, denn das Bötchen ist für meinen Sohn, zum Einstand in den Modellbau, ich bin eigentlich Modellflierger und kenne mich deswegen eben mit Bootsantrieben überhaupt nicht aus. DANKE im Voraus!

Parat
10.03.2008, 00:55
Hallo Frank

Ich denke dein Motor hat eine zu grosse Drehzahl. Du musst einen kleineren Propeller draufmechen, dann sollte es besser gehen.

Gruss Martin

Ike
10.03.2008, 07:32
Hast Du noch die Anleitung? Dort sollte im allgemeinen eine Empfehlung zur Schwerpunktlage angegeben sein. Ist zumindest bei der Najade so. Ansonsten einfach mal ausprobieren, ob es mit Akkuverschieben besser wird. Ist zunächst mal das Einfachste.

Denn, eine zu hohe Drehzahl würde ich mal ausschließen, da das Z-Drive ja eh schon eine Untersetzung hat, da komt bei dem Prop ja gar nicht mehr so viel an Drehzahl an.

Bei dem Z-Drive sollte eigendlich ein "Oberflächenprop" mit dabei gewesen sein. Und damit sollte das Boot auch ordentlich ans Fahren zu bekommen sein. Überprüfe mal den Fahrtregler, vieleicht fährst Du gar nicht wirklich vollgas, wenn Du den Knüppel "auf den Tisch" legst. Wenn der Regler z.B. im Rückwärtsgang läuft, dann ist bei vielen Reglern die Geschwindigkeit reduziert.

stephan pingel
10.03.2008, 16:51
Hallo Frank

Die rhythmischen Drehzahlschwankungen und Gedröhne....

könnte eventuell auch unwucht in den Lagern oder Wellen sein

Frank The Tank
10.03.2008, 16:57
Alles reine Späkulation! :mrgreen:

Nee, ich sag, es liegt am Regler, wie Ike es schon geschreiben hat

oder / und

dem falschen Schwerpunkt der Akkus!

Halt einfach mal probieren. :that:

Antias
10.03.2008, 17:32
Wenn Du Kreuzgelenkkupplungen hast, überprüfe ob die zu viel spiel hat. Das dröhnt gewaltig und kostet Drehzahl.

Frank The Tank
10.03.2008, 17:54
Wenn Du Kreuzgelenkkupplungen hast, überprüfe ob die zu viel spiel hat. Das dröhnt gewaltig und kostet Drehzahl.

OffTopic:Wieso kostet das Drehzahl? :???:

Arno Hagen
10.03.2008, 18:23
Wenn Du Kreuzgelenkkupplungen hast, überprüfe ob die zu viel spiel hat. Das dröhnt gewaltig und kostet Drehzahl.

OffTopic:Wieso kostet das Drehzahl? :???:

Weil die Energie des Motors nicht mehr in die reine Drehbewegung geht sondern nun auch in den Querbewegungen des "Ratterns" verbraten wird.

Frank The Tank
10.03.2008, 18:24
Wenn Du Kreuzgelenkkupplungen hast, überprüfe ob die zu viel spiel hat. Das dröhnt gewaltig und kostet Drehzahl.

OffTopic:Wieso kostet das Drehzahl? :???:

Weil die Energie des Motors nicht mehr in die reine Drehbewegung geht sondern nun auch in den Querbewegungen des "Ratterns" verbraten wird.

Wenn du es getz sagst. *klickmachend* Danke

Muehi
10.03.2008, 18:29
[...] da das Z-Drive ja eh schon eine Untersetzung hat [...]

Das Z-Drive selber hat keine Unter- oder Übersetzung, vielleicht verwechselst du es mit dem Z-Antrieb von Graupner?

Das von Robbe ist eigentlich nur nen Ruder mit mitlenkender Schraube und nem Kreuzgelenk.

Schraubenwelle und Antriebswelle sind in Flucht verbaut? Nicht dass die Antriebswelle leicht versetzt ist, dann kann das auch böse Geräusche geben. Eventuell mal an Land mit niedriger Drehzahl die Welle und Kreuzgelenk beobachten, läuft alles rund?

Und bevor du irgendwas wie Schraube und Motor wechselst, den Schwerpunkt mit den Akkus verändern, das kann gewaltige Unterschiede verursachen.

Erst wenns einigermaßen läuft, kann man mit unterschiedlichen Schrauben herumprobieren. Die mitgelieferte Schraube beim Z-Drive/Boot sollte schon einigermaßen passen.

Alternativ kannst du ja mal nen Video mit Ton vom Boot aufnehmen, vielleicht kann man dann besser drauf eingehen.

Achja, herzlichen Willkommen an Bord :that:

Frank The Tank
10.03.2008, 18:42
Das Z-Drive selber hat keine Unter- oder Übersetzung, vielleicht verwechselst du es mit dem Z-Antrieb von Graupner?

Ich glaube, Ike hat das mit dem Robbe-Navy Speed verwechselt, denn der hat ne Untersetzung.



http://data.robbe-online.net/robbe_pic/P1001_1-4167.jpg

Quelle: robbe

Ike
11.03.2008, 07:08
Genau Frank,

das Teil meinte ich. Ich weis auch nicht wie ich darauf gekommen bin, das da so ein Teil in der San Remo verbaut ist.... wo das doch laut Robbekatalog serienmässig bei der San Remo dabei ist.... 8) :wink:

uro-frank
11.03.2008, 08:38
Alles reine Späkulation! :mrgreen:

Nee, ich sag, es liegt am Regler, wie Ike es schon geschreiben hat

oder / und

dem falschen Schwerpunkt der Akkus!

Halt einfach mal probieren. :that:

Also... erstmal danke bisher! klingt alles schon recht gut. Der gezeigte Antrieb im Foto ist tatsächlich der von mir verwendete.

Am Regler liegt es nicht, das habe ich schon probiert.

Werde jetzt mal der Reihe nach durchprobieren:

1. Ob der Antriebsstrang exakt fluchtet (ich ahne Fürchterliches!). Wenn nein, dann wird's schwierig das wieder zu ändern, da es ja allenfalls 1/10 mm sein können.

2. Werde ich mit dem Schwerpunkt spielen

3. Dann evtl. eine größere Schraube probieren (1. Beitrag lautete "kleinere Schraube???? Dann würde sie ja noch schneller drehen!?!).

Frank The Tank
11.03.2008, 10:52
3. Dann evtl. eine größere Schraube probieren (1. Beitrag lautete "kleinere Schraube???? Dann würde sie ja noch schneller drehen!?!).

Wenn, dann würde ich eine kleinere Schraube empfehlen, da sie dem Motor nicht so viel Leistung abverlangt, wie eine Größere. So läuft der Motor, wie es Parat oben schon geschriebn hat, ruhiger und braucht zudem weniger Saft( :rofl: ). Vom logischen her denkt man, das eine größere Schraube mehr Speed bringt, aber ein größerer Prop kann den Motor halt abwirgen und so die benötigte Drehzahl, um das Boot ins Gleiten zu bekommen, nich bringen.

Muehi
11.03.2008, 11:53
Genau Frank,

das Teil meinte ich. Ich weis auch nicht wie ich darauf gekommen bin, das da so ein Teil in der San Remo verbaut ist.... wo das doch laut Robbekatalog serienmässig bei der San Remo dabei ist.... 8) :wink:

Bin ja schon ruhig, hab da oben nur Z-Drive gelesen, in den Katalog hab ich nicht geschaut... :wink:

Zur Schraube:

Ob jetzt größer oder kleiner kann man schlecht sagen aus der Ferne. Wenn der Motor nach ner Volllastfahrt noch kühl ist, kann man ruhig mal ne größere Schraube versuchen. Im Gegensatz natürlich, wenn der Motor schon fast glüht, dann ist er mit der Größe überfordert, also kleinere nehmen.

So hab ich mich zumindest bei meiner B24 an die richtige Schraubengröße herangetastet, und damit lief sie auch recht anständig.

/Edit:

Grade geschaut: Bei meiner B24 hab ich mit nem Speed 700 Turbo nen 40,5mm 2-Flügel Oberflächenprop, K-Serie von Graupner. Kann also gut sein, dass der 600er mit ner 40er überfordert ist.

Antias
11.03.2008, 13:54
Kleine Faustformel bei herkömmlichen Mototren:

Propellerdurchmesser = Rotordurchmesser.

Gilt nach meinen Informationen zwar nur für Verdränger, gibt Dir aber schon mal einen kleinen Anhalt. Aber, keine Regel ohne Ausnahme. :wink: Ums ausprobieren wirst Du nicht herumkommen.

Schon mal gegoogelt ob es im Netzt Bau- oder Fahrberichte gibt?

Matthias

uro-frank
22.04.2008, 14:37
:oops: Habe nun einen deutlichen Teilerfolg erreicht! Das Problem lag am Anstellwinkel des Props... zu weit nach oben! Deswegen Heck in's Wasser gedrückt = keine Gleitfahrt, nach Änderung (Prop nun leicht nach unten) -> alles gleitet!!!!



Nun aber noch 2. Restproblem: Kurve rechts in Gleitfahrt.... kein Problem, Kurve links: Das Schiff schaukelt sich total um die Längsachse auf, so daß sofort Gas weggenommen werden muß. Ideen dazu?



Beim Bau hieß es in der Anleitung: Leichter Vorhaltewinkel des Props nach links = Linkskurve, wegen Ausgleich des Radeffektes (Drehmomentausgleich). Ich brauche aber für Geradeausfahrt einen Vorhaltewinkel leichte Rechtskurve, im Gegensatz zur Anleitung.

Design-HSB
22.04.2008, 14:57
Beim Bau hieß es in der Anleitung: Leichter Vorhaltewinkel des Props nach links = Linkskurve, wegen Ausgleich des Radeffektes (Drehmomentausgleich). Ich brauche aber für Geradeausfahrt einen Vorhaltewinkel leichte Rechtskurve, im Gegensatz zur Anleitung.

Glück Auf,

dreht dein Prop vielleicht anderas rum wie in der Anleitung vorgesehen?

Das Aufschaukeln ist sicher eine Ursache von Anstellwinkel und Propellerdrehrichtung mit dem damit verbundenem Radefekt.