Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Antennenlänge von Empfängern
aufluschi
06.07.2006, 22:53
Hallo Zusammen,
ich habe drei Empfänger, bei denen in einem schleichenden Prozess die Antennenkabel immer kürzer wurden. Um auf Nummer sicher zu gehen habe ich bei robbe angefragt, in der Hoffung die Datenblätter für die Empfänger bekommen zu können. So etwas gibt es laut robbe aber nicht.
Also habe ich bezüglich der Antennenlänge und der Kompatibilität mit meinem Sender angefragt. Mit dem Ergebnis, dass alle Empfänger für meinen Sender geeignet wären.
Bezüglich der Antennenlänge sagte man mir, dass alle Antennen 50 cm lang seien. Nun ist es aber so, dass ein originales Antennenkabel an einem Empfänger immer noch 61 cm lang ist. Also kann die Auskunft wohl kaum stimmen.
Hat jemand zufällig einen der folgenden Empfänger und kann mir die Antennenlänge nennen? Und wenn möglich auch etwas über die Reichweite sagen. Vielleicht hat ja auch jemand noch einen alten Katalog und würde für mich einmal nachschlagen?!
robbe Terra AM S 27 - R4 #8704
robbe Economic AM S 27 R 2 #8900
robbe Futaba FP-R112JE AM 27 BEC
Oder gibt es gar die Möglichkeit die erforderliche/optimale Antennenlänge zu berechnen?
Vielen Dank im Voraus
Gruß
Markus
Lars Persson
06.07.2006, 23:22
Hallo aufluschi,
schon mal in der Forensuche Antennenlänge eingegeben? :wink:
Ich habe da z.B. das hier gefunden:
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Die Antennenlänge wird mit LAMBDA ausgedrückt. Die Formel zur Errechnung der Länge für eine bestimmte Betriebsfrequenz lautet: Lichtgeschwindigkeit [m/s]/Frequenz.
Die einfache Form nk: 299 792 * 10^3 / 40 * 10^6= 7,49 m. Das wäre also 1 LAMBDA. Da dies für den normalen Gebrauch zu lange wäre, muss man auf kürzere Antennen ausweichen. Das heisst, man erzielt auch gute Werte mit LAMDA 1/2, 1/4, 1/8. Je weiter man LAMBDA aber teilt, umso schlechter ist die Reichweite. Bleiben wir also bei 1/8 LAMBDA. LAMBDA 1/8 = 7,49 / 8 = 0,936 Meter.
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Du müßtest dann natürlich mit 27MHz rechnen, also
299792 * 10^3 / 27 * 10^6 = 11,1m
Das würde dann bei 1/16LAMBDA 69,4cm ergeben.
Hallo Markus,
um diesem Problem der immer kürzer werdenden Antennen zu begegnen, habe ich mein Antennenkabel kurz hinter dem Empfänger gekappt und mit Stecker versehen, so dass ich in jedem Modell jeweils die richtige Länge habe. Dabei zählt die gesamte wirksame Länge der Antenne, also vom Empfänger über die Zuleitung bis zur Stabantenne.
Da ich mit 40 MHz fahre, sind es bei mir - wie Lars schon geschrieben hat- etwa 1 m (so genau habe ich es bisher nicht genommen).
aufluschi
07.07.2006, 00:13
@Lars
Im Archive habe ich nicht nachgesehen :oops: Aus dem Grund habe ich Deinen Rat befolgt und versucht über die Suche auch zum Ziel zu kommen. Aber auf Deine Formel bin ich nicht gestoßen. Sobald ich das verlinkte Wort "Antennenlänge" anklicke kommt bei mir eine Fehlermeldung. Ich werde es noch einmal mit dem Internet-Explorer versuchen.
Aber eigentlich habe ich ja jetzt was ich brauche :lol:
Jetzt würde mich noch die Reichweite Interessieren. In der Regel ist die wohl bei 1000 Metern. Aber ich wüsste es gerne genau. Oder wird die Reichweite auch, oder gar ausschließlich vom Sender bestimmt?
Danke und Gruß
Markus
Ümminger Kapitän
07.07.2006, 00:24
Die REeichweite von 1000 Metern werden wohl nur unsere fliegenden Kollegen erreichen.
Auf dem Wasser oder auf dem Land gibt es zu viele Faktoren die die Reichweite reduzieren.
Das erste Handicap ist schon mal die Reflektion der Funkwellen auf der Wasseroberfläche.
Dann haben wir meistens nicht die volle Antennenlänge senkrecht vom Modell abstehen, so´n langer Prengel sähe auch doof aus.
So weit braucht deine Anlage aber auch gar nicht strahlen.
Selbst meine kleine Solo, mit 169 cm, wird nach 300m schwierig zu steuern, weil man die Richtung nicht mehr genau erkennen kann, bei kleineren Modellen sieht man schon eher nur noch einen Punkt.
Lars Persson
07.07.2006, 00:53
@Aufluschi
Ich hatte ja gar nichts verlinkt, aber ich kann das ja mal machen.
Hier findest Du den Thread. (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?t=30535&highlight=antennenl%E4nge)
Dann einfach nach unten scrollen. Im fünften Beitrag (von get - Gast) findest Du die Formel.
aufluschi
07.07.2006, 09:16
@Lars
Ich meinte nicht, dass Du einen Link gesetzt hast, sondern dass das Suchwort (in dem Fall war es Antennenlänge) andersfarbig dargestellt wird und wohl irgendwie verlinkt ist. Vielleicht ist das Wort im Lexikon hinterlegt und erscheint aus diesem Grund als Link. Da der Link jedoch bei mir auf einer Fehlerseite landet, kann ich nicht sagen wo er hinführt/hinführen soll.
@Andreas
Du hast schon Recht! Wenn aber der Empfänger von vorneherein (also unter günstigsten Bedingungen nur 300 Meter hergibt) sind es auf dem Wasser evtl. nur noch 50 Meter, und dann könnte es eng werden.
300 Meter Reichweite ist bei der fliegenden Zunft bei Slow- und Indoor-Fliegern fast schon üblich. Aber ich gehe davon aus, dass die oben aufgeführten Empfänger (regulär/unter günstigen Bedingungen/laut Herstellerangabe) mindestens 500 Meter hergeben sollten. Aber genau dass wüsste ich gerne genauer, weil ich dem Empfänger mit der größeren Reichweite den Vorzug geben würde, aus Sicherheitsgründen.
Gruß
Markus
Jens Thode
07.07.2006, 17:57
Hallo,
ich denke Du misst der Reichweite einen zu hohen Stellenwert ein. Wann bist Du denn mit Deinem Boot mal mehr als 100 Meter vom Sender weg?
Darüber hast Du doch schon Probleme mit der Erkennbarkeit des Modells.
Ich benutze seit längerer Zeit einen Graupner Empfänger der laut Hersteller 300 Meter Reichweite hat und hatte noch nie Probleme.
Lars Persson
07.07.2006, 18:25
Ich sehe das ganz genau wie Jens.
Einen Empfänger der für Modellschiffe nicht genug Reichweite hat, wird man wohl nicht finden. Von irgendwelchen PennyMarkt-Spielzeugen einmal abgesehen.
Wenn es mit einem Modellschiff zu Reichweitenproblemen kommt, ist zu 99% etwas anderes die Ursache.
-Motoren nicht richtig entstört
-Antenne nicht richtig verlegt
-Komponenten falsch plaziert
-Knackimpulse durch Metallgestänge
-defekter Empfängerakku
-lose Steckverbindungen
usw., usw.
Aber es wird mit großer Sicherheit nicht daran liegen, dass der Empfänger keine genügende Reichweite hat. Es sei denn er ist kaputt. :wink:
Als Schiffsmodellbauer wirst du niemals die Reichweite deiner Fernsteuerung ausnutzen.
aufluschi
07.07.2006, 19:14
@all
Ihr habt mich überzeugt! Weiter wie 100 Meter bin ich wohl wirklich nicht vom Modell weg, zumindest nicht freiwillig :lol:. Wenn Doch, dann habe ich wahrscheinlich Probleme anderer Art.
Danke und Gruß
Markus
Jens Thode
07.07.2006, 20:11
Hallo,
da bei meinem obigen Beitrag die Finger mal wieder schneller waren als der Kopf, wollte ich noch schreiben, das es eventuell Versicherungstechnische Probleme geben könnte, wenn man die Antennenlänge ändert.
Man sollte also zumindest die Originallänge, die vom Hersteller angebracht war, am Empfänger dran haben, auch wenn der größte Teil im Rumpf UNSICHTBAR verlegt ist.
Ich möchte durch diesen Beitrag, aber auf keinen Fall, Angst und Schrecken verbreiten, aber man weiß ja nie, an wen man im Schadensfall Gerät.
Ich habe für meine Funktionsmodelle auch keine Versicherung, aber wenn ich so eine Rennsemmel, die mit 80 oder mehr Stundenkilometern, übers Wasser fegt, fahren würde, würde ich mir doch Gedanken über eine Absicherung machen. Einfach mal bei der Privaten Haftpflicht nachfragen, manchmal ist so ein Versicherungsschutz dabei.
Für das abrutschen ins OT möchte ich mich vorsorglich schon mal entschuldigen, aber ich wollte dafür keinen neuen Theard anfangen.
aufluschi
02.08.2006, 14:02
Jetzt habe ich aber doch noch eine Frage was den Mindestdurchmesser des Antennenkabels angeht. Wie groß muss der Querschnitt sein? Reicht (zumindest theoretisch) ein dünner Kupferlackdraht?
Was passiert, wenn ich das Kabel parallel zu einem Stahlseil verlege?
Ich glaube gehört zu haben, dass man ein Antennenkabel nicht parallel zu einem Karbonstab verlegen soll!?
Danke und Gruß
Markus
Hallo,
ich habe Kupferlackdraht als Antenne in meiner Corvette verwendet. Hat bestens funktioniert. Keine Störungen. :wink:
Auf dem einen Bild im Corvette-Thread ist der Draht auch zu erkennen.
Grüßle
Matthias
Was passiert, wenn ich das Kabel parallel zu einem Stahlseil verlege?
Nicht zu empfehlen, da so je nach Lage ein Sendeschatten entsteht. Wenn das Stahlseil keine leitende Verbindung zu anderen Leitern hat könntest Du es auch als Antenne benutzen.
Gruß Tim
Hallo,
vor langer Zeit hat mir mal jemand erklärt, dass bei den hohen Frequenzen, wie wir sie in den Fernsteuerungen verwenden, die Eindringtiefe des Signals sehr gering und es daher sinnvoller sei, Litzen (also Kabel mit mehreren dünnen Drähten) als einen soliden Draht zu verwenden.
Ich hab's gerade nachgelesen: http://en.wikipedia.org/wiki/Skin_Effect. Bei 10 MHz ist die Eindringtiefe 21 um.
Lars Persson
03.08.2006, 00:08
Ich würde sowieso empfehlen, im Modellbau nur Litze zu verwenden.
Drähte können durch die auftretenden Vibrationen leicht brechen. Die Fehlersuche kann dann zu einem längeren Zeitvertreib werden.
Woher ich das wohl weiß? :roll:
Design-HSB
03.08.2006, 01:54
Hallo,
vor langer Zeit hat mir mal jemand erklärt, dass bei den hohen Frequenzen, wie wir sie in den Fernsteuerungen verwenden, die Eindringtiefe des Signals sehr gering und es daher sinnvoller sei, Litzen (also Kabel mit mehreren dünnen Drähten) als einen soliden Draht zu verwenden.
Ich hab's gerade nachgelesen: http://en.wikipedia.org/wiki/Skin_Effect. Bei 10 MHz ist die Eindringtiefe 21 um.
Hallo Zusammen,
richtig und je größer die Oberfläche der Antenne ist um so stärker ist das Empfangs- oder Sendesignal, kannst allso besser ein Rohr wie einen Draht nehmen und so wird einem auch bewusst, warum die Teleskop Antennen so gut funktionieren. :that:
aufluschi
03.08.2006, 10:10
Danke für Eure Tipps!
Ich habe eine dünne(re), aber mehradrige Litze genommen und die aber dafür 1,39 Meter lang (27 MHz).
Danke und Gruß
Markus
Nach den Ausführungen über die Eindringtiefe des Signals und dem Vorteil von Litzen gegenüber Draht hab ich wieder mal ne Idee............... 8)
Wie würde es wirken wenn ich in meinen Rumpf (175cm lang) einen Streifen Alufolie in die Bordwand einlaminiere, an einem Ende einen Steckanschluss anbringe und den Empfänger direkt daran anschließe?
Würde ein ca. 3cm breiter Streifen in der Länge des Original-Antennen-Kabels was bringen?
Und wenn ja, was wäre wenn ich dies auf beiden Seiten des Schiffs mache und beide Streifen an den Empfänger anschließe (wegen der Abschattung wenns nur auf einer Seite ist) ?
Daß das waagrechte verlegen schlechter als vertikal ist weis ich, es geht nur darum obs überhaupt funktionieren würde.
Design-HSB
03.08.2006, 13:58
Hi Didi,
ich habe das Empfängerkabel in meiner Wega II einfach längs durch den Rumpf gezogen, geht auch. :D
Der Rumpf darf nur nicht aus Metall oder Kohlefasern bestehen, also die Signale abschirmen. :wink:
Bei wagerechter Verlegung verringert sich nur die Reichweite und für innen im Schiff noch einmal. :|
Nur wie Du die 2 Empfänger synchronisieren willst, ist mir nicht ganz klar. :dontknow:
Jens Thode
03.08.2006, 14:25
Hallo,
schaut mal hier (http://www.acteurope.de/html/body_lange_servokabel.html) etwas weiter unten geht es um die Antenne, ist zwar von den Fliegern, aber sollte beim Boot genauso sein.
Seebär Harry
03.08.2006, 17:14
Nur wie Du die 2 Empfänger synchronisieren willst, ist mir nicht ganz klar. :dontknow:Didi will keune 2 Empfänger anschließen, sondern Einen damit betreiben.
Die Antenne währe quasi wie ein V.
... aber für die Jenigen die meinen sie bräuchten zwei Empfänger ... schaut mal hier :lol:
http://www.acteurope.de/html/diversity.html
Gruß Tim
Lars Persson
03.08.2006, 20:46
Auf der Seite von act gibt es unter ->Information -> Download das "Empfänger ABC" als PDF. Ist sehr zu empfehlen.
Der Harry hats schon getroffen, mir geht es nur um einen Empänger an den in "Quasi-V-Form" zwei Streifen Alu angeschlossen werden sollen. (Ob das mit Alustreifen geht darauf ist noch keiner eingegangen :dontknow: ) Der Empfänger soll im Heck sitzen und die beiden Alu-Streifen links und rechts an der Bordwand sind beide an den Empfänger angeschlossen.
Zwei Streifen deswegen da im Schiff viel Metall ist, und die Streifen sollen aussen an der Bordwand direkt nach dem Gelcoat einlaminiert werden.
Ausserdem will ich innen als letzte Lage CFK einbringen, und das schirmt ja ab. Würde das denn gehen? Aussen eine Antenne und direkt dahinter eine Abschirmung? Also, würde es funktionieren Alustreifen als Antenne an der Aussenseite eines Faradayschen Käfigs einzusetzen?
Die genannten Links zum Thema Antenne sagen mir zu dieser speziellen Frage nicht wirklich was. :dontknow:
Design-HSB
04.08.2006, 08:48
Hallo Didi,
wenn ich das richtig gesehen habe hast Du ja schon einen Musterrumpf. :that:
In Tiffanyläden gibt es selbstklebende dünne Kupferbänder an die Du sogar noch löten kannst. Besorg Dir doch einfach das Band und teste es aus. :idea:
Ümminger Kapitän
04.08.2006, 09:58
Ich fürchte mit der CFK Lage setzt du die Antenne außer gefecht.
Das ist vergleichbar mit dem verlegen paralell zu metallischen Gegenständen.
Auch fürchte ich das durch deine V Anordnung der Empfang eher beinträchtigt wird, wegen verzögerten Empfang bzw. Echos.
Seebär Harry
04.08.2006, 10:06
Meine CB-Funkzeiten sind ja schon über 30 Jahre vorbei,
aber ich glaube das in demm Falle die Längen der beiden Seiten nur 50% der Gesamtlänge betragen dürfen.
Nur für den Fall das eine Ähnliche Lösung gefunden wird, z. Bsp. anschluss an der Reeling.
Uwe Werner
04.08.2006, 14:54
Da muss ich dem Andreas Recht geben, das wird so nichts. Aber damit leider nicht genug. Schau dir deine König dann mal genau vom Bug her an. Das was du an Fläche von deiner Antenne sehen könntest, währe auch effektiv wirksam. Das ist verschwindend gering. Zudem kommt noch die Polarität. Deine Sendeantenne hältst du mehr oder weniger vertikal. Dein Antennengebilde ist aber horizontal ausgerichtet. Da fragt sich der Empfänger verzweifelt, wann den nun mal ein verwertbares Signal ankommt. Da fährst du sogar besser wenn du nur den Mast der Goesch als Antenne benutzt. ;)
@ Harry
Mit dem CB-Funk kann man das auch nur sehr bedingt vergleichen. Beim CB-Funk hast du ein abgestimmtes System. Den ?Strahler? und als ?Gegengewicht? bei der Ground-Plane z.B. die Radiale oder ansonsten (am PKW) die Masse. Hier muss das sogenannte Stehwellenverhältnis abgestimmt werden.
Bei unseren Empfängern ist sozusagen das eine Ende ?offen? ? hier gibt es nichts abzustimmen. Sicher soll man sich auch hier an der Wellenlänge orientieren. 1/8 Lambda bei 40Mhz sind eben der knappe Meter, der an den fertigen Empfängern angelötet ist. Ich habe jetzt extra kein genaues Maß angegeben, den selbst hier gibt es Unterschiede von über 10cm.
Damit sind aber alle immer ein klein wenig länger als rein rechnerisch gefordert, und das macht kaum was.
Selbst viel kürzer ist relativ egal. Beim nächsten halbieren der Antennenlänge hätten wir etwa 50cm. Bei meiner ?Gecko? habe ich aber nur 35cm effektive Antennenlänge ( 10cm Litze innen und 25cm Federstahldraht außen. Störungen kenne ich nicht. Ich kann ja auch nicht weiter als 100 ? 150 Meter weit raus, da erkenne ich das Dingelchen nur noch Wasserschweif. Wenn ich stehen bleibe ist `se wech !! ;)
Ich will damit sagen, die wirklich maximale Reichweite unserer Anlagen können wir eh nicht ausschöpfen. Das bleibt wohl den Fliegern mit ihren Grosseglern von 5 Metern Spannweite und mehr vorbehalten.
Viel wichtiger ist den Empfänger so weit wie möglich von Motor und Regler zu platzieren und die Antennenlitze auf dem kürzesten Weg nach außen zu führen. Und natürlich die üblichen Entstörmaßnahmen zu treffen. Gerne übersehen werden lange Servokabel . Die sollten auch einen ausreichenden Querschnitt haben und verdrillt sein.
Bei der König würde ich die Antenne an einem Mast hochführen, oder den Mast selbst als Antenne benutzen. Weiter als 200m wirst Du auch mit dem großen Schiff nicht raus fahren, sieht ja keiner mehr was von dem schönen Teil ;)
Und tschüß - Uwe
Hallo,
die Antennenlänge wird wie weiter oben schon erwähnt in Lamda errechnet. Da aber die Antenne mit der Senderendstufe (Bei Empfängern vehält es sich genau so) ein abgestimmtes System bildet ist es nicht so ohne weiteres möglich die Antennenlänge zu bestimmen. Dazu braucht man die Impedanz der Ausgangs- bzw Eingangsstufe. Da auf einer Antenne die Snuskurven von Strom und Spannung gleichmäßig verteilt und um 90 Grad versetzt sind kann man dort an bestimmten Stellen, die sich durch das Ohmsche Gesetz berechnen lassen, bestimmte Impedanzen abgreifen. Es haben sich in der Praxis einige Antennenformen durchgesetzt als da wären, Dipol, Vertikal-Viertelwellenstrahler, vekürzte Vertikalstrahler und diverse Jagis (Richtantennen) . Bei unseren Steuerungen würde ich wohl eher den verkürzten Vertikalstrahler annehmen der über ein Anpassungsnetzwerk im Sender und Empfänger angepasst ist., Die Masse oder Gegengewicht ist im allgemeinen die Masse des Sendergehäuses oder Platine wie bei Handfunkgeräten auch.
@Didi
GFK schirmt die Antenne nicht ab so lange Du kein Kohlefasergewebe nimmst.
Du kannst ganz sicher Aluminium als Antenne nehmen denn daraus sind die meisten Antennen gebaut. (Fernsehantennen etc.)
Je breiter die Antennenleiter desto breitbandiger wird die Antenne d.h. in der Praxis könntest Du von anderen Funkdiensten die außerhalb des Fernsteuerbandes senden, z.B. Fernsehband 1 ab 47 MHz gestört werden. @ Alle
Die Länge der Empfangsantenne ist relativ unkritisch, das sieht man an sogenannten Knäuelantennen die im ausgestreckten Zustand vielleicht einen Meter lang sind aber aufgewickelt nur noch eine wirksame Länge von 10 cm haben- und es fährt trotzdem.
Am wirksamsten ist es wenn Sende und Empfangsantenne die gleiche Polarität haben (wenn Sedeantenn senkrecht dann Empfangsantenne ebenfalls senkrecht)
Wolfgang
Seebär Harry
04.08.2006, 17:17
@Uwe,
ich danke dir, wieder was dazugelernt. :that:
Schaut ganz so aus als währe meine Idee nicht gut gewesen. Was solls, nehme ich halt den Mast...........
Aber danke für die Erklärungen und die Links, hab glaub ich wieder was dazugelernt.
Dann gleich die nächste Frage, wenn ich den Mast vorne (http://www.didispbweb.de/forumpics/koenig/mastvorne.jpg) kpl aus Messing löte mit allen Anbauteilen, ist er selbst dann so in der Form als Antenne geeignet? Groß genug wäre er ja, der Mastfuß im Modell ist aus GFK (der Mast soll kpl abnehmbar werden, wegen Transport), die Verspannungen/Seile werden Zwirn oder Gummi.
@didi
Ich würde sagen ja. Wie lang ist denn der Mast?
Zumindest ist er vertkal polarisiert, das bringt jede Menge dBi Gewinn gegenüber Deinen Mitbewerbern. :that:
Wolfgang
Geposted nach 3 Minuten 34 Sekunden:
Wer sich weiter informieren will sollte sich mal das "Antennenbuch" von Rothammel ausleihen. jede Menge Infos.....
wolfgang
Uwe Werner
04.08.2006, 18:39
Ich denke auch dass das mit dem Mast funktionieren sollte. Mit etwa 40cm ist der auch ausreichend hoch.
@Wolfgang
Meinst Du nicht der Rothammel währe für den Anfang etwas zu starker Tobak ?! ;)
Hier mal das Schlagwortverzeichnis: http://www.antennenbuch.de/schlagworte.html#top
Und wech - Uwe
Anmerkung: Der Rothammel ist so was wie die ?Antennen-Bibel? der Amateurfunker
Hallo Uwe,
Bange machen gilt nicht. :lol:
Das Schlagwortverzeichnis erschlägt sogar mich, aber als stolzer Besitzer des Rothammel muß ich sagen - Sooo schlimm ist er gar nicht- und da ein reines Sachbuch und Nachschlagewerk kann man ja nur die Passagen lesen die einen interessieren.
Die Grundlagen sind natürlich auch sehr gut erklärt und es gibt auch kleinere Messgeräte die man sich für wenig Aufwand selbst stricken kann.
Wer also Zugang zu einer Bibliothek hat sollte mal reinschauen.
In diesem Sinne
Wolfgang
meckisteam
29.11.2006, 01:22
Hallo Leute !
Ich habe ein 18seitiges WORD-Dokument auf dem Rechner. Es befasst sich mit den Themen :
- Reichweite im allgemeinen
- Störungen durch äußere Einflüsse
- Störungen durch falsche Bauweise (innere Einflüsse)
- Abstrahlrichtungen der gebräuchlichen Antennenformen
usw.
Das ist mal von einem Modellflieger verfasst worden und behandelt dies alles am Beispiel Modellflugzeug. Die meisten Sachen sind aber gut auf Schiffmodelle übertragbar.
Also, wenn weitergehende Fragen auftauchen ... PN mit eurer eMail-Addy an mich!
Moderation von Ike
ich habe den Text bezüglich: modurheber ,angepasst.
VG, Holger
Ümminger Kapitän
29.11.2006, 09:40
Bei Fragen zu Antennen und Empfängern kann man gute Infos bei ACT (http://www.acteurope.de/html/information.html)bekommen.
Bernhardt
15.04.2007, 17:26
Ich hab ein starkes Empfangs-Problem:
Sender: MC-12 40Mhz
Empfänger: R-600 (light) Laut Hersteller >500m Reichweite
So, nun das Problem; ich habe ca. 3cm nach dem Empfänger das kaber abgeschnitten und einen Pinn hingelötet. Das Kabel bekam eine passende Buchse und wurde im Modellauf der Wasserlinien-Höhe waagrecht verlegt.
Wenn ich mich aber mit der Fernsteuerung 20m (wenn nicht weniger!) vom Modell entferne, fängt alles an zu zucken, etc.
Dann hab ich einfach mal den Empfänger ausgesteckt, also nur noch ca. 3cm Antenne --> auch 20m !!
Ich hab keine Ahnung was da los ist.
Wisst ihr was ich falsch gemacht habe?
Jens Thode
15.04.2007, 19:08
Dann hab ich einfach mal den Empfänger ausgesteckt, also nur noch ca. 3cm Antenne --> auch 20m !!
Hallo,
und was passiert dann?
meckisteam
15.04.2007, 20:05
Hm, ich habe ihn so verstanden das die Reichweite bei unter 20 m bleibt und die gleichen Probleme entstehen.
Nun würde ich als erstes hergehen und die Antenne als Problem ausschließen : nimm mal die beiden Enden, mache die Stecker/Buchsen ab und verlöte beide Enden.
Na, Problem beseitigt ?
Wenn nein :
Besorge dir sehr hochwertige Stecker und Buchsen (am besten mit Goldbeschichtung) wo das Kabel drin verlötet werden kann (also keine Klemmschraube !!).
Wenn nein :
Das Problem muss wo anders zu suchen sein. Teste deinen Empfänger am besten mal mit einem anderen Sender. Und wenn da die Probleme wieder auftreten teste deinen Sender mal mit einem anderen Empfänger.
VG, Holger
P.S. die Verlegung der Antenne in Höhe der Wasserlinie ist in zweierlei Hinsicht nicht optimal. Zum einen schirmt das Wasser ab. Dadurch sinkt die Reichweite zusätzlich. Zum anderen bist du mit der Antenne recht nah an den elektrischen Störquellen im Boot.
Übrigens wird der Empfänger mit einer Reichweite von 300 - 500 m angegeben. Deine Angabe von mehr als 500 m trifft m.W. nicht zu.
VG, Holger
Geposted nach 16 Minuten 38 Sekunden:
Ups ... der grüne Text sollte natürlich beginnen mit "Wenn ja :"
Jens Thode
15.04.2007, 20:23
Hallo,
aus beruflichen Gründen habe ich mir mal die Mühe gemacht und vor einiger Zeit mal die Reichweiten einiger Fernsteuerungen im Realen Einsatz getestet.
Darunter war auch die Zusammenstellung wie die von Lukas.
Um Reproduzierbare Ergebnisse zu bekommen, war auf dem Boot eine Stabantenne montiert.
Die Gesamtlänge der Empfängerantenne war wie das Original Kabel.
Das Kabel 10 cm hinter dem Empfänger abgeschnitten und eine 2 mm Goldkontakt Buchse angelötet, diese Buchse wurde so unter das Deck geklebt, das die Stabantenne, welche mit einem 2 mm Goldkontakt Stecker versehen war in diese gesteckt werden konnte.
Die Antenne war Senkrecht angebracht.
Abstand des Empfängers vom Regler und Antriebsakku 10 cm, Antriebsmotor mit Standardenstörung (je einen Kondensator von je einem Motoranschluss zum Gehäuse, ein Kondensator zwischen den Anschlüssen).
Das Messen habe ich dann bei 1000 Metern abgebrochen, weil es so schon das doppelte der angegebenen Reichweite war.
Ich habe bei dieser Entfernung keinerlei Störungen feststellen können.
meckisteam
15.04.2007, 20:33
Goldstecker und sauber verlötet ! Genau da wird bei ihm der Fehler liegen ... Ich vermute an der Stelle billige Modellbahnstecker mit Klemmschraube.
Meine mc-10 mit einem Graupner R700 Empfänger kommt übrigens auch auf deutlich über 1000 Meter, bei einer Drahtantenne die am Mast des Modells hochgezogen wurde.
Bernhardt
16.04.2007, 16:00
Erstmal Danke für die Antworten.
Wenn ich mich weiter als 20m entferne, dann fängt eben allles an zu zucken, als würde ich die Fernsteuerung ausschalten.
Das Antennenkabel (also das Lange, an das der Empfänger gesteckt wird) wirkt sich nicht auf die 20m Reichweite ein!! Ohne das Kabel ist es fast schon besser.
Ja die Steckerquälität ist nicht wirklich hoch.
Die Antenne ist in einer Revell S-100 also geht das mit dem Verlegen leider nicht anders.
Ich hab den Empfänger schon mit einem anderen Sender, oder einer anderen Quarz getestet; das gleiche Ergebnis.
Ich werd mal dem Motor bei Gelegenheit gründlicher Entstören,
aber zuerst mal den Stecker wieder rauslöten.
meckisteam
16.04.2007, 16:17
Hm, die S100 hat doch hinten rum eine komplett umlaufende Reling. Was wäre denn wenn du den Oberzug der Reling aus Messing machst und als Antenne nutzt ??? Das sollte doch eigentlich funktionieren.
Dann noch eine gute Funkentstörung der Elektrik, einen hochwertigen Goldkontakt-Stecker und die ganze Sache sollte funktionieren.
VG, Holger
Ich halte es so ähnlich wie Jens. Also Abstand mit dem Empfänger von
Motor, Regler und Akkukabeln. Keine vertüdelten Kabelreste im Rumpf,
sondern so schnell wie möglich nach draußen auf eine senkrechte Antenne.
Dann ist das ganze Gerechne überflüssig und man sieht, daß eine
optimal verlegt kurze Antenne störungsfreier ist, als wenn man mit Gewalt nach irgendwelchen Lamda-Formeln versucht unbedingt 93 cm oder 42 cm Antennenlänge zu erreichen.
Beste Grüße Hanjo
Jens Thode
17.04.2007, 19:10
Ich hab den Empfänger schon mit einem anderen Sender, oder einer anderen Quarz getestet; das gleiche Ergebnis.
Hallo,
wie wäre es denn, wenn schlicht und einfach der Empfänger kaputt ist?
Vielmehr Möglichkeiten gibt es ja nun nicht mehr.
Das lässt sich doch testen, wenn Du einfach mal nen anderen Empfänger nimmst.
Bernhardt
17.04.2007, 19:16
Wie?
Einen neuen R-600 zum Vergleich?!
Also mit dem R-700 von einem Bekannten hat alles Problemlos geklappt...
Also können wir Störquellen wie dem Motor erstmal ausschließen.
Jens Thode
17.04.2007, 19:25
Hallo,
na dann ist doch meine Vermutung das der Empfänger kaputt ist, nicht so falsch.
Zwischen den R600 und R700 ist ja nun kein Großer unterschied, außer das der 600er nur sechs Kanäle hat, sind die Identisch.
Also, einfach mal zu GRAUPNER zur Durchsicht geben, Du kannst ja vorher einen Kostenvoranschlag machen lassen, eine genaue Fehlerbeschreibung hilft dem Techniker auch Gut weiter.
Bernhardt
21.04.2007, 20:46
Noch wissen wir (ich) ja nicht, ob es an der Verlegung der Antenne liegt.
Ah, da fällt noch was weg, nämlich die Reflexion mit dem Wasser, denn an Land habe ich die gleichen Probleme.
Geposted nach 4 Tage 1 Stunde 7 Minuten 33 Sekunden:
Ich hab jetzt alles wieder zusammengelötet, aber geändert hat sich nix!!
Liegt das am Lötzinn? Könnte das soviel ausmachen?
Soll ich den Empfänger vielleicht öffnen und auf die Platine ein neues Kabel löten?
Jens Thode
22.04.2007, 10:28
Soll ich den Empfänger vielleicht öffnen und auf die Platine ein neues Kabel löten?
Hallo,
dann ist die Garantie endgültig weg!!
Du hast es doch mit einem anderen Empfänger probiert und da ging doch alles. Oder?
Du solltest Dich damit abfinden, das der Empfänger kaputt ist.
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