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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : welchen Rumpf wählen?


baboprofi
16.11.2006, 00:57
Hallo,

ich suche einen Rumpf mit folgenden Eigenschaften:

* Länge Wasserlinie ca. 1,10 - 1,20 m

* sehr niedriger Fahrwiderstand (=> Tanker oder Containerschiff?)

Es sollte den Rumpf als GFK-Modell oder Baukasten zu kaufen geben. Hat jemand einen Tipp?

Gruß baboprofi

Ghost_75
16.11.2006, 01:03
Du kannst z.B. mal Hier (www.steinhagen-modelltechnik.de/index.htm) Schauen.

Gruß Ghost :sonar: :sonar:

dolphin
16.11.2006, 08:05
Wenn dir 80 cm gesamtlänge reichen. dann Würde ich dir den Rumpf der Queen Mary 2 von Revel Empfehlen. Die Mary 2 zählt zu den schnellsten Passagierschiffen der Welt.

Wellen-Brecher
16.11.2006, 08:47
Moin baboprofi

...erstmal ein "herzliches Willkommen" von mir :!:

Hat jemand einen Tipp? ...einen :?: Wo soll ich anfangen...

Versuchs mal hier (http://www.graupner.de/156.0.html) und da (http://de.robbe-online.net/rims_de.storefront/455c0960002f577b271b3e0dc14605c7/UserTemplate/1/?ISID=455c0960002f577b271b3e0dc14605c7) und dort (http://www.modellbau-sievers.de/) usw. Gute u. günstige Rümpfe bekommst Du auch noch hier! (http://users.skynet.be/florisjan/index.html). Die Auswahl bzw. das Angebot ist wirklich riesig :wink: .

Zatzi
16.11.2006, 21:23
Moin baboprofi!

Willkommen an Bord!

Warum wählst Du Dein Modell nach der Rumpfform aus und nicht nach dem Schiffstyp?

Wie bereits erwähnt, gibt es schnittige Rümpfe in der zivilen Schiffahrt jedoch auch bei der grauen Flotte. Beide Schiffstypen sind jedoch grundverschieden. Schließlich besteht ein Schiff nicht nur aus dem Rumpf.

Was würde Dir also besser gefallen? Oder geht's um die Geschwindigkeit?





Jens

Ike
17.11.2006, 06:56
Ungenaue Fragen ergeben ungenaue Antworten!

Trotzdem herzlich Wilkommen,

und hier ist eine Adresse für Tiefgezogene Rümpfe...

http://www.g-schmidt.com

Habe ich persönlich aber noch nicht in der Hand gehabt!

baboprofi
18.11.2006, 20:53
@alle: vielen Dank für Eure Tipps. Ein paar der Seiten kannte ich schon, aber Schmidt-Modellbau kannte ich noch nicht und bin da fündig geworden -> Calabar, Wodan und Titan Scan sind in der engeren Wahl.

@Wellen-Brecher: vielen Dank für die vielen Links und die freundliche Begrüßung. Was mir aufgefallen ist: der Belgier (www.scheepsmodelbouw.be) nimmt kurioserweise von 29.10. bis 31.3. keine Bestellungen entgegen. Das ist doch die Hochsaison fürs Basteln...

Zu meiner Motivation: ich baue ein System zur See-Tiefen-Messung. D.h. in das Boot kommt ein GPS und ein Echolot rein (daher der gerade Unterboden). Das Boot wird dann per Autopilot den See systematisch abfahren und dabei die Tiefe messen. Damit kann ich mir dann eine Seekarte mit Tiefenlinien erstellen (bevor einer fragt: bin Taucher).

Tanker oder Containerschiff deshalb, weil das Boot 3 Stunden ohne Akkuwechsel fahren soll, und da benötige ich einen Rumpf mit sehr geringem Widerstand.

So, jetzt gehts an die Auslegung des Antriebs. Werde mich mal im Antriebsforum umhören.

Gruß baboprofi

Zatzi
18.11.2006, 21:07
Interessante Sache!

Für die Auslegung des Antriebs kannst Du uns auch konsultieren...

Ike
18.11.2006, 22:25
Schön das wir helfen konnten.

3 Stunden Fahrzeit ist überhaupt kein Problem, bei 3 Tagen wirds kritisch! :D

Die sorgen wegen der Fahrzeit kommen noch aus dem letzten Jarhundert, da gabs noch keine so schöne Motoren und vor allen Dingen nicht so eine große Akkuauswahl. :)

baboprofi
20.11.2006, 00:42
@Zatzi:

Hallo Jens,

das Angebot, bei der Auslegung des Antriebs zu helfen, nehme ich gerne an. Hier die von mir angestrebten Daten, Modell ist die "Calabar" von Schmidt-Modellbau:

* Rumpflänge 1253 mm

* Rumpfbreite 185 mm

* Tiefgang 59 mm (oder mehr??)

* Gewicht aller Einbauten: ca. 12 kg (Akkus + FS + Motoren + Elektronik)

* Reisegeschwindigkeit 4.5 km/h (1.25 m/s)

* 1 Motor (oder ist es sinnvoller und technisch machbar, in die "Calabar" 2 Motoren einzubauen?)

* Schraubendurchmesser: so groß wie möglich (ich weiß aber nicht, was bei der "Calabar" reinpaßt)

* Fahrzeit: 3 Stunden

* der Antrieb sollte schwingungsarm laufen und kein Magnetfeld erzeugen, um Echolot und die Sensorik (u.a. elektr. Kompaß) nicht zu stören

* Motor und Regler sollten bei og. Betrieb thermisch dauerfest sein

Meine Fragen dazu:

* welcher Motor ist zu empfehlen?

* welche Schraube ist zu empfehlen?

* welchen Akku könnte ich nehmen?

Interessant wäre auch noch folgendes:

* gibt es Daten zu dem Motor? (Nennspannung, Anschlußwiderstand, Leerlaufdrehzahl, Leerlaufstrom, Anhaltemoment, Steigung der n-M-Kennlinie etc.)

* Welche Vortriebskraft erzeugt die Schraube bei og. Betrieb und welches Drehmoment benötigt sie? Gibt es vielleicht ein Diagramm "Drehmoment und Schubkraft in Abh.ängigkeit von der Drehzahl im Stand und bei Fahrt"?

* gibt es Anhaltswerte, welchen Schleppwiderstand ein Modell dieser Größe in Abh. von der Fahrgeschw. erzeugt?

Sorry, das sind eine Menge Fragen. Bin für jede Info dankbar.

Rainer

commodore
20.11.2006, 00:53
Ich habe mal eben überschlagen, dass das Schiff bei dem angegebenen Tiefgang für 12 kg einen Blockkoeffizienten von 0,88 haben müsste, den es aber sicher nicht hat. Der angegebene Tiefgang dürfte das auf dem Foto rot angemalte Unterwasserschiff komplett eintauchen lassen und es ist gut zu sehen, dass da nicht mehr viel Platz bleibt. Eine Möglichkeit, tiefer eintauchen zu lassen, wäre, wenn der Rumpf im Auslieferungszustand Seitenwände hätte, die bis bspw. Höhe der Schanzkleider hochgezogen sind. Allerdings stellt sich dann das Problem, dass die hydrodynamischen Eigenschaften ziemlich im Eimer sind, wenn das Schiff zu weit eintaucht.

Ich würde daher zunächst nach einem Rumpf suchen, der auch wirklich ausreichende Tragfähigkeit besitzt.

baboprofi
20.11.2006, 01:27
@Commodore: das leuchtet mir ein. Dann wäre z.B. die "Wotan" (im Katalog von Fa. Schmidt auf S. 13) sicher eine bessere Wahl:

* Rumpflänge 1220 mm

* Breite 210 mm

* Tiefgang 80 mm

führt bei 14 kg (2 kg Rumpf + 12 kg Zuladung) zu einem Blockkoeff. von 0.68 -> ist das realistisch?

Rainer

odlanir
20.11.2006, 15:39
Hallo,



Zu meiner Motivation: ich baue ein System zur See-Tiefen-Messung. D.h. in das Boot kommt ein GPS und ein Echolot rein (daher der gerade Unterboden). Das Boot wird dann per Autopilot den See systematisch abfahren und dabei die Tiefe messen. Damit kann ich mir dann eine Seekarte mit Tiefenlinien erstellen (bevor einer fragt: bin Taucher).



bei diesem Anwendungsfall könnte man auch über einen Katamaran nachdenken, da stabiler im Wasser.

Die Möglichkeiten, Ausrüstung zuzuladen sind nach meiner Ansicht günstiger, man kommt besser an die Sachen ran.

Ebenso kann der Antrieb von der Sensorik weggerückt werden.

Grüße

odlanir

commodore
20.11.2006, 19:18
Ja, 0,68 sind für ein Frachtschiff durchaus realistisch.

Vielleicht kannst Du ja vor dem Bestellen einfach nachfragen, wieviel Verdrängung das Schiff oder Modell hat.

Zusätzliche Stabilität bedeutet, dass die Beschleunigungen bei Bewegungen im Seegang größer werden. Daher wäre für ein ruhiger liegendes Fahrzeug weniger Stabilität nötig. Genau so funktioniert auch das SWATH-Prinzip, hatten wir hier ja auch schon mal.

baboprofi
20.11.2006, 20:14
@odlanir: über einen Katamaran habe ich auch schon mal nachgedacht, habe das aber wegen des eingeschränkten Platzangebots in den typischerweise eher schlanken Kat-Rümpfen verworfen. Zudem sind dann 2 Motoren erforderlich und die müssen gut synchropnisiert werden. Auch sind z.T. lange Kabel erforderlich => störanfällig.

@commodore: ein Swath-Konzept erscheint mir eher ungeeignet, weil es ja eine recht geringe Wankdämpfung aufweist.

Ich favorisiere einen Trimaran: mittig den Rumpf der Wodan, und außen je einen sehr schmalen langen Auftriebskörper.

Wer hat denn Tipps zur Auslegung von Motor und Schraube (s.o.)? Oder soll ich das besser im Antriebsforum installieren?

Rainer

genius
20.11.2006, 21:19
Was mir für eine globale Betrachtungsweise für die Rumpfwahl noch abgeht ist die Toleranz des Meßsystems bezüglich Rollen (seitwärts Neigung) und Stampfen (Bug rauf/runter). Wie weit ist Denn Dein Öffnungswinkel des Echolots? Kann die Software das ausgleichen? Welche Winkel wären erlaubt? Gibt es Wellen auf den Gewässern die Du scannen willst?

Ich bin jetzt nicht so richtig gut informiert, aber ist es nicht so, daß ein Schleppsonar deshalb so gern eingesetzt wird, weil es eben dadurch Roll und Nickfrei Scannen kann und so perfekte Bilder liefert?

genius

dolphin
20.11.2006, 21:33
Oder wie wäre es mit einem U-Boot ohne richtige tauchfunktion?

sonder das es so fähr. das nur der turm aus dem wasser schaut?

Sobald die U-Boot fast ganz abgetaucht sind ich der Wasserwiedertand sehr gering und Wellen machen so gut wie garnichts mehr.

baboprofi
24.11.2006, 18:24
@genius: die Toleranz des Echolot-Sensor ist natürlich ein Thema. Ich werde wie gesagt einen Trimaran einsetzen, um das Wanken zu minimieren. Und nur bei ruhiger See messen.

@dolphin: ein U-Boot, auch ein nicht getauchtes, kommt nicht in Betracht, weil ich auf Deck Sensorik montiere, u.a. GPS-Sensor und Kompaß-Sensor. Die möchte ich möglichst vor Wasser schützen.

meckisteam
24.11.2006, 19:25
Hm, wäre nicht diese Geschichte gerade der richtige Einsatz für einen Rumpf mit X-Bow Bug ? Schließlich soll der ja gerade ruhiger durch Wellen hindurch gehen ...

Mir schwebt da sowas vor wie vorne rum X-Bow und hintenrum Frachter. Extra passend für diesen Einsatz konstruiert.

:keineIdee:

VG, Holger

Jens Thode
24.11.2006, 21:09
Hallo,

kann es sein, das da einige sich von der Technik, die das Boot tragen soll blenden lassen?

Ich denka mal, das da ein ganz normales Modell, wie z. B. meine RANZOW (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?t=27823&highlight=ranzow) ausreicht. Ein "Forschungsmodellschiff" soll doch so einfach wie möglich aufgebaut sein, eine gute Zuladung haben und sehr wendig sein. Ich würde für so einen Zweck auf jeden Fall die Sache mit dem Trimaran verwerfen, alleine schon wegen der drei zu bauenden Rümpfe, vom Transport mal ganz Abgesehen.

Bis zu welchem Seegang fahren wir denn mit unseren Modellen? Wenn es nicht gerade um die Flensburger Hochseeregatta für Modelle geht, ist doch bei Wellenhöhen von mehr als 4- 5 cm Schluss und die wird meine RANZOW wohl ohne Großartiges Wanken oder Rollen bewältigen.