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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Baubeginn der Fregatte HMS JUNO


Jagsailor
06.12.2006, 15:24
Hallo Leute,

Ich habe lange nichts von mir hören lassen.

Aber nun habe ich mit dem Bau der "JUNO" begonnen.

Erste Bilder vom Spantengerüst sind eingestellt.

http://www.uwegruendel.de/Bauberichte/Rumpfbau/Spantenaufbaub.jpg

Weitere Bilder auf meiner HP:

http://www.uwegruendel.de/Bauberichte/Rumpfbau/Rumpfbau.html

Moderation von commodore
Auf Wunsch des Verfassers in Bauberichte verschoben.

Kon-Tiki
08.12.2006, 23:49
Aloah Jagsailor

Als Neuling, kaum 2 Std in diesem Forum angemeldet, bin ich bei Deinem Artikel gelandet. Habe auch Deine HP besucht.

Nun möchte ich hier einmal Fragen: ist es für den Modellbauer vorteilhafter einen Rumpf "Kopfüber" zu bauen, statt auf Kiel? Wenn ich die Bilder anschaue muss ich die saubere Arbeit loben und erhalte eigentlich auch schon die Antwort.

Aber: ich habe stets auf Kiel gebaut und die Spanten gerichtet und abgestützt. Es wurden so von mir gebaut (Stets ab Plan und Holz). Verschiedene Motor- und Segelboote als Standmodelle. Momentan liegt FS ATAIR im M 1:50 auf der Helge,

Hast Du Erfahrung mit "meiner" und Deiner Bauwweise? Und welche findest Du besser? :?:

Viel Erfolg wünsche ich auf jedenfall

Kon-Tiki.

Deede
09.12.2006, 02:39
Hallo @Kon Tiki (übrigens auch ein interessantes Objekt)

Es macht keinen Sinn nicht Kiel oben zu bauen. Wie machst du die Spanten an der Helling fest, du mußt immer einen Bereich frei lassen und kannst dort nicht Beplanken. Oder, wie kommst du zum Beplanken an den Kielbereich?

Kon-Tiki
09.12.2006, 17:13
Hallo Deede.

Eben, Deine Frage von wegen Beplanken ist der eigentliche Grund meiner Frage.

Nun ich verwende als Helling die Längsträger (500 und 250 mm Lg.) des Maschinen-Systems Unimat. Darauf lassen sich die Spt. mittels Winkel ausrichten und befestigen.

Geplankt habe ich stets vom Spantkopf abwärts. Bei historischen meist etwa 5 Gänge.

Bei der ATAIR mit fast senkrechten Bordwänden waren es bis zu 20 mm breite Aussenhautteile. Danach habe ich den Rumpf jeweils gedreht und die Spt - Köpfe mit den Längsprofilen verbunden. Aber eben: es ist ein Aufwand den ich "abschaffen" möchte. Deshalb meine Frage.

Apropos Kon-Tiki. Das Modell habe ich im M 1:40 aus Balsa gebaut. Wie das Original wurde auch das Modell nur gebunden. Für die Hütte die 4 einzigen Leimtupfer verwendet. Würde gerne ein Bild mitsenden. Kann man sowas im Bericht einbinden ohne dass es auf einen Server geladen werden muss? Binn halt Forum-Anfänger.

Danke für Deine Antwort.

Kon-Tiki.

Jagsailor
10.12.2006, 15:04
Hallo Kon Tiki,

um Deine 1. Frage zu beantworten:

ich habe meine hist. Rümpfe bisher immer überkopf gebaut --> man muss im Spantenriss nur bei allen Einzelspanten eine gedachte, gemeinsame Grundlinie im oberen Teil einzeichnen und diese dann wie im Bild gezeigt kopfüber auf der Bauunterlage befestigen. Zwischen den einzelnen Spanten kommen dann zum Anfang (wie bei mir ) Versteifungsteile eingeklebt. Du musst dann immer nur auch überkopf Denken. 8)

Beispielbild ------> folgt

Und zu Deiner anderen Frage ---> Deine Methode habe ich mal ganz am Anfang "versucht". Bin aber GANZ schnell wieder davon abgekommen. Ansonsten ist das reine Geschmackssache.

Kon-Tiki
10.12.2006, 15:59
Hallo Jagsailor.

Danke für die Antwort. Da ich nun zwei gleiche Meinungen von Dir und Deede erhalten habe steht der Entschluss fest. Der nächste Rumpf wird "Kopfüber" gebaut. Euere Praxis kannte ich nur vom lesen in der Fachliteratur (Modellwerft, J. Eichardt "Rumpfbaupraxis". Wollte einfach einmal die Meinung der "Handwerker vor Ort" wissen.

Weiterhin viel Erfolg bei der JUNO wünscht

Kon-Tiki.

Jagsailor
10.12.2006, 19:16
Hallo Kon-Tiki,

hier nun noch ein Beispielbild eines Kopfüberspant mit Gemeinsamer Grundebene für alle spanten.

http://www.uwegruendel.de/Webbilder/Spant3.jpg

Die untere rote Linie ist das normale Ende des Spant.

Kon-Tiki
10.12.2006, 21:37
Aloah Jagsailor

Jetzt ist auch die letzte Schuppe von meinen Augen gefallen! Alles klar. DANKE.

Eine Frage habe ich allerdings noch:

Wie bringt man so ein Bild in den Artikel? Muss man das tatsächlich auf einen Server laden oder kann man das als "Schreiberling" im Bericht einbinden wie z.B. in einem Worddokument das auch noch Bildmaterial beinhaltet?

Leider habe ich nur Anwenderkenntnisse auf CAD und den bekannten Microsoft - Pgm.

In Sachen Internet bin ich ein Greenhorn, blutiger Anfänger... Genug!

Vielleicht kannst Du mir einen Tipp geben.

Danke zum Voraus

Kon-Tiki.

Deede
10.12.2006, 23:16
Vielleicht kannst Du mir einen Tipp geben.

kuck mal hier (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?t=30535)

Kon-Tiki
10.12.2006, 23:29
Danke!!

Werde das nächste Woche ausprobieren mit der Kon-Tiki.

Gruss

Kon-Tiki.

Jagsailor
16.12.2006, 00:15
Hallo Leute,

Habe mal wieder ein bischen am Modell gebastelt.

Und den Heckbereich der JUNO im Gerüstrohbau fertig, dieser ist mit Verstärkungen für die Beplankung versehen.

http://www.uwegruendel.de/Webbilder/HeckbereichB.jpg

Auf der Rumpfbauseite kann man sich das grössere Bild reinziehen.

http://www.uwegruendel.de/Bauberichte/Rumpfbau/Rumpfbau.html

Gruß Jagsailor

Kon-Tiki
16.12.2006, 00:21
Hallo Jagsailor

Sieht ja Supper aus im kleinen wie im grossen Bild! Sehe es nun endgültig ein. KIELOBEN ist die Bauweise.

Weiterhin viel Erfolg :that: wünscht

Kon-Tiki.

Deede
16.12.2006, 12:14
die Juno hatte aber original eine Dreiblattschraube :wink:

Jagsailor
16.12.2006, 22:54
Danke Deede, :idea:

Ist aber soooo gewollt ----------> :P

Sorry soll auch nur ein Flautenschieber werden. :oops:

Upps -------> und vergessen abzumachen. :lovl:

Seebär Harry
16.12.2006, 23:53
Sorry soll auch nur ein Flautenschieber werden. :oops:Wenn die nur als Flautenschieber dient, wie währe es dann mit einer Klapschraube?

Allerdings hat sie den Nachteil, das du auf Rückwärtsfahrt verzichten mußt.

Jagsailor
18.12.2006, 14:08
Hallo Seebär Harry,

Klappschraube währe ja OK, nur für diese Größe gibt es keine Klappschrauben :matrose: ----> fertiges Modellgewicht ca. 18-20 KG.

Modelllänge von Steven zu Steven ca. 1,40 m und Breite ca. 0,38 m.

Da würde sich der Motor totackern. :D

Hatte auch schon mal die Überlegung, was mit nem Jetantrieb umzusetzen. Aber da reicht meine Kielbreite nicht aus.

Der Schlitz würde zu gering sein für den Ausstoß.

Seebär Harry
18.12.2006, 14:19
Moin Jagsailor,

kam nur auf die Idee, da die Schraube ja auch Wiederstand erzeugt

und beim Segeln Kraft kostet.

Aber mit Jetantrieb? Fliegender Holländer? :wink:

Jagsailor
18.12.2006, 14:51
Aber mit Jetantrieb? Fliegender Holländer?

Nee nee nee.

Die Anlehnung meiner Überlegung für diesen Antrieb habe ich bei "Peter Schuster" bei der "mini-sail e.V." gefunden ----> http://www.igminisail.de/ unter ---> Modellbau ---> Baupraxis ---> Brigantine "A S K J A".

Er hat aber einen viel breiteren Kiel als ich ---> ca. 10-12 mm und meiner ist nur max. 6 mm dick, minus der Wandstärke würde ich nur auf eine Schlitzbreite von 3-4 mm kommen. Und das ist definitiv zu wenig (gerechnet am kleinsten erhältlichen Jetantrieb).

http://www.igminisail.de/mb/mb-03-17/mb-0317t2-b15k.jpg

Quelle: http://www.igminisail.de/



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Wellen-Brecher
21.12.2006, 13:07
Es macht keinen Sinn nicht Kiel oben zu bauen...das möchte ich so nicht stehen lassen.

Entgegen der weitläufigen Meinung, und ich höre schon wieder die Stimmen die gleich aufschreien (im Übrigen ich habe auch den Schmöker von J.E.), möchte ich die Art u. Weise wie ich an den Rumpf gehe von der Rumpfform sowie des zu verwendeten Materials bzw. der Materialstärke abhängig machen. Bei einem Mittelkiel von 16mm und einer Spantstärke von 8mm baue ich zB. den Rumpf meiner Hamburg Kiel unten auf. Zum einen habe ich durch die Stringer die in den Stärken 8x10 u. 10x10 verbaut werden eine hervorragende Stabilität im Gerüst, und zum anderen erspare ich mir dabei zusätzliche lästige Sägearbeiten die beim anpassen der gedachten Linie beim aussägen der Spanten anfallen. Das beplanken erfolgt dann bis zur Kwl, anschließend wird der Rumpf an zwei Montage Winkeln auf die Helling gesetzt und zu Ende beplankt. Also bitte nicht unbedingt die eine Lösung in den Himmel loben :wink: .

Zatzi
21.12.2006, 17:18
Es geht nicht darum, diese Überkopf-Bauweise als das Nonplusultra anzusehen.

Wie Du schon sagst, hängt das natürlich von dem jeweiligem Rumpf ab. Bei einem einfachen Knickspanter kann man sich die Arbeit sicherlich sparen. Auf der anderen Seite ist jedoch der Vorteil der Überkopf-Bauweise der, dass man den gesamten Rumpf mit einmal fertig stellen kann. Angefangen vom Zusammenbau des Spantengerüstes, über das Beplanken, das abschließende Schleifen/Spachteln und vielleicht sogar Lackieren. Schließlich sagst Du ja selbst - Das beplanken erfolgt dann bis zur Kwl, anschließend wird der Rumpf an zwei Montage Winkeln auf die Helling gesetzt und zu Ende beplankt.

Natürlich ist der Aufwand über Kopf entsprechend größer, wie z.B. das anfängliche Verlängern und spätere bearbeiten der Spanten. Auch der Gesamtaufwand an zusätzlichem Material.

Ich bin selbst gerade dran einen Rumpf zu bauen. Das Teil ist knapp 1,70m lang und über eine halben Meter breit. Der Aufwand insbesondere für die Helling und Befestigung ist schon erheblich. Mit der von Dir angesprochenen Stabilität hat es eigentlich weniger zu tun. Meine Spanten sind 12mm stark und der Kiel an der dicksten stelle sogar über 30mm.

Trotz allem finde ich es aber gut, auch mal einen anderen Weg als "üblich" zu gehen.

Didi
21.12.2006, 18:30
Tja, und dann gibt es noch die ganz Verrückten, die einen Rumpf ohne Helling bauen.

Siehe Baubericht (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?t=28255).