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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kraftschlüssige Übertragung des Motordrehmoments Modellmotor


wäärner
20.08.2006, 20:32
Das Problem: wie kann man von einer Motorwelle die Kraft abnehmen und abführen, wenn da nur ein rundes Stück Welle herausragt?

Wie das bei großen Motoren funktioniert, ist klar: mit Nut und Paßfeder.

Kleine Modellbaumotoren haben eine 2,17er (=1/8 Zoll) oder 3,00 oder 4,00 oder so weiter Motorwelle, gehärtet, und nach einer Nut suchen wir da vergeblich. Es steht nach außen nur dieser kleine Stummel raus, der Rest von der Motorwelle, oft kaum länger als 8 mm.

Wie schafft man es in dieser Dimension, die Motorkraft abzunehmen?

Was gibt es da nicht für "tolle" Konstruktionen. Z. B. ein dem Wellenmaß bohrungsmäßig einigermaßen angenäherter "Alu"-Mitnehmer, der außen, Alu und dünn wie er ist, rechtwinklikg zur Welle 2 oder 3 Gewinde hat, um die Motorwelle mit Madenschrauben zu "klemmen". :neg:

Das ist primitiv, aber Standard, und ob das in der Länge gesehen irgendwie rund ist, na, wer will es sagen. Es ist nicht "rund".

Eine gute Lösung, von dem standardmäßig verwendeten Alu mal abgesehen, was ja eigentlich nur auf Verschleiß ausgelegt ist (=einmal zu fest angezogen, ist es im Eimer), sind

Konusmitnehmer.

Konusmitnehmer haben innen eine Bohrung in Größe der Motorwelle, zum Motor hin einen konischen Anteil, und wenn man nun die Schraube in axialer Richtung spannt, schiebt sich der Innenkonus über den Außenkonus und klemmt das fest. Dazu muß das Verbindungstück natürlich geschlitzt sein, sonst geht es nicht. Macht man das in Alu, ist es natürlich auch wieder nur reiner Schrott. Aber so ist das eben heutzutage...

Eine bisher wenig bedachte Alternative ist die Spannzange. Spannzangen kennen wir als Werkzeugaufnahme in der Fräse und Drehbank, also als relativ voluminöse Werkzeuge.

Ich habe das mit einem im Modellbau bisher fast unbekannten Maß einmal ausprobiert. Das unbekannte Maß ist ER 11, steht wirklich in keinem technischen Handbuch.

Für ER 11 gibt es, nach monatelanger Wartezeit, Industriespannzangen 2,0, 2,5, 3,0, 4,0, 5,0 und 6,0 und 7,0 Millimeter. Das heißt, das sind gehärtete, mehrfach geschlitzte Spannzangen nach DIN-Norm, Genauigkeit 1/100 mm.

Was muß man tun?

Erstmal den Alu-Schrott vergessen, erstklassigen Werkzeugstahl verwenden oder VA, wenn ich an die Nordsee denke, V4A.

Für die Spannmutter benötigt man das ganz ungewöhnliche Gewinde M 13 x 0,75. Geht nur auf der Bank, dafür gibt es keine Außengewindeschneider.

Vor Kopf des Mitnehmers muß dann der DIN-Spannzangenkonus reingesetzt werden. Das ist einfach, alle DIN-Spannzangen haben einen Innenkonus von 8 Grad. Man kann den reinsetzen auf spitze Kante, und wenn dann die Spannmutter nicht genug Umdrehungen macht, in der Länge abdrehen. Wirklich kein Ding.

Ergebnis dann: Man hat einen kraftschlüssigen Mitnehmer für alle Motorwellen von 2-7 mm mit DIN-Spannzangen.

Kraftschlüssig heißt, daß der auch 1 KW locker mitnimmt.

Mehr muß dann ja wohl nicht sein. ;)

Kaleupeter
20.08.2006, 21:19
Hi

Boooaaahh, man, da mach ich es doch tatsächlich seit

23 Jahren falsch und meine Boote treiben noch alle

auffm Teich.... :roll: :roll: :roll:

Gruß

Peter

wäärner
20.08.2006, 21:22
Hi

Boooaaahh, man, da mach ich es doch tatsächlich seit

23 Jahren falsch und meine Boote treiben noch alle

auffm Teich.... :roll: :roll: :roll:

Gruß

Peter

Mein bester,

Boote treiben seit Jahrtausenden auf Teichen mit oder ohne Motor.

Das hier ist ein Hightech-Beitrag, haste wohl nicht begreifen wollen.

;)

Kaleupeter
20.08.2006, 21:27
Das hier ist ein Hightech-Beitrag, haste wohl nicht begreifen wollen.



Danke für den persönlichen Angriff :that:

DAS ist mein letzter Kommentar zu deinen Beiträgen

Frank Andrees
20.08.2006, 21:30
Hallo Peter,

das hast Du jetzt davon. Hättest Du Wäärners Methode angewandt, würden sie noch fahren. :wink:

Aber diese Artikel werde ich morgen gleich mal mit an den Teich nehmen.

Da werden sich doch ein paar Modellbauer wundern, warum sie mit den schlechten Alu-Mitnehmer ihre Rennboote mit lockeren 500 W nur auf ca. 90 km/h kriegen. Mit der Spannzangen werden wir dann bei der besseren Kraftübertragung sicherlich 0,5-1 km/h rauskitzeln. :mrgreen:

Ansonsten ist der Hinweis auch schon alt. Wird bei Rennbootfahrern seit langer Zeit angewandt.

Bei welchen Schiffen setzt Du denn die Spannzangen ein ??

Apropos:

1 KW ist heute aber nicht mehr sehr viel !!

Mit freundlichen Grüßen

Frank

wäärner
20.08.2006, 21:35
Das hier ist ein Hightech-Beitrag, haste wohl nicht begreifen wollen.



DAS ist mein letzter Kommentar zu deinen Beiträgen

Danke. ;)

Teddy
20.08.2006, 23:39
1 KW ist heute aber nicht mehr sehr viel !!

Ist das jetzt dein Ernst? Ich habe bei meiner Dicken 4 Motoren drin und komme auf eine Leistung von 350W pro Welle. Bisher bin ich immer davon Ausgegangen, dass diese Leistung schon zu hoch ist. Natürlich kann ich mir Vorstellen das Rennboote mehr Leistung an der Welle haben, aber 1KW soll nicht viel sein? Sorry! Wieviele Boote habe mehr als 1kw? 1% oder weniger behaupte ich mal!

Lars Persson
21.08.2006, 00:08
Na ja,

ich denke mal bei den Powerboats so ab 30-40 Zellen ist 1kW gang und gäbe.

Bei mir auf der Wakenitz fahren Katamarane (Drifter) mit 1,5 - 1,8m Länge.

Da sind pro Motor 30 Zellen drin. Der Strom pro Motor liegt so bei 30-40A.

Das macht, wenn man von einer Spannung unter Last von 1V/Zelle ausgeht, so etwa 900 - 1200 Watt!

Speed: laut GPS ca. 120km/h!

Und es gibt noch viel leistungsstärkere Antriebe. (http://www.hacker-motor.com/deutsch/motor-c50quad.html) :mrgreen:

Man beachte den empfohlenen Akku!

4x10S3P - das sind 120(!) Zellen!!!

:shock:

Didi
21.08.2006, 06:24
..................und ich Trottel fertige meine Kupplungen immer noch aus Messing. Die Bohrung wird mit einer zur Motorwelle passenden Reibahle gerieben. Und auf die Motorwelle schleife ich eine kleine Fläche auf der eine Madenschraube in der Kupplung für eine Kraft- und Formschlüssige Verbindung sorgt.

Na ja, aber mit meinen ca 40W pro Welle kann ich da ja nicht mitreden.

Frank Andrees
21.08.2006, 07:00
Hallo Teddy,

genau solche Rennboote, die Lars erwähnt, meinte ich.

Bei uns baut z.B. gerade einer eins. 1,50 m lang, 2 brushless Motoren und er geht mal von 124 Zellen aus. Je Motor also 62 Zellen, macht unterste Grenze 77V. Rechne jetzt mal mit ca. 30A. Dann bist Du bei 2,3 KW.

Bei einer Leistungsabgabe des Motors von ca. 80 % ( solllte bei Brushless eigentlich noch höher liegen) bin ich bei 1,8 KW auf der Wellenkupplung.

Natürlich hast Du Recht. Dies fahren nicht sehr viele. Nur die Spannzangen lohnen sich aus meiner Sicht auch nicht für sehr viele. Oder baust Du Deine Dicke jetzt um ?? :mrgreen:

Mit freundlichen Grüßen

Frank

Ike
21.08.2006, 22:31
Das ist primitiv, aber Standard, und ob das in der Länge gesehen irgendwie rund ist, na, wer will es sagen. Es ist nicht "rund".

Nun genau einer kann das Sagen: Wäärner!



Macht man das in Alu, ist es natürlich auch wieder nur reiner Schrott. Aber so ist das eben heutzutage...

und nur ein Mensch auf dieser Welt hat das begriffen, Wäärner!



Ich habe das mit einem im Modellbau bisher fast unbekannten Maß einmal ausprobiert. Das unbekannte Maß ist ER 11, steht wirklich in keinem technischen Handbuch.

... und wer hats gefunden? (super)Wäärner! :)



Für ER 11 gibt es, nach monatelanger Wartezeit,



nun gut, in der Zeit wo Du gewartet hast, fährt mein Boot schon seine Runden!



Industriespannzangen 2,0, 2,5, 3,0, 4,0, 5,0 und 6,0 und 7,0 Millimeter. Das heißt, das sind gehärtete, mehrfach geschlitzte Spannzangen nach DIN-Norm, Genauigkeit 1/100 mm.

Ist ja klasse, erst auf der Genauigkeit rumreiten und dann mit einer 3,0mm Spannzange eine 3,2mm Welle spannen? Hoffentlich fliegt einem da nicht alles um die Ohren. :)



Was muß man tun?

Erstmal den Alu-Schrott vergessen, erstklassigen Werkzeugstahl verwenden oder VA, wenn ich an die Nordsee denke, V4A.

besitzt Du ein Kraftfahrzeug? Wieviel VA oder V4A ist dort verbaut? Oder doch vieleicht Alu? Oh :shock: so ein Schrott!



Für die Spannmutter benötigt man das ganz ungewöhnliche Gewinde M 13 x 0,75. Geht nur auf der Bank, dafür gibt es keine Außengewindeschneider.

Oh, welch einfache und ungemein praktische Lösung! Erst Monate auf die Teile warten, dann die Drehbank bemühen, eben mal einen Konus usw....

Hör mal Wäärner, lass es bitte bleiben. Diese Tipps helfen keinem weiter! Du musst hier niemandem beweisen welch toller Dreher und Mechaniker du bist. Mir ist es auch egal welche tollen Werkzeugfirmen du kennst. Ich hatte bis jetzt meinen Mund gehalten aber irgendwann ist genug! So schnell wie Du hat es bis jetzt noch niemand geschafft sich bei vielen Usern absolut unbeliebt zu machen.

Überleg dir mal, ob du hier wirklich im richtigen Forum bist. Es gibt doch bestimmt auch Foren für Heimwerkerkings wie du es einer bist.

Geposted nach 1 Stunde 43 Minuten 32 Sekunden:

Damit keine Missverständnisse Aufkommen:

ich wollte in keiner Weise einen User mit Namen:Heimwerkerking beleidigen :that:

Und ganz wichtig: :!: diesen Text habe ich nicht in meiner Funktion als Moderator geschrieben. Ist nur meine persönliche Meinung.

Lars Persson
21.08.2006, 22:46
Ist nur meine persönliche Meinung.

Meine auch! :mrgreen:

wäärner
24.08.2006, 23:14
Es wurde hier eine saubere Alternative zur normalen Motorwellenkupplung vorgestellt.

Der Schwerpunkt der Alternative liegt natürlich darin, das wurde hier von den interessieren Teilnehmern übersehen, daß man industriell verfügbare

Wechselspannfutter

hat für verschiedene Wellendurchmesser.

Auch hier gilt: erst lesen, dann denken, dann ablästern.

Alternative zu Wechselspannfuttern?

Da wird´s dann eng, meine Herrschaften, gelle?

Wer seine olle Motorwelle für ewig an den Abtrieb verkuppeln will, dem ist mit jeder Kupplung geholfen.

Allerdings, alle meine Postings gehen alle auf eigene Versuche zurück, hier wird nicht nur so dahergeredet, glaube ich, daß die selbstgedrehte Konus-Aufnahme nach wie vor das Optimum ist.

Solange sie nicht aus Alu ist, sondern aus Titan oder Werkzeugstahl oder, Nordsee eingerechnetn, V4A.

@didi

Du weißt, daß Messing eine höhere Zähigkeit als Baustahl hat? Da mußt du dich mit deinem Messing nicht verstecken.

Wie gesagt, es war als Alternative gedacht. Danke für zahlreichen weiterführenden Beiträge. ;)

Antias
24.08.2006, 23:52
Sorry,

aber ich raff den Sinn von so einer Schnellspannwellenkupplung nicht.

Ich nehm doch nicht den Motor aus dem Schiff wenn ich mal ein anderes fahren will. :???:

Wenn meine Aluwellenkupplung im Eimer ist kauf ich ´ne neue und stell mich nicht Stunden in die Werkstatt. :pfeif:

Muß ich eigentlich immer das Rad neu erfinden?

Matthias

wäärner
25.08.2006, 00:01
Sorry,

aber ich raff den Sinn von so einer Schnellspannwellenkupplung nicht.

Ich nehm doch nicht den Motor aus dem Schiff wenn ich mal ein anderes fahren will. :???:

Wenn meine Aluwellenkupplung im Eimer ist kauf ich ´ne neue und stell mich nicht Stunden in die Werkstatt. :pfeif:

Muß ich eigentlich immer das Rad neu erfinden?

Matthias

Du mußt es konstruktiv sehen:

Das Spannzangenfutter ermöglicht, unterschiedliche Wellendurchmesser kraftschlüssig aufzunehmen.

Ob das in deinem Fall erforderlich ist, spielt keine Rolle.

Es ermöglicht es.

Antias
25.08.2006, 00:18
Ob das in deinem Fall erforderlich ist, spielt keine Rolle.

Es ermöglicht es.

Ich frag mal mein Schiff, ob es das haben möchte.

Ich raff´s trotzdem nicht. :pfeif:

Matthias

Didi
25.08.2006, 00:39
Es ermöglicht es.Genau das ist der Knackpunkt.

Dem Wäärner sei verziehen da er sich bei den Schifflebauern ja nicht auskennt, aber................

................Wäärner, wir bauen zu 99% eine Wellenanlage in das Schiff, pfriemeln einen Motor rein und verbinden diese beiden Elemente mit der einfachsten haltbaren Verbindung. Diese Vebindung wird nur in einem Reparaturfall gelöst, was bei anständiger Dimensionierung der Bauteile nie der Fall sein sollte.

Somit ist die (aus Metall-Technischer Sicht sehr gute) Spannzangenverbindung für den einzelnen Modellbauer zu aufwendig, zu teuer, einfach gesagt unnötig.

Die Lösung mit der Hülse die von einer Made auf der Welle gehalten wird hat sich im einfachen Schiffsmodellbau (was die Mehrheit im Forum betreibt) bewährt. Nicht weil wir zu engstirnig sind was anderes auszuprobieren sondern weil es halt einfach funktioniert.............................

Wäärner, du lebst scheinbar auch gerne die Devise aus "Warum einfach wenn es auch kompliziert geht.............."

Siehe auch HIER (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?p=315988)

odlanir
25.08.2006, 09:25
Hallo,

nun, so ganz blöd finde ich diese Spannzangengeschichte nicht. Jedenfalls wird sowas bei den Modellfliegern schon seit langem verwendet, um den Propeller auf die Motorwelle zu bekommen. Und da macht sowas auch Sinn,

da ein solcher schon hin und wieder gewechselt werden muß.

Wenn es aber nur das Unbehagen sein sollte, die Motorwelle mit Madenschrauben anzudrücken, da gibt es auch andere einfache Möglichkeiten, eine Hülse kraftschlüssig und rundlaufend auf die Welle zu bringen.

Ich verweise hier auf die Standardwerke von Werner Krause zur Gerätekonstruktion in der Feinwerktechnik. (einfach mal beim Bücherdings suchen)

Für den Wäärner - Du hast hier einige interessante Möglichkeiten beschrieben. Sicher ist es immer gut, auf konstruktiv und fertigungstechnisch hochwertige Lösungen hinzuweisen. Mich persönlich interessiert sowas auch.

Im Weiteren versuche ich dann bei meinen Modellen von Arbeitsschiffen, z.B. den Antriebsstrang unter folgenden Gesichtspunkten zu bauen:

- er muß in das Modell hineinpassen, d.h. er hat bei mir Wellendurchmesser zwischen 1 und 4 mm und muß Leistungen bis 50 W übertragen.

- die verwendeten Motoren haben Lagerspiele im Bereich von 0,5 bis 1/10 mm, ausreichend bei den Wellen sind Gleitlager mit ähnlicher Wackelpassung, da langsamlaufende Motoren verwendet werden.

- damit es klein und leicht bleibt, verwende ich Feder- oder Schlauchkupplungen, die Forderungen an Rundlauf etc. kannst Du jetzt schon abschätzen.

Auch Unwuchten durch ungleichmäßiges Klemmen auf Wellen oder Masseunwuchten von Modellschiffspropellern bei den genannten niedrigen Drehzahlen sind bei handelsüblichen oder selbstgefertigten Bauteilen mit Durchmesser bis 50 mm in Standardqualität zu vernachlässigen.

Ich würde mir wünschen, wenn Du uns einige Hinweise geben könntest, wie wir, die wir uns in Baugrößen der Feinwerktechnik bewegen, unsere Modelle verbessern können.

Das bisher beschriebene hilft beim Bau der Originale.

Viele Grüße

odlanir

wäärner
25.08.2006, 18:35
Hallo,

nun, so ganz blöd finde ich diese Spannzangengeschichte nicht. Jedenfalls wird sowas bei den Modellfliegern schon seit langem verwendet, um den Propeller auf die Motorwelle zu bekommen. Und da macht sowas auch Sinn,

da ein solcher schon hin und wieder gewechselt werden muß.

Wenn es aber nur das Unbehagen sein sollte, die Motorwelle mit Madenschrauben anzudrücken, da gibt es auch andere einfache Möglichkeiten, eine Hülse kraftschlüssig und rundlaufend auf die Welle zu bringen.

Ich verweise hier auf die Standardwerke von Werner Krause zur Gerätekonstruktion in der Feinwerktechnik. (einfach mal beim Bücherdings suchen)

Für den Wäärner - Du hast hier einige interessante Möglichkeiten beschrieben. Sicher ist es immer gut, auf konstruktiv und fertigungstechnisch hochwertige Lösungen hinzuweisen. Mich persönlich interessiert sowas auch.

Im Weiteren versuche ich dann bei meinen Modellen von Arbeitsschiffen, z.B. den Antriebsstrang unter folgenden Gesichtspunkten zu bauen:

- er muß in das Modell hineinpassen, d.h. er hat bei mir Wellendurchmesser zwischen 1 und 4 mm und muß Leistungen bis 50 W übertragen.

- die verwendeten Motoren haben Lagerspiele im Bereich von 0,5 bis 1/10 mm, ausreichend bei den Wellen sind Gleitlager mit ähnlicher Wackelpassung, da langsamlaufende Motoren verwendet werden.

- damit es klein und leicht bleibt, verwende ich Feder- oder Schlauchkupplungen, die Forderungen an Rundlauf etc. kannst Du jetzt schon abschätzen.

Auch Unwuchten durch ungleichmäßiges Klemmen auf Wellen oder Masseunwuchten von Modellschiffspropellern bei den genannten niedrigen Drehzahlen sind bei handelsüblichen oder selbstgefertigten Bauteilen mit Durchmesser bis 50 mm in Standardqualität zu vernachlässigen.

Ich würde mir wünschen, wenn Du uns einige Hinweise geben könntest, wie wir, die wir uns in Baugrößen der Feinwerktechnik bewegen, unsere Modelle verbessern können.

Das bisher beschriebene hilft beim Bau der Originale.

Viele Grüße

odlanir

Och, naja, die Madenschraube funktioniert ja. Es gibt ja Leute, die schleifen die Motorwelle deswegen an und dann sitzt die ohne Ende.

Anders sieht es aus, wenn man bei großen Motorleistungen >=500W ... 1,5 KW und hohen Drehzahlen arbeitet, sagen wir mal 15.000-30.000 U/Min. Da spielt der Rundlauf dann schon eine Rolle.

Meine Lösung mit der Spannzange ist gedacht, unterschiedliche Motorwellen aufzunehmen durch Auswechseln von Konfektionsteilen, und natürlich ist sie ein Hybrid: Besser ist es, und leichter und kraftschlüssiger, für den speziellen Motor den richtigen Mitnehmer als Konus-Aufnahme zu drehen.

Was nun Verbesserungen angeht: Wohin soll es gehen? Es kommt immer drauf an, was eine Rolle spielt. Wenn n ichts eine Rolle spielt, muß man nichts verbessern. ;)

Frank Andrees
25.08.2006, 19:01
Hallo Wäärner,

jetzt weiß ich endlich, warum mein Outrigger heute beim Probefahren so gesprungen ist. :that:

Das war bestimmt die Unwucht durch die einfache Madenschraubenkupplung. :mrgreen:

Mal im Ernst.

Der Motor dreht im Leerlauf ca. 35000 Umdrehungen. Bei Last müßten dies so ca. 25-28000 sein. Das Ganze ist mit einer, aus Deiner Sicht vollkommen ungeeigneten, Alukupplung auf eine Flexwelle verbunden.

Funktioniert aber trotzdem bestens.

Übrigens erzeugt Dir jeder ungewuchteter Propeller mehr Unwucht und Probleme für den Motor als die normalen Alukupplungen.

Mit freundlichen Grüßen

Frank

wäärner
25.08.2006, 19:19
Moderation von Moderatorengruppe
Bitte nicht komplette Beiträge zitieren! Sondern nur jene Teile, die notwendig sind. Sollte der gesamte Beitrag gemeint sein so reicht das in Foren übliche @Benutzername. In diesem Fall

@Frank Andrees

Hallo Frank!

Hast du dich mal mit der Leistungs-Charakteristik von Elektromotoren beschäftigt?

Wenn der Motor 35.000 Leerdrehzahl abliefert ...

... hmmm...

wie kann der dann unter Last 25.000...28000 fahren?

Wenn der 25.000 fährt, dann ist der nicht unter Last!

Dann liefert der nur einen Bruchteil der Leistung, den er könnte.

Setz mal einen Drehzahlmesser dran. Oder anders herum gesehen: setz ein Amperemeter dran und einen Spannungsmesser!

Bei 28.000 U albert der doch nur rum.

So wie du sagst, so kann´s nicht sein. ;)



Gruß Wäärner

Frank Andrees
25.08.2006, 19:41
Hallo Wäärner,

Du hast doch sicher schon mal was von Brushless gehört ??

Was ist dort ein normaler Wirkungsgrad ??

Da Du Deine Fragen ja auch selber beantwortest, tue ich dieses auch gleich.

Bei dem Motor liegt er bei ca. 80%. Dann rechne mal bitte selber nach.

Bedenke bitte.

Wir reden hier von Schiffsmodellbau nicht vom Flugmodellbau.

Hier sind die Propeller wesentlich kleiner und drehen dabei viel schneller.

Er bringt übrigens die volle Leistung. Ansonsten würde der kleine Outrigger nicht um die 60 Km/h schnell sein.

Mit freundlichen Grüßen

Frank

PS: Bin übrigens Elektrotechnikingenieur. Da nimmt man sowas wie Elektromotoren auch mal im Unterricht durch.

wäärner
25.08.2006, 19:45
Moderation von Moderatorengruppe
Nun zum vorerst letzten Male! Bitte nicht komplette Beiträge zitieren! Sondern nur jene Teile, die notwendig sind. Sollte der gesamte Beitrag gemeint sein so reicht das in Foren übliche @Benutzername. In diesem Fall

@Frank Andrees

Sollte auch diese Verwarnung wirkungslos bleiben, mußt Du leider die Konsequenzen ziehen!

Nachrechnen?

Ohne Zahlen? Du machst Witze?

Zellenpack? Lastspannung? Schon mal gemessen?

Amperchen? Wieviele Amperchen kriechen denn rein?

Oder sollen wir hier herumalbern?

Erik
28.08.2006, 13:24
@Frank

Aber die Vorlesung über Motoren in E-Technik war bestimmt net so gut und so detailliert, wie bei den Metall-Inschenören.

@wäärner

Eine der Kennlinien eines Motores beschreibt den Zusammenhang zwischen Drehzahl und Drehmoment (Last).

Und diese verläuft immer so, dass die Drehzahl abnimmt, wenn das Drehmoment steigt. Und umgekehrt.

Die Kennlinie kann mal steiler sein, dann bricht der Motor in der Drehzahl mehr ein oder sie ist flacher, dann bricht die Drehzahl nicht so schnell ein.

Deine Spannzange ist sinnvoll, wenn ich dauern die Welle ausbauen muss, da (evtl. bei den Fliegern) dauernd die Schraube erneuert werden muss. Aber welcher Schiffsmodellbauer muss schon dauernd die Schraube wechesln. Ich musste in meinen 8 Jahren Schiffsmodellbau an noch keinem meiner Schiffe die Schraube wechseln.

Wenn man die Welle an beiden Enden anfeilt, dann verändert sich der Schwerpunkt der Welle etwas. Das stimmt. Allerdings sind die Größenordnungen eher als gering zu bezeichnen. Wenn man nun den Schwerpunkt der Welle betrachtet, dann liegt er zu 90-95% der Wellenlänge auf der Wellenmitte. Und nur an den Enden weicht er ab.

Wenn man nun entgegengesetzt anfeilt, d.h. an einer seite bei 0° und an der anderen um 180° entgegengesetzt kann sich die Welle durchbiegen respektive verdrehen, da die Schwerpunkte an den Enden der Welle bei Rotation die Kraft (Zentripetalkraft) entgegengesetzt einleiten. Wenn man an jedem Wellenenden zweimal anfeilt (gleich tief), dann liegt der Schwerpunkt über die gesamte Wellenlänge wieder auf der Wellenmitte. Wenn man dann noch eine zweite Madenschraube 180° versetzt zur ersten Eindreht, dann ist sogar eine Unwucht durch die Madenschrauben unmöglich, sofern die Schrauben die gleiche Länge haben. Aber das zu vertiefen würde hier jetzt zu weit führen.

___________________

Da jeder seinen Titel angibt:

Azubi zum Vertriebsingenieur für lüfterlose Schaltnetzteile mit 5 Semester Zusatzausbildung E-Technik.

Didi
28.08.2006, 17:45
Aber das zu vertiefen würde hier jetzt zu weit führen.Ist auch nicht nötig. :wink:

Hast es schon sehr gut erklärt. Das ist der Ton den auch Modellbauer ohne Spezialkenntnisse verstehen. :that: