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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Classic von aeronaut - Baukasten für Einsteiger (~4,65 MB)


JoePopo
24.06.2007, 18:45
Baubericht der Classic von aeronaut

von JoePopo





Anregungen und Fragen bitte in diesem Thread (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?p=298097#post298097) kundtun. Dank sehr. :)







Tag 1



Der Einkauf

Der Bau meines ersten Einsteigermodells, der Carina, ist fast abgeschlossen. Es stand bereits fest, daß das nächste Modell die Classic von aeronaut sein wird, da sie Kieloben mit Spanten auf einer (mitgelieferten!) Helling gebaut wird. Gestern war ich also wieder im Modellbauladen meines Vertrauens und habe dort ein wenig eingekauft. Neben dem Baukasten habe ich auch gleich alle anderen erforderlichen Dingen gekauft, um die Classic zu einem RC-Modell aufzurüsten.



Baukasten "Classic Sportboot" 53,-

Drehzahlsteller Smart Control 20 20,-

Empfänger HFS-05MS 40 MHz 31,-

Motor SPEED 400, 6V 8,-

Servo C577 12,-

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124,-





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Die eingekauften Teile





Der Arbeitsplatz

Gottlob ist meine Freundin mit dem Sohnemann gerade auf einem Ausflug mit ihrem Square-Dance-Club. So hinderte mich auch nichts und niemand daran eine "kleine Ecke" unseres Esszimmertisches freizuräumen und als Werkstatt zu deklarieren. Leider ist nämlich unser Keller noch mit Sperrmüll voll, da wir in den letzten Zügen der Wohnungsrenovierung stecken. Sobald diese abgeschlossen ist und der Keller frei wird, wird dort eine Werkstatt eingerichtet. :mrgreen: :pfeif:



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Die "Werkstatt"





Der Baukasten

Nach dem Öffnen des Baukastens kommt einem erstmal ein Wolke "Zigarrenkisten-Geruch" entgegen. Das riecht so gut, daß ich überlege ein zweites Modell fürs Regal zu bauen, weil dieser angenehme Duft nach dem Lackieren sicherlich weg sein wird. :(



Der Baukasten enthält alles, was man zum Aufbau eines Standmodells benötigt. Neben den Holzteilen sind das Schleifpapier, Holzkleber, Welle, Schiffsschraube, Ruder, Aufkleber und ein Satz Beschlagteile. Wer ein RC-Modell bauen möchte, muß darüberhinaus noch den Motor und die RC-Komponenten kaufen. Zum Versiegeln des Rumpfes wird zudem Porenfüller und/oder Klarlack benötigt.



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Was im Baukasten drin ist





Die ersten Probleme

Der Baukasten ist gerade erst ausgepackt, da entdecke ich schon die ersten Probleme. Einige der Holzteile sind scheinbar nicht ausreichen abgelagert worden, bevor sie in die Produktion gingen.



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Falsch gelagertes Holz





Was mir viel mehr Sorge bereitet ist die Helling - die ist nämlich aus einem sehr wabbeligem styroporähnlichem Material. Wie man damit ein gut passendes Modell zustande bringen soll ist mir ein Rätsel! Ich denke ich werde sie auf ein Stück Karton oder noch besser Holz aufkleben, um es zu versteifen.



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Die wabbelige Helling





Last but not least der Klassiker der Probleme. Die Stanzung der Holzteile geht nicht ganz durch. Beim Rausbrechen werden deswegen sehr unsaubere Kanten entstehen. Einem Tipp hier aus dem Forum folgend werde ich die Spanten deshalb auch allesamt mit der Bügelsäge aussägen. Das ist zwar ein wenig aufwendiger, erspart einem aber später einiges an Schachtel- und Schleifarbeit.



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Nicht durchgestanzte Teile





Vorbereitung

Die Vorbereitung ist sehr einfach und schnell gemacht. Ich öffne die Kleberflasche, indem ich die Spitze abschneide und klebe das Schleifpapier, nachdem ich es zugeschnitten habe, mit zweiseitigem Klebeband auf das ebenfalls im Baukasten enthaltene Balsaholzplättchen. Ich habe außerdem ein kleines Reststück vom Schleifpapier genommen und auf die Stirnseite des Plättchens geklebt. So kann ich auch Ecken ausschleifen. :wink:



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Der fertige Schleifklotz





Aussägen der Spanten

Nun kann es losgehen. Als erstes säge ich die Spanten aus. Durch die Stanzung hat man eine so gute Führung, daß das Sägen fast wie von selber geht. Zudem muss nur das Bißchen weggesägt werden, das beim Stanzen stehengelassen wurde.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/008_Saegen.jpg

Aussägen der Spanten





Spant Nr. 5 hat eine Aussparung in der Mitte, welche mit dem wohlbekannten Sägeblatt-durch-Loch-Trick entfernt wird.



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Man bohre ein Loch (oben rechts) ...



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... fädle das Sägeblatt ein ...



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... und säge die Mitte heraus





Nach dem Aussägen werden die Kanten noch ein wenig glattgeschliffen. Schon hier bewährt sich der Schleifklotz! Es gibt keine runden Kanten oder Dellen in den Spanten. Alles ist schon gerade und die Kanten sind Rasiermesserscharf; naja, fast zumindest.



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Die fertigen Spanten





Bestücken der Helling

Jetzt kommt die Helling ins Spiel. Die Löcher für die Spanten werden herausgestupft und die Stütze wird nach Plan in den vorderen ... ähh ... Stützenaufnahmeschlitz(?!) gesteckt. :mrgreen:

Nun werden die Spanten in die Helling gesteckt. Mit ein wenig Phantasie kann man schon die Rumpfform erahnen.



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Die mit den Spanten bestückte Helling





Vor dem Verkleben werden noch die Querstreben auf die Spanten gesteckt. Damit sich alles noch ein wenig hinbiegen kann und Spannung abgebaut wird, habe ich das ganze über Nacht so stehen lassen. ;)



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Modellein steck dich!







Tag 2



Nacharbeit

Bevor ich jetzt entgültig alles zusammenklebe, passe ich schonmal die nächsten Teile an. Nanu! Dieses Teil sollte eigentlich ganz gerade auf den Spanten aufliegen. Hier ist aber soviel Platz dazwischen, daß man mit einer ganzen Tankerflotte durchfahren könnte. Wäre es ein oder auch zwei Millimeter, dann würde ich nix sagen und das Teil passend hinschleifen, aber 5 mm ist definitiv zuviel. Da stimmt irgendwas ganz und gar nicht! :(



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So sieht eine "Luftbrücke" aus.





Zum Glück sind auf den letzten beiden Seiten der Anleitung alle Stanzteile verkleinert und durchnummeriert abgebildet. Bei genauerer Betrachtung aller Teile finde ich unter Zuhilfenahme eines Lineales den Fehler binnen weniger Minuten. Spant Nr. 7 wurde offensichtlich falsch gestanzt. Der Bleistiftstrich zeigt, wo die Stanzung eigentlich sein sollte.



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Das wurde wohl kurz vor Feierabend gestanzt.





Zum Glück ist an dem Spant zuviel dran. Deswegen fackel ich auch nicht lange, sondern rücke der Fehlstanzung mit der Bügelsäge zu Leibe. Oder, wie man heutzutage so schön sagt: Ab dafür!



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Schau mir auf die Säge, kleines!





Die nun noch bestehenden Unebenheiten werden vorsichtig mit dem Schleifklotz abgetragen, bis alles ohne "Hinbiegen" halbwegs passt. Ein letzter kritischer Blick, nachdem alles wieder zusammengesteckt ist. Wie man sieht, sieht man, daß man nicht sieht, daß es nicht passt! :mrgreen:



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So sollte es von Anfang an aussehen.





Das Verkleben verschiebe ich großzügigst auf Morgen. Immerhin muss ich das ganze Tohuwabohu noch für die neugierigen Leute in dem einen Forum da niederschreiben. :P







Tag 3



Die neue Helling

Heute hab ich ein wenig die Wohnung aufgeräumt, weshalb mir nicht viel Zeit blieb mich mit dem Modell zu beschäftigen. Dabei kam ich im Keller "eher zufällig" an einem Brett vorbei, daß, von einem leichten Übermaß abgesehen, perfekt eine neue Helling abgeben würde. Deshalb nahm ich es mit in "die Werkstatt". Da das Brett einiges zu lang war, sägte ich einfach ein Stück ab.



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Das Hellingbrett wird auf Länge gesägt





Damit die Helling auf dem Kolonialstil-Tisch nicht kippeln kann, klebte ich kurzerhand noch Standfüße an die Unterseite. Dazu verwendete ich von der Renovierung übriggebliebenes, breites Dichtungsband.



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Da steh' ich drauf - auf den Füßen





Das zuvor mühsam aufgebaute Spantengerüst wird vorsichtig entfernt. Auf die Oberseite klebe ich anschließend mit doppelseitigen Klebeband die alte Helling auf. Sie liegt nun absolut eben auf dem Brett auf, sodaß einem geraden Spantengerüst nichts mehr im Weg steht.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/022_Alte_Helling_aufgeklebt.jpg

Die neue Helling ist fertig





Die Spanten werden gleich wieder auf die Helling gesteckt. Durch das doppelseitige Klebeband, welches sich auch unter den Löchern für die Spanten befindet, haften diese relativ gut auf dem Brett, sodaß das gesamte Spantengerüst nun recht unempfindlich gegen Erschütterungen und kleine Rempler ist.





http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/023_Spantengeruest.jpg

Spantengerüst v2.0







Tag 4



Verkleben des Spantengerüstes

Endlich ist es soweit. Heute wird das Spantengerüst verklebt. Dazu nehme ich zuerst die drei Querstreben wieder heraus.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/024_Querstreben_entfernen.jpg

Die Querstreben werden entfernt





Hier sieht man sehr schön, wie sich die eine hintere Querstrebe in den insgesamt drei Tagen auf dem Spantengerüst verbogen hat. Das gibt beim aushärten des Klebers viel weniger Spannungen, sodaß die Klebung besser halten dürfte.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/025_Gebogene_Querstrebe.jpg

Eine der hinteren Querstreben





In den Fugen trage ich jetzt den Kleber auf. Aber nicht zu viel. Es sollte genug drinbleiben, aber von selber wieder raustropfen sollte er auch nicht. Das gibt nur unnötige Sauereien und mehr als voll kann die Fuge eh nicht sein. Auch am Ende der Querstreben darf man den Kleber nicht vergessen. Hier wird die Querstrebe mit dem Heck verklebt.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/026_Kleber_auftragen.jpg

Der Kleber sollte nicht aus den Fugen geraten



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/027_Kleber_auftragen_2.jpg

Nicht das Heck vergessen





Nun drücke ich die Querstreben wieder auf das Spantengerüst auf. Dank der Biegung, die die Querstreben schon haben, geht das mit sehr viel weniger Kraft, als ich beim ersten Mal noch benötigt habe. Hier unbedingt darauf achten, daß die Querstreben nicht über die Spanten ragen. Sie müssen sonst mühsam abgeschliffen werden, da die Bodenteile auf die Spanten geklebt werden! Den Kleber, der aus den Fugen gerät, streife ich mit einem Reststück vom Holz ab. Das sieht sauberer aus. Außerdem drücke ich dadurch den Kleber in den Teil der Fuge, wo bisher noch kein Kleber hingekommen ist. ;)



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/028_Kleber_abstreifen.jpg

Den Kleber gut verstreichen





Alle jetzt am Spantengerüst noch nicht gerade sitzenden Teile richte ich noch schnell mit Klammern aus. Später, wenn der Kleber erstmal ausgehärtet ist, ist es zu spät dafür. Wer hier nicht akkurat arbeitet, wird später mit jeder Menge Nacharbeit "belohnt".



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/029_Richten.jpg

Letzte Ausrichtungen





Den Kleber lass ich jetzt erstmal aushärten. Da wir morgen großen Besuch haben, werde ich erst am Samstag am Modell weiterarbeiten können. Dafür wird am Wochenende (vermutlich) der Rumpf komplett fertig.







Tag 5



Und weiter Kleben.

Am Kiel ist eine zweiteilige Auflage für den Unterboden vorgesehen. Die Teile müssen, wo sie zusammentreffen, noch geschliffen werden, damit alles ordentlich passt. Ich habe bei beiden Teilen vorsichtig immer wieder etwas abgeschliffen und sie dann wieder versucht einzufügen. Wenn beide Teile ohne Kraftaufwand von selber eben auf den Spanten aufliegen, d.h. sich an der Stoßkante nicht von selber wieder hochdrücken, ist der Schliff perfekt.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/030_Wellen-_und_Stevenrohrdurchfuehrung.jpg

Auflage schleifen, bis sie passt





Da die rechte Auflage in sich verdreht ist, musste beim Einkleben durch zwei Stecknadeln und eine Klammer dafür gesorgt werden, daß sie richtig sitzt.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/031_Durchfuehrungen_aufgeklebt.jpg

Auflage richtig einpassen





Noch während der Kleber aushärtet mache ich einen Kontrollblick. Sitzen die Auflagen richtig? Schauen sie auch nicht über die Spanten hinaus? Sind sie, relativ zu den Spanten, auch schon gerade? Der Kontrollblick offenbart eine (nahezu) einwandfreie Arbeit. Da das Material nach dem Kleben aber immer noch ein wenig arbeitet, lässt sich Nacharbeit kaum vermeiden. Mit entsprechender Sorgfalt hält sich diese allerdings im annehmbaren Rahmen. ;)



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/032_Sitz_pruefen.jpg

Kontrolle muss sein!





Als nächstes stehen die unteren, seitlichen Leisten auf dem Plan. Da diese am Bug sehr stark gebogen werden müssen, habe ich die Stecknadeln vor dem Einsetzen der Leiste an Spant Nr. 1 (eigentlich) etwas zu eng eingesteckt. Dadurch sitzen die Leisten recht stramm und werden gut an Ort und Stelle gehalten. Die Nadeln dürfen nicht zu oft versetzt werden, da das dünne Holz leicht splittert und die Nadeln dann nicht mehr halten!



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/033_Leisten.jpg

Nadeln vor dem Kleben einstecken





Es ist soweit. In die Fugen wird der Kleber aufgetragen, ebenso an die Spitze der Leiste, d.h. dort, wo sie an Spant Nr. 1 angeklebt wird. Die Leiste wird hinter die Nadeln an Spant Nr. 1 geschoben und vorsichtig durch Biegen in die restlichen Fugen gedrückt. Sobald sie sitzt wird sie an allen Spanten mit Stecknadeln gegen Verrutschen gesichert. Damit das Spantengerüst durch die starke Biegung nicht verbogen wird, wird die zweite Leiste unmittelbar nach der Ersten eingeklebt.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/034_Leisten_kleben.jpg

Die Leiste mit Nadel fixieren





An dieser Stelle ist wieder Geduld angesagt. Den Kleber lasse ich erstmal aushärten, damit sich bei den weiteren Arbeiten nicht eines der frisch geklebten Teile wieder löst. Und so sieht es bis jetzt aus.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/035_Aushaerten_lassen.jpg

Mal wieder warten





Ein paar Stunden später

Jetzt sollte es eigentlich mit den oberen Leisten weitergehen. Dabei stellt sich leider heraus, daß die Leisten zu kurz sind! Statt der nötigen 520 mm sind sie nur 495 mm lang. Dummerweise sollen sie laut Anleitung auch nur 495 mm lang sein, also eindeutig ein Konstruktionsfehler.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/036_Zu_kurze_Leiste.jpg

Deutlich ist die zu kurze Leiste zu erkennen (rechts oben)



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/037_Nahaufnahme.jpg

25 mm zu kurz :(





Es hilft alles nichts, ich muss nochmal schnell in den Modellbauladen meines Vertrauens. Gottlob haben sie solche Leisten da. So komme ich etwa eine Stunde später mit 4 Leisten (Kiefer; 1,5 mm x 2 mm; 1 m lang) im Gepäck und € 2,40 ärmer wieder nach Hause und kann endlich weitermachen.



Die Leisten sollen laut Anleitung bündig mit dem Kiel eingeklebt werden, und zwar sowohl bündig nach vorne, als auch zur Seite. Dazu ist die Nut aber zu klein, sodaß die Leisten mit dem Kiel nur an zwei sehr dünnen Kanten miteinander verklebt wären. Deshalb schleife ich die Nut mit dem Schleifklotz etwas größer.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/038_Nut_ausschleifen.jpg

Die Nut wird ein wenig vergrößert





Die Leisten werden aus dem gleichen Grund auch ein wenig angeschliffen. Um den richtigen Winkel zu erhalten, drücke ich die Leisten auf das Spantengerüst und nehme beim Schleifen den Kiel als "Zielhilfe". ;)



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/039_Leisten_anschleifen.jpg

Die Leisten werden angeschliffen





Nachdem die Leisten angeschliffen sind, wird alles verklebt. Dieses Mal gebe ich satt Kleber auf die Klebestelle, da sie trotz des Anschleifens nur relativ wenig Auflagefläche hat und die Leisten später stark gebogen werden. Die geklebten Teile werden mit einer Klammer fixiert.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/040_Leisten_fixieren.jpg

Die geklebten, fixierten Leisten





Ein letzter Kontrollblick direkt von vorne. Man erkennt, daß alles ordentlich aussieht, auch die zuvor angeklebten unteren Leisten. Ein kleines bißchen muss man nachschleifen, aber im Großen und Ganzen passt es.



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Alles passt







Tag 6



Die Leisten sind vorne fest, also kann es weitergehen. In die Fugen wird Kleber aufgetragen und die Leisten mit Nadeln fixiert. Ich hab die leisten extra hinten etwas überstehen lassen. Abschneiden kann ich sie immer noch. Mit dem anflicken wird es da schon etwas komplizierter.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/042_Obere_Leiste.jpg

Rechte Leiste ...



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/043_Obere_Leiste_2.jpg

... und linke Leiste festkleben





Nachdem auch hier der Kleber getrocknet ist, kürze ich die Leisten mit einem Seitenschneider. Ich lasse ca. einen halben Millimeter stehen, damit ich die Enden bis an die Rückwand hin sauber runterschleifen kann und eine insgesamt glatte Fläche bekomme.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/044_Leisten_kuerzen.jpg

Abschneiden ...





Im Hintergrund sieht man übrigens, daß die obere der beiden Leisten beim Schleifen wieder abgegangen ist. Auch wenn schon alles verklebt ist, muss man dabei mit entsprechender Vorsicht vorgehen. Gottlob war das sehr schnell und einfach wieder zu richten.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/045_Glattschleifen.jpg

... und schleifen





Bevor es nun daran geht den Rumpf von unten ganz zuzumachen, prüfe ich noch schnell, ob das Stevenrohr auch richtig sitzt. Bei dem, was ich bisher so entdeckt habe, würde es mich nicht wundern. Und als ob ich es geahnt hätte, fluchtet es nicht mit der Motorwelle, d.h. es ist nicht mittig auf dem Durchbruch für die Motorwelle.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/046_Stevenrohr_pruefen.jpg

Und?





Zum Glück ist auch dieses Problem schnell behoben. Da ich mit den Schleifklotz nicht in den engen Schlitz komme, benutze ich eine Schlüsselfeile, um ihn ein wenig zu vergrößern. Nochmals das Stevenrohr reingesteckt - passt!



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/047_Durchbruch_feilen.jpg

Feilen des Durchbruches





Das Aufkleben der stark zu biegenden Seitenteile erfordert genaues Anpassen und drei bis vier Hände, deswegen lege ich vorher schonmal alle nötigen Dinge griffbereit: Klammer, Nadeln und Klebstoff.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/048_Alles_bereitlegen.jpg

Alles bei der Hand





Den Kleber trage ich hier satt auf. Wenn er etwas rausquillt ist es okai, ich kann ihn zur Not ja wieder wegschleifen. Da ich aber später zwischen Spanten und Seitenteile so gut wie gar nicht mehr hinkomme, wird das nachträgliche Auftragen zu einem Ding der Unmöglichkeit.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/049_Kleber_auftragen.jpg

Dick auftragen muss nicht schlecht sein!





Am Bug muss das Seitenteil so präzise wie nur möglich sitzen, genau den halben Kiel bedeckend. Ist das geschafft wird das Seitenteil mit Klammern befestigt.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/050_Klammern.jpg

Fummelarbeit





Alle Klammern und Nadeln sitzen, das Seitenteil ebenso.



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Man sieht vor lauter Klammern das Modell kaum noch





Das zweite Seitenteil muss vom Heck her mit den Klammern fixiert werden. Bevor ich es anklebe markiere ich noch die entgültige Lage. Die Position der Seitenteile kann nämlich nur bedingt nach oben und unten korrigiert werden, seitlich jedoch gar nicht, nachdem erstmal die erste Klammer gesetzt ist.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/052_Markieren.jpg

Entgültige Lage markieren





Während ich mit dem zweiten Seitenteil hantiere fällt mir ein breiter Spalt am Ersten auf. Ich nehme das gesamte Modell von der Helling und schaue mir das Malheur näher an. Heieiei, gut sieht das nicht aus.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/053_Luftbruecke_2.jpg

Ein Spalt - mal nicht in Tablettenform





Damit das zweite Seitenteil wenigstens gut sitzt, entschließe ich mich es auf beiden Seiten zu Klammern. Leider reichen meine Klammern dazu nicht mehr, weswegen ich der Dame des Hauses den Klammernkasten auf der Waschmaschine plündern muss. :D



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/054_Seitenteil_2.jpg

Beidseitig geklammertes Seitenteil





Der Unterboden wird, wie in der Anleitung gezeigt, glatt auf dem Tisch liegend zusammengeklebt und dann auf das Modell gelegt. Damit er nicht verrutscht mache ich ihn am Heck und seitlich mit ein wenig Malerkrepp fest.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/055_Unterboden_anlegen.jpg

Unterboden auflegen





Verdammt, ein lumpiger Millimeter fehlt. An dieser Stelle ist es leider genau ein Millimeter zuviel, da dort Wasser in den Rumpf laufen würde, deswegen muss es gerichtet werden. Eine andere Möglichkeit als diese Hälfte des Unterbodens nach vorne zu schieben gibt es nicht. Dadurch passen dann zwar die Durchführungen für die Welle und das Rudergestänge nicht mehr richtig, aber die lassen sich besser abdichten als diese riesige Lücke. Außerdem sind die an der Unterseite und damit nur zu sehen, wenn das Modell "kopfsteht".



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/056_Bug.jpg

Integrierter (aber unnötiger) Frischwasserzulauf





Erstmal muss ich dafür sorgen, daß der Unterboden näher an den Kiel rankommt. Dazu muss der Spant ein wenig runtergeschliffen werden.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/057_Passend_machen.jpg

Überstehende Kanten runterschleifen





Danach schleife ich eine kleine Phase an den Unterboden, damit nicht zwei Kanten sondern zwei Flächen aneinanderliegen. Hier muss vorsichtig gearbeitet werden, weil der Unterboden ziemlich dünn ist und, bei zu ausgelassenem Gebrauch des Schleifklotzes, schnell die Kontur verändert wird und später dann gar nichts mehr passt!



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/058_Passend_machen_2.jpg

Phase schleifen





Na, das sieht doch gleich viel besser aus. Dieses Mal fange ich mit dem Ansetzen am Bug statt am Heck an, schließlich muss es dort perfekt sitzen!



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/059_Neu_ansetzen.jpg

Erinnert Euch das Bild auch an "Playboy"?





Nach und nach wird unter starkem aber nicht exzessivem Druck der Bug in Form gebracht und durch immer neue Lagen Malerkrepp auch in Form gehalten. Da sich dieses "Bündel" nur noch schwerlich von den Seitenteilen lösen lässt, schneide ich es kurzerhand mit einem Cutter ab.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/060_Gut_verschnuert.jpg

Gut verschnürt





Der Kleber muss großflächig aufgetragen werden, sodaß nur wenig Zeit zum Ausrichten und befestigen (und Bild machen) bleibt. Deshalb bringe ich vorab schonmal Klebelaschen an, die ich zum festkleben nur noch runterklappen muss.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/061_Klebelaschen.jpg

Hier muss es schnell gehen





In die Stoßfuge und auf alle Spanten wird satt Kleber aufgetragen, da ich nicht weiß, wie gut der Unterboden aufliegt. Man sieht das leider auch bei umgedrehtem Modell sehr schlecht.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/062_Kleber_auftragen.jpg

Klotzen ohne zu kleckern





Um zu verhindern, daß sich der Unterboden wieder löst, wird er mit "ein wenig" Malerkrepp fixiert. Hoffentlich bekomme ich das ganze Zeug später auch wieder runter, sonst wird das Modell wohl zu schwer für den Einbau einer RC-Anlage sein. :D



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/063_Kleber_ohne_Ende.jpg

Jede Menge Malerkrepp





Der Klebstoff ist überall hervorgequollen, d.h. der Unterboden liegt sauber auf allen Spanten auf. Die Sorge war unbegründet, es hätte auch gereicht weniger Kleber auf die Spanten zu tun. Aber lieber so also andersrum. ;)



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/064_Alles_passt.jpg









Tag 7



Nun lässt man den Kleber erstmal ca. 10 Wochen guuut trocknen. Prinzipiell würden auch ein oder zwei Tage reichen, aber man weiß ja nie. :mrgreen:

Währenddessen hat man dann Zeit zwei Wochen Urlaub zu machen, eine Schrankwand aufzubauen, 4 Regale an die Wand zu hängen, Kartonweise alten Klöterkram aus der Wohnung zu räumen, ein weiteres, neues Hobbie anzufangen (Fotografie), viel Zeit mit seinem Sohn zu verbringen, eine Taufe zu besuchen, diverse Spaziergänge zu machen, usw.. Ähhh, doch nun zurück zum Modell.



Am Rumpf verschleife ich abschließend alle Kanten und evt. überstehende Kleberreste. Das Modell sieht nun so aus:





http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/065_Fertiger_Rumpf.jpg

Der Rumpf ist fertig!





Nun klebe ich den Ständer für das Boot zusammen. Die nötigen Teile sind aus sehr dünnem Holz, d.h. hier reicht es sie mit einem Cutter auszuschneiden, statt sie auszusägen. Bevor ich den Kleber auftrage, schaue ich mir die Stützen genauer an. Sie haben eine rauhe und eine glatte Seite. Ich entschließe mich sie an der rauhen Seite zu verkleben und die glatte Seite nach außen zeigen zu lassen. Das erpart mir zum einen das Aufrauhen der glatten, als auch das glätten der rauhen Seite. ;)

Auf beide rauhen Seiten trage ich dünn Holzkleber auf.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/066_Staender_kleben.jpg

Der Kleberauftrag





Anschließend presse ich die Stützen zusammen und stelle sie, solange der Kleber noch nicht ausgehärtet ist, auf den Tisch, damit die Unterkanten gerade zueinander sind. Nun richte ich sie noch seitlich zueinander aus und lege sie dann flach hin. Mit der vorderen Stütze verfahre ich genauso.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/067_Stuetze_ausrichten.jpg

Ausrichten - der Ständer soll gerade sein!





Damit die beiden Stützen sauber aufeinander verklebt werden, beschwere ich sie mit einigen Büchern und einer "kleinen" Kerze. So lasse ich das Ganze nun über Nacht zum Trocknen stehen.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/068_Beschweren.jpg

Die Stützen haben schwer zu tragen







Tag 8





Die Hölzer passen leider nicht in die dafür vorgesehenen Nuten - was für eine Überraschung. :roll:



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/069_Hoelzer_passen_nicht.jpg

Passgenauigkeit kostet wohl extra.





Ich nehme beide Stützen hintereinander und richte sie so aus, wie sie später dann relativ zueinander stehen werden. Das hat den Vorteil, daß die Hölzer parallel in den Stützen stecken und der Ständer nicht irgendwie "windschief" aussieht.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/070_Auflagen_ausrichten.jpg

Sauber ausrichten ...





Diesen "Stützwich" halte ich nun gut fest und schleife die Nuten solange vorsichtig aus, bis die Hölzer hineinpassen. Beim Schleifen trage ich immer nur wenig ab, und teste dann, ob es schon passt. Sobald die Hölzer, mit sehr leichtem Druck in die Nut gepresst, von selber halten, höre ich auf.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/071_Kanten_schleifen.jpg

... und dann die Nuten schleifen.





An der Oberseite der Hölzer trage ich satt Kleber auf und presse die Stütze dann darauf. Anschließend trage ich an der Innenseite noch dünn Kleber auf.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/072_Rueckseite_ankleben.jpg

Kleberauftrag an der Innenseite





Mit einem Reststück Holz schmiere ich den Kleber in die Zwischenräume, wo noch keiner hingekommen ist und streife den überschüssigen Kleber dann ab. Jetzt heißt es wieder warten, bis der Kleber trocken ist.

Nun brauche ich Porenfüller. Aber, oh Schreck - er ist fast alle! Das ist doch eine gute Gelegenheit, während des mittaglichen Spazierganges mit dem Sohnemann die Dame des Hauses von der Arbeit abzuholen und im Bastlerladen meines Vertrauens, der "zufälligerweise" nur um die Ecke ist, eine Dose Porenfüller zu erstehen. Bis wir zurück sind, ist der Ständer auch trocken.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/073_Kleber_abstreifen.jpg







Da die nächsten Arbeiten ordentlich stinken und nicht gerade gesundheitsfördernd sind, begebe ich mich lieber auf unseren Balkon. Ab sofort geht es mit dem Kiel nach unten weiter. Die überstehenden Enden, mit denen das Boot bisher auf der Helling lag, können deshalb weg.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/074_Enden_wegbrechen.jpg

Ich brech mir einen ab!





Die durch das Abbrechen entstehenden Bruchkanten schleife ich mit dem Schleifklotz bis auf die Seitenwände runter, damit der Oberbau nachher sauber bündig raufpasst. Kleinere Unebenheiten, die durch das nicht perfekte Aufkleben der Seitenteile entstanden sind, gleiche ich an dieser Stelle gleich mit aus.



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Glatter als jede Rasur.





Alles ist glatt und gerade. Es folgt die Versiegelung des Innenraumes mit einer Schicht Porenfüller, damit sich das Interieur des Bootes später nicht durch eindringendes Wasser oder auch nur die Luftfeuchtigkeit verziehen kann. bei der Gelegenheit bekommt der Bootsständer gleich auch noch einen Anstrich.



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Jaaa, füll' mich ab.





Das Modell hatte nun einen halben Tag Zeit zum Trocknen. Vor dem Anbringen des Oberdecks werden das Stevenrohr plus Welle und der Motor eingebaut. Dem Baukasten liegt ja das Stevenrohr und die Welle bei. Von den beiden Schrauben jedoch, die zur Befestigung des Motors benötigt werden, ist nur eine in der Tüte. Außerdem handelt es sich nicht um eine zu dem Motor passende metrische Schraube, sondern um eine simple Blechschraube. Ein neuerlicher Besuch im Modellbauladen ist demnach vonnöten.



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Puzzel für Anfänger.





Nichtsdestotrotz kann ich das Stevenrohr ja schonmal einkleben. Dabei stelle ich jedoch fest, daß das Stevenrohr aufgrund der nötigen Anpassungen beim Kleben der Seitenteile und des Schiffsbodens nicht mehr mit der Motorachse fluchtet.



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Das kann man nur als gerade durchgehen lassen, wenn man beide Augen schließt.





Die im Unterboden befindliche Durchführung für das Stevenrohr muss also ein wenig aufgeschliffen werden. Da hierfür sogar die Schlüsselfeile zu groß ist, benutze ich einfach ein Stück gefaltetes 80'er Schmirgelpapier. Ich schleife ein wenig, probiere den Sitz des Stevenrohres, schleife, probiere, ... bis es passt.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/079_Durchfuehrung_auffeilen.jpg







Zwischen Stevenrohr und Unterboden wird eine Stütze geklebt, weil das Stevenrohr relativ weit aus dem Boot rausschaut. Leider ist die Stütze alles andere als gerade. Und zu lang ist sie außerdem. Naja, das ist gottlob schnell passend gemacht.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/080_Schiefe_Stuetze.jpg

Die Stütze ist schief ...



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... und zu lang.





Schnell ein bißchen geradegeschliffen und hinten abgesägt, schon passt es.



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Jetzt passt nur noch ein Schlauchboot zwischen den Schlitz





Das Stevenrohr stecke ich kurz rein, um es als Zielhilfe zu benutzen, damit die Stütze auch schön gerade sitzt. Dadurch, daß sie so nah am Propeller ist, würde sie sonst zu einer Links- oder Rechtsdrift des Bootes führen. Das kann man zwar ausgleichen, aber jeder Ausgleich führt dazu, daß man engere Links- oder Rechtskurven fährt (es sei denn, man hat eine vollelektronische Fernbedienung), als andersherum, und das sieht schon ein wenig doof aus. ;)



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/083_Zielhilfe.jpg

Diesmal ist es kein Zielwasser





Die Stüzte ist am Rumpf festgeklebt und das Stevenrohr wieder entfernt. Hier erkennt man gut die aufgefeilte Durchführung für das Stevenrohr.



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Die Stevenrohrstütze ist dran







Tag 9





Einem Tipp aus dem Forum folgend habe ich das dem Bausatz beigelegte Stevenrohr mitsamt Welle und Propeller ausgetauscht, da der Propeller nur auf die Welle raufgesteckt wird. Dazu musste ich, inzwischen zum wiederholten Male, in den Modellbauladen. Neben dem neuen Stevenrohr inklusive Welle und (geschraubtem) Propeller habe ich auch gleich passende Befestigungsschrauben für den Motor und Entstörungskondensatoren gekauft. Schwuppdiwupp, wieder 8 Euro weg.

Das hintere Stevenrohr im Bild ist das beigelegte, das vordere das neue. Bevor es an den Einbau des Motors und des Stevenrohres geht, bereite ich den Motor vor, d.h. ich löte die Entstörungskondensatoren und die Leitungen vom Regler an den Motor.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/085_Motor_vorbereiten.jpg

Löten ist angesagt.





Den so bestückten Motor schraube ich mit den neuen, metrischen Schrauben auf den Spant. Er hat dafür entsprechende Löcher, die zum Glück auch alle passen. Man kommt an diese Stelle nicht sehr gut ran, aber mit einem kleinen Schraubendreher geht es halbwegs.



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Schrauben auf engem Raum





Ich stecke das neue Stevenrohr durch die Durchführungen und prüfe, ob es sich sauber in der Flucht befestigen lässt. Da es einen etwas kleineren Durchmesser als das alte hat, passt es sehr gut. Die Motorwelle kann ohne weiteres Nachbearbeiten der Durchführungen genau mittig getroffen werden.



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Stevenrohr auf der Flucht





Dann kann ich das Stevenrohr ja festkleben. Flugs UHU-Hart auf die Stevenrohrstütze geschmiert und das Stevenrohr wieder reingeschoben. Nun muss es schnell gehen. Das Stevenrohr muss ausgerichtet werden, bevor der Kleber ausgehärtet ist. Sieht doch gut aus, jetzt nur nicht mehr anfassen, bis alles fest sitzt.



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Alles gerade!





Das Loch im Spant ist des kleineren Stevenrohres wegen natürlich auch zu groß. Durch die Vibrationen könnte sich das Stevenrohr, das momentan nur von der Stütze am Unterboden gehalten wird, lösen, deswegen gebe ich jeweils einen großzügigen Tropfen UHU-Hart auf beide Seiten des Loches.



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Fix das Stevenrohr fixieren





Das Stevenrohr sitzt nach dem Aushärten des Klebers bombenfest. Das einzige kleine Problem, das ich noch habe, ist das Loch im Unterboden. Naja, von "klein" kann man da eigentlich nicht mehr sprechen. :mrgreen:



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Du bist doch nicht ganz dicht!





Spachtel kommt leider nicht in Frage, da das Boot nur ein paar Schichten eines klaren Lackes bekommen wird. Es einfach mit einem dicken Bollen Kleber dichtzuschmieren wäre genauso Frevel. Da entsinne ich mich des überaus dünnen Materiales gleichen Types wie der Unterboden, aus dem einige Teile des Bootes gemacht sind. Daraus schneide ich mir mit der Schere einfach eine "Dichtung" aus. Die letzten Ungereimtheiten schleife ich einfach weg, fertig.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/091_Dichtung_basteln.jpg

Ich schnitz mir eine Dichtung selber





Na, sieht doch ganz passabel aus. Hat dafür aber auch eine viertel Stunde gedauert.



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Passt!





Die Dichtung wird außen mit nicht zu wenig klarem UHU-Hart versiegelt. Damit nichts passiert, falls ich dabei irgendeinen wenn auch nur kleinen Spalt nicht zubekommen habe, wiederhole ich das ganze innen auch noch mal. Das sieht man später nicht mehr, deswegen muss es auch nicht ganz so schick aussehen. Hauptsache, es ist dicht.



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Nur zur Sicherheit





Die Zeit während des Aushärtens, was bei der Menge Kleber etwas länger dauert, überbrücke ich mittels einer DVD mit dem "Wahrsten Film über Adolf Hitler" (mit Helge Schneider). Der Film ist so lala, aber das Stevenrohr ist dicht ... hoffentlich.



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Das sollte(!) dicht sein





An diesem Punkt entschließe ich mich von der Bauanleitung abzuweichen. Die Dichtigkeitsprüfung erfolgt nämlich ihr zufolge erst, wenn der halbe Innenraum schon zugebaut ist. Da man in diesem Fall an die vorhandene undichte Stelle schlimmstenfalls so gut wie gar nicht mehr herankommt, werde ich deshalb das Boot jetzt schwimmfähig machen und dann schon prüfen. Dafür fehlt nur noch der Ruderkoker, der wiederum außer am Unterboden mit einer weiteren Halterung befestigt wird. Bevor ich diese aber einklebe, bohre ich das Loch dafür am Unterboden neu, da es durch die ganzen Anpassungen ein wenig verschoben ist. Außerdem sitzen die beiden Lochhälften schief zueinander. Die Unterseite der Halterung streiche ich mit einer Schicht Porenfüller, da sie nach dem Einkleben nicht mehr zu erreichen ist.



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Erinnert mich an einen Donnerbalken :mrgreen:





Der Ponal Express härtet zum Glück schnell aus, so daß ich nach wenigen Minuten schon weitermachen kann. Auf einen aus gerade verfügbaren Teilen erstellten Unterbau setze ich den Ruderkoker auf, sodaß er nur 2 mm aus dem Modell herausschaut.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/096_Ruderkoker_einpassen.jpg

Schnellselbstbauunterbau





Ohne das Modell zu bewegen markiere ich nun an der Oberseite des "Donnerbalkens" die Position des Ruderkokers. Ich ziehe den Ruderkoker heraus und schmiere einen 1 mm dicken Ring UHU-Hart direkt unter die Markierung. Ich stecke den Ruderkoker gleich zurück. Der Kleber sitzt nun schon im Loch, und nicht nur obenauf. ;)

Ich drehe den Koker noch ein wenig hin und her, damit sich der Kleber auch schön im Loch verteilen kann.



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Oberkante des Donnerbalkens markieren





Auch der UHU-Hart härtet schnell aus. Sobald er handfest ist drehe ich das Modell um, und klebe noch einen kleinen Ring um das untere Ende des Ruderkokers, damit auch hier alles dicht ist.



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4mm Dichtring, auch Marke Eigenbau







Tag 10





Als letztes Bauteil vor dem Versiegeln des Rumpfes fehlt nur noch der Spiegel an der Rückseite des Bootes. Die Seitenteile sind ab Werk ein wenig zu lang, sodaß diese abgesägt werden müssen. Um möglichst gerade Kanten zu bekommen benutze ich dafür die gute, alte PUK-Säge. Dabei lasse ich, wie immer, ein kleines bißchen stehen.



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Seitenteile absägen ...





Den letzten halben Millimeter schleife ich mit dem Schleifklotz weg. Das Ergebnis ist eine saubere, gerade Kante. Bei der Gelegenheit schleife ich gleich noch alle anderen Unebenheiten weg, die beim Kleben evt. stören könnten.



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... und bündig schleifen





Ich trage auf beide Teile dünn Ponal Express auf. Bei dem Spiegel nehme ich dazu, wie zuvor bei den Stützen für den Bootsständer, die rauhe Seite.



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Holzleim drauf





Den Spiegel richte ich so aus, daß er mit der Oberkante des Bootes bündig ist, sodaß ich die knapp einen Millimeter überstehende Kante an der Unterseite des Bootes habe. Beim Schleifen kann ich dort dann später eine dem Wasser wenig Widerstand bietende Rundung schleifen, die sauber in den Spiegel übergeht. Nach dem Ausrichten stelle ich das Boot aufrecht mit dem Bug nach oben auf die "Werkbank" und beschwere die Rückseite mit 1,5 kg Trimmgewichten.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/102_Beschweren.jpg

Pressen, pressen ...





Auch heute hole ich die Dame des Hauses von der Arbeit ab. Dem Modellbauladen um die Ecke statte ich "bei dieser Gelegenheit" noch einen kurzen Besuch ab und erstehe eine Wellenkupplung und ein Päckchen VA-Unterlagscheiben für die Motorbefestigung. Wieder zu Hause wird die Wellenkupplung gleich eingebaut.



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Die hab ich verkuppelt ;)





Zwischen Welle und Motorwelle war nur ein halber Millimeter Platz. Der Kupplung wegen passt das natürlich jetzt nicht mehr - die Welle schaut 9 Millimeter aus dem Stevenrohr raus. Eigentlich könnte man das so lassen, aber bei der nächsten Fahrt über eine Schildkröte, die es im Feuersee zu Hauf gibt, verbiegt es mir bestimmt die Welle. Deshalb ...



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Boah, ist der lang!





... nehme ich die PUK-Säge zur Hand und säge, ritzeratze, einen Zentimeter von der Welle ab. Das Ende schleife ich schön plan und entgrate es ordentlich.



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Doch, der Schraubstock hat sich gelohnt





Nachdem alles wieder reingeschraubt ist, sehe ich, daß der Spant, ursprünglich für die Schlauchkupplung konzipiert, nun den Befestigungsschrauben im Weg ist. Die fitzeligen Madenschrauben runterzufeilen ist mir zuviel Aufwand, so muss halt der Spant dran glauben!



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So nicht, mein Lieber





Hätte ich jetzt der Anleitung zufolge schon die ganzen Stützbalken und Brettchen für die RC-Anlage eingebaut, hätte ich schonmal die Madenschraubenfeile holen müssen. Ohne dem komme ich problemlos an den Spant heran. Ich markiere den Teil des Spants der weg muss, schnappe mir den Elektronikseitenschneider und zwicke ihn einfach weg.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/108_Spant_abzwicken.jpg

Weg da!





Zugegeben, sehr schön sieht das nicht aus, aber es erfüllt seinen Zweck und war binnen einer Minute erledigt. ;)



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Jetzt reichts mir





Nach dem nunmehr dritten Einbau der Welle und der neuen Wellenkupplung passt nun endlich alles. Die Welle lässt sich drehen und hat genügend Platz zum Spant hin. Da es aber bald zum Versiegeln des Unterbodens und der Seitenteile geht, baue ich alles gleich wieder aus. :mrgreen:



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/110_Spant_passt.jpg

Ich dreh durch!





Als letztes fehlt jetzt nur noch das Schleifen des Spiegels. Ich schleife erstmal grob mit 60'er Schleifpapier vor und den Rest mit dem Schleifbrettchen nach.



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Der Spiegel ist auf gleiche Höhe wie der Unterboden runtergeschliffen, doch was sehe ich da? Ein ca. 2 mm breiter Spalt klafft zwischen dem Spiegel und der Hinterkante des Unterbodens. Die ganze Anpasserei des Unterbodens war wohl doch keine so gute Idee. Obwohl ... hätte ich das nicht gemacht, hätte ich den Spalt jetzt über der Wasserlinie am Bug. Hier ist er zum Glück nicht gar so auffällig.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/112_Luecke_am_Spiegel.jpg

Oh, oh ...





Hm, der UHU-Hart ist durchsichtig, man würde also auch nach dem Verschließen damit noch sehen, daß eine Lücke zugemacht wurde. Außerdem wäre es Pfusch! Ist der Ponal Express eigentlich Wasserfest? Die Internetsuche nach dieser Information offenbart schreckliches - er ist nicht! Warum zum Henker legen diese Knallköppe einem Modellboot ...? Oh, verdammt! Es ist ja eigentlich ein Standmodell. Jetzt wirds lustig. Die Versiegelung des Rumpfes muss absolut wasserdicht sein, sonst löst sich der Kleber irgendwann auf. Ich muss mir also was richtig Gutes dafür einfallen lassen. Erstmal zurück zur Lücke. Als einziges hätte ich dann noch Leichtbauspachtel da. Schnell ein wenig angerührt und die Lücke zugespachtelt.



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Die Lücke wird zugemacht





Knapp eine Stunde darauf geht es weiter. Während ich so am Schleifen bin, kommt mir die Idee, daß ich den Spalt doch wie das Loch am Stevenrohr hätte zumachen können. Holzrest hab ich ja nun wahrlich genug da. Eine geistige Notiz machend beim nächsten Problem lieber ein wenig länger darüber nachzudenken schleife ich weiter, bis ich einen sauberen, runden Übergang zwischen Unterboden und Spiegel habe. :roll:



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Mal wieder schleifen





Jetzt endlich ist es soweit. Die Außenseite des Bootes kann mit der ersten Schicht Porenfüller versiegelt werden. Wie beim letzten Mal gehe ich dazu lieber auf den Balkon. Danach öffne ich alle Fenster in der Wohnung und lege das Modell in der Küche zum Trocken in Fensternähe ab. Als es mir zu kalt wird, schließe ich alle Fenster bis auf die in der Küche wieder.



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Erster Anstrich der Außenseite







Tag 11





Der erste Anstrich der Außenseite ist über Nacht getrocknet. Bevor ich den zweiten Anstrich vornehme, schleife ich das Modell mit 320'er Schleifpapier, bis es glatt ist wie ein Babypopo. Auch die noch vorhandenen Kleberreste an der Stoßkante vom Unterboden zu den Seitenteilen schleife ich so gut es geht weg.



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Glattschleifen





Nun kommt der zweite Anstrich. Das Modell kommt danach zum Trocknen in das Gästeklo, die Fenster in Küche und Esszimmer mache ich trotzdem auf - der Porenfüller ist schon ein wenig "geruchintensiv".



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Zweiter Anstrich der Außenseite





Das Modell wird aus so schönem Holz gemacht, und die Sitze sollen aus rot bemaltem Balsaholz bestehen? Das schreit geradezu nach einer Verbesserung. Ich suche ein paar Adressen von Geschäften in Stuttgart raus die Lederwaren führen und mache mich auf dem Weg dünnes Leder für stilechte Sitze zu besorgen. Außerdem suche ich nach einem Holzring für das Lenkrad. Vielleicht kann ich einen Gardinenring oder einen anderen Holzring aus der Bastelabteilung dazu verwenden. Mit etwas Glück finde ich sogar Leder, das dünn genug ist, um das Lenkrad damit zu überziehen. In der Zwischenzeit kann dann auch der Anstrich trocknen.



Das Glück ist mit den Doofen! Gleich im ersten Laden finde ich ein sehr schönes Kunstleder. Es ist nur einen Millimeter dick, hat eine schöne rote Farbe und ein schickes Ledermuster. Und preiswert war es noch dazu. Für einen 1 Meter mal 25cm großes Stück hab ich grad mal 2 Euro bezahlt. Einen Ersatz für das Lenkrad habe ich indes nicht gefunden. Die Lösung dieses Problems verschiebe ich deshalb auf später.



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Schönes (Kunst)Leder





Bevor ich mich aber zu früh freue, mache ich erstmal einen Klebetest. Dazu schneide ich eine kleine Ecke von dem Leder ab und zeichne ein 10x10mm großes Quadrat genau auf die Ecke. Das ist die Materialstärke der Sitzbank aus Balsaholz.



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Probestück





Mit einer Schere schneide ich diagonal von der Ecke bis in die Ecke des angezeichneten Ausschnittes.



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Ein einschneidendes Erlebnis





Nun falte ich das Leder so, daß die durch das Schneiden entstandenen Dreiecke genau übereinanderliegen. Ich hebe eine der Ecken an und gebe vorsichtig ein wenig UHU-Hart auf die Ecke. Schmiere ich nämlich zuviel rauf, quillt er mir raus und macht hässliche Flecken auf dem Leder.



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Nur gaaanz wenig Kleber





Mit einer selbsthaltenden Pinzette fixiere ich die Klebestelle. Während des Aushärtens schleife ich von der Sitzbank eine Ecke weg. Dort wird die Klebestelle später sitzen, ansonsten macht sie einen unübersehbaren und unansehnlichen "Buckel" auf dem Sitz.



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Fixierte Klebestelle und geschliffener Sitz





Die Klebestelle schneide ich nun mit der Schere bis auf einen Millimeter weg. Ein vorsichtiger Zugtest zeigt, daß die Klebung für eine unbelastete Stelle stabil genug ist. Außerdem wird das Leder ja später auf dem gesamten Balsaholz verklebt, sodaß keinerlei Beanspruchung zu erwarten ist.



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An in die Ecke, du überflüssige Ecke





Jetzt kommt der Moment der Wahrheit. Vorsichtig stülpe ich das Leder um und halte es probehalber an die spätere Sitzbank. Das Ergebnis überrascht mich ehrlich gesagt ein wenig, wenn auch positiv - es sieht nahezu perfekt aus.



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Klasse Ergebnis!







Tag 12





Eigentlich wollte ich als erstes den Rumpf mit Klarlack lackieren, aber es ist noch nicht mal 7:00 und noch dunkel auf dem Balkon. Bis es hell wird bereite ich schonmal alles vor, damit es später schneller geht. Ich nehme die noch fehlenden Teile, d.h. alles was zum Deck gehört. Die meisten Teile lassen sich ohne große Probleme rausdrücken. Die wenigen, bei denen das nicht geht, schneide ich mit einem Cutter aus, weil die Deckteile aus dünnem Holz ist. Den Cutter halte ich dabei so flach wie möglich, damit das Holz auch tatsächlich geschnitten wird und nicht durchgedrückt, was hässliche, ausgefranste Kanten gibt.



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Deckteile ausschneiden





Nun schleife ich alle Kanten. Dabei sollte man darauf achtgeben den Schleifklotz nicht quer zur Schleifkante zu führen, ...



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Suchbild





... sonst splittern die Kanten ab, was hinterher evt. zu erhöhter Nacharbeit führt. An dieser Stelle hatte ich Glück, das ist die Klebeseite des Teils.



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So nicht!





Nachdem alle Teile geschliffen und probehalber zusammengesetzt sind, fällt mir diese doch recht unschöne Lücke ins Auge. Das ist mal wieder ein Stanzfehler. Ich muss mal schauen, ob ich das richten kann, die Lücke ist nämlich relativ klein. :(



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Mut zur Lücke





Die beiden Einlegeteile für das Vorderdeck müssen in passende Ausschnitte gesteckt werden. Leider gehen sie nur mit viel Kraft rein und dann wölbt sich das Deck. Deshalb schleife ich vorsichtig was weg, damit sie leicht reingehen.



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Die sind zu breit





Viiel besser - jetzt gehen sie mit leichtem Druck rein. Direkt neben den Stoßkanten trage ich UHU-Hart auf.



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Kleber rauf





Dann kommt das Gewebeband auf den Kleber. Zum Aushärten beschwere ich das Ganze mit einigen Büchern. Damit es mir nicht den Tisch versaut, falls es den Kleber rausdrück, lege ich das Teil zwischen zwei Folien.



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Ankleben, ...



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... Folie drauf und mit Büchern beschweren





Jetzt sind die Ledersitze dran. Ich zeichne die Umrisse der beiden Balsaholzplatten auf die Rückseite des Leders.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/133_Leder_anzeichnen.jpg

Maße übertragen





Bevor ich die beiden Sitzteile zusammenklebe schleife ich noch eine Phase an die Rückenlehne. Sie nimmt später die Naht auf, die durch das Zusammenkleben der beiden Lederstücke entsteht.



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Hier wird die Naht versteckt





Mit der Schere schneide ich beide Lederteile aus.



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Lederstücke ausschneiden





Nach der oben bereits beschriebenen Methode klebe ich die vier Ecken. Da ich nur eine selbsthaltende Pinzette besitze, nehme ich mir dazu einfach vier Klammern aus dem Wäschekorb. In der gleichen Zeit klebe ich die beiden Balsaholzplättchen aufeinander.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/136_Naehte_kleben.jpg

Die Ecken werden geklebt





Aus dem Leder schneide ich ein Stück raus. An dieser Stelle sind die Balsaholzplättchen verklebt, sodaß das Leder dort nicht gebraucht wird. Die beiden Laschen decken die sonst offenliegenden Seiten zu.



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Leder und Sitz sind fertig geklebt





Auf die Sitzfläche kommt satt Kleber rauf. Ich drücke das Leder rauf und richte es anhand der Markierung auf der Rückseite aus. Sobald alles passt beschwere ich das Leder mit meinen Trimmgewichten und warte, bis der Kleber ausgehärtet ist.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/138_Kleber_auf_Sitzflaeche.jpg

Kleber satt rauf, ...



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... ausrichten ...



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/140_Sitzflaeche_beschweren.jpg

... und Gewichte drauf





Die Naht, wo die beiden Lederhälften verklebt sind, stopfe ich mit einer Pinzette in die Nut.



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Rein da!





Wie zuvor trage ich satt Kleber auf die Rückenlehne und auch auf deren Oberkante. Danach verfahre ich genauso mit der Vorderkante der Sitzfläche. Dabei muss ich vorsichtig die Klebenähte umstülpen. Dabei geht natürlich eine davon auf. Ich klebe sie schnell wieder zusammen.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/142_Oberkante_kleben.jpg

Fast fertig





Jetzt fehlen nur noch die Seiten. Wie gehabt: Kleber drauf, andrücken und beschweren. Nach den Aushärten ist die Bank fertig.



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Die letzte Etappe





Dadaaa, fertig. Naja, fast; die Ecke oben rechts ist wieder aufgegangen. Jetzt wird sie nicht mehr bewegt und ich kann sie nochmals mit Hilfe der Pinzette kleben. Es ist zwar noch Potential für Verbesserungen vorhanden (z.B. Polsterung), aber für den ersten Versuch sieht es schonmal ganz okai aus. :)



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Bitte setzen







Tag 13





Ich klebe die letzten Teile des Oberdecks auf, der "Fensterrahmen" und die verstärkte Spitze.



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Letzten Teile aufkleben





Die Trägerplatte wird geklebt. Sie ist eines der am Anfang gezeigten schiefen Teile und soll später die Motorraumabdeckung tragen. Damit sie sich beim Verkleben geradezieht hab ich sie mit jeder Menge Gewichten beschwert und dann erst die Seitenteile angeklebt.



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/146_Grundplatte_kleben.jpg

Motorraumabdeckungsträgerplatte kleben





Es ist mal wieder Zeit fürs Schleifen. Ich schleife den Rumpf, wieder mit 600'er Schleifpapier. Nicht, daß der Staub auf den frisch gestrichenen Decksteilen landet. ;)



http://www.intergalacticnetwork.de/modellbau/bilder/Classic/147_Schleifen.jpg

Mal wieder schleifen ...





In der Zwischenzeit hatte der Kleber Gelegenheit auszuhärten. Nach der Säuberung des Arbeitsplatzes streiche ich die Decksteile mit der ersten Lage Porenfüller. Dabei verzieht sich die hintere Rumpfabdeckung, die ja nur aus dünnem Holz besteht, leider etwas nach oben. Hoffentlich bricht mir das Material nicht beim Aufkleben. :|



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... und Porenfüller auftragen





Nach dem Aushärten nehme ich die ganzen Gewichte von der Trägerplatte. Leider ist sie immer noch schief. Es hilft nichts, eine neue Platte muss her. Beim nächsten Besuch im Modellbauladen bring ich eine mit.



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Ohje, so gehts nicht





Nach gründlicher Überlegung und einer kurzen Diskussion im Forum entschließe ich mich nun doch die Sitzbank auf klassische Weise zusammenzubauen, d.h. sie bekommt eine Polsterung und die Nähte werden genäht und nicht geklebt. Zuvor mache ich aber eine Testnaht an einem Reststück. Also Material besorgt und los geht es. Nadel, Faden und Einfädelhilfe "leihe" ich mir aus dem Nähkästchen der Dame des Hauses - zum Glück ist sie noch im Urlaub. :mrgreen:



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Testnaht





Die Stiche setze ich im Abstand von einem Millimeter, damit nicht so große Löcher klaffen, wenn man ein wenig an der Naht zieht. Dann stülpe ich das ganz um. Hmmm, dafür, daß ich seit knapp 20 Jahren nicht mehr genäht habe, nämlich im Handarbeitskurs in der Realschule, schaut es noch ganz passabel aus. Test bestanden, also wird genäht! :)



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Kann man lassen







Tag 14



Einem Tipp aus dem Forum folgend suche ich nach einem Geschäft für Puppenhäuser. Die haben nämlich äußerst kleine Messingnägel, gerade mal 0,7mm dick und 4mm lang, genau das Richtige für mich. In Schorndorf, das ca. eine halbe Stunde mit dem Auto von Stuttgart entfernt ist, werde ich fündig. Dort ist, nach eigenem bekunden, eines der größten Geschäfte für Puppenhausartikel in ganz Deutschland. Dann mal ab ins Auto und rübergefahren. Das Geschäft ist in der Tat groß. Über zwei Stockwerke und einen Gewölbekeller erstreckt sich die ausgestellte Ware. Und trotzdem ist es der guten Frau zu eng! :shock:

Ich führe eine Stunde lang ein anregendes Gespräch über Sitzbänke, meine spätere Mannschaft (Ein eleganter Herr im Stil der 60'er Jahre plus eine weibliche Begleitung) und den Modellbau im Allgemeinen. Leider haben sie gerade keine Messingnägel da, aber die nette Frau bestellt sie mir und gibt mir außerdem noch Polstermaterial mit. :that:



Auf dem Rückweg zum Auto beschaue ich mir das Polstermaterial genauer. Leider ist es zu dünn, ich müsste sehr viele Lagen davon benutzen und dann wird es zu steif. Ich fahre noch schnell auf einen Besuch in den Modellbauladen. Ich besorge eine Balsaholzplatte mit 3mm Dicke für die Sitzbank, 5mm dicke Schaumstoffplatte als Polster, wasserfesten Holzleim und seidenmatten Klarlack. Jetzt gehts los! (Erst hinterher fällt mir auf, dasß ich das Material für eine neue Trägerplatte vergessen habe :( )



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Nach dem Einkauf





Bevor ich mit der Sitzbank anfange schleife ich noch schnell die Oberdeckteile und trage die zweite Schicht Porenfüller auf, sodaß, nach dem letzten Schliff, der Rumpf an sich fertig ist zum Lackieren.



Ich schneide die beiden Rückseiten der Sitzbank mit einem Cutter von der Balsaholzplatte runter und klebe sie mit dem (neuen) Holzleim aneinander. Damit sie nicht wieder voneinander abbrechen, immerhin ist die Konstruktion nicht die stabilste, klebe ich noch eine Leiste von einem Reststück genau an die Stoßkante, um dem Sitz etwas mehr Stabilität zu verleihen.



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Sitzbank nackt





Nun zur Polsterung. Mit der Sitzbank als Schablone schneide ich auch den Schaumstoff mit dem Cutter. Dabei schneide ich zuerst alle Teile gleichgroß. Danach lege ich sie auf die Sitzbank und schneide die überstehenden Kanten sauber mit einer Schere weg.



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Die zugeschnittene Polsterung





Auf das Leder zeichne ich sowohl die Näh-, als auch die Schnittkanten auf. Dann schneide ich es mit einem Lineal und dem Cutter aus, damit ich schön gerade Kanten habe.



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Das Leder ist zugeschnitten





Das Vernähen der vier umzustülpenden Ecken geht relativ flott vonstatten. Die lange Naht über die ganze Breite, wo die Sitzfläche in die Rücklehne übergeht, ist schon kniffliger. Zum einen muss ich aufpassen, daß die Teile jederzeit richtig aufeinanderliegen, damit die Naht nicht schief wird, zum anderen müssen die Stiche möglichst gleichmäßig sein, damit es ordentlich aussieht.



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Vernähen der Lederteile





Stuuunden später, ich hab zwischendurch Pause gemacht, ist das Leder fertig genäht.



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Das Leder ist fertig





Ich hab zwar die Messingnägel noch nicht, aber um aber mal einen Eindruck von der Sitzbank zu bekommen, habe ich sie mal mit Stecknadeln provisorisch zusammengebaut. Im direkten Vergleich zur alten Bank bleibt nur eines anzumerken: WOW!

Die für Sitzgelegenheiten typische Wölbung ergibt sich wie von selber. Und die Nähte sehen auch einiges besser aus, als wären sie geklebt.



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Die neue Sitzbank ...



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... und zum Vergleich die alte nochmal







Tag 15





Heute sind meine Messingnägel endlich gekommen. Auf dem Rückweg geht es, wie üblich :D , nochmal schnell in den Modellbauladen. Ich besorge das beim letzten Mal vergessene Holz für die neue Trägerplatte, Verdünnung zum Reinigen der Pinsel und Stecker für den Anschluss des Motors an den Drehzahlsteller. Außerdem steht eine neue Netzwerkkarte auf der Einkaufsliste, nachdem meine alte den Geist aufgegeben hat und ich zwei Tage lang nicht ins Internet konnte. :|



Alle mit Porenfüller behandelten Teile schleife ich mit 600'er Schleifpapier. Dabei bricht mir dummerweise das Amaturenbrett in 3 Teile.



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3-teiliges Amaturenbrett :(





Gottlob sind noch genügend Reststücke des Materials vorhanden. Ich zeichne das Amaturenbrett auf eines davon und schneide es mit Hilfe des Cutter mit einem leichten Überstand aus. Danach schleife ich mit Schleifpapier bis zu den angezeichneten Linie runter. Die Löcher mache ich später rein, wenn überhaupt. Die Instrumente sind nämlich einfach nur auf einem Stück Papier und würden hinter die Löcher geklebt, was aber vermutlich nicht so doll ausschaut.



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Neues Amaturenbrett aufzeichnen ...



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... ausschneiden ...



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... und schleifen.





Bevor ich die Bank fertigmache, lackiere ich noch schnell den Rumpf mit 2 Schichten seidenmattem Klarlack.



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Lackieren des Rumpfes





Das sind die kleinsten Messingnägel, die ich finden konnte. 4mm lang und 0,7mm im Durchmesser. Im Vergleich dazu die Pinzette, mit der ich die Nägel plaziere.



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Kleine Nägel





Ich zeichne die Positionen der Nägel auf den Seiten der Sitzbank an, als Zielhilfe sozusagen, damit sie später möglichst genau sitzen.



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Anzeichnen der Positionen





Mit einer Stecknadel "bohre" ich die Löcher ein wenig vor, damit die Nägel nicht evt. schräg ins Holz reinkommen und irgendwo rausschauen. Außerdem halten sie dann schlecht.



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Löcher vorbohren





Mit der Pinzette stecke ich nun die Nägel in die Löcher. Die angezeichneten Positionen und vorgebohrten Löcher sind eine gute Hilfe, weil sich die Nägel dadurch (fast) von selbst an die richtige Position ziehen.



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Das Leder wird festgenagelt





Alle Nägel sind drin. Hier sieht man schön den Effekt der Polsterung. Das Ergebnis ist noch immer nicht perfekt, aber es sieht um Längen besser als die erste Version der Sitzbank aus. :)



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Da möchte man doch gleich platznehmen





Nochmal zum Vergleich - die alte und die neue Sitzbank.



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Neu neben Alt







Tag 16





Den Rumpf habe ich, trotzdem er laut Anleitung nach 30 Minuten durchgetrocknet ist, vorsichtshalber über Nacht stehenlassen. Der Stapellauf steht kurz bevor. Natürlich muss das Stevenrohr noch abgedichtet, d.h. mit Wellenfett gefüllt werden.



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Stevenrohr abdichten





Der große Moment ist gekommen. Der Stapellauf findet, im Gegensatz zur Carina, dieses Mal in der Badewanne statt, da das Modell komplett aus Holz ist und in den Rumpf durch die Klebefugen Wasser eindringen könnte.



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Stapellauf





Ich beschwere den Rumpf mit 1,5kg Trimmgewichten, damit alle Fugen unter Wasser liegen. Ich warte 10 Minuten und ... nichts passiert! Der Rumpf und das Stevenrohr halten dicht, der Stapellauf ist perfekt verlaufen.



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Alles dicht?







Tag 17





Die Unterseite der beiden Bretter, die die RC-Anlagen aufnehmen, bestreiche ich mit Porenfüller. Gleiches mache ich mit den den unteren Leisten. Auf diese kommt der Akku und das Cockpit. Die Stellen, an denen die Teile mit dem Rumpf verklebt werden, spare ich dabei aus, damit der Holzleim ins Holz ziehen kann und die Klebestelle möglichst stabil wird.



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Porenfüller auftragen





Nach dem Trocknen klebe ich die unteren Leisten und die RC-Bretter ein.



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Untere Leisten ...



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... und Bretter für RC-Anlagen einkleben





Die oberen Auflageleisten für das vordere Deck bestehen aus zwei Teilen, die aufeinandergeklebt werden müssen.



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Obere Auflagen zusammenkleben





Zuletzt klebe ich alle oberen Auflageeisten ein. Die seitlichen Leisten fügen sich aufgrund der großen Krümmung nicht selber in die Nuten ein, weswegen ich mit Gewichten und Klammern "ein wenig" nachhelfen muss.



Da ich auch jetzt noch die Unterseite aller oberen Leisten erreichen kann, trage ich den Porenfüller nach dem Trocknen des Holzleimes auf, damit ein geschlossene Oberfläche entsteht.



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Obere Leisten einkleben



Nach dem Aushärten werden alle neu eingeklebten Teile bis auf die Oberseite mit Porenfüller gestrichen. Den Porenfüller lasse ich üner Nacht trocknen.





Tag 18





Das neue Amaturenbrett wird eingeklebt. Hier nehme ich wieder Klammern zuhilfe, damit es nicht während des Aushärtens des Klebers runterrutscht und hübsch da bleibt, wo es hingehört.



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Amaturenbrett einkleben





Die beiden Teile des Oberdecks klebe ich mit Malerkrepp zusammen und lege es auf das Boot. Den hinteren Teil des Oberdecks fixiere ich.



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Oberdeck fixieren





Den vorderen Teil des Oberdecks klappe ich um und gebe satt Kleber auf alle tragenden Teile. Dieses Mal habe ich einen feuchten Lappen zur Hand, um allen überquellenden Kleber gleich abzuwischen, sodaß keine hässlichen Flecken auf dem Modell zurückbleiben, die man anschließend in mühsamer Arbeit wieder wegschleifen muss. ;)



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Kleber ohne Ende





Ich klappe das vordere Oberdeck wieder herunter, wische überquellenden Kleber ab und fixiere es mit Malerkrepp. Vorm festkleben des hinteren Oberdecks lasse ich den Kleber aushärten, damit mir ja nichts verrutscht.



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Aushärten abwarten





Nachdem das vordere Oberdeck fest ist, verfahre ich auf gleiche Weise mit dem hinteren Oberdeck. Wieder warte ich darauf, daß der Kleber ausgehärtet ist.







Tag 19





Der nächste Tag offenbart, daß das Oberdeck teilweise ein wenig Übermaß hat. Das Schleifen ist zwar nicht meine liebste Arbeit, aber immerhin sind die Teile nicht zu klein! Und max. einen Millimeter wegzuschleifen ist ja nicht sooo schlimm.



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Das muss noch weg





Schleifklotz und 320'er Schleifpapier geschnappt und drauflosgeschliffen. Nachdem der Überstand weg ist schleife ich den kompletten Rumpf nochmals mit 600'er Schleifpapier, um ihm danach eine letzte Lackierung zu verpassen.



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Schleifen, schleifen, schleifen, ...





Alle Böden, Seitenteile und Kanten sind glatt geschliffen und saubergemacht. Nun kommt die letzte Lackierung für das gesamte Boot. Der Rumpf hat nun 6 Schichten und das Oberdeck 2 Schichten Klarlack drauf - das sollte dann wohl reichen. :)



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... und Lackieren







Tag 20



Nun ist die Fahrerkabine dran. Die Bankstütze wird auf das Brett geklebt.



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Stütze draufkleben





Die Scheibe pause ich sicherheitshalber auf Folie ab, falls beim Kleben ein Malheur passiert. ;)



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Sicherheitskopie





Dann klebe ich die Scheibe mit UHU Hart fest. Außer, daß mir ein wenig Kleber überquillt, trotzdem ich sehr vorsichtig dosiert habe, passiert aber nichts. Die Scheibe bleibt klar.



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Scheibe reinkleben





Die Haken, mit denen das Modell am Steg befestigt wird und die Fenderhalter kommen aufs Oberdeck. Da die genauen Position im Bauplan nicht angegeben sind, mache ich es "PI mal Auge", wie man so schön sagt.



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Dings festkleben





Die Stütze ist fest, nun kommt die Sitzbank dran ... bzw. drauf. :D



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Die Sitzbank ist dran





Auf den oberen Rand der Scheibe klebe ich den vorgesehenen Streifen an.



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Aufkleber anbringen





Nun ist das Innenleben dran, das das Boot, ihm wahrsten Sinne des Worten, erst zum "Leben" bringt. Als Erstes baue ich den Motor wieder ein, diesmal natürlich mit U-Scheiben.



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Motor einsetzen





Darauf folgt die Welle. Da das Stevenrohr komplett mit Wellenfett gefüllt ist, quillt es natürlich am hinteren Ende heraus. Deshalb benutze ich ein Stück der (nicht benötigten) Folie und fange es damit auf, damit es nicht den ganzen Innenraum versaut.



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Der Fettfänger von Stuttgart





Motor und Welle alleine reichen nicht das Boot zu bewegen. Deshalb kommt noch die RC-Anlage ins Boot. Die Teile befestige ich mit einer Art Klettstreifen, sodaß alle Teile bei Bedarf in Sekundenschnell wieder entfernt werden können, trotzdem aber fest genug sitzen, daß auch ein hastiges Manöver nicht alles durcheinanderpurzeln lässt.



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RC-Anlage einbauen





Das Boot ist nun, von der Abdeckung des Motorraus und dem Lenkrad abgesehen, soweit fertig. Diese beiden Teile kommen ein wenig später, da das nachgekaufte Brett für die Abdeckung auch eine Wölbung hat und ich erst mit Wasser(dampf) und sanfter Gewalt ein gerades Brett machen muss, bevor ist die Abdeckung fertigmachen kann. Das Lenkrad hat sich außerdem jedem Versuch es mit Leder zu überziehen, beharrlich wiedersetzt. Die Akkus haben auch eine Macke weg, weswegen ich die geplanten Bilder der ersten Freifahrt leider nicht heute machen kann. Aus diesem Grund gibt es an dieser Stelle "nur" Bilder vom derzeitigen Bauzustand:



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Frontal ...



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... Seitenansicht ...



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... und aus der Vogelperspektive