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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was tun gegen Aufbaschneide?


Harry
01.10.2006, 22:02
Moin zusammen,

ich fräse gerade Relingstützen aus 0.4mm Messing aus, Werkzeug ist ein 0.5mm Hartmetallfräser. Nachdem mir nun schon wieder einer abgebrochen ist, habe ich die Vermutung, dass sich eine Aufbauschneide bildet. Jedenfalls macht er kurz vor dem Bruch nicht mehr richtig Späne. Ich habe jetzt ein Schmiermittel im Einsatz, das scheint zu helfen.

Was sagen solche Fachleute wie Didi dazu?

Viele Grüße

Harry

Design-HSB
01.10.2006, 22:56
Hallo Harry,

wirklich gut lasst sich z.B. CU ZN 39 PB 2 von Herrmann / Nürnberg fräsen.

Alternativ känntest Du solch dünne Relingstützen auch gut ätzen oder ätzen lassen.

Didi
02.10.2006, 01:40
Was sagen solche Fachleute wie Didi dazu?Danke für die hohe Meinung. :oops:

Aber zu deiner Vermutung, gemäß deinen Aussagen kann ich da nicht widersprechen. So kleine Fräser sind nun mal wesentlich anfälliger für Störungen jeglicher Art, und eine Aufbauschneide ist eine der schlimmsten. Da musst du wirklich sehr gut schmieren um den Effekt zu verzögern. Bei größeren Fräsern (und Drehstählen) gehe ich zwischendurch schon mal hin und kratze die Spanräume und Schneiden frei. Aber bei einem 0,5mm-Fräser................

Allerdings möchte ich mich auch Design anschliessen und bei so kleinen Teilen, von denen du sicher nicht nur 20 Stk brauchst doch mal das Ätzen zu überlegen.

Aber ich nehme mal an du hast so was wie eine Step-Four oder eine ähnliche Kopierfräse. Denn sonst wärst du wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen Relingstützen zu fräsen. Denn ich würde sie , wenn schon nicht geätzt , dann drehen. :wink:

..............auch gut ätzen oder ätzen lassen.Was ist denn der Unterschied zwischen ätzen und ätzen? :fies: :wink:

Harry
02.10.2006, 08:44
Fertige Ätzteile in 1:75 habe ich keine gefunden und ich wollte schnell zum Erfolg. Beim nächsten Modell werden solche Teile von Beginn an als Ätzteile vorgesehen.



Wobei, das Fräsen (Proxxon Kreuztisch mit Handantrieb) geht sonst schon ganz gut. Wie Didi allerdings Flachprofil auf der Drehbank herstellen will, ist mir ein Rätsel :P Oder ging es Dir nur um die Bohrungen für die Durchzüge (Bohrer in Reitstock, Relingstütze in das Dreibackenfutter...nun aber wech, sonst gibt's Haue....:wink:



Egal, Didi, vielen Dank für die Antwort, jetzt bin ich etwas schlauer.



Viele Grüße

Harry

Design-HSB
02.10.2006, 09:55
..............auch gut ätzen oder ätzen lassen.Was ist denn der Unterschied zwischen ätzen und ätzen? :fies: :wink:

Ganz einfach selbst ätzen oder sich an eine hilfreiche Hand wenden und von der ätzen lassen. Ich z.B. lasse Teile aus dünnem Blech <= 0,5 mm bei einer Firma ätzen. Bleche dicker wie 0,5 mm fräse ich auf meiner CNC Maschine.

Der Unterschied liegt also im selbst machen oder machen lassen. :that:

Harry
02.10.2006, 10:00
Bei welcher Firma? Und kann die .dwg Dateien lesen?

Vom selbstätzen habe ich genug, das tue ich mir nicht mehr an.

Viele Grüße

Harry

Design-HSB
02.10.2006, 13:11
Wer wie Harry interesse daran hat, sollte mir einfach eine Mail senden, dann bekommt er die Adresse von mir gesendet, wo ich meine Teile wie z.B. die Gitterboxen, Fischkisten usw. habe ätzen lassen.

Die Firma kann alle gänigen elektronischen Datenformate verarbeiten.

Didi
02.10.2006, 13:27
Vom selbstätzen habe ich genug, das tue ich mir nicht mehr an.Wieso? Bin nämlich zur Zeit am überlegen das anzufangen.

Wie Didi allerdings Flachprofil auf der Drehbank herstellen will, ist mir ein Rätsel Da ging ich allerdings von runden Relingstützen aus........................ :ohno:

Wenn sie flach sein müssen kannste das Drehen natürlich vergessen. :wink:

Viele nehmen einfach nur Flache weil es die schon fertig als Ätzteile gibt oder sie einfacher aus Blech zu fertigen sind als diese zu drehen.

Bohrungen für die Durchzüge Die würde ich auch auf der Fräse/dem Bohrständer machen, auch bei runden Stützen.

sollte mir einfach eine Mail senden, dann bekommt er die Adresse von mir gesendetDarfst du die Adresse hier nicht veröffentlichen?

Und wie sind da ca. die Preise?

Harry
02.10.2006, 13:32
Ich habe früher viele viele Elektronikplatinen geätzt. Das Problem: eine wirklich schwarze Ätzvorlage zu bekommen. Ohne die war es immer ein Balanceakt zwischen zu wenig und zu stark entwickelt.

Also lasse ich mir lieber einen Film herstellen und bei der Gelegenheit auch gleich ätzen.

Viele Grüße

Harry

PS: Ich weiß wohl, dass Du runde Stützen meintest, aber solch eine Vorlage konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen :wink:

Didi
02.10.2006, 13:39
:Beule:

:wink:

Geposted nach 3 Minuten 53 Sekunden:

Und man könnte sie ja trotzdem drehen und dann flachklopfen............. :P

:undweg:

Harry
02.10.2006, 13:45
Habe ich versucht: eine Nut in massiven Stahl gefräst und dann Messingdraht eingelegt. Anschliessend wurde er mit Hilfe einer hydraulischen Presse flachgedrückt. Aber die Ergebnisse waren zu schlecht reproduzierbar, da fräse ich lieber.

Ach ja, Didi: Messingdraht bekommst Du, indem Du 10mm Rundmaterial auf ca. 0.8mm abdrehst.....hihi

Viele Grüße

Harry

Didi
02.10.2006, 13:52
Ääääh, mal ne Grundsätzliche Frage, wie groß sollen die Stützen eigentlich werden?

Harry
02.10.2006, 13:58
13,5 x 0,9 x 0,4 (Maßstab 1:75, so um die 35 Stück für die Rüstersiel) warum fragst Du?

Didi
02.10.2006, 14:06
13,5 x 0,9 x 0,4 ................warum fragst Du?Die kann man doch auch aus Flachmaterial 1x0,5mm herstellen. Das ziehst du vorsichtig und gleichmäßig über Schmirgelleinen und schon haste deine 0,9x0,4mm. Dann nur noch ablängen.........

Harry
02.10.2006, 14:12
Stimmt. Hab nur keines....im Augenblick ist das Fräsen die einfachste Alternative.

Didi
02.10.2006, 14:17
im Augenblick ist das Fräsen die einfachste Alternative.Na ja, und bei 35 Stück ja auch nicht tragisch.

Musste halt nur ein bisschen aufpassen dass dir die Fräser nicht ausgehen.... :pfeif:

JL
03.10.2006, 11:45
...Das Problem: eine wirklich schwarze Ätzvorlage zu bekommen. Ohne die war es immer ein Balanceakt zwischen zu wenig und zu stark entwickelt...

Hallo Harry,

zu dem Problem kann ich Dir Dry-Peel empfehlen. Das ist so eine Art Belichtungsfolie (Details s. hier http://www.elite-pcb.com/Bungard/english1/p-chem.htm. Damit habe ich schon aus schlechten Vorlagen (direkt aus Zeitschrift, fürs Dry-Peel kein Problem) einwandfreie Vorlagen fürs Ätzen gemacht. Und das Beste daran: "Entwickelt" wird die Folie, indem man beide Hälften voneinander trennt, d.h. man bekommt sowohl eine negativ als auch eine positive Vorlage fürs spätere Ätzen. Da die eine Folienhälfte recht dünn ist, habe ich einfach Klarsichtfolie zur Verstärkung aufgeklebt; beim Belichten stört diese nicht weiter.

Wellen-Brecher
03.10.2006, 20:43
Moin @All

OffTopic:könnt Ihr zu dem Thema "Ätzen" Buchmaterial empfehlen :?:

Harry
03.10.2006, 21:41
Moin JL,

vielen Dank für Deinen Tip. Ausprobieren werde ich ihn allerdings nicht, ich habe einfach keine Lust mehr zum Ätzen.

Viele Grüße

Harry

Deede
03.10.2006, 22:14
@Harry

bei einem Fräserdurchmesser von 0,5 scheitert es meistens an der notwendigen Drehzahl. Eine Aufbauschneide ist bei Messing eher nicht das Problem. Ich tippe mal grob auf 10000 Umdrehungen pro Minute. Außerdem vibriert ev. dein Blech noch zu stark. Verwende lieber Druckluft, zum permanenten Ausblasen, als ein Kühlschmiermittel.

Wellen-Brecher
04.10.2006, 11:29
Moin @All

OffTopic:Das mit dem Buch-Tipp hat sich, danke :wink: .