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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Airbrush Arbeitsschritte


smn243
12.07.2007, 14:19
Hallo,

kann mir jemand die Arbeitsschritte beim Airbrushen erklären.

Hab schon einige Info zusammen getragen bin mir aber nicht sicher ob alles richtig ist. Es sind noch einige Fragen offen...:???:

Arbeitschritte:

1.) Staub und Fettfrei machen

2.) Grundieren

3.) Farbe

4.) Klarlack

Muss ich umbedingt Grundieren. (Plastikbausatz ist weiß)?

Wieviele schichten Farbe muss man ca auftragen (3 - 4)?

Wielange muss man zwischen den einzelnen Schichten warten?

Muß man zwischen den einzelnen Schichten schleifen?

Muß ich vor dem Klarlack schleifen bzw, wieviele Schichten klarlack sind notwendig?

Danke für Eure Hilfe im Voraus,

Markus :D

Deede
12.07.2007, 16:57
Was soll das denn werden?

Übrigens, mit glänzendem Lack würde ich vorsichtig sein, ich empfehle den Klarlack so dick aufzutragen, dass man diesen zum Schluß matt anschleifen kann.

Ichtio
12.07.2007, 17:12
Ich würd mal sagen, das kommt auf Deinen lack drauf an. Ich verwende Alkyfix Farben und da brauche ich eigentlich keinen klarlack mehr.

Viele Lackieren ihre Arbeitsschiffe matt, was oft unnötig ist, da die Pötte glänzend (natürlich nicht hochglanz) gestrichen sind.

Ausgenommen graue Flotte natürlich. :yessir:

Scubamarco
12.07.2007, 17:48
Viele Lackieren ihre Arbeitsschiffe matt, was oft unnötig ist, da die Pötte glänzend (natürlich nicht hochglanz) gestrichen sind.



Um nicht zu sagen Seidenmatt :P

Hat den Vorteil, das es leichter zu reinigen ist und nicht glänzt wie

eine Speckschwarte.

smn243
12.07.2007, 18:32
Ich möchte Revell Airbrush Farbe verwenden. Mein Bausatz ist die SRK Hermann Marwede von Revell 1:72 (hab ich geschenkt bekommen).

Jens Thode
12.07.2007, 20:02
Hallo,

von REVELL gibt es eine CD (http://www.revell.de/de/produkte/modellbau/zubehor/airbrush_zubehor/index.html?id=186&KOKANR=04&KOSCHL=01&KGSCHL=&L=0&page=2&sort=0&nc=1&searchactive=&q=&SWO=&ARMAS4=&PHPSESSID=9923d268835b4c641d179e33b1576c98&KZSLPG=5005&offset=12&cmd=show&ARARTN=99338&sp=1) mit Tipps und Tricks zum Thema Airbrush. Sollte man sich gönnen, wenn man da einsteigen möchte.

smn243
12.07.2007, 20:59
Danke für den Hinweis Jens :D , wer mir die CD mal besorgen.

JL
12.07.2007, 21:05
Hallo Markus,

da Du einen Bausatz aus Polystyrol lackieren willst, lasse nach dem Schleifen Zeit vergehen, bis die elektrostatische Aufladung etwas abgeklungen ist. Ich warte immer so 3 bis 5 Stunden (am besten: abends vorbereiten, gut abdecken und morgens weitermachen).

Da Polystyrol weiss ist, brauchst Du nicht zu grundieren; aber nur, wenn Du nicht zuviel Andersfarbiges beim Bau verwendet hat. Je nach Farbe und Lack ist das Deckvermögen gering; da beim Spritzen nur sehr dünne Schichten aufgebracht werden (merke: besser mehrmals dünn als einmal zu dick und Läufer riskieren) sollte der Untergrund einheitlich sein. Es muß nicht immer weiß sein (kommt aber bei Leuchtfarben besser).

Zwischen den einzelnen Aufträgen zu schleifen hat die grosse Gefahr, dass bei vorstehenden Kanten schnell durchgeschliffen wird, also entweder aufpassen oder - noch besser - wenn es nicht unbedingt sein muss, nicht schleifen. Je nach Lackart kann das Durchtrocknen dauern, wolltest Du Kusntharzlack verwenden? Eigentlich ist es egal, welchen Lack Du nimmst: Ich bevorzuge wasserverdünnbare, da damit die Reinigung der Airbrush und auch die ganze Lackiererei wesentlich angenehmer weil nicht so geruchsintensiv ist. Zum Schluß kommt dann eine Schicht Klarlack darüber; bei stärker beanspruchten Modellen die 2K-Variante, weil widerstandsfähiger. Wenn Du nicht gerade Hindernisse häufiger hart ansteuerst, tut es auch ein wasserverdünnbarer Klarlack oder die Kunstharzvariante.

smn243
12.07.2007, 21:19
Hallo JL,

Danke für deine Antwort... :D

Wenn ich jetzt nochmal alle meine Erkenntnisse zusammenfasse ergibt sich folgendes:

Für mein Modell brauch ich Grundsätzlich:

.) keine Grundierung, außer ich musste Spachteln.

.) wenn schleifen dann einige Stunden warten, wegen elektrostatischer

Aufladung

.) dann lackieren, jenachdem wie decken die Farbe ist - mehrere Schichten

.) Klarlack aufbringen, am besten einen 2k Lack

Weiß jemand vielleicht wie lange die Revell Airbrush Farben brauchen zum trocknen?

:matrose:

JL
12.07.2007, 22:25
Hallo Markus,

die Trockenzeit hängt auch von der Schichtdicke ab...

Ich würde vor dem Lackieren (keine mechanische Einwirkung wie Schleifen etc.) ca. 5 Stunden warten, bis ich mit der nächsten Farbe weitermachen würde. Wenn Du aber abkleben mußt, dann eher 24 Stunden, sonst kann es Dir passieren, dass Du mit dem Klebeband einen Teil des lacks wieder abziehst.

Wenn am Ende wirklich ein 2K-Klarlack drauf kommt (vorher aber Verträglichkeit prüfen), dann würde ich dem gesamten Aufbau eine Woche Zeit geben. Der 2K-Lack versiegelt gut, d.h. es könnte Dir im Extremfall passieren, dass eventuell noch verbliebene Lösemittelreste im Kunstharz nur sehr langsam entweichen können. Dann bleibt Deine schöne Lackiereung tage- oder wochenlang recht weich...

smn243
13.07.2007, 08:03
Danke für dein Hilfe JL :D

Harry
13.07.2007, 08:40
Ich arbeite viel mit Polystyrol und bearbeite es so:

Wenn ich schleife, dann immer nass.

Als Lack nehme ich normale Revell-Farbe.

Die Farbe verdünne ich ca. 3 Teile Farbe / 1 Teil Terpentinersatz.

Luftdruck ca. 2 bar.

Ich grundiere nicht, spritze direkt den Farbton.

Bei hellen Farben sind manchmal mehrere Lagen notwendig, bis es deckt.

Nach jeder Lage gehe ich nass mit feinstem Schleifpapier rüber, es gibt immer etwas Staub oder andere Partikel im Lack beim mir.

Nur seidenmatte Farben kommen zum Einsatz. Auch wenn Schiffe Hochglanz gepinselt werden, die Farbe wird schnell seidenmatt durch Licht und Salzwasser.

Das Reinigen der Spritzpistole erfolgt mit Terpentinersatz und zum Schluss mit etwas härterem, bei mir MEK (Methylethylketon).

Dosiert wird die Farbe mit Einmal-Glaspipetten, die ich 10 bis 20 Mal verwende, bevor sie unbrauchbar sind.

Klarlack nehme ich keinen. Habe ich einmal gemacht, und der hatte sich nach 2 Jahren langsam gelöst. Keine Ahnung, woran es lag.

Viele Grüße

Harry

mcmeikel
19.09.2008, 09:02
Wie reinigt man eine Airbrushpistole richtig?

Klabautermann
19.09.2008, 11:31
Wie reinigt man eine Airbrushpistole richtig?


Ich verwende erst einmal keinen überteuerten Airbrushreiniger.

Bei Acrylfarben weiß ich nicht, ansonsten nach dem Brushen blase ich ein paar Sekunden Terpentinersatz in einen Putzlappen, dann baue ich Pistole komplett auseinander und reinige alle Einzelteile ebenfalls mit Terpentinersatz, dazu nehme ich eine ausrangierte Zahnbürste und für kleine Öffnungen eine herkömmlichen Pinsel.

Wenn es abzuschätzen ist, dass ich nicht gleich die nächsten Tage wieder brushe, reibe ich alles mit eine wenig Öl ein, das was bei Bart-/Haarschneidern dabei ist.

Um Ölreste vor dem nächsten Brushen zu entfernen, behandele ich alles kurz mit Aceton.

Frank The Tank
19.09.2008, 14:41
Für die ganz kleinen Löcher nehm ich immer gern Pfeifenreiniger aus dem Tabakladen. Nehmen super das Reinigungsmittel auf, sind aber dennoch sehr flexibel und "dünn".

Mein Senf, aber Bautzner!

San Felipe
19.09.2008, 14:46
Hallo,
mus auch direkt mal wieder eine dumme Frage anhängen. Habe hier gelesen, das auch die Wasserverdünnbaren Farben zum Einsatz kommen. Diese würde ich auch gern verwenden, Reinigung ist einfacher, keine oder weniger Geruchsbelästigung usw.
Habe ich bisher aber nie gemacht, da iwasserverdünnbare Farben und Schiff auf dem Teich bei mir nicht richtig zusammen passen. Sind die Farben nach dem austrocknen Wasserfest oder müssen die noch versiegelt werden?
Revell hat da ja inzwischen ein schönes Sortiment und auch im Baumarkt gibts so einiges.
Habe mir bisher aber noch nie die "Wasserfarbe" gegönnt.
Alles Gute, Peter

Frank The Tank
19.09.2008, 14:54
Moin San Felipe,

heutzutage sind wasserverdünnbare Farben kein Prob mehr. Wir haben schon alle Fenster außen mit solchen Farben gestrichen und haben überhauptkeine Probleme, weder mit Abplatzen, noch Aufquellen. Ich sag nur :that:

San Felipe
19.09.2008, 15:29
Danke, dann brauch ich in Zukunft ja nicht mehr im Lösemittelnebel zu arbeiten. Werde dann nach und nach die alten Farben aufbrauchen und, soweit möglich, durch die Wasserfarben ersetzen.
Alles Gute, Peter

Arno Hagen
19.09.2008, 15:35
Moin Peter!

Bin auf Deinen Erfahrungsbericht gespannt!

Auch, ob sich die Airbrush dauerhaft mit Wasser reinigen läßt! :popcorn:

San Felipe
19.09.2008, 16:20
Das wird sich zeigen. Erst einmal hab ich aber noch reichlich Farben, die verbraucht werden wollen. Bin auch gespannt, wie die Glanzlacke aussehen.
Bisher hab ich es auch immer mit Terpentinersatz gemacht. Allein die Reinigung hat ja schon immer mächtig "gestunken". Mal ganz abgesehen von der Reinigung meiner Finger.
Alles Gute, Peter

seegurke
19.09.2008, 16:24
Hallo,

ich habe bei meiner Dulcibella erstmals wasserverdünne Farben von Vallejo benutzt. Von der Verarbeitung her kann ich nur sagen: super!
Die Deckkraft ist klasse und ich habe für den gesamten Rumpf (~70cm lang und großes Kielschwert) deutlich weniger als 50ml verbraucht. Die Reinigung ist natürlich total super, da reicht wirklich Wasser. Nicht ganz so gut ist allerdings die Kratzfestigkeit, so dass ich als letzte Schicht seidenmatten Klarlack auf Kunstharzbasis aufgetragen hab.

Werde jetzt bei meinem Springer Tug mal komplett mit Kunstharzlack lackieren. Danach habe ich dann von Acryllack aus der Sprühdose und per Airbrush über Lack auf Wasserbasis mit der Airbrush bis Kunstharzlack mit der Airbrush alles einmal ausprobiert und werde mich dann wohl auf ein System festlegen. Im Moment tendiere ich dazu, Rümpfe mit Kunstharzlack, Aufbauten und besonders Details mit wasserverdünnbaren Lacken.

stephan pingel
19.09.2008, 16:27
Moinsen,
Für den der sie noch nicht kennt, hier mal 2 Adressen :

Hier eine "Bedienungsanleitung" für Revell Wasserlacke
http://www.revell.de/de/produkte/modellbau/zubehor/aqua_color/anleitung/index.html?&L=0

Hier das Forum von Revell in Punkto deren Modellbau
http://www.revell.de/forum/de/viewforum.php?f=1

Murdock
19.09.2008, 20:25
Ich habe meine Smit Rotterdam, auc komplett mit Vallejo Farben lackiert.
Anschließend alles mit Glasurit Matt Klarlack.
Probleme habe ich z.Z. mit Messingteilen, hier fehlt mir noch die richtige Grundierung.
Reinigen mit einer Lösung aus 25% Isopropernol und Destilliert Wasser und einem Spritzer Spülmittel.
Klarlack wird mit einer Billigpistole von Badger gespritzt und mit Verdünnung gereinigt.
http://www.r-s-rennbahnen.de/Schiffe/Rotterdam_7.jpg

Mfg Ralf

Arno Hagen
20.09.2008, 00:07
Probleme habe ich z.Z. mit Messingteilen, hier fehlt mir noch die richtige Grundierung.

Moin Ralf!

Bei Messing habe ich auch noch kein Patentrezept oder Grundierung gefunden, damit der Lack richtig hält wie z.B. auf ABS o.Ä.

Bisher war das Ergebnis eher Lack-/Grundierungsunabhängig. Lediglich ein gründliches entfetten und "gröberes Anschleifen" brachte bei mir ausreichende Ergebnisse.

seegurke
20.09.2008, 01:10
Ziemlich gut soll wohl die Grundierung von Hammerite sein, die ist auch auf Wasserbasis. Hab ne Dose hier stehen, aber bisher noch nicht benutzt...
Bei der Reling meiner Juist bin ich aber auch einigermaßen zufrieden mit einem ganz einfachen Allgrund auf Acrylbasis aus dem Baumarkt.

Jo_S
20.09.2008, 15:45
Revell hat da ja inzwischen ein schönes Sortiment und auch im Baumarkt gibts so einiges.
Habe mir bisher aber noch nie die "Wasserfarbe" gegönnt.

Hallo Peter,

ich habe vor einigen Monaten mal die Wasser-Revellfarben (Aqua Color) getestet, weil mir das nervige Airbrushreinigen mit Terpentinersatz und Nitroverdünnung auch auf den Zeiger ging. Mein persönliches Ergebnis: Revell Aqua Color ist der grösste Mist, den ich je in einer Spritzpistole hatte. Es war mir unmöglich, eine Konsistenz einzustellen, die gleichermaßen gut spritzfähig als auch halbwegs deckend war. Die Farbe ist sehr hoch pigmentiert und sehr dickflüssig. Klingt ja erstmal nicht verkehrt, aber trotz aller probierten Verdünnungsverhältnisse war das Ergebnis nur ein völlig versautes Modell und eine übelst verstopfte Airbrush. Die Farbpigmente scheinen auch sehr grob zu sein, an einen hauchdünnen Farbauftrag ohne Gesprotzel, Orangenhauteffekt und Tropfenbildung war nicht zu denken. Zumindest habe ich dabei rausgefunden, dass Aqua Color nach dem Aushärten absolut wasserfest ist. Ich habe dann sofort wieder auf die Revell Enamels zurück gegriffen und die restlichen Aqua Color Farben entsorgt - seitdem ist alles wieder bestens.

Die Vallejo-Farben habe ich bisher nicht probiert, allerdings hört man darüber ausschliesslich Gutes bis Bestes. Ich denke, Revell Aqua Color wurde eher als "ungiftige" Farbe für die Kids besorgter Eltern entwickelt, Vallejo stammt dagegen aus dem Profi-Airbrushbereich.

@smn243: Soll das Schiff eigentlich hinterher aufs Wasser? Keine Gundierung halte ich für einen denkbar schlechten Tipp! Auf Flächen, die vorher geschliffen wurden, ist das Verzichten auf Grundierung zwar nicht weiter problematisch, aber an den ganzen kleinen Detaillierungen und Aufbauten schleifst du ja nicht rum. Beste Erfahrung habe ich mit der grauen Testors-Grundierung gemacht (übrigens auch als Messing-Grundierung).

Polystyrol entfette ich vorm Grundieren sehr gründlich mit Waschbenzin, Metallteile mit Silikonentferner oder Nitroverdünnung.

Vorsicht bei 2K-Klarlack auf Enamel-Farben: habe ich zwar noch nicht probiert, aber das klingt für mich nach Problemen. Die Revell Enamels sind Terpentinfarben, da würde ich niemals mit 2K drüber gehen. Zumindest vorher unbedingt auf Verträglichkeit prüfen - oder besser direkt z.B. Testors-Klarlack benutzen.

seegurke
20.09.2008, 16:01
Die Aqua Color von Revell hab ich bisher nur einmal kurz mit dem Pinsel ausprobiert. Da fand ich sie nicht besser oder schlechter als die normalen Revell-Farben. Was du so berichtest klingt aber nicht wirklich gut...

Die Vallejos haben den Vorteil (wenn du die Serie "Model Air" nimmst), dass die schon mehr oder weniger spritzfertig verdünnt sind. Mit einer 0,5er Düse geht das auf jedenfall sehr gut, bei der 0,3er hab ich sie ganz leicht verdünnt. Dabei jedoch nicht einfaches destilliertes Wasser genommen sondern den Vallejo-Verdünner. Ich hab es mit einfachem Wasser nicht probiert, hatte mit dem Verdünner aber auf jedenfall keinerlei Probleme. Man braucht davon auch wirklich nur sehr wenig, weil die Farbe ansich schon spritzfertig ist, so dass das preislich nicht allzu sehr ins Gewicht fällt.

Last but not least ist die Verpackung von Vallejo einfach super! Da spart man sich Pipetten oder sowas.

San Felipe
20.09.2008, 17:02
Auf den Revell-Test werd ich dann mal ganz verzichten. Das ist natürlich sehr Schade, da man die Revell-Farben an jeder Ecke bekommt. Das sind die einzigen ohne jegliche Beschaffungsprobleme. Selbst für die Testors, die ich auch lieber für Pinseleien benutze, ist schon wieder Fahrerei angesagt. Alles andere kann ich eigentlich nur Online bestellen.
Von den Vallejos hab ich bisher auch nur gehört. Nur Gutes, aber wo bekommt man die her? Für 2 oder 3 Farbtöpfen lohnt sich das Porto nicht.
Die Standartfarben (seidenmatt rot-schwarz usw) besorge ich mir aus dem Baumarkt. Das kommt bedeutend günstiger als die kleinen Töpfchen.
Grundierung nehme ich die von "schöner Wohnen" in weiss oder grau. Verdünnt lässt die sich auch prima spritzen und haftet auch gut auf Metallen (dann aber nicht ganz so stark verdünnen und dafür eine dickere Düse verwenden).
Fürs Unterwasserschiff wird in aller Regel die Farbe von Hempel genommen. Die ist zwar richtig teuer aber auch richtig gut. Ein Topf (leider circa 45€ für 750ml) langt aber für ein Modellbauerleben.
Alles Gute, Peter

seegurke
20.09.2008, 17:53
Bei den Vallejos kommst du ums Bestellen nur schwer rum, die führen höchstens Airbrush-Fachgeschäfte. Darf man hier Links zu Onlineshops reinsetzen?

Ich bestelle entweder bei Haider (http://www.h-haider.de/) oder hier (http://www.anfatman.de/shop/).

San Felipe
20.09.2008, 19:00
Danke, jetzt weiss ich zumindest, wo man diese Farben bestellen kann.
Alles Gute, Peter

Torsten
20.09.2008, 19:50
...
Darf man hier Links zu Onlineshops reinsetzen?
...


Ja, das ist absolut okay - so lange die Verlinkung zum Thema gehört, wie es in diesem Fall hier auch gegeben ist.

Offensichtliche Schleichwerbung dulden wir allerdings nicht.

Ich finde es übringens wirklich toll, dass Du im Zweifel nachgefragt hast! :that:

Viele Grüße

Torsten

Murdock
20.09.2008, 21:21
Die Vallejo Farben sind schon gut, Nachteil sie sind nicht kratzfest, sodas immer ein 2-K Klarlack die Farben schützen soll.
Die Farben sind unterschiedlich in ihrer Konsistenz sehr unterschiedlich. Weiß hat sehr viel Farbpigmente und benötigt eine größere Düse,ich benutze eine 0,4mm Pistole ist eine EVO von Harder und Steenbeck.

Schwarz und Rot sind wieder sehr dünnflüssig, hier arbeite ich viel mit dem Lutfdruck, ich kann am Kompressor und an der Pistole diesen einstellen.

Gelb ist sehr schwierig zu spritzen weil sehr schlecht deckend, also weiß vorlegen dann gelb in vielen dünnen Lagen spritzen.

Die anderen Vallejo Serien gehen auch müssen halt verdünnt werden. Ich benutze hier auch den Verdünner von Vallejo, weil Wasser auch wieder die Pigmente, verändert.

Mfg Ralf

San Felipe
21.09.2008, 02:03
So richtig toll hört sich das ja alles nicht an. Ich hatte mir von all diesen Farben eine leichtere Verarbeitung mit weniger Aufwand versprochen. Nebenbei auch noch weniger Gestank, was ja nun in der kalten Jahrreszeit wieder wichtig wird.
Wenn ich das hier gesagte zusammenfasse, liegen die Vorteile doch klar bei den üblichen Farben, ausser eben dem Geruch.
Alles Gute, Peter

Arno Hagen
21.09.2008, 02:20
Also was Revell Airbrushfarben betrifft, scheint sich leider in den letzten 15 Jahren geändert zu haben.

Deshalb bin ich "Damals" zur "klassischen" Sprayflasche zurückgekehrt. Hat den Nachteil: Man muß wegen des Geruchs und Sprühnebels auf wärmere Außentemperaturen warten. Möglichst Frühjahr, wegen der Insekten.

Aber die beschriebenen Probleme gerade mit gelb und weiß, findet man bei fast allen Lacken und Farben. Das ist fast Herstellerunabhängig. Lediglich Kunstharzlacke scheinen da besser zu sein.

Soweit meine Erfahrung.

San Felipe
21.09.2008, 02:55
Hallo,
genau das ist der Grund, warum ich dann mit weisser Grundierung arbeite. Da halten sich solche Probleme in sehr engen Grenzen. Ansonsten benutze ich auch líeber die graue. Da sieht man einfach besser wo man noch sprühen muss und wo nicht.
Noch problematischer empfinde ich das mit Gold. Das sind in aller Regel ja keine geraden Flächen sonder Verziehrungen usw. Da sammeln sich die Farbpigmente an den tiefen Stellen und an den erhabenen bleibt nichts mehr. Da wird inzwischen bei mir wieder gepinselt, zwar mit Feuerzeugbenzin leicht verdünnt aber so richtig gut ist das auch nicht.
Alles Gute, Peter

Murdock
21.09.2008, 09:54
Der Vorteil, beim Airbrushen, ist das man nur wenig Farbe benötigt und somit die Details nicht zu spritzt.
Der Geruch bei den Vallejo-Farben ist sehr gering, und man kann im Raum sprizten ohne das der Farbnebel überall fliegt.
Habe auch mit verdünnten Tamiya Farben gespritzt ab hier ist mit mehr Farbnebel zurechnen wenn man z.B. einen Rumpf lackiert.
Der zweite Vorteil, beim Airbrush sind die Kosten. 17ml reichen schon für eine recht große Fläche, Farbdosen sind einfach zu teuer.
Und was man bedenken sollte sind die Farbverläufe, mit der Dosen hat man sich schnell Farbnasen auf das Modell "gezaubert" bei Airbrush kommt es so gut wie nie vor.
Ist aber auch eine Frage des Werkzeuges wie überall, mit einer Billigpistole werden verschiedene Sachen einfach nicht top.

Mfg Ralf

Didi
22.09.2008, 01:25
Darf man hier Links zu Onlineshops reinsetzen?.Natürlich darfst Du das wenn es im Kontekst zum Beitrag ist.:that:

Ooops war der Torsten schneller.

LiveSteam
22.09.2008, 21:29
Nicht ganz so gut ist allerdings die Kratzfestigkeit, so dass ich als letzte Schicht seidenmatten Klarlack auf Kunstharzbasis aufgetragen hab.


Hallo,
Kunstharzklarlack auf Acryl, ist das problemlos? Ich würde gerne den Rumpf meiner Glasgow "versiegeln", da ich das Problem der Kratzfestigkeit bei meinen erstmalig verwendeten Acrylfarben (Baumarkt :? ) auch festgestellt habe.
Viele Grüsse

LiveSteam

RuhrPirat
22.09.2008, 21:30
Diese Frage kannst du nicht pauschal beantworten. Manche Lacke vertragen sich, andere nicht.
Lösung: Ausprobieren mit dem Untergrund, den du auf deiner Glasgow hast und dann auf nem Reststück Klarlack drüber. Dann hast du Gewissheit.

Jo_S
22.09.2008, 21:53
Auf den Revell-Test werd ich dann mal ganz verzichten. Das ist natürlich sehr Schade, da man die Revell-Farben an jeder Ecke bekommt.


Hallo Peter,
stop, Missverständnis: die "vernichtende Kritik" bezog sich ausschliesslich auf die Aqua Color-Reihe. Die "normalen" Enamels benutze ich sehr gerne und mit absolut perfektem Ergebnis. Nur die Grundierung fand ich persönlich halt von Testors besser.
Guss, Jochen

LiveSteam
22.09.2008, 21:59
Manche Lacke vertragen sich, andere nicht.

Naja, der Hersteller schreibt (natürlich...), dass nur seine eigenen Acrylfarben damit verträglich sind. Aber das muss ja nicht zwingend so sein. Hast wohl recht, ich werde ausprobieren müssen...

RuhrPirat
22.09.2008, 22:15
Für seine eigenen Lacke übernimmt er die Garantie... Logisch, dass er das bei Fremdprodukten nicht will. Das heisst aber nicht, dass es bei Fremdprodukten nicht geht.
Wie schon erwähnt, ein Test hilft weiter.