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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Beata


commodore
16.01.2007, 23:07
Ich bin mir gerade untreu geworden und habe mich in eine Motoryacht verguckt. :oops:

Als ich eben über die Graupnerseite schlitterte, guckte ich auf die Beata (die ich nie schön fand) und stellte fest, dass sie toll ist. Als ich da gelesen habe, dass sie von einer schwedischen Werft gebaut wurde, habe ich danach gesucht und nix gefunden. Aber den Designer habe ich gefunden: ocke mannerfelt design (http://www.ocke.se)

Ich habe mal die Hauptmaße durchgerechnet und festgestellt, dass Länge mit 12,8, Breite mit 12,1 und Masse mit 13,3 skaliert sind. Graupner gibt für den Kahn den Maßstab mit ca. 1/13 an.

Ich hatte auch den subjektiven Eindruck, dass das seitliche Kajütfenster am Original etwas kürzer ist, als am Modell.

Hat sich schonmal jemand näher mit der Beata beschäftigt und weiß, wie originalgetreu sie ist und wo ggf. welche Abweichungen sind?

Frank Andrees
17.01.2007, 07:14
Hallo Commodore,

wenn Du einen Fachmann für Yachten suchst, fällt mir nur der Name Bert Ebel ein. Die Kontaktadresse findest Du auf http://www.ig-yachtmodellbau.de/ .

Er veröffentlicht immer Berichte über Yachten in der Schiffsmodell.

Ansonsten gab es mal einen Baubericht. Ich glaube in der Modellwerft.

Vielleicht stehen da auch noch Infos zum Original drin. Ich suche heute abend mal.

Mit freundlichen Grüßen

Frank

JL
17.01.2007, 21:47
Hallo,

Kalvari, Jürgen: Sportmotoryacht 'Beata' von Graupner; ModellWerft, 2006 (6) 10 - 13

commodore
17.01.2007, 23:14
Den Modellwerftartikel habe ich gefunden, kann man sogar online auf der Seite des vth lesen. Prima Service!

Soweit schonmal Danke.

bleiente
18.01.2007, 11:37
Ich hab die Beata mal fahren sehen.

Ein grosses Scaleboot muss nicht unbedingt langsam sein!

Hanjo´s Beata (http://www.rc-altesland.de/beata.wmv)

Hartmut Wlodarczyk
18.01.2007, 11:51
Tolles Teil!

Ich dachte gerade was denn so passiert, wenn die Kurve zu eng wird und da war es passiert. Gut, dass das Boot bereit war.

Na denn rettet man schön.

Gruß

Hartmut

commodore
18.01.2007, 12:14
Wenn's Scale sein soll, ist die Geschwindigkeit ja irgendwie vorgegeben.

Sollte das, was auf den Fotos im Modellwerftartikel zu sehen ist, die Höchstgeschwindigkeit nach Graupnerscher Auslegung sein, ist sie zu langsam. Aber die (ansonsten schöne) Beata von Hanjo weckt bei mir mehr die Assoziation "Rumgezappel".

Außerdem finde ich ein Boot, für das ich ein Rettungsboot mitnehmen muss, um es wieder einzusammeln, weil es sich auf den Rücken gelegt hat oder gar nur noch auf dem Notauftrieb schwimmt, auch nur mäßig praktisch. :dontknow:

bleiente
18.01.2007, 13:04
Es war der zweite Probelauf. Da an dem See ausschliesslich Rennboote gefahren werden, mit teilweise über 100Km/h, ist das Rettungsboot immer vor Ort!

Ob es sinnvoll ist, eine Beata auf über 70 Km/h zu bringen, überlasse ich dem Besitzer, Der weiss schon wass er macht!

Es war ein spassiger Test, der durchaus auf einem SAW Rennen enden könnte!

Hansen-Bengel
18.01.2007, 13:32
Die Beata von Hanjo ist allerdings verboten schnell. :wink:

Gebaut hat sie ja dieser gute Mann hier: http://www.promocean-models.de/

den würde ich einfach mal ansprechen, ist ja auch in diversen Foren unterwegs...

Hanjo
22.01.2007, 12:19
Nun ja, der Rumpf hat halt einige individuelle Fehler. Graupner hat ihn vom Original einfach im Maßstab verkleinert. Leider verändert das Wasser seine Eigenschaften nicht maßstäblich. Die zu niedrigen Stufen und der falsche Stufenwinkel der ersten Stufe bewirken, daß sich der Rumpf bei Maßstabsgeschwindigkeiten festsaugt, statt leicht zu laufen.

Das Ergebnis selbst bei humaner Abstimmung wird ein 700er gegrillt.

Deswegen hat Ernst (Promocean) das Boot auch verkauft. Es war halt

selbst mit dem von ihm eingesetzten Graupner 600 Inline Brushless höchsten eine Konkurrenz für Hafenschlepper und kam nicht ins gleiten.

Will man trotzdem mit Geschwindigkeiten um ca 35 km/h das Boot mit humanem Strom bewegen, muß die 1. Stufe aufgefüttert werden. Dies kannman mit zwei kleinen Dreiecken machen und dann verspachteln. Hier ein Beispiel von einem anderen Boot, welches ich gebaut habe. Den Winkel erhöht man, indem man an der Stufenkante die Dreiecke zusätzlich unterfüttert.

http://www.rc-altesland.de/images/16100009.jpg

Ich wollte halt mal versuchen, ab wann der Rumpf óhne Modifikation mit niedriger Stromaufnahme läuft. Dies ist bei ca 50 km/h der Fall. Mit dieser Abstimmung läuft es auch recht sicher. Für die Abstimmung im Video ist der Rumpf nicht wirklich geeignet. Er ist zu weich und läßt sich halt nicht abdichten. Aber es hat dennoch Spaß gemacht das 1 m lange Boot mit nur 12 Zellen mal auf über 75 km/h zu bringen.

Das Boot wird (natürlich ohne die Krawallabstimmung) verkauft. Bei Interesse bitte melden.

Hier noch Details:

http://www.rc-altesland.de/gozilla1.htm

Beste Grüße Hanjo

commodore
26.01.2007, 14:44
Also kann man sagen, dass man den Rumpf ohne Modifikation nur mit viel zu hoher Geschwindigkeit zum Gleiten bekommt?

Andererseits allerdings ein modifizierter Rumpf bei 35 km/h gleiten kann, was dann auch noch so kontrollierbar wäre, dass man mit diese Geschwindigkeit mit diesem Boot fahren kann?

Nun gut, etwas an den Rumpf anflicken kann man ja durchaus machen.

Es bleibt allerdings die Frage, wie vorbildgetreu die Oberseite ist. Werde ich dann wohl mal bei den Yachtmodellbauern fremdfragen...

Hanjo
27.01.2007, 12:27
Jein,

zum gleiten bekommt man sie ist halt nur die Frage des Energieaufwandes. Du mußt das folgendermaßen sehen: In Verdrängerfahrt ist ja die Energieaufnahme ja selbst für eine Kiste Flens extrem gering. Da gilt als max Geschwindigkeit die Formel Wurzel aus Rumpflänge x 4,5 in km/h. Im Falle der Beata also tatsächlich 4,5 km/h.

Bis zum 5 fachen ist ohne Frage die Rumpfform eines sogenannten Economy Gleiters am Effektivsten. Also qausi ein schräg im Wasser liegendes Brett. Je stärker du den Rumpf mit einem V versiehst, desto mehr Energie brauchst du. Das flache Brett leitet halt einfach alles nach hinten weiter. Das gesamt Wasser wird nicht aufgeschnitten sondern steht für hydrodynamischen Auftrieb zur Verfügung.



Nun beginnen leider andere Effekte. Das Wasser entfaltet mit zunehmender Geschwindigkeit eine Klebewirkung (Reibung). Bleibst du jetzt beim Konzept voller Rumpfboden im Wasser und getauchter Prop steigt die aufgewendete Energie im Kubik der Geschwindigkeit, zumindest aber im Quadrat.



Also mußt du nun mit einem völlig anderen Rumpf und Antriebskonzept arbeiten. Entweder du sorgst dafür, daß ein ungestufter Rumpf "auf der letzten Rille" läuft, oder du hast halt Stufen. Beides soll die Kontaktfläche zum Wasser reduzieren. Wenn dir dies nun nicht gelingt, erzeugst du nicht nur extreme Verwirbelungen hinter den Stufen, sondern auch Bereiche mit Unterdruck. Der gestufte Rumpf beginnt als das Boot festzufsaugen.



Das heißt, die Stufengeometrie eines Rumpf bezieht sich immer euf eine Geschwindigkeit. Je niedriger die Geschwindigkeit, desto höher müssen die Stufen sein und desto mehr Anstellung müssen sie haben.



Nach meinen 'Tests läuft das Boot frühestens ab 40 km/h halbwegs trocken. Und dies ist mit einem 700er schwer zu packen.



Andersrum ausgedrückt. Wäre es ein ungestufter Rumpf, würde er bei

35 km/h völlig unproblematisch sein. Das Boot würde bei geeigneter Trimmung zu 2/3 freikommen und sicherer laufen wie ein Hafenschlepper.



Wenn du den Test in Schiffsmodell vor Augen hast: Da hieß es unter den Bilder "ein spritziges Vergnügen". Hinten machte der Hydroprop zwar einen großen Roostertail (also Vollgas) aber das Boot war auf allen Bilder in Verdrängerfahrt.



Also es bedarf etwas Tuning um es mit vernünftiger Stromaufnahme zum Fahren zu bringen.



Geposted nach 14 Minuten 48 Sekunden:



Die Fahrsicherheit und die Ruhe eines Rumpfes hat mit der Geschwindigkeit nur bedingt zu tun. Hier mal ein Video meiner Wild Thing

bei Tempo 120 km/h. Ist zwar ein Cat, hat aber die gleiche Länge wie die Beata und ist auch gestuft.

Aber da die Stufen da nur noch 1/3 so hoch wie bei der Beata sind verschiebt sich der optimale Bereich halt noch weiter nach oben, es sei denn du trimmst den Bug frei und dann droht jede Sekunde ein Flip.



Die Wild Thing hat in 3 Jahren noch nie einen Überschlag oder eine kritische Situation gehabt.



http://www.rc-altesland.de/Sequenz01.wmv

Zatzi
28.01.2007, 12:42
Mir stellt sich mittlerweile die Frage, ob es diese Yacht sein soll, oder ein Boot mit dem man über's Wasser heizen will - wahrscheinlich beides...



Wie es aussieht, rückt zweiteres jedoch immer mehr in den Vordergrund. Aber selbst mit der Modifizierung des Rumpfes wirst Du immer noch einen schlechteren "Mono" haben, als wenn Du Dir einen entsprechenden Rumpf besorgst und diesen als Rennboot aufbaust.

Eine Yacht bleibt nun mal eine Yacht und sollte nicht unbedingt schneller fahren als vorgesehen.





@Hanjo

Was hast Du in dem Cat für ein Setup?

Hanjo
28.01.2007, 13:00
Bei dem Video war es:

2 x HP 2230-A2 SP4 (Plettenberg) Ist eine Spezialanfertigung den 2 Winder gibt es normal nicht marinisiert sondern nur als Maximum.

2 x Schulze 18-149. Je 12 Zellen 3300 P&M jeweils an 42,5er Andy Brown Props.

Letzte Saison bin ich sie mit 2 x 13 Zellen gefahren und im März geht sie dann mit 2 x 4S 4800er Lipos an den Start.

Also Lastdrehzahl irgendwo bei 45.000 U/Min. Durchschnittsstrom je Motor etwa 70 A.

commodore
28.01.2007, 15:43
Mir stellt sich mittlerweile die Frage, ob es diese Yacht sein soll, oder ein Boot mit dem man über's Wasser heizen will - wahrscheinlich beides...

Falls diese Frage an mich ging: Ich will wenn aussschließlich diese Yacht, weil ich sie ganz hübsch finde. Und zu dieser Yacht würde ein vorbildähnliches Fahrbild gehören, was die Graupnersche Auslegung nun mal einfach nicht hergibt.

An Heizen an sich hab' ich nicht so Interesse.

Hansen-Bengel
28.01.2007, 19:59
Dies soll jetzt keine Werbung sein!

Falls du dich nun entschlossen hast, die Yacht zu kaufen, bei der Hobby-Lobby läuft sie gerade als Sonderposten:

klick hier (http://www.hobby-lobby-modellbau.com/onlineshop/product_info.php?info=p1103_2024---WP-SPORTYACHT-BEATA---Beschlag---Beleuchtung--.html)