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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Laminieren von Carbon?


Ghost_75
28.08.2006, 21:57
Habe gerade in einem anderen Forum von einem U-Boot aus Carbon gelesen,

drum wollte ich mal fragen ob jemand von euch schon erfahrungen mit Carbon gemacht?

Würde mich mal Interessieren ob da große unterschiede sind.

Worauf muß man achten ?

Wo bekomme man es ?

Euer Ghost :sonar: :sonar:

bleiente
28.08.2006, 22:14
Theoretisch ist Kohlefasermaterial (CFK) stabiler und leichter als Glasfaser (GFK)!

Aber auch nur, wenn es professionell "laminiert" wird!

Also erst laminieren, dann im Autoklaven im Vakuum backen.

Dabei muss auch noch Druck auf die Form ausgeübt werden, um das überflüssige Harz herauszuquetschen!

Ghost_75
28.08.2006, 22:45
Hmm also ich hab inzwischen etwas gegooglet und da hab ich auch berichte gefunden wo man es einfach Trocknen ließ.

Ghost :sonar: :sonar:

Didi
28.08.2006, 22:57
Also erst laminieren, dann im Autoklaven im Vakuum backen.

Dabei muss auch noch Druck auf die Form ausgeübt werden, um das überflüssige Harz herauszuquetschen!Das ist so nicht richtig.

Dies ist nut eine mögliche Verarbeitungsart.

Prinzipiell kann CFK genauso verarbeitet werden wie GFK.

Der unterschied besteht nur aus der Faser.

Das Harz ist das selbe.

Siehe R+G (http://www.r-g.de)

Geposted nach 8 Minuten 34 Sekunden:

Carbon, oder sagen mal auf Deutsch Kohlefaser, hat gegenüber Glasfaser den Vorteil stabiler zu sein (bei gleicher Verarbeitung und gleichem Harz!)

Wenn man natürlich bei Kohlefaser ein schei.. Harz verwendet und es schlecht verarbeitet ist das Ergebniss trotzdem schlechter als ein optimales Glas-Harz- Gemisch. :twisted:

Ghost_75
28.08.2006, 23:08
Ich habe glesen das es auch im wechsel mit Glasfasern benutzt wird also eine lage Kohlefasern dann eine Glas dann wieder Kohle.

Außerdem stand da was von Aramid gehe mal von aus das das auch eine Verstärkungsfaser ist.

Ghost :sonar: :sonar:

Didi
28.08.2006, 23:16
Außerdem stand da was von Aramid Dazu möchte ich auch wieder sagen schau mal bei R&G vorbei.

Ich könnte jetzt auch seitenlang dazu schreiben, aber aber die von R&G haben das so gut gemacht daß es von mir nur ein schlechter Versuch wäre das abzuschreiben....................... :wink:

Deede
28.08.2006, 23:26
Wer braucht schon Karbon im Schiffsmodellbau, selbst für eine Rennsemmel ist alles überdimensioniert. Wer fährt schon solche Boote und Rennen, wo es auf die paar Gramm Gewicht ankommt die das CFK leichter ist als GFK. Was willst du machen Ghost?

Didi
28.08.2006, 23:38
Wer braucht schon Karbon im Schiffsmodellbau, selbst für eine Rennsemmel ist alles überdimensioniert. Wer fährt schon solche Boote und Rennen, wo es auf die paar Gramm Gewicht ankommt die das CFK leichter ist als GFK. Ist eine reine Philosophie-Frage. Die Antwort darauf ist rein subjektiv. :twisted: :wink:

Viele nutzen Carbon auch nur wegen der Optik. Schaut halt geil aus.................. :pfeif:

Geposted nach 3 Minuten 4 Sekunden:

P.S.: Meine König kriegt innen auch ne Lage Carbon weils einfach geil aussieht. Ein wirklicher Nutzen wird nicht vorhanden sein. Ist einfach ne geile Optik................................... :twisted: :wink:

Ghost_75
28.08.2006, 23:44
Zum einen hat es mich halt Interessiert weil ich das mit dem U-Boot aus CFK gelesen habe und zum anderen wie du eben selbst deschrieben hast sieht es halt geil aus :mrgreen: :pfeif:

Könnte mir so eine Obtik gut für einen kleinen Flitzer vorstellen. 8)

Hab eben bei R&G gelesen Aramid man kennt es wohl besser unter dem namen Kevlar.

Ghost :sonar: :sonar:

Didi
28.08.2006, 23:51
Könnte mir so eine Obtik gut für einen kleinen Flitzer vorstellen. 8) Wenn es dir gefällt..........................

Und du es dir leisten kannst.............................

Dann mach es......................................

(Erlaubt ist was gefällt und nicht schadet) :wink: :engel:

Ümminger Kapitän
29.08.2006, 00:11
Ein wirklicher Nutzen wird nicht vorhanden sein.

Doch!

Auch wenn nicht gewollt, wirkt die Schicht Kohlefaser abschirmend, die Antenne muß in voller Länge außerhalb des Rumpfes sein.

Praktisch, wenn man diese Abschirmung haben möchte.

bleiente
29.08.2006, 01:28
Da hat Didi natürlich Recht!

Das ist so nicht richtig.

Dies ist nut eine mögliche Verarbeitungsart.

Prinzipiell kann CFK genauso verarbeitet werden wie GFK.

Aber es ist die einzige Möglichkeit, bei der Carbon Vorteile hat!

Beim normalen Laminieren, ereicht man weder die Festigkeit noch das geringere Gewicht!

Für die Optik, kann man auch Aufkleber draubappen - ist wesentlich günstiger!

Noch besser sind meiner Meinung nach schöne Airbrush´s, aber das ist Geschmackssache!

Didi
29.08.2006, 02:21
Für die Optik, kann man auch Aufkleber draubappen - ist wesentlich günstiger!

Noch besser sind meiner Meinung nach schöne Airbrush´s, aber das ist Geschmackssache!Aber um die Optik gings ursprünglich nicht............................... :menno:

Das ist wie wenn man eine Vogelscheuche optisch aufpeppt, es bleibt aber trotzdem eine Vogelscheuche und wird keine Miss World.............. :fies: :wink:

JL
29.08.2006, 10:07
Hallo,

wenn es nur wegen der Optik sein soll, dann möchte ich darauf hinweisen, dass man das auch per Lackieren erreichen kann. Sucht mal nach "Flüssigkeitstransferdruck" oder auch "Wassertransferdruck".

Boatman
29.08.2006, 11:42
Im Prinzip ist die Verarbeitung von Carbon schon gleich wie die von Glas, aber in der Praxis ist Carbon schwieriger zu verarbeiten:

- Das Material ist steifer, lässt sich weniger gut in Ecken und Kanten verlegen

- Wenn das Laminat sichtbar bleiben soll, ist darauf zu achten, dass sich das Gewebe nicht verzieht, das sieht dann schon peinlich aus.

- Im Gegensatz zu Glas wird Carbon nicht durchsichtig beim Tränken mit Epoxy, darum ist es schwierig abzuschätzen, ob genug, zuwenig oder zuviel getränkt wurde.

- Zu viel Epoxy und das Carbon "schwimmt auf".

Die Sache macht aber Spass, mit etwas Erfahrung lassen sich auch handwerklich extrem leichte und steife Laminate herstellen. Es lohnt sich aber, zuerst mal ein paar Proben herzustellen.

Kevlar ist noch schwieriger, es lässt sich kaum sauber schneiden und auch kaum sauber schleifen nach dem Laminieren.

Herzlich

Peter

Ooops, was seh ich denn da, das ist mein hundertster Beitrag! Aus diesem Anlass gebe ich alle meine Schreibfehler, Irrtümer und leeren Behauptungen gratis ab! ( Einfach kopieren und auf der Festplatte sichern) :lol:

Ghost_75
29.08.2006, 18:16
Wie gesagt so ein kleinen Flitzer der bei mir sowieso noch auf der warteliste steht könnte ich mir gut in Carbon vorstellen und nicht nur der Obtik wegen sondern auch um es als Probe für andere Projekte zu sehen z.B. U-Boot.

Aber mal nee andere frage zum Carbon ich hab gelesen das die Metallischen teile von Motoren und Pumpen und so weiter keinen Kontakt zur Kohlefaser haben dürfen da es sonst zu Störungen kommen kann.

Euer Ghost :sonar: :sonar:

Muehi
29.08.2006, 18:44
Aber mal nee andere frage zum Carbon ich hab gelesen das die Metallischen teile von Motoren und Pumpen und so weiter keinen Kontakt zur Kohlefaser haben dürfen da es sonst zu Störungen kommen kann.



Richtig.

Kohlefaser ist ansich ein elektrisch leitfähiges Gewebe, und wenn man damit nen ganzen Rumpf baut, hat man ne super Antenne, für Störungen :mrgreen:

Siehe auch Ümmis Post vorher, die eigentliche Empfangsantenne außerhalbs des Rumpfs zu verlegen.

Ghost_75
29.08.2006, 18:59
Das mit der antenne war mir klar nur mit dem anderen war ich mir nicht so sicher.

Reicht es die Rumpf innenseite mit einer Schicht GFK zu versehen oder wie muß eine geeignete Trennung aussehen?

Ghost :sonar: :sonar:

Muehi
29.08.2006, 19:10
Ne gute galvanische Trennung wäre zum Beispiel das Ausgießen mit Gummi ;)

Scherz beiseite, es geht ja nur darum, dass kein elektrisches Bauteil direkt Kontakt mit dem Gewebe hat. Normalerweise sind aber die meisten elektrischen Sachen schon isoliert, wie Regler, Servos, etc.

Bleiben nur noch Motoren, und das stellt auch kein Problem dar. Motorhalter aus Kunststoff ( zum Bleistift Epoxydplatten ), und die Wellenanlage an der Durchführung z.b. mit nem Schlauch oder ner Gummitülle einsetzen ( sofern die Wellenanlage direkten leitenden Kontakt zum Motor hat ).

bleiente
29.08.2006, 19:17
@Boatman:

Man kann CFK wie GFK verarbeiten, aber es macht keinen Sinn!

Der Unterschied lässt sich leicht feststellen:

Es gibt CFK Platten zu kaufen, versucht mal ob ihr auf herkömmliche Weise, so eine Platte laminieren könnt!

Die sinnvolle Verarbeitung von CFK, hat mit dem herkömmlichen laminieren wenig zu tun!

Bei Aramid ist das noch etwas anders, sowas kann durchaus Sinn machen!

Ghost_75
29.08.2006, 19:35
Wer von euch hat den schonmal mit Carbon gearbeite ?

Was habt ihr damit gemacht?

Ghost :sonar: :sonar:

Motti
29.08.2006, 20:12
Moin,

Wer von euch hat den schonmal mit Carbon gearbeitet?

Ich. :mrgreen:

Was habt ihr damit gemacht?

Zum Beispiel das Boot in meinem Avatar (und dessen Vorgänger). Rumpf aus Schaum/Kohle-Sandwich, der Ausreitrahmen aus Kohlerohren (selbst gewickelt).

Ich muss zugeben, dass ich etwas befremdet über einige Aussagen bezüglich der Verarbeitung von sog. "exotischen" Fasern bin. Warum sollte ein Handlaminat mit Kohlefasern nicht besser sein als ein ansonsten identisches Laminat (identisch in Bezug auf Faseranteil und Faserhalbzeugart (Gewebe, Gelege etc.)) mit Glasfasern? Die Eigenschaften (Festigkeit, Steifigkeit) eines Laminats setzen sich doch aus den Eigenschaften seiner Komponenten und deren Anteilen zusammen. Mit entsprechender Sorgfalt und geeignetem Harz (schön niedrigviskoses Laminierharz) lassen sich auch von Hand hochqualitative Laminate erstellen.

Klar sind vorimprägnierte Fasern oder ein unter Vakuum komprimiertes Laminat besser als ein reines Handlaminat; das gilt aber unabhängig von der Faserart. Das Aushärten unter hoher Temperatur sowie ein Nachhärten (Tempern) ist dabei auch ausschließlich eine Frage der Matrix und nicht der Fasern und lässt sich auch mit relativ einfachen Mitteln bei einem Handlaminat realisieren.

Und wenn es ohnehin nur um die Optik geht, kann man auch schwarz eingefärbtes Glasgewebe verwenden; das sieht genauso aus, kostet deutlich weniger und man handelt sich keine Probleme mit Empfangsstörungen usw. ein.

Schönen Gruß aus Kiel,

Ole aka Motti

Ghost_75
29.08.2006, 20:22
Also mir geht es ja nicht nur um die Obtik obwohl ich die schon alleine geil finde.

Ich finde das Carbon als Material sehr Interessant vorallem wegen der Hohen Festigkeit.

Wie muß ich das verstehen Schaum/Kohle-Sandwich

Ghost :sonar: :sonar:

Motti
29.08.2006, 20:38
Moin,

Schaum/Kohle-Sandwich bedeutet, dass ein leichter Schaumkern, der praktisch nichts mitträgt, mit Deckschichten aus Kohlelaminat versehen ist, die die Belastungen des Bauteils aufnehmen. Der Schaum dient nur dazu, das Laminat möglichst weit von der sog. "Neutralen Faser" entfernt zu halten, also der Ebene, in der bei Biegebeanspruchungen keine mechanischen Spannungen wirken. Dadurch reichen schon sehr dünne (und damit leichte!) Laminate, um ein steifes und sehr biegefestes Bauteil zu erzielen.

Gruß aus Kiel,

Ole aka Motti

P.S.: Wenn es dir um hohe Festigkeit geht, solltest du Basaltfaser verwenden, die ist noch etwas fester als HT-Kohlefaser (HT = High Tensile, "hohe Zugfestigkeit"). Kostet dabei aber nur soviel wie Glasfaser und hat einen E-Modul (Kennwert für die Steifigkeit) etwa auf dem Niveau von Aramid, also zwischen Glas- und Kohlefaser.

Ghost_75
29.08.2006, 21:39
Wie sind die unterschiede vom gewicht her zwischen Basalt, Glas und Carbonfasern?

Kann man diese Fasern auch im verbund verarbeiten?

Ghost :sonar: :sonar:

Didi
29.08.2006, 21:50
Wie sind die unterschiede vom gewicht her zwischen Basalt, Glas und Carbonfasern?Was die Faser betrifft völlig unbedeutend.

Was interessanter ist, ist das Laminatgewicht bei einer bestimmten Festigkeit. So kann man mit CFK ein leichteres Laminat (weniger Lagen) herstellen um die selbe Festigkeit wie mit GFK zu erreichen.

Kann man diese Fasern auch im verbund verarbeiten?Ja.

Wird auch häufig gemacht.

Motti
29.08.2006, 21:53
Glasfasern: ca. 2.6g/cm³

Basaltfasern: ca. 2.75g/cm³

Kohlefasern: ca. 1.7-1.8g/cm³

Prinzipiell kann man die im Verbund verarbeiten, dann muss man aber genau wissen, was man tut. Bei meinem Boot ist z.B. als tragende Schicht eine Lage 200g/m²-Köpergewebe aus Kohlefaser auflaminiert und darüber noch eine dünne Schicht aus 80g/m²-Glasgewebe (Leinwandbindung), die aber keine strukturelle Aufgabe hat, sondern nur eine glattere Oberfläche geben soll und verschliffen werden kann, ohne das tragende Carbon zu verletzen.

Ansonsten gibt es natürlich Mischlaminate, in denen z.B. Kohlefasern für hohe Festigkeit und Steifigkeit mit Aramid- oder Polyethylenfasern für Schlagfestigkeit und Arbeitsaufnahmevermögen/Verschleißfestigkeit miteinander kombiniert sind. Allerdings muss man insofern aufpassen, dass es z.B. nichts bringt, in ein auf Zug bzw. Biegung belastetes Laminat ein bisschen Carbon einzubauen und dann den Rest aus Kostengründen mit Glasfasern zu laminieren. Der Effekt wäre dann nämlich im Zweifelsfall, dass die deutlich steifere Kohlefaser (Bruchdehnung je nach Sorte z.T. unter 0.5%) schon voll belastet wird und möglicherweise versagt, während die Glasfasern mit einer Bruchdehnung von ca. 3-4% noch gar nicht ihre volle Festigkeit ausgespielt haben und noch nicht mittragen. Von daher macht man eigentlich am wenigsten falsch, wenn man möglichst homogene Laminate aufbaut.

Gruß aus Kiel,

Ole aka Motti

Ghost_75
29.08.2006, 22:11
Also nehmen wir mal als Beispiel einen U-Boot Rumpf.

Wie müßte der am besten aufgebaut sein?

Ghost :sonar: :sonar:

Deede
29.08.2006, 22:25
?noch mal so zwischenrein: ich sehe bis jetzt keine Vorteile von Karbonfasern im Gegenteil.

Die Abschirmung der Antennenkabel kann man auch einfacher haben :roll:

Motti
29.08.2006, 22:45
@Deede: Sehe ich genauso. Generell halte ich Kohle bei 99.9% aller Modellschiffe für absolut überflüssig. Der Nutzen ist gleich Null, wenn nicht - Stichwort Empfängerabschirmung - sogar kontraproduktiv. Höchstens bei größeren Modellsegelyachten, deren Rümpfe durch vergleichsweise hohe Riggspannung im Wesentlichen in Längsrichtung auf Biegung belastet werden (für die Kielflossen gilt das natürlich auch) macht es u.U. Sinn, Kohlefasern einzusetzen.

Im Gegensatz zu großen Schiffen ist die Längsbeanspruchung bei einem Modell in üblicher Größenordnung (also bis knapp über 1m Länge) praktisch vernachlässigbar. Schäden entstehen doch wohl eher durch Impactbelastungen bei Kollisionen mit anderen Modellen oder wenn das Modell vom Schrank fällt. Gerade da ist ein Kohlelaminat (vor allem ein dünnes!) aber ausgesprochen verletzlich. Ergo muss man mit unmaßstäblichen Wandstärken arbeiten, wodurch der Vorteil von Kohle insofern relativiert wird, als dass man dann auch wieder ordinäre Glasfasern einsetzen kann, die auch tendenziell weniger empfindlich auf Schläge reagieren.

@Ghost: Was ist ein "Uboot-Rumpf"? Die durchflutete Außenhülle? Der Druckkörper? Wie groß, wie lang, wie schwer ist das Boot? Wie tief soll es tauchen können? Du siehst, so pauschal kann man da eigentlich nichts zu sagen. Ich würde ein Uboot generell als Zweihüllenboot aufbauen, wobei die Außenhülle ein vergleichsweise dünnes GfK-Laminat sein würde (meinetwegen außen mit einer Lage Kohlegewebe oder eingefärbtem Glas, wenn man das aus optischen Gründen haben will) und sich innen ein zylindrischer Druckkörper aus Plexiglas oder Alurohr befände, der die Technik aufnimmt und auch die Längsfestigkeit des Bootes übernimmt. Also so, wie es ohnehin schon üblich ist. :wink:

Gruß aus Kiel,

Ole aka Motti

Ghost_75
29.08.2006, 22:47
Das ist der große vorteil der Menschen Jeder kann seine eigene Meinung haben!

Nichts für ungut ist aber so!!

Ghost :sonar: :sonar:

Motti
29.08.2006, 22:58
@Ghost: Genau so ist's! :that: Und deshalb will ich dich auch gar nicht abhalten, etwas aus Kohle zu bauen, wenn dich der Werkstoff interessiert. Es ist nur eben so, dass Kohlefaserlaminate - wie alle anderen Werkstoffe auch - keine Allheilmittel sind, sondern bestimmte Stärken und Schwächen haben. Leider wird das oft so dargestellt, als seien Bauteile aus Carbon praktisch unkaputtbar und gleichzeitig federleicht. Genau das ist aber eben nicht der Fall.



Letztendlich muss jeder selbst wissen, ob ein bestimmter Werkstoff das Optimum für die jeweilige Aufgabe darstellt oder nicht. Und wenn ein wichtiger Faktor für die Materialauswahl eben einfach das reine Interesse daran ist, ist das natürlich auch okay. :wink: Der Vorteil von Modellen ist ja, dass man so wenig Material braucht, dass man auch mal mit relativ teuren Werkstoffen experimentieren kann, ohne gleich Riesensummen investieren zu müssen.



Schönen Gruß aus Kiel,



Ole aka Motti

Didi
29.08.2006, 23:01
Jeder kann seine eigene Meinung haben!Na klar doch................................

Will dir ja keiner nehmen. :wink:

Aber bei der Diskussion um CFK oder GFK gehts nicht um Meinungen sondern um Daten und Fakten, und die bekommst du da du danach gefragt hast........... :wink:

Ghost_75
29.08.2006, 23:32
Das sehe ich genauso Didi

Deswegen ja auch mein Komentar an Deede den das war seine meinung.

Es ist mir auch vollkommen klar das Carbon kein Heiliger Gral des Modellbaus ist und das es schwachpunkte hat.

Aber den bereich in den ich mir vorstelle mit Carbon zu arbeiten hat es eben seine Vorteile und dabei ist es auch egal ob ich die Antenne ganz aus dem Rumpf nehmen müßte den das müßte ich sowieso.

Euer Ghost :sonar: :sonar:

Matze
30.08.2006, 01:15
Wer von euch hat den schonmal mit Carbon gearbeite ?

Was habt ihr damit gemacht?



Hallo Ghost_75

ich hab damit auch schon gespielt. Ich habe damit die Laufflächen eines S7 Botes verstärkt. Als Harz habe ich L285 und H285 verwendet.

Außerdem habe ich mit Hilfe von zwei Glasplatten, ein paar Gewichten, und ein paar resten an Carbon und Glasfaser verschiedene Platten selber laminiert. Und anschließend im Backofen getempert.

Als Bezugsquelle kann ich dir Carboplast.de empfehlen.

Falls du noch nach einem Rennboot suchst würde ich mal bei Hydro&Marine nachschauen. Bzw. wenn es nach außen nicht weiß sondern im Carbon look sein soll wirst du nachfragen müssen.

Empfehlen könnte ich dir die Dart ein kleines schnelles Mini Mono.

Liebe Grüße

Matze

Didi
30.08.2006, 02:50
Außerdem habe ich mit Hilfe von zwei Glasplatten, ein paar Gewichten, und ein paar resten an Carbon und Glasfaser verschiedene Platten selber laminiert. Hab ich auch schon gemacht. Gibt wunderschöne Platten, fast wie gekauft....................

(allerdings nehme ich Plexi-Platten statt Glas-Platten)

Ich habe so auch meine Motorträger gefertigt. Die allerdings in Sandwich-Bauweise. Als Kern Sperrholz, beidseitig mit 3 Lagen 80er Glasgewebe kaschiert. Wasserfestes Sperrholz ist da übrigens nicht geeignet, das saugt auch kein Epoxy auf.............

OttoDröscher
30.08.2006, 16:46
Hab ich auch schon gemacht. Gibt wunderschöne Platten, fast wie gekauft....................

wie kommst Du dann auf die von Dir gewünschte Platten-Dicke? Mit dist. Blechen o. Scheiben? Ist ja wirklich eine sehr interessante Geschichte, da könnte ich mir die Platten wie ich mag in Größe und Form selber herstellen. Eine tolle Idee und wieder was dazu gelernt.

Didi
30.08.2006, 18:25
wie kommst Du dann auf die von Dir gewünschte Platten-Dicke? Einfach Pi-mal-Daumen.

Die Stärke des Sperrholz ist bekannt, die Laminatdicke wird anhand von Datenblättern geschätzt. Haut eigentlich ziemlich gut hin....... :wink:

OttoDröscher
30.08.2006, 20:34
Die Stärke des Sperrholz ist bekannt

aha, da hatte ich einen Denkfehler! Ich war jetzt davon ausgegangen das Du die Platten pur, also ohne einlaminierten Sperrholz herstellst. Deshalb meine Frage.

Didi
31.08.2006, 01:20
pur, also ohne einlaminierten SperrholzHab ich auch schon gemacht aber nur in GFK.

Gibt bei 5 Lagen 80er Matte so ca. 0,5mm dicke Platten.

Guck einfach bei R&G nach, im Onlineshop (http://shop.ezentrum.de/4DCGI/ezshop?hid=27&sprachnr=1) stehen bei den einzelnen Geweben auch die Technischen Daten................ :that:

OttoDröscher
01.09.2006, 01:05
Hallo Didi

danke schön für den Link. Sehr interessant!

Ghost_75
02.09.2006, 23:19
@Ghost: Was ist ein "Uboot-Rumpf"? Die durchflutete Außenhülle? Der Druckkörper? Wie groß, wie lang, wie schwer ist das Boot? Wie tief soll es tauchen können? Du siehst, so pauschal kann man da eigentlich nichts zu sagen. Ich würde ein Uboot generell als Zweihüllenboot aufbauen, wobei die Außenhülle ein vergleichsweise dünnes GfK-Laminat sein würde (meinetwegen außen mit einer Lage Kohlegewebe oder eingefärbtem Glas, wenn man das aus optischen Gründen haben will) und sich innen ein zylindrischer Druckkörper aus Plexiglas oder Alurohr befände, der die Technik aufnimmt und auch die Längsfestigkeit des Bootes übernimmt. Also so, wie es ohnehin schon üblich ist. :wink:



Moin Motti

Mit Rumpf meinte ich die Außenhülle.

Das U-Boot was jetzt mal als Beispiel nehmen möchte hab ich gerade als Thema Hier (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?t=28294&start=0) laufen.

Im ersten Beitrag findest du einen Link zu einem Bild das als Vorlage dienen soll es und es hat ein etwas ungewöhnliche form :wink:

(Ich habe hier noch mehr Bilder aber ich weiß noch nicht wie ich die ins Netz bekomme.)

Dieses Boot könnte ich mir am besten als ein einhüllen Boot vorstellen alleine schon damit es genug Auftrieb hat um auch Überwasser eine gute Figur zumachen.

Größe: Soll so um einen Meter liegen.

Tauchtiefe: Ich könnte jetzt 30m sagen aber das wäre unrealistisch ich denke mal wenn man es für 10m auslegt ist das mehr als genug sicherheit oder?

Gewicht : :dontknow: Schätze mal 5Kg Technik + Tanks

Ich bin mal gespannt was du dazu sagst :wink: den für mich ist es das Verrückteste Boot was ich bisher gesehen habe und das ist wohl auch der grund warum ich mich daran beteilige. :mrgreen:

Ich möchte es Fahren Tauchen und auch wieder Auftauchen sehn.

Ghost :sonar: :sonar:

Deede
03.09.2006, 11:03
Moin Ghost,

die Notwendigkeit einen bestimmten Werkstoff einsetzen zu müssen und das Interesse damit experimentieren zu wollen, sind zwei verschiedene Dinge. Wenn ich es bisher richtig verstanden habe, ist hier letzteres der Fall. Das ist absolut okay, keine Frage. Es sollte nur nicht so aussehen als müssten jetzt alle Carbon- oder Aramidfasern einsetzen, denn das ist das non plus ultra bei den Werkstoffen, deswegen auch der Hinweis auf die Nachteile. Dieses Thema hattest du ja auch mit einer Frage eingeleitet.

Ich würde es sogar begrüßen wenn du in diesem Projekt CFK verwendest und uns deine Erfahrungen mitteilst.

Ghost_75
03.09.2006, 11:47
Moin Deede

Ich gebe dir vollkommen recht das Carbon nicht das Non plus Ultra ist.

Mein interesse an dem Werkstoff kam auf als ich in einem anderen Forum von einem U-Boot gelesen habe das aus Carbon besteht, daraufhin habe ich hier dieses Thema aufgemacht.

Und ich freue mich das das Thema so viel Interesse geweckt hat und

meinst du nicht auch das gerade für gewisse Teile CFK auch vorteile hat ?

In der zwischenzeit hat sich ergeben das ein Kollege mit der Idee zu mir kam ein U-Boot auf der Grundlage eines Raumjägers zu Bauen und wegen seiner Optik und der überlegung die Flügelenden als Tiefenruder auszulegen kam meine Idee das man hier durchaus CFK einsetzen könnte.

Darum hab ich jetzt mal den Link gemacht um die jenigen unter euch die sich mit dem Thema Laminieren auskennen zu fragen wie Baue ich einen solchen Rumpf.

Ob er nun Komplett aus CFK gebaut wird oder nur Teile das steht in den Sternen!!

Aber wenn werde ich euch davon berichten.

Ghost :sonar: :sonar: