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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Voltregler


Klaus.Schirmers
07.07.2006, 18:23
Hallo Schiffsmodellbauer,

auf dem Gebiet der Elektrotechnik bin Laie und benötige Hilfe.

ich möchte aus 12 Volt Akkus unter anderem mit 6 Volt bzw. 4,8 Volt Strom aufnehmen.

Gibt es solche Anschlüsse um die Voltzahl zu reduzieren, wenn ja, wo kann ich solche beziehen oder bauen lassen.

Gruss

Klaus der

JL
07.07.2006, 18:56
Hallo Klaus,

wenn ich das richtig verstanden habe, möchtest Du bei einem 12V-Akku auch 4,8 bzw. 6 V Spannung erhalten. Dazu müsstest Du einen NiCd- oder NiMH-Akku wählen und nach 4 (4,8V) und/oder 5 (6V) Zellen jeweils am Pluspol der betreffenden Zelle die Spannung abgreifen. Wenn Du den Akku selbst konfektionierst, ist das kein Problem; bei den gekauften mußt Du eben die Umhüllung (meistens Schrumpfschlauch) an der betreffenden Stelle öffnen und ein Kabel anlöten.

Grundsätzlich hat dieses Verfahren aber den Nachteil, dass dann die Zellen ungleichmäßig belastet werden, dh. wenn Du z.B. aus dem 4,8V-Zweig ordentlich Strom ziehst, sind die ersten vier Zellen schon leer, wenn in den restlichen Zellen noch genug Saft steckt. Betreibst Du dann Dein Modell weiter, werden die ersten Zellen tiefentladen (und polen im schlimmsten Fall um). Dies beeinträchtigt deren Lebensdauer signifikant.

Insofern wäre einer Lösung, die per Spannungswandler aus den 12V die gewünschten 4,8 und 6V herstellt, der Vorzug zu geben. Nachteilig ist hier natürlich, dass kein Spannungswandler mit einem Wirkungsgrad von 100% arbeitet; bei Schaltreglern lassen sich aber Werte >80% erreichen.

Wenn du auf diesem Gebiet nicht so bewandert bist, würde ich Dir eher zu einem klassichen Längsregler raten, der zwar einen schlechteren Wirkungsgrad hat, aber einfacher aufzubauen ist (und darüber hinaus bestimmt keine Störungen aufgrund Taktung erzeugt).

Aber vielleicht kannst Du schreiben, wofür die unterschiedlichen Spannungen benötigt werden. Eventuell gibt es noch einen anderen Lösungsansatz.

Klaus.Schirmers
07.07.2006, 20:00
Hallo Klaus,

wenn ich das richtig verstanden habe, möchtest Du bei einem 12V-Akku auch 4,8 bzw. 6 V Spannung erhalten. Dazu müsstest Du einen NiCd- oder NiMH-Akku wählen und nach 4 (4,8V) und/oder 5 (6V) Zellen jeweils am Pluspol der betreffenden Zelle die Spannung abgreifen. Wenn Du den Akku selbst konfektionierst, ist das kein Problem; bei den gekauften mußt Du eben die Umhüllung (meistens Schrumpfschlauch) an der betreffenden Stelle öffnen und ein Kabel anlöten.

Grundsätzlich hat dieses Verfahren aber den Nachteil, dass dann die Zellen ungleichmäßig belastet werden, dh. wenn Du z.B. aus dem 4,8V-Zweig ordentlich Strom ziehst, sind die ersten vier Zellen schon leer, wenn in den restlichen Zellen noch genug Saft steckt. Betreibst Du dann Dein Modell weiter, werden die ersten Zellen tiefentladen (und polen im schlimmsten Fall um). Dies beeinträchtigt deren Lebensdauer signifikant.

Insofern wäre einer Lösung, die per Spannungswandler aus den 12V die gewünschten 4,8 und 6V herstellt, der Vorzug zu geben. Nachteilig ist hier natürlich, dass kein Spannungswandler mit einem Wirkungsgrad von 100% arbeitet; bei Schaltreglern lassen sich aber Werte >80% erreichen.

Wenn du auf diesem Gebiet nicht so bewandert bist, würde ich Dir eher zu einem klassichen Längsregler raten, der zwar einen schlechteren Wirkungsgrad hat, aber einfacher aufzubauen ist (und darüber hinaus bestimmt keine Störungen aufgrund Taktung erzeugt).

Aber vielleicht kannst Du schreiben, wofür die unterschiedlichen Spannungen benötigt werden. Eventuell gibt es noch einen anderen Lösungsansatz.

z.B. für die Ansteuerung der Ruderblätter über ein Servo mit 4,8 Volt

Oder kann ich einen Empfänger 6 Volt Bleiakku mit z.B. 10 ah verwenden und das 4,8 Volt servo anschliessen?

Moderation von Torsten
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Hansen-Bengel
07.07.2006, 20:03
Was du brauchst ist ein Spannungsteiler oder ein BEC-System.(was eigentlich auch nur ein Spannungsteiler ist)

BEC-Systeme gibt es bei allen gängigen Herstellern, damit kann man seinen Empfänger und die Servos an höheren Spannungen als 4.8V betreiben.

Jens Thode
07.07.2006, 20:55
Hallo Klaus,

die meisten Empfänger und Servos funktionieren in einem Spannungsbereich von 4,8 bis 6 Volt. Schau mal, wegen der Spannungsangabe, in die Bedienungsanleitung von Deinem Empfänger und Servo, oder auf der Internetseite des Herstellers.

Die Vorteil ist, wenn Du, 6 Volt anschließen kannst, das die Servos mehr Kraft haben, und auch etwas Schneller laufen.

Wenn der Empfänger mit 6 Volt bertieben werden darf, spricht nichts dagegen ihn mit einem 6 Volt Bleiakku zu betreiben, ich mache das auch seit Jahren so. So ein BEC System, benötigst Du dann auch nicht.

Der Strom (Ah, Amperestunden) hat ja nur damit zu tun, wie lange Du einen Verbraucher betreiben kannst.

JL
07.07.2006, 22:57
Hallo Klaus,

Oder kann ich einen Empfänger 6 Volt Bleiakku mit z.B. 10 ah verwenden und das 4,8 Volt servo anschliessen?

10 Ah scheint mir auf den ersten Blick recht viel für eine Servoversorgung. Wenn man einmal annimmt, dass die Servos in einem normalen Modell zusammen 1 A Strom brauchen (das ist schon recht grosszügig ausgelegt), dann würde Dein Akku 10 Stunden reichen :!:

Aber im Prinzip kannst Du das so machen: Eine separate Stromversorgung für die Empfangsanlage und eine für den Antrieb. Das wäre mit Sicherheit auch nicht schwerer als der ursprünglich von Dir ins Auge gefaßte Akku mit mehreren Spannungsabgängen.

Seebär Harry
07.07.2006, 23:19
10 Ah scheint mir auf den ersten Blick recht viel für eine Servoversorgung.Wenn er den Fahrtregler mit anschließt sieht das wieder aanders aus..

In der Clyde hab ich 2 Akkus 6V 12 Ah in Paralell geschaltet, so das ich sogar auf 24 Ah komme.

Der Fahrtregler hat BEC und versorgt mir damit den Empfänger und die

daran angeschlossenen Servos.

Für andere Sachen greife ich die Spannung direkt am Akku ab.

Lars Persson
08.07.2006, 00:33
@Klaus

Von der Methode bei NC-Zellen Spannungen abzugreifen würde ich dringend abraten. Dein Akku wäre sehr schnell kaputt, weil die Unterschiede zwischen den Zellen immer größer werden würden.

Warum nimmst Du nicht einfach einen separaten Empfängerakku? Ist die beste und sicherste Methode.

@Jens

[Klug*******en ein]

Strom ist A (Ampere), Ah ist Kapazität (Amperestunden)

Ich bin Elektroleur, ich kann nicht anders! :mrgreen:

[Klug*******en aus]

JL
08.07.2006, 10:10
Hallo Harry,

Wenn er den Fahrtregler mit anschließt sieht das wieder aanders aus..

Nur zur Klarstellung: Wenn der separate Akku für die Fernsteuerung 10 Ah hätte, dann wäre er ein wenig üppig ausgelegt.

Jens Thode
08.07.2006, 11:19
@Jens

[Klug*******en ein]

Strom ist A (Ampere), Ah ist Kapazität (Amperestunden)

Ich bin Elektroleur, ich kann nicht anders! :mrgreen:

[Klug*******en aus]

Hallo,

habe ich was anderes geschrieben?

Der Strom (Ah, Amperestunden) hat ja nur damit zu tun, wie lange Du einen Verbraucher betreiben kannst.

Kapazität, bedeutet doch wohl, wie lange ich einen bestimmten Strom entnehmen kann.

Seebär Harry
08.07.2006, 11:51
Nur zur Klarstellung: Wenn der separate Akku für die Fernsteuerung 10 Ah hätte, dann wäre er ein wenig üppig ausgelegt.Ist schon klar, aber, evt. schreibt uns der Klaus mal, in welches Schiff das ganze soll

und was für Akkus er einsetzen will, Blei, NC, dann weiß man etwas mehr.

In der Thor (Odin) hatte ich wegen der Ballast 3 Bleiakkus drin.

1X 12V / 10Ah für Motor Sound und Löschmonitor.

1X 6V / 10 Ah für alle möglichen anderen Sonderfunktionen

1X 6V / 4-6 Ah für den Empfänger.

Ohne Schlauchboot im schlepp, war fast unbegrenztes fahren angesagt.

Mit Schlauchboot im Schlepp hab ich den Fahrakku nach ca. 1,5 Stunden ausgewechselt.

Wenn wir jetzt wissen in welchem Schiff das ganze zum Einsatz kommen soll,

kann man sicher eine bessere Abstimmung vornehmen.

Lars Persson
08.07.2006, 16:59
Eigentlich sollte das nur ein kleiner Hinweis werden, aber Du hast es ja so gewollt.

:fies:

Hallo,

habe ich was anderes geschrieben?

Ja, hast Du. :rtfm: :P

Der Strom (Ah, Amperestunden) hat ja nur damit zu tun, wie lange Du einen Verbraucher betreiben kannst.

Richtig muß es heißen:

Die Kapazität (Ah, Amperestunden, also Ampere pro Stunde) hat ja nur damit zu tun, wie lange ...

Weil nämlich der Strom in A (Ampere) und nicht in Ah angegeben wird, und mit irgendeiner Betriebsdauer überhaupt nichts zu tun hat.

Es klingt vielleicht nach Erbsenzählerei, aber es ist genauso als wenn ich die Höchstgeschwindigkeit eines Autos in Km (Kilometer), und seine Reichweite mit einer Tankfüllung in Km/h (Kilometer pro Stunde) angeben würde.

A und Km haben gemeinsam, dass sie im Gegensatz zu Ah und Km/h eben keinen Bezug zur Zeit haben.

Ach, Erbsenzählen macht Spaß! :mrgreen:

Hellmut Kohlsdorf
08.07.2006, 18:38
@Klaus: Ich würde wie Lars dringend davon abraten wie beschrieben diverse Spannungen abzugreifen und ebenfalls zu getrennten Akkus raten. Sollte hier nicht untergehen.

Regelt man die kleineren Spannungen von den 12V herunter muß man sich bewußt sein das man die halbe Kapazität des Akkus in Wärme umwandelt. Der 12V Akku lohnt nur wenn der deutlich größere Verbraucher die 12V verwerten kann!

Didi
08.07.2006, 23:10
Und statt jetzt weiter Erbsen zu zählen :wink: sollte man dem Klaus mal darauf hinweisen dass er mit einem Festpannungsregler sehr einfach, billig und ohne spezielle Kenntnisse zb. 5V/5A (Artikelnr. LM 1084 IT5,0 bei Reichelt (http://www.reichelt.de))aus einem 12V-Akku abgreifen kann.

Lars Persson
09.07.2006, 00:34
...eine Erbse, ..noch ´ne Erbse.. :mrgreen:

@Jens

Ich hoffe, Du nimmst mir die Klug*******erei nicht übel. Wie gesagt: Bin Elektroleur und kann manchmal nicht anders. Ist ja nicht böse gemeint.:D

Festspannungsregler ist natürlich ´ne Lösung. Aber um das richtig zu machen, kommen dann noch ein paar Kondensatoren dazu, das Ganze eventuell noch einstellbar usw.

Ich glaube, wenn es nicht wirklich darum geht, Platz oder Gewicht zu sparen, sollte Klaus doch auf einen Empfängerakku zurückgreifen.

@Klaus

Vielleicht könntest Du noch mal genau beschreiben was Du vorhast.

Rudermaschinen hast Du ja schon erwähnt, aber die bekommen ihren Saft ja vom Empfänger.

Motti
09.07.2006, 02:46
@Lars Persson:



...und noch 'ne dritte Erbse... :P



Ah steht für Ampère * Stunde und nicht für Ampère pro Stunde! Sonst hieße es ja A/h... :wink:



:undweg:



Gruß aus Kiel,



Ole aka Motti

JL
09.07.2006, 11:46
@Didi

Und statt jetzt weiter Erbsen zu zählen Winken sollte man dem Klaus mal darauf hinweisen dass er mit einem Festpannungsregler sehr einfach, billig und ohne spezielle Kenntnisse zb. 5V/5A (Artikelnr. LM 1084 IT5,0 bei Reichelt)aus einem 12V-Akku abgreifen kann.

Ja, das klappt ohne Probleme - einziger Wermutstropfen: Die Differenz zwischen Eingangsspannung und Ausgangsspannung mit dem entnommenen Strom multipliziert ergibt die Energie, die dieser Spannungsregler in Wärme umsetzt. Ein Beispiel: Eingang 12V, Ausgang 6V, Stom 1A ergibt 6 Watt, die einzig als Heizung arbeiten.

Deshalb ist das ganze - wenn man möglichst viel Energie fürs Fahren haben will - nur bei kleinen Strömen (oder kleiner entnommener Leistung, z.B. kurzes Betätigen von Sonderfunktionen) und Spannungsdifferenzen zu empfehlen. Harry's Beispiel mit seinem Schlepper ist da schon anschaulich: Wenn es kein Problem mit der Zuladung gibt und man lange unterwegs sein will, dann ist mehr als ein Akku anzuraten.

Lars Persson
09.07.2006, 11:52
@Lars Persson:



...und noch 'ne dritte Erbse... :P



Ah steht für Ampère * Stunde und nicht für Ampère pro Stunde! Sonst hieße es ja A/h... :wink:



:undweg:



Gruß aus Kiel,



Ole aka Motti



Aaargh!



Oh Gott, wie peinlich! :oops: :D