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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Robbe lader 6 und bleiakkus


Börny
26.09.2006, 15:30
Hallo zusammen,

der Bau meiner Pollux neigt sich dem Ende zu, d.h. es werden schon mal die Akkus geladen. :D

So nun will ich meinen 6V 1,3Ah Akku vom C. laden.

Mein Lader 6 von Robbe hat 6 Anschlüße:

2 mal 60mA

2 mal 150mA

1 mal 180mA

1mal 500mA

bei letztem steht in der Anleitung, dass man da seine Bleiakkus laden soll.

Aber mit der Regel mit 1/10 C bräuchte mein Akku ja 130mA für 14h

Da sind doch die 500mA viel zu viel?! :dontknow:

Also wohin jetzt mit meinem Akku?

Danke

Börny

stephan pingel
26.09.2006, 16:14
Hallo Börny,

entweder du schaltest die 2x 60 zu 120 zusammen, und lädst etwas

länger, oder du nimmst den 150 Augang und verminderst die Ladezeit

mach ich bei mir auch so, wenn etwas nicht passt

Gruß stephan

JL
26.09.2006, 16:46
...bei letztem steht in der Anleitung, dass man da seine Bleiakkus laden soll...Aber mit der Regel mit 1/10 C bräuchte mein Akku ja 130mA für 14h.Da sind doch die 500mA viel zu viel?! :dontknow: ...

Definitiv richtig; ich nehme an, dass die Aussage aus der Bedienungsanleitung sich auf Bleiakkus mit mehr Ah bezieht. Wenn du den Akku mit 1/10 der Nennkapazität oder weniger lädst, kann nicht viel schief gehen. Da in der Regel der Akku nicht komplett entladen ist, würde ich eher etwas weniger Strom nehmen und bei den ca. 14 Stunden bleiben.

Das Beste wäre natürlich, wenn Du Dir für den Bleiakku eine Ladegerät besorgst, das eine konstante Spannung liefert; dann kann der Akku (richtige Spannung selbstverständlich vorausgesetzt) ohne Zeitbegrenzung am Ladegerät bleiben. Falls Du über elektronisch-bastlerisches Geschick verfügst, täte es eine einfache Spannungsstabilisierungsschaltung an einem Steckernetzteil.

hugo
26.09.2006, 21:57
Erstmal kann ich mich der Aussage von JL nur anschließen.

Der Tip mit dem Ladegerät ist spätestens dann interessant wenn man vergisst den Akku nach Ablauf der Ladezeit vom Gerät zu nehmen. Wenn die Sicherheitsventile öffnen entweicht Wasserstoff. Kann eine explosive Sache werden. Ausserdem verliert der Akku dadurch stark an Kapazität und die Lebensdauer sinkt rapide.

Ladeschaltungen mit einstellbarer Ladeschlußspannung und Strombegrenzung für Bleiakkus kann man als Bausatz bekommen. Hat sich bei meinem Akkustaubsauger bewährt. Ich muß keinen neuen Akku mehr kaufen wenn ich ihn im Ladegerät vergessen habe.

@JL

Du hast Recht. In der Anleitung ist als Beispielakku ein 2V/10Ah-Akku mit einer Ladezeit von 20 Stunden angegeben.

@Stephan

Zum Zusammenschalten der Ausgänge: Voll und ganz richtig. Aber: Bei meinem alten Robbe-Lader stand zwar 150 mA drauf aber die hat er nicht geliefert. An den 150mA-Ausgängen war nur ein Strom von 100mA zu messen. Um auf Nummer Sicher zu gehen einfach mal ein Multimeter in Reihe zum Akku schalten.

Ich möchte fast Wetten das die 150mA nicht erreicht werden. Also gehe ich davon aus das bei zwei zusammengeschalteten 60mA Anschlüßen auch keine 120mA rauskommen.

@Börny

Am Ladeausgang 6 (500mA) liefert dein Lader beim Anschluß eines 6V-Akkus nur 400mA da der Ladestrom bei diesem Gerät von der Zellenzahl abhängig ist. Ist aber nur zur Info denn 400mA sind für deinen Akku immer noch etwas viel.

Der Flieger
26.09.2006, 22:30
Ladeschaltungen mit einstellbarer Ladeschlußspannung und Strombegrenzung für Bleiakkus kann man als Bausatz bekommen.

Wo kann man einen solchen Bausatz denn finden?

Grüße, Thomas

hugo
26.09.2006, 23:09
ich finde jetzt auf die Schnelle nur das Fertigmodul.

z.B. Moderation von Löffel
Er meint bei Conrad (http://www.conrad.de), leider hat er keine Artikelnummer angegeben. Direktverlinkungen funktionieren beim Conradshop nur solange man den Browser nicht schließt und auf anderen Rechner gar nicht.

Mit dem Ding kann man NiCd, NiMh und Bleiakkus bis ca. 15V bei einem Ladestrom von 10 - 500mA aufladen.

Ähnliche Module als Bausätze habe ich auch schon bei anderen Elektronikhäusern gesehen. Für weniger Teuros.

Börny
26.09.2006, 23:54
So der Akku läd nun schön vor sich hin und ich schau ihm dabei zu :D

Im Forum hab ich es schon mal gelesen, aber nicht erkannt, ob es nun ironisch gemeint war oder nicht:

Aber kann es sein, dass man es hören kann, dass der Akku geladen wird? Es war die Rede von einem "Blubbern".

Meiner macht nämlich Gräusche, zwar kein wirkliches Blubbern, aber es knackst ganz leise.

Nun die Frage:

Is das

Gut :engel: oder schlecht :evil: ?

ske
27.09.2006, 00:50
Hallo,

ähm... ich würde keinen Bleiakku (gleich welcher Art) an so ein Universalladegerät hängen!

Aus den Dingern kommen Spannungen von 15 - 30 Volt raus (ich hatte so ein "Titan" Teil, da lagen locker 28 Volt an), die töten auf Dauer jeden Bleiakku. Ladegeräte für Bleiakkus laden mit konstanter Spannung (2,2 Volt pro Zelle, also 13,4 Volt bei 12 Volt Bleiakku) und der Akku bestimmt (im Rahmen der Möglichkeiten des Ladegerätes) den Ladestrom selbst. Zum Ende der Ladung hin beträgt der Ladestrom nur noch ein paar mA, also ungefährlich. Ein Überladen des Akkus mit entsprechenden Folgen (Gasen, abfackeln etc.) ist praktisch nicht möglich, auch wenn der Akku ein paar Tage am Ladegerät hängenbleibt.

Wie Hugo schon schrieb gibt es Konstantspannungs-Lademodule für billig bei jedem besseren Elektronikversender, da braucht es dann nur noch ein Netzteil und gut ist. An den Ausgang eines Konstantstrom-Ladegerätes (wie die Universalladegeräte von Robbe, Graupner etc.) würde ich aber so ein Teil auch nicht unbedingt anschließen. Interessanter finde ich hier (auch vom möglichen Ladestrom her) ein solides 12V Schaltnetzteil (7 - 10 A) und ein Ladegerät, das Bleiakkus laden kann (z. B. intelli Speed von Simprop), damit ist der Akku ruckzuck voll und wird gleichzeitig optimal gepflegt.

Is lang geworden, aber egal... :)

Grüße

Stefan

PS: ein Akku (besonders Blei oder LiPo/LiIo) der beim Laden Geräusche macht, wäre mir ziemlich suspekt. 8)

JL
27.09.2006, 10:42
...Meiner macht nämlich Gräusche, zwar kein wirkliches Blubbern, aber es knackst ganz leise.

Nun die Frage:Is das .Gut :engel: oder schlecht :evil: ?

Hallo Börny,

frei nach Radio Eriwan: Es kommt darauf an. In jedem Fall wird bei zu langer Ladung mit einem konstanten Strom die Elektrolyse des Elektrolyten beginnen, d.h. aus der Schwefelsäure wird Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt. Da Gase nun einmal ein größeres Volumen benötigen, werden sie die Zelle verlassen wollen. Wenn Du nun einen dieser weitgehend verschlossenen Akkus hast - also so einen, bei dem der Elektrolyt immobilisiert ist und Du nicht die Schwefelsäure schwappen sehen kannst, wird das Sicherheitsventil ansprechen und die Gase rauslassen - zum Schaden der Akkukapazität, da Du das nicht mehr korrigieren kannst. Bei den nicht gekapselten Akkus (im Modellbau heute aber eher selten, weil sie auch nur in aufrechter Stellung betrieben werden können) könntest Du den Verlust durch destilliertes Wasser kompensieren.

Und bevor die Frage kommt: ja, Sauerstoff und Wasserstoff ergeben das beliebte Knallgasgemisch und bedürfen nur eines Zündfunkens, um Laut zu geben. Bei den eher geringen Mengen, die beim Überladen des Akkus entstehen, müßte dann aber noch ein geschlossener Raum hinzukommen, in dem die beiden aufgefangen werden, um eine ausreichende Konzentration zu ergeben. Unter 6% und über 67% Wasserstoffgehalt in Luft tut sich nichts. Bei normaler Lüftung und den eher kleinen Akkus im Modellbau sollte es nicht reichen.

Fazit: ein wenig Knistern ist sicher o.k., aber am Geräusch wirst Du nicht erkennen können, ob Du bereits die Elektrolyse gestartet hast oder nicht. Daher: (s.o.) besser mit konstanter Spannung laden.

Seebär Harry
27.09.2006, 11:15
Mit Bleiakkus währe ich da auch sehr Vorsichtig.

Zumal es Ladegeräte gibt, die unter 10,- Euronen liegen.

Hab eins das ist 15 Jahre alt und arbeitet immer noch einwandfrei.

Schau mal hier (http://www.louis.de/_10810aeff5f697ecf3e2e560a32331ab33/shop/shop_dispatch.php?article_context=detail&grwgr=380&wgr=417&total=30&anzeige=0&page=0&back_url=.%25252Fshop_dispatch.php%25253Farticle_c ontext%25253Dlist%252526grwgr%25253D380%252526wgr% 25253D417%252526page%25253D0&artnr_gr=10003704) da kaufe ich meine auch, da ich sie auch fürs Motorad brauche.

Setze ich aber auch für die Bleiakkus der Schiffe ein.

Oder du schaust mal hier (http://www.louis.de/_10810aeff5f697ecf3e2e560a32331ab33/shop/shop_dispatch.php?article_context=list&wgr=417) da hast du die komplette Auswahl.

Eine Filiale ist sicher auch in deiner Nähe, dann sparst du auch das Porto.

arnd
27.09.2006, 15:01
Man kann auch ein regelbares Netzteil nehmen. Dabei hat man den Vorteil, daß man 6 und 12 Volt Akkus laden kann und man kann für jeden Akku den passenden Ladestrom einstellen. Außerdem kann man auch mal eben Birnchen, Motoren usw anschließen und ausprobieren. Und kosten tut es nicht viel mehr als ein Ladegerät.

Design-HSB
27.09.2006, 16:29
Hallo Börny,

was steht denn genau als Typenbezeichnung an Deinem Lader? Wenn an Deinem Lader nichts von Pb dran steht, vermute ich eher das dieser nicht für Bleiakkus geeignet ist.

Ich benutze unter anderen den robbe MTC 51 Quarz No. 8235.

Das Buchsenpaar ganz ist zum Laden von Bleigelakkus da steht dann auch NC/Pb drüber.

Rechts daneben befindet sich auch der Schiebeschalter für die Umschaltung zwischen Pb 2 V, Pb 6 V, Pb 12 V und NC.

So habe mir gerade mal die Anleitung für den Lader 6 bei robbe runter geladen, da steht das Du Ausgang den ganz rechts nehmen sollst.

Ausserdem must Du den Ladevorgang unterbrechen, wenn Du Geräusche hörst.

Ich würde Dir da eher zu einem neuen Ladegerät raten, was besser für Bleiakkus geeignet ist.

Lars Persson
27.09.2006, 18:07
Moin,

eigentlich hat ske in seinem Beitrag schon alles gesagt, mit der kleinen Ergänzung, dass es nicht 2,2 sondern 2,3 V/Zelle sind. Deswegen geben viele Netzteile 13,8 V ab. So sind sie eben auch zum Laden von 12 V Bleiakkus geeignet. Besonders wichtig ist sein Hinweis, dass der Akku am richtigen Ladegerät selbst den Ladestrom bestimmt! Die Uni-Lader arbeiten nämlich mit Konstantstrom, d.h. dass die versuchen den Strom zu halten. Und dies machen sie, indem sie einfach die Spannung soweit erhöhen, bis der Strom dem eingestellten Wert entspricht.

Auf die Dauer tödlich für jeden Bleiakku!



Der Tippp von Design-HSB mit dem MTC 52 von robbe ist schon richtig. Außerdem gibt es da noch den robbe Lader 6+3, der ebenfalls Bleiakkus laden kann.

Oder die Steckernetzteile von Graupner. Die sind ebenfalls optimal für Pbs geeignet (allerdings immer nur für eine Spannung).

Von den sogenannten "Universalladern" lasse mal lieber die Finger. Die sind so "universell", dass sie alles ein bisschen können, und nichts richtig.

ske
27.09.2006, 18:35
Hallo Lars,

hast recht, Ladeschlussspannung ist 2,3 Volt. Die 2,2 Volt stelle ich am Ladegerät ein, um den Akku ein bisschen zu schonen.

Bei Bleiakkus ist die Ladeschlussspannungslage nicht so ganz dramatisch, bei LiPo oder LiIo ist das schon extremer mit der (mangelnden) Spannungsfestigkeit.

Eine andere interessante Sache sind übrigens die (leider fast nur für 12 Volt erhältlichen) Akkupflegegeräte, die die Zellen mit hohen Stromstößen pushen. Witzigerweise funktioniert das sogar (in Grenzen) bei NiMh Zellen!

Akkutechnik ist eh ein Kapitel für sich...

Grüße

Stefan

rumpenbach
27.09.2006, 19:09
Meine 12 V 7 Ah Gelakkus hänge ich einfach an mein Ladegerät für Autobatterien. Wenn der Akku voll wird, geht laut Anzeige der Ladestrom automatisch zurück. Bisher konnte ich nicht feststellen, daß sich die Kapazität verringert hätte. Jetzt habe ich gemessen, daß ein Akku, der noch 11,4 V hatte, mit 670 mAh geladen wird. Bisher hat es mit dem Laden noch keine Probleme gegeben.

Gruß

Josef

Lars Persson
27.09.2006, 22:09
Die 2,2 Volt stelle ich am Ladegerät ein, um den Akku ein bisschen zu schonen.



Hallo Stefan,

hast recht, das habe ich auch schon mal gemacht. Da hatte ich ein paar ältere Akkus, die die 13,8 V nicht mehr erreicht haben. Damit das Ladegerät trotzdem zu einem Ende kam, habe ich auch die Ladeschlußspannung etwas niedriger eingestellt.

Akkutechnik ist eh ein Kapitel für sich...

Auch da gebe ich Dir recht. Leider wird da sehr viel Blödsinn erzählt. Viele Leute begreifen einfach nicht, dass es große Unterschiede bei der Ladetechnik der verschiedenen Akkutypen gibt. So nach dem Motto: Akku ist Akku. Strom rein und fertig. Sogar die Hersteller geben falsche Informationen was die Eignung ihrer Ladegeräte betrifft.

Du kannst Dir vielleicht vorstellen, was für Probleme man da als Verkäufer hat ("...ja aber im ....-Katalog steht doch...).:wink:

Vieleicht sollte man hier im Forum mal einen Grundsatzartikel zum Thema machen.

@rumpenbach

Ist doch ok. Der aufgenommene Strom hängt übrigens mit der Kapazität des Akkus zusammen. Je größer dieser ist, um so mehr genehmigt er sich.

Aus diesem Grund haben PB-Lader eine Strombegrenzung. Wenn auf dem Gerät z.B. ein Strom von 1 A angegeben wird, so ist das der maximale Ladestrom. Oberhalb dieses Wertes wird begrenzt, und zwar um das Ladegerät zu schützen. Den Akku braucht man nicht zu schützen, der bestimmt seinen Strom ja selbst. Und damit er nicht mehr nimmt, als der Lader liefern kann, gibt es diese Begrenzung.

Seebär Harry
28.09.2006, 00:35
Dabei hat man den Vorteil, daß man 6 und 12 Volt Akkus laden kann und man kann für jeden Akku den passenden Ladestrom einstellen.Der von mir genante Lader ist von 6-12V und es gibt sie auch umschaltbar für 2, 6, 8 und 12 Volt für ? 14.95.

ske
28.09.2006, 08:08
Vieleicht sollte man hier im Forum mal einen Grundsatzartikel zum Thema machen.



Die Idee ist nicht schlecht! :-)

Grüße

Stefan

arnd
28.09.2006, 11:56
Der von mir genante Lader ist von 6-12V und es gibt sie auch umschaltbar für 2, 6, 8 und 12 Volt für ? 14.95.

Kann man auch unterschiedliche Ströme einstellen? :wink:

Seebär Harry
28.09.2006, 12:36
@Arnd,

Das, soweit ich weiß nicht, ist das eizige Manko.

Bin aber mit dem Gerät sehr Zufrieden,

Design-HSB
28.09.2006, 12:45
Hallo,

dann schaut Euch doch mal dieses Ladegerät (http://www.louis.de?topic=artnr_gr&artnr_gr=10003695) an es ist für 6 V und 12 V das stellt den Ladestrom auch noch autiomatisch ein. :that:

Lars Persson
28.09.2006, 13:32
Kann man auch unterschiedliche Ströme einstellen? :wink:

Hallo?

Den Thread nicht gelesen? :rtfm:



Ladegeräte für Bleiakkus laden mit konstanter Spannung (2,2 Volt pro Zelle, also 13,4 Volt bei 12 Volt Bleiakku) und der Akku bestimmt (im Rahmen der Möglichkeiten des Ladegerätes) den Ladestrom selbst.

Es geht hier um Bleiakkus! Da wird kein Strom eingestellt. Nur das Ladegerät selbst hat eine Strombegrenzung, um sich selbst zu schützen!

arnd
28.09.2006, 14:57
@Lars Persson

Das ist ja richtig, wenn ich aber ein Netz- oder Ladegerät habe, welches einen hohen Ausgangsstrom liefert, und ich einen leeren Akku anschließe, zieht er erstmal zu viel strom. Wenn ich den max. Ausgangsstrom aber begrenzen kann, kann ich den Ladestrom so einstellen das der Akku nicht zu hohe Ströme kriegt und er mit dem empfohlenen Strom geladen wird.

Lars Persson
28.09.2006, 16:14
Und wie hoch ist der empfohlene Ladestrom für Bleiakkus? Und jetzt bitte nicht mit irgendwelchen C-Raten kommen! :wink:

Nee, also nochmal (und zum letzten Mal): Der Bleiakku bestimmt seinen Ladestrom selber. Und wenn es sich um einen großen Akku mit viel Kapazität handelt, kann dieser zum Ladebeginn sehr hoch sein. Wenn das Ladegerät diesen hohen Strom dann auch liefern kann, umso besser!

Der Akku "kriegt" keinen Strom vom Ladegerät, sondern er "holt" in sich. Und wenn Du einen Akku hast, der z.B. 1 A "haben" möchte, dann kann Dein Netzteil ruhig 1000 A leisten können. Beim Anklemmen des Akkus würde trotzdem nur 1 A fließen. Wie gesagt, der Akku bestimmt den Strom, nicht das Ladegerät.

Und der Akku zieht auf keinen Fall mehr Strom als er vertragen kann. Wie sollte er auch?

Wichtig ist nur, dass das Ladegerät überlastgeschützt ist.

Didi
28.09.2006, 19:04
Erst mal die Daten meiner Stromeimer:

12V/6,5Ah/20HR

Cycle use: 14.5-14,9V

(initial Current: less than 2,6A)

Standby use: 13,6-13,8V

Die Fragen:

/20HR : was sagt mir das? :dontknow:

Cycle use soll heissen dass ich die Dinger mit der angegebenen Spannung laden kann wenn sie ständig entladen und (nicht vollständig) geladen werden.................? :dontknow:

initial current soll heissen das ist der Strom den das Ding max vom Ladegerät zieht........................? :dontknow:

Standby use ist eigentlich klar, das ist die "Dauer-"Ladespannung..........!? :keineIdee:

Wenn ich mir ein stabilisiertes Netzgerät kaufe (das ich leider immer noch nicht habe :oops: ), so sagen wir mal 1-20V/20A , dann kann ich doch auch die 13,8V einstellen und mehrere Akkus paralell anschliesen. Die ziehen dann nur max. den Strom den das Netzgerät zur Verfügung stellt (20A) aber werden immer fachgerecht geladen, egal wieviel Akkus ich paralell schalte, weil sie ziehen ja zusammen max. 20A?

Oder machen sich da unterschidliche Ladezustände und tatsächliche Kapazitäten bemerkbar? :dontknow:

P.S.: sorry für die vielen Smilies.......... :wink:

Loeffel
28.09.2006, 19:12
Und der Akku zieht auf keinen Fall mehr Strom als er vertragen kann. Wie sollte er auch?

Wichtig ist nur, dass das Ladegerät überlastgeschützt ist.Ich habe ja keine Ahnung, deshalb eine saublöde Frage. Wenn Du recht hast, wie kann es dann sein, daß ein Akku bei zuviel Ladestrom anfängt zu gasen und falls er zu stark gast, sogar explodiert. Das ist ja dann vollkommen unmöglich.

Didi
28.09.2006, 19:18
daß ein Akku bei zuviel Ladestrom anfängt zu gasen und falls er zu stark gast, sogar explodiert.Zuviel Ladestrom oder zu hohe Ladespannung? :dontknow:

Lars Persson
28.09.2006, 19:32
Moin,

12V/6,5Ah/20HR bedeutet, dass dieser 12V-Akku die angegebenen 6,5Ah dann zur Verfügung stellt, wenn er über einen Zeitraum von 20 Std. entladen wird. Also vereinfacht gesagt mit 325mA. Wird ein höherer Strom entnommen, so steht nicht mehr die volle Kapazität zur Verfügung.

Cycle use: 14.5-14,9V

(initial Current: less than 2,6A)

Diese beiden Angaben wurden eigentlich von den Nass-Akkus übernommen und gelten für Gel-Akkus nur eingeschränkt. Sie bedeuten, dass im Wechselbetrieb (also Entladen und Laden) die Ladespannung eben 14,5-14,9V betragen darf und der Strom auf 2,6A begrenzt werden soll, da er sonst bei dieser hohen Spannung zu hoch werden könnte. Ansonsten würde nämlich bei Nass-Akkus die Säure anfangen zu brodeln. Allerdings muß der Akku abgeklemmt werden, wenn die Ladeschlußspannung erreicht ist.

Standby use: 13,6-13,8V (Dies gilt für Gel-Akkus)

Dies ist der Spannungsbereich bei dem der Akku permanent am Ladegerät bleiben kann. Der Akku selbst erreicht nämlich die gleiche Spannung wenn er voll ist, so dass dann kein Strom mehr fließen kann. Hier ist dann auch die Strombegrenzung unnötig, da bei dieser Spannung der Strom nicht zu hoch werden kann.

Didi
28.09.2006, 19:38
..................und der Strom auf 2,6A begrenzt werden soll, da er sonst bei dieser hohen Spannung zu hoch werden könnte. Ansonsten würde nämlich bei Nass-Akkus die Säure anfangen zu brodeln..

Der Akku "kriegt" keinen Strom vom Ladegerät, sondern er "holt" in sich. Und wenn Du einen Akku hast, der z.B. 1 A "haben" möchte, dann kann Dein Netzteil ruhig 1000 A leisten können. Beim Anklemmen des Akkus würde trotzdem nur 1 A fließen. Wie gesagt, der Akku bestimmt den Strom, nicht das Ladegerät. Ich bitte um genauere Erläuterung. :dontknow:

Lars Persson
28.09.2006, 19:58
@loeffel

Die erste (und leider auch die häufigste) ist, dass kein Blei- sondern ein Universallader benutzt wird. Da dieser mit Konstantstrom lädt, erhöht er die Ladespannung immer weiter, um den Strom zu halten. Er nimmt also auf das Ladeverhlten des Bleiakkus keine Rücksicht, sondern versucht immer weiter zu laden. Im Klartext: der Akku will immer weniger Strom, der Lader hält diesen aber konstant, indem er immer mehr Gas (Spannung) gibt. Und irgendwann knallt es dann.

Die zweite Möglichkeit ist, dass die Ladespannung zu hoch ist. Angenommen sie beträgt nicht 13,8, sondern 14V. Dann bleibt selbst bei einem sehr guten PB-Akku eine Spannungsdifferenz von 0,2 V. Dies ist zwar nicht viel, bewirkt aber dennoch einen ständigen Strom durch den Akku. Dieser kann ihn aber nicht mehr umsetzen, weil er ja voll ist. Also wird dieser Strom in Wärme umgewandelt und führt irgendwann zum Gasen. Dabei entsteht Wasserstoff. Und was das in Verbindung mit Sauerstoff ist...na ja.

Die dritte Möglichkeit ist, dass der Akku nicht mehr ganz gut ist, denn der altert ja auch. Und das kann dazu führen, dass er die Ladeschlußspannung von 13,8 V nicht mehr erreicht. Effekt ist der gleiche wie oben.

Aus diesem Grund liegt die Spannung von gekauften Ladegeräten meistens unter 13,8 V. Wenn ich meinen Schlepperakku (12V/27Ah) an mein selbstgebautes Ladegerät hänge, lädt er viel länger als an meinem robbe 6+3-Lader. Er hat dann aber auch die 13,8 V, der 6+3 hört schon bei 13,5 V auf. Eigentlich ist das ja auch ok so, denn die 0,3 V sind völlig irrelevant, dafür ist man aber auf der sicheren Seite, wenn man den Zustand seines Akkus nicht kennt.

@Didi

Die Spannung ist hier ja mit bis zu 14,9 V angegeben, das heißt es kann ein höherer Strom fließen als bei den Gel-Akkus (13,8V). Außerdem besteht bei Nass-Akkus (z.B. Autobatterie) das Elektrolyt aus Batteriesäure. Und diese fängt eben ziemlich früh an zu gasen. Bei Gel-Akkus ist das Elektrolyt eingedickt. Hier passiert das nicht so schnell. Außerdem ist ja die Ladespannung geringer-->geringerer Strom.

Die Sache mit dem Strom "holen" ist doch im Haushalt genauso. Du kannst aus einer Steckdose max. 3680 W holen (16A*230V). Wenn Du da aber einen 20W-Lötkolben einsteckst, dann leistet der auch nur 20W. Er "zieht" also 0,09A (20W/230V). Und auch wenn Du Deine Steckdose mit einer 100A-Sicherung bestückst, würde sich daran nichts ändern.

Weil eben der Lötkolben (also der Verbraucher) den Strom bestimmt, und nicht die Steckdose.

Und so ist es auch beim Akku. Wenn der z.B. 5A zieht (dies wird übrigens durch seinen Innenwiderstand bestimmt), dann gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder kann der Lader diesen Strom liefern, dann bekommt der Akku ihn auch.

Oder er kann es nicht und begrenzt ihn. Dann bekommt der Akku eben weniger.

Aber das Ladegerät kann dem Akku keinen Strom "aufzwingen". Dies würde nur durch eine Erhöhung der Ladespannung gehen, was aber bei Blei-Akkus unzulässig ist.

Womit wir wieder bei den "Universal-Ladern" wären. Diese tun nämlich genau das, weswegen sie eben nur für NC- und NiMh-Akkus geeignet sind.

ske
28.09.2006, 20:07
Ich bitte um genauere Erläuterung. :dontknow:

Ganz einfach, solange das Ladegerät eine Spannung von 13,8 V abgibt, regelt der Akku seinen Ladestrom selbst. Zerstörung, Gasen, Überladung, Explosion etc. sind praktisch nicht möglich.

Um jetzt den Akku schneller "vollzuknallen" gibt man ihm unter bestimmten Umständen eine Höhere Spannung (eben die genannten 14,x V). Das führt dazu, dass der Akku mehr auch mehr Strom fordert und demzufolge schneller geladen wird. Der Haken bei der Sache ist, dass der Strom schnell in schwindelnde Höhen steigen kann. Der Akku fängt dann an zu gasen und wird warm, sehr warm. ;-) Deshalb begrenzt man beim Zyklusladen den Ladestrom. Bei einem auf 2,6 A begrenzten Strom wird der Akku selbst bei Spannungen über 14 Volt nicht sofort getötet oder geht hoch. Die Lebensdauer und Zyklenfestigkeit des Akkus leidet aber extrem.

Dass sich der Akku den Ladestrom "holt", hängt mit dem Aufbau und Innenwiderstand der Zellen zusammen. Jeder der mal einen Computerlader (der Zellenspannung und Ladestrom anzeigt) beobachtet hat, weiß, dass mit zunehmender Füllmenge des Akkus die Spannung ansteigt. Bei Bleiakkus ist es nun so, dass jede Zelle eine sog. Ladeschlussspannung hat, also eine Spannungslage, bei der die Zelle "voll" ist. Das sind die genannten 2,3 Volt pro Zelle.

Wenn ich jetzt an einen leeren Akku mit sagen wir mal 11 Volt Leerlaufspannung ein Ladegerät mit 13,8 V Ausgangsspannung anschließe, wird ein Strom in Richtung Akku fließen. Dieser Strom ergibt sich aus der Spannungsdifferenz und dem Innenwiderstand der Zellen. Der Anfangsladestrom sei z.B. 5 Ampere, die Spannungsdifferenz 2,8V (von 11 auf 13,8), das führt laut Ohm zu einem Innenwiderstand der Zellen von 0,56 Ohm (R=U/I). Dieser bleibt gleich. Aber die Spannung der Zellen steigt mit zunehmender Lademenge an. Am Schluss ist dann die Spannungsdifferenz nicht mehr 2,8 V sondern Null, damit fließt auch kein Strom mehr.

Ich hoffe das war jetzt allgemeinverständlich. :-)

Grüße

Stefan

Lars Persson
28.09.2006, 20:13
@ske

:that: Zeitgleich und einer Meinung!

Didi
28.09.2006, 20:22
Lars und Ske, sehr gute Erkärungen............. :that:

Aber wie schauts damit aus:

Wenn ich mir ein stabilisiertes Netzgerät kaufe (das ich leider immer noch nicht habe ), so sagen wir mal 1-20V/20A , dann kann ich doch auch die 13,8V einstellen und mehrere Akkus paralell anschliesen. Die ziehen dann nur max. den Strom den das Netzgerät zur Verfügung stellt (20A) aber werden immer fachgerecht geladen, egal wieviel Akkus ich paralell schalte, weil sie ziehen ja zusammen max. 20A?

Oder machen sich da unterschidliche Ladezustände und tatsächliche Kapazitäten bemerkbar?

Lars Persson
28.09.2006, 20:32
Kannst Du ohne weiteres machen, allerdings mit einer Einschränkung. Das Netzteil muß überlastfest sein, bzw. über eine Strombegrenzung verfügen.

Dies hat nichts damit zu tun, dass die Akkus etwa zuviel Strom bekommen könnten. Das bestimmen die ja selber.

Aber wenn Du mehrere Akkus anschließt, könnte es sein, dass die mehr Strom haben wollen als das Netzteil liefern kann. Ohne Strombegrenzung würde dieses dann überlastet werden.

Bei den meisten modernen Netzteilen dürfte das aber kein Problem sein.

Dann ist es übrigens völlig egal, was für Bleiakkus Du anklemmst. Da kann der eine 1Ah haben und der nächste 20Ah. Auch die verschiedenen Ladezustände sind egal. Da die ja alle parallel angeklemmt sind, bestimmt jeder Akku seinen eigenen Strom, der eine zieht z.B. 1A, der nächste 3A und der dritte 10A, egal. Und wenn einer voll ist, ist sein Ladestrom eben Null, während die anderen weiterladen.

Es müssen bei 13,8V aber natürlich alles 12V-Akkus sein.

:wink:

ske
28.09.2006, 20:34
Hallo Didi,

ganz einfach, Du kannst so viele Bleiakkus parallel an Dein Netzteil hängen, wie Du willst!

ABER (und jetzt kommt der Haken *gg*):

Die Akkus müssen alle die gleiche Nennspannung und Innenwiderstand haben. Diese Bedingung erfüllen normalerweise nur Akkus mit gleicher Zellenanzahl und gleicher Kapazität. Wenn Du einen 12V/2Ah Akku und einen 12V 10Ah Akku parallel schaltest, kann es passieren, dass aufgrund des unterschiedlichen Innenwiderstandes der Zellen, der größere den Kleineren plattmacht.

Also: Parallelschalten nur bei bauartgleichen, spannungsgleichen und kapazitätsgleichen Akkus.

Trotzdem würde ich die Akkus einzeln laden, parallelschalten beim Laden ist selbst bei typgleichen Akkus nur eine Notlösung. Eher würde ich ein dickes Netzteil mit mehreren (ebenso dicken, strombegrenzenden) Spannungsreglern nehmen. Oder gleich mehrere Ladegeräte. Bei knapp 15 Euro für einen Lader ist das zu verschmerzen.

Grüße

Stefan

Lars Persson
28.09.2006, 20:42
Hallo ske,

da sind wir mal nicht einer Meinung. :wink:

Die von Dir aufgezeigten Probleme treten meiner Meinung nach nur bei Serienschaltung auf, da hier der Strom immer durch alle Akkus fließt.

Bei Parallelschaltung bildet jeder Akku seinen eigenen Stromkreis mit dem Netzteil und beeinflusst die anderen dabei nicht.

Ist wie im Haushalt, da kann ich auch verschiedene Geräte an meine Steckdosen hängen. Da die alle parallel geschaltet sind, beeinflussen sie sich nicht.

ske
28.09.2006, 20:44
Hi Lars,

ups... sorry, ich habe jetzt Ladung und Entladung verwechselt, bzw. Blei mit NiMh etc...

Du hast natürlich recht... :-)

Grüße

Stefan

Lars Persson
28.09.2006, 20:47
Ist aber auch wirklich ein Thema bei dem man leicht durcheinander kommen kann.

:D

Didi
28.09.2006, 20:53
Widerspruch:

Dann ist es übrigens völlig egal, was für Bleiakkus Du anklemmst. Da kann der eine 1Ah haben und der nächste 20Ah. Auch die verschiedenen Ladezustände sind egal. Da die ja alle parallel angeklemmt sind, bestimmt jeder Akku seinen eigenen Strom, der eine zieht z.B. 1A, der nächste 3A und der dritte 10A, egal. Und wenn einer voll ist, ist sein Ladestrom eben Null, während die anderen weiterladen.



Wenn Du einen 12V/2Ah Akku und einen 12V 10Ah Akku parallel schaltest, kann es passieren, dass aufgrund des unterschiedlichen Innenwiderstandes der Zellen, der größere den Kleineren plattmacht.

Also: Parallelschalten nur bei bauartgleichen, spannungsgleichen und kapazitätsgleichen Akkus.Grübel....................... :???:

Geposted nach 2 Minuten 16 Sekunden:

He..

nicht so schnell.............................

ske
28.09.2006, 20:59
:lol: :evil:

Grüße

Stefan

Hansen-Bengel
28.09.2006, 21:18
OffTopic:Mann, seid ihr schlau! Da macht das lesen doppelt Spaß!

:wink:

ske
28.09.2006, 21:28
OffTopic:Das kommt davon, wenn man den Umgang mit solchen Dingen durch echte Explosionen lernt *gg*

Seebär Harry
29.09.2006, 01:48
Wow, hier ist ja richtig was los, alle stehen hier unter Strom. :P

Das ist überigens mein Lader:

http://www.seebaerharry.de/forum/bleilader.jpg

Damit lade ich sowohl die Geelakkus für´s Schiff,

wie auch meinen Motorad-Akku, der mit Säure gefüllt ist.

Probleme hat es bei beiden Akkutypen noch nicht gegeben.

Das ist einer der 9,99 Euronen Lader.

Börny
29.09.2006, 12:18
Is ja unglaublich, dass sich aus meiner kleinen Frage, wo ich welchen Akku anstecken soll, eine drei Seitige Diskussion entwickelt hat :D

Ich hab mir jetzt übrigends nach dem Vorschlag vom Harry auch so ein Steckerlader (Artikel-Nr.: 250001 - 62) beim C. gekauft und es funzt prima

- Schaltet selber ab wenn Akku voll

- 2, 6, 12V ladbar

Sehr zu empfehlen solche Geräte

Also nochmal danke für die Hilfe

Börny

Seebär Harry
29.09.2006, 12:45
@Börny,

freut mich wenn ich helfen konnte, bin ja bei Elektronik nicht der Experte.

Aber da ich das Teil schon über Jahre Störungsfrei in Betrieb habe,

kann es so schlecht nicht seien.

Zumal ich ja wie schon gesagt, beide Bleiakkutypen (Nass und Geel) damit lade.

Was mich noch interessiert, es gibt auch "AKKU-AUTOMATIC-REFRESHER"

für Bleiakku´s.

Die Frage ist nur, ob so ein Gerät Sinn macht?

Lars Persson
29.09.2006, 15:08
Hallo Seebär,

solche Geräte sind sehr gut geeignet. Konstantspannung und fertig, so soll es sein.

Und Du siehst bei den Spannungsangaben, dass auch hier der Hersteller auf der sicheren Seite ist (6,7 und 13,4 statt 6,9 und 13,8V). Also alles im grünen Bereich.

Diese "Refresher" können schon Sinn machen. Ein Bleiakku mag es ja überhaupt nicht, wenn er längere Zeit ungeladen herumsteht. Und so ein Refresher läßt den Akku eben immer arbeiten. Ob es aber sinnvoll ist, den Akku ständig da angeklemmt zu lassen ist eine andere Frage. Wenn ständig ge- und entladen wird geht das ja auch auf die Lebensdauer des Akkus. Der macht ja nur eine bestimmte Anzahl von Zyklen. Aber wenn man das nur alle paar Wochen mal macht, ist es wohl ganz gut.

Ich mache es einfach so, dass ich meine Bleiakkus im Winter etwa einmal im Monat nachlade.

Im Sommer sind sie ja sowieso in Betrieb, da erübrigt sich das.

Am wichtigsten ist, dass man Bleiakkus nach dem Fahren gleich wieder auflädt, und sie nicht leer stehen läßt, dann halten die ewig. Ich habe in einem kleinen Schlepper einen 12V/7Ah-Akku, der ist 16 Jahre alt. Und damit fahre ich immer noch locker zwei Stunden (Elefant von Conrad)!

@Börny

Über Ladetechnik und Akkus wurden schon einige Meter an Fachliteratur veröffentlicht. Ist ein Riesenthema!

Aber die Hauptsache ist, dass Dir geholfen wurde und Du mit Deinem neuen (und richtigen!) Ladegerät zufrieden bist. :D

Der Flieger
29.09.2006, 19:36
Ich hab mir jetzt übrigends nach dem Vorschlag vom Harry auch so ein Steckerlader (Artikel-Nr.: 250001 - 62) beim C. gekauft und es funzt prima

- Schaltet selber ab wenn Akku voll

- 2, 6, 12V ladbar

Hast du mal gemessen, wie hoch die max. Ladespannung tatsächlich ist? Ich hatte mal ein solches Gerät (den kleineren Bruder von deinem) in den Fingern, dort stieg die Spannung auf bis zu 7,1V. Da hatte ich doch ein wenig Skrupel, das den Akkus auf Dauer anzutun...

Grüße, Thomas

ske
29.09.2006, 20:00
Hast du mal gemessen, wie hoch die max. Ladespannung tatsächlich ist? Ich hatte mal ein solches Gerät (den kleineren Bruder von deinem) in den Fingern, dort stieg die Spannung auf bis zu 7,1V. Da hatte ich doch ein wenig Skrupel, das den Akkus auf Dauer anzutun...

Grüße, Thomas

Hast Du das unter Last (also mit Akku dran) gemessen, oder im Leerlauf?

Für unter Last finde ich das für einen 6V Akku schon ziemlich heftig... Im Leerlauf ist es ok.

Grüße

Stefan

Der Flieger
29.09.2006, 20:10
Hast Du das unter Last (also mit Akku dran) gemessen, oder im Leerlauf?

Unter Last. Vielleicht war's ja bloß nen "Montagsgerät"...ich wollte damit bloß ausdrücken, daß ich diesen Ladern nicht 100%ig trauen würde, jedenfalls nicht, bevor man selber nachgemessen hat...



Grüße, Thomas

ske
29.09.2006, 20:18
... und genau aus diesem Grunde habe ich einmal in vernünftige Ladetechnik investiert...

-> Simprop Intelli-Speed mit passendem Netzteil 12V/7A

Grüße

Stefan

JL
29.09.2006, 20:51
...Diese "Refresher" können schon Sinn machen. ...Wenn ständig ge- und entladen wird geht das ja auch auf die Lebensdauer des Akkus...

Hallo Lars,

wenn der "Refresher" eins dieser Geräte ist, das den Akku lediglich impulsartig (ca. 50 µs) mit einem hohem Strom entlädt und dies nur alle paar Minuten tut, dann ist die Gesamtstromentnahme kleiner als die Selbstentladung des Akkus (besonders, wenn er bei Raumtemperatur gelagert wird). In Elektor 24 (11) 2004 gibt es da zu einen Bauvorschlag. Die technischen Details:

Entladestrom 40A

Entladepuls 50 µs

Wiederholung 2 Minuten

Durchschnittstromverbrauch 2 mA

Bei den Geräten, bei denen sich das "Refreshen" darauf beschränkt, den Akku mit Nennstrom zu laden und zu entladen, hast Du natürlich recht.

Lars Persson
29.09.2006, 20:59
Hallo Jürgen,

ich hatte da allerdings ein Teil im Kopf, das wirklich nur Lade-Entladezyklen durchläuft. Aber jetzt, wo Du es sagst... :D Die Elektor habe ich sogar.

Vielleicht werde ich das Teil doch mal nachbauen. Immerhin sind die Elektor-Schaltungen meistens besser als alles, was man so kaufen kann.

Seebär Harry
30.09.2006, 02:22
Ich mache es einfach so, dass ich meine Bleiakkus im Winter etwa einmal im Monat nachlade.

Im Sommer sind sie ja sowieso in Betrieb, da erübrigt sich das.Mus ich zwar im Sommer auch, da ich wenig Zeit zum fahren bekomme,

aber dann werde ich mir kein neues Gerät zulegen, sondern wie du,

auch einmal im Monat dem Akku was zu "Saufen" geben.

Danke dir auf jeden Fall für den Tipp! :yessir:

Der Flieger
01.10.2006, 10:40
ich finde jetzt auf die Schnelle nur das Fertigmodul.

z.B. Er meint bei Conrad (http://www.conrad.de), leider hat er keine Artikelnummer angegeben. Direktverlinkungen funktionieren beim Conradshop nur solange man den Browser nicht schließt und auf anderen Rechner gar nicht.

Mit dem Ding kann man NiCd, NiMh und Bleiakkus bis ca. 15V bei einem Ladestrom von 10 - 500mA aufladen.

Ähnliche Module als Bausätze habe ich auch schon bei anderen Elektronikhäusern gesehen. Für weniger Teuros.

Wenn ich jetzt nicht ganz irre, meinte huge den Artikel 191418 (die Artikel-Nr. stand im Link, der inzwischen leider verschwunden ist). Ich erlaube mir mal, an dieser Stelle einen neuen Link einzufügen: AUTOMATISCHES LADEMODUL - FERTIGGERÄT (http://www.conrad.de/goto.php?artikel=191418) (sollte der Link wider Erwarten doch nicht funktionieren, sorry!)

Grüße, Thomas

Lars Persson
01.10.2006, 15:58
Ich weiß nicht, hört sich für mich alles etwas merkwürdig an.

Bei einer konstanten, korrekt eingestellten Ladeschlußspannung und Bleiakku am Ausgang muß kein Strom heruntergeregelt werden. Das ist also schon mal Blödsinn.

Und bei einem NC, bzw, NiMh-Akku muß die Ladespannung von Gerät geregelt werden, da hier ja mit konstantem Strom geladen werden soll. Außerdem ist es bei NC- und NiMh-Akkus überhaupt nicht möglich über die Spannung eine Aussage zum Ladezustand zu machen. Da muß man schon über die Spannungsänderung gehen (Delta Peak).

Man müßte sich da mal erkundigen, wie dieses Gerät wirklich funktioniert. So wie es dort steht, klingt es doch etwas dubios. Wieder so ein "Universalteil" von dem behauptet wird, dass es alles kann. Es wird schon irgendwie Strom in den Akku fließen, trotzdem wäre ich da vorsichtig.

Ich glaube nicht, das das Ding sein Geld wert ist.

Didi
02.10.2006, 02:35
Hallo Lars und Ske,

ich hatte euch vor ein paar Tagen (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?p=289662#post289662)auf einen Widerspruch in euren Aussagen zum paralellschalten von Akkus hingewiesen. Nur hat sich keiner von euch dazu geäußert. :mosern:

Lars Persson
02.10.2006, 20:44
Ja, ja, immer diese Unterstellungen! So wat! :menno:

Die Antwort findest Du direkt vor Deinem Posting. Du warst da einfach zu langsam. :mrgreen:

Ske hatte sich da etwas vertan. Parallelschaltung beim Laden ist kein Problem.

Didi
03.10.2006, 02:09
Du warst da einfach zu langsam.Grrrrrrrrrrrrr............ :Beule:

Ich hab ja geschrieben "nicht so schnell".

Also gilt diese Aussage:

Dann ist es übrigens völlig egal, was für Bleiakkus Du anklemmst. Da kann der eine 1Ah haben und der nächste 20Ah. Auch die verschiedenen Ladezustände sind egal. Da die ja alle parallel angeklemmt sind, bestimmt jeder Akku seinen eigenen Strom, der eine zieht z.B. 1A, der nächste 3A und der dritte 10A, egal. Und wenn einer voll ist, ist sein Ladestrom eben Null, während die anderen weiterladen.

Es müssen bei 13,8V aber natürlich alles 12V-Akkus sein.

Jemand anderer Meinung?

JL
03.10.2006, 11:08
Jemand anderer Meinung?

Hallo Didi,

also wenn es Dich beruhigt: Nein

Ich hatte auch erst gestutzt, dann aber noch einmal nachgedacht und den Herrn Kirchoff (war es glaube ich, bin mir aber nicht sicher) bemüht. Die Parallelschaltung von Widerständen (und nichts anderes sind ja die verschiedenen Akkus) verringert den Gesamtwiderstand, wobei die Ströme in den Teilzweigen in Abhängigkeit vom Teilwiderstand bemessen sind. Wie Lars schon sagte: Jeder Akku nimmt sich nach seinem Ladezustand, was er braucht.

Einzige Bedingung: Die Akkus müssen die gleiche Nennspannung haben (und wir reden hier von Blei-Akkus - ausschließlich)

Seebär Harry
03.10.2006, 11:33
Dann hab ich schon den ersten Fehler gemacht, hatte meine Beiden 6V Akku´s zum laden in Reihe geschaltet.

Haben aber beide 12A, werde sie dann ab sofort Parallel anklemmen.

Lars Persson
04.10.2006, 16:06
Hallo Seebär Harry,

auch das geht, vorausgesetzt, Du entlädst sie auch in der Reihenschaltung. Denn die Zellen innerhalb des Akkus sind ja auch nur in Reihe geschaltet.

Ein Freund von mir hat in seiner BERMPOHL zwei 6V/10Ah-Akkus. Die sind permanent in Reihe geschaltet, sowohl beim Fahren, als auch beim Laden. Das ist kein Problem, ist eben wie ein 12V/10Ah-Akku.

Nur getrennt entladen (also als 6V-Akku in verschidenen Modellen oder für verschiedene Funktionen), und dann in Reihenschaltung laden (also als 12V-Akku) sollte man nicht machen. Dann könnte es nämlich sein, das der Ladezustand der beiden Akkus zu unterschiedlich ist.

Wenn da z.B. beim laden der eine irgendwann voll ist, der andere aber noch halb leer, so würde der halb leere einen Stromfluß durch den vollen erzwingen. Und das ist nicht gut. Alles klar? :mrgreen:

Wenn Du die Akkus aber parallel laden kannst (also PB-Lader mit Ausgang für 6V-Akkus), ist das in jedem Fall die bessere Methode.

@JL

Der olle Kirchhoff ist´s gewesen. :that:

Seebär Harry
04.10.2006, 23:13
@Lars,

das ist der Fehler, den ich gemacht habe, die werden im Schiff Paralel geschaltet um 24A zu haben.

Macht aber noch nichts, da sie erst einmal geladen wurden.

Werde in Zukunft darauf achten. :oops:

Lars Persson
05.10.2006, 23:54
Na ja, das dürfte alles nicht so wild sein, da Du die beiden Akkus ja zusammen benutzt hast.

Der Ladezustand dürfte also in etwa gleich gewesen sein.

Und Du hast ja einen richtigen Blei-Lader verwendet, das ist ja schon mal die halbe Miete.

Das wird den Akkus wohl überhaupt nix gemacht haben.