Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eisbrechen
Katamaran
03.10.2006, 13:00
Hallo Leute,
Ich habe eine ?Happy Hunter? und möchte mit ihr bei Gelegenheit auch über einen leicht zugefrorenen See fahren. Da aber der Rumpf nur 1 mm dick ist (ABS), habe ich Bedenken, ob er dünnes Eis brechen kann.
:???:
Deshalb meine Frage:
Kann man den Rumpf (vor allem den Bug) verstärken und wenn ja wie?
Gruß Katamaran
Hansen-Bengel
03.10.2006, 13:25
Die gleiche Idee hatten wir vor einigen Jahren auch, ebenfalls mit der HappyHunter...
Wir haben einfach 0.8mm Messingblech Aussen auf den Rumpf geklebt, hat Prima funktioniert!
Allerdings reicht die Kraft und das Gewicht der Modelle kaum, um Eis, welches dicker als etwa 5mm ist, zu brechen.
Hallo Katamaran
ich würde Dir das Buch "Eisbrecher im Original und Modell" von Klaus Buldt empfehlen. Es ist gibt sehr viel Aufschluss über die Technik der Eisbrecher und deren Umsetzung ins Modell.
Ich persönlich würde die Happy Hunter nicht zum Eisbrechen "missbrauchen". Zum Einen ist das Material des Rumpfes und vorallem aber die Form des Buges nur sehr bedingt geeignet zum Eisbrechen. Eisbruch funktioniert in der Regel so, dass sich das Schiff aufgrund der speziellen Bugform aufs Eis schiebt und dann durch sein Eigengewicht zerdrückt.
Bei Deinem Vorhaben sind die physikalischen Gesetze dabei im Massstab 1:1, Deine Happy Hunter aber 1:50!
Trotz allem würde ich das Buch von Klaus Buldt lesen. Es ist sehr interessant.
Gruss
Lukas
Seebär Harry
03.10.2006, 15:15
Ist leider lange her und nicht wiedergekommen, da gab es mal einen Bericht im TV.
Der Eisbrecher hatte nicht nur sein Eigengewicht eingesetzt, sondern,
zusätzlich ein Gewicht im Bug, das mittels Schwungscheibe den Pott zu
einer Auf und Abbewegung zwang.
Durch die Zusätzliche Belastung konnte er sehr Dickes Eis brechen.
Katamaran
03.10.2006, 19:39
Hallo,
vielen Dank für die schnellen Antworten. Ich will die Happy Hunter nicht gleich zum Eisbrecher umbauen, sondern sie am Rumpf nur so verstärken, dass sie bei Gelegenheit auch durch dünnes (1-3 mm) Eis fahren kann. :that:
Ein Frage noch an Hansen-Bengel:
Mit welchem Klebstoff hast du das Messingblech befestigt?
Liebe Grüße
Katamaran
:matrose:
Hansen-Bengel
03.10.2006, 22:10
Wir hatten damals einen sog. Kraft-Kontaktkleber genommen, den Namen weiß ich nicht mehr, ist schon zu lange her. :oops:
Aber ich denke, anhand der großen Klebefläche sollte das mit jedem Kunststoff- oder Kontaktkleber gehen.
jochen82
14.04.2008, 19:53
Als ich ca. 12-13 Jahre alt war, habe ich mein RC Boot durch dünnes Eis über den See gejagt.
Das Boot 60cm lang und ca 5KG schwer hat sich erstaunlicherweise gut geschlagen. Weder der Lack wurde beschädigt noch ist das Boot umgekippt. Und mit dem Feuerwehrboot von Graupner ging es damals auch ohne Probleme.
Ob ich mich das heute noch trauen würde?
stephan pingel
15.04.2008, 16:10
Hallo Katamaran,
Ich will die Happy Hunter nicht gleich zum Eisbrecher umbauen, sondern sie am Rumpf nur so verstärken, dass sie bei Gelegenheit auch durch dünnes (1-3 mm) Eis fahren kann.
Der Rumpf wird Dir wahrscheinlich die wenigsten Probleme machen, da ABS recht stabil ist.
Ein wichtigerer Punkt ist der Antrieb.
Propeller aus Kunststoff / Metall ? ,Propeller richtig mit der Welle verbunden ?
Welle und Lager kräftig genug ?, Kraftübertragung Motor / Welle ? evtl. Kreuzgelenk aus kunststoff ?
Auch nur "dünnes Eis" ist eine gewaltige Belastung für den Antrieb.
Und wenn das schwächste Glied einer Kette versagt, ist es keine Freude bei Wasser und Lufttemperaturen um den
Gefrierpunkt Rettungsaktionen zu starten :mrgreen: , Obwohl für die Zuschauer ist es ein Heidenspass :bäh:
Das Buch "Eisbrecher im Original und Modell" von Klaus Buldt ist wirklich nur zu empfehlen, denn diese Thema macht spass wenn man einmal angefangen hat.
jochen82
30.04.2008, 20:16
Ich war letzte Woche bei meinem Kumpel, der mit mir damals über das Eis gedonnert ist - bei ihm sieht man dass anhand fehlendem Lack am Bug
;)
Bernhardt
29.08.2008, 02:16
Jaaa, das Eisbrechen, ne tolle Sache....
Letzten Winter hab ich mich auch rangewagt. Mit meinem Uboot gings super! Einfach unters Eis tauchen und dann umgekehrt mit Auftrieb das Eis hochbrechen. Sieht auf jeden Fall klasse aus.
Mit der S-100 von Revell wurde es dann etwas schwieriger. Die ist dann bis auf Schiffsschraube und Ruder (die waren dann in der Luft -.-) schön auf der Scholle getrieben...
Fazit so weit schonmal:
-Uboote taugen wenn stabil super.
-kleine Halb-/Gleiter sollten lieber drumrumfahren.
ich bin letztes Jahr mit meiner Jordsand ( leicht umgebaute robbe-Neptun )
im Eis gefahren, ohne jegliche Vorbereitung, da ich halt im Winter gefahren bin
und einmal Eis da war. Macht riesigen Spaß!!!!! Danach bin ich gleich nochmal am nächsten Tag gefahren. Da das Schiff ja nur ca. 2.5 kg wiegt habe das einfach über die Motorleistung ausgeglichen. Der Rumpf wurde dabei nicht bseschädigt, nur die Schraube würde ich sehr, sehr gut befestigen, mir ist sie einmal abhanden gekommen, meinem Bruder auch. Also viel Spaß,
Cheesey
Moin, ich habe Letzte Woche auch mit meiner Hermann Helms Eisgebrochen, ging wirklich super, ich habe auch keine Schäden am Lack oder Rumpf.
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