Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Metallrumpf
Liebe Modellbauer,
hat von euch schon mal einer einen Rumpf aus Metall gebaut?
Speziell meine ich einen genieteten (nicht angedeutet- richtig genietet) Rumpf aus Stahl-, Messing- oder Zinkblech, die Bauweise wie beim Original z.B. wie hier die Rickmer Rickmers (http://www.danielrued.com/fotoalbum/hamburg00/17.jpg)
commodore
10.06.2006, 23:44
Ich denke, das größte Problem wird sein, das dicht zu bekommen.
Die Niete wurden rotglühend eingesetzt und dann von einer Seite platt gehauen. Danach kühlten sie sich ab und zogen sich so stark zusammen, dass der Spalt zwischen den Teilen so stark zusammengepresst wurde, dass er praktisch dicht war. Das funktioniert aber nur dann, wenn die Platten so dick sind, dass sie diese Querkräfte auch übertragen können, ohne dass sie sich so stark verformen, dass der Spalt eben nicht geschlossen wird. Außerdem wird bei länger werdendem Niet auch der Weg länger, den er schrumpft, was wiederum die aufgebrachte Kraft erhöht.
Man kann das Prinzip heute noch an Heizkörpern bewundern, die werden auch nicht durchgeschweißt, sondern nur an einzelnen Punkten. Auch hier presst die sich zusammenziehende Schweißung die nicht verschweißten Stellen so fest aneinander, dass das Ganze dicht wird.
Ich will da jetzt auch nicht sagen, dass das nicht geht, sondern das nur mal so als zu beachtenden Punkt in den Raum stellen. :roll:
Lars Persson
10.06.2006, 23:48
Moin,
na das ist doch mal ´ne Idee!
Ich habe seit etwa 1988 fast alle Ausgaben der Zeitschriften Schiffsmodell, Modellwerft, Schiffspropeller und Draggen gesammelt. Ich wüßte nicht, dass ich da schon mal was in der Richtung gelesen habe.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass es da einige Probleme geben könnte.
Die Niete müßten ja sehr klein sein, sind die dann stabil genug?
Zerdellt man sich beim Nieten nicht den ganzen Rumpf?
Aber einen Versuch wäre es bestimmt Wert.
Hier noch ein Tipp: Solltest Du bei der Bastelei irgendwann anfangen, mit den Nieten zu reden, so ist das noch kein Grund zur Besorgnis.
Aber wenn die Niete antworten, solltest Du eine Pause machen. :wink:
(sehr frei nach Günter Bossong)
Geposted nach 3 Minuten 31 Sekunden:
@commodore
Das stimmt natürlich, aber das Problem der Abdichtung könnte man bei einem Modell ja auch anders lösen.
Von innen versiegeln oder so.
Müßte man sich mal was überlegen.
Ich denke, das größte Problem wird sein, das dicht zu bekommen.Ich sehe eher das größte Problem darin die Nieten überhaubt im Modell Maßstabsgtreu anzubringen.
Da braucht es mehr Spanten als normal, und jeder Spant muss 100%ig stimmen und an der Aussenseite ein L-Profil haben auf den die Aussenhaut aufgenietet wird.
Und dann die Nieten in dem kleinen Abstand im Modell.............
Und da überall von innen dagegenhalten und von aussen den Nietkopf anformen...........................
Und überhaupt so kleine Nieten zu finden die sich auch noch formen lassen..............................
Ich halte das für eine Sisyphos-Arbeit.
Machbar ist ein Schiff aus Messing das gelötet wird. Siehe HIER (http://www.linienschiffe.de/fremde%20seiten/messing/messing.html)
Seebär Harry
11.06.2006, 02:41
Für den Fall, das doch das Problem der kleinen Nieten gelöst ist,
würde ich zwischen Spant und dem zu vernietendem Blech eine Dichtung aufbringen.
Anstelle von Nieten kann man auch Schrauben nehmen, die gibt es in "Winzig",
den Schlitz nach dem befestigen zulöten und nach dem lackieren ist es von richtigen Nieten nicht zu unterscheiden.
Eure Bedenken sind nicht von der Hand zu weisen. Ich würde im Maßstab 1:10 bis 1.20 arbeiten wollen, da sind sicher passende Nieten zu bekommen, die man auch am Modell verarbeiten kann. Die Dichtheit ist sicher ein großes Problem. Hier könnte man von innen die Überlappungen zusätzlich, und von außen nicht sichtbar, verlöten. Das Spantgerüst könnte man erst aus Holz fertigen, straken und die Blechspanten exakt danach fertigen, icl. das von Didi angesprochene L-Profil an der Außenseite, und diese dann an die Holzspanten anschrauben. Die Holzspanten werden am Ende wieder entfernt, allerdings muss der Kiel von Anfang an aus Metall sein.
Ich besitze den Bauplan der Dampfpinasse NATELA (http://www.sell-it-easy.de/shop_f/query.php?cp_sid=1463993b056c&cp_pid=123009639&cp_cat=67&cp_tpl=5504_67), ein Knickspanter mit Zweizylinder Dampfmaschine, die ist meiner Meinung nach für so ein Projekt geeignet?zumindest für den Versuch.
Ich werde jetzt eine Stunde Joggen, das Gehirn wird mit mehr Sauerstoff versorgt, die Gedanken werden klarer. Viel bin ich in einer Stunde schlauer, habe eine paar Ideen zur Lösung dieser Probleme oder festgestellt, dass so was nicht machbar ist.
Die im Internet angebotenen Nieten aus Alu lassen sich gut verformen. Hab' ich schon ausprobiert. Der Kopf war 1,6mm.
Hallo an Deede !
Ich mache folgenden Vorschlag: Schneide drei maßstabgerechte Platten zu,
bohre die Löcher für die Niete und versuche dann die Platten zu vernieten.
Du kannst dann selbst einschätzen ob du das durchziehen willst oder nicht.
Denn: Versuch macht klug, sagte der Teufel und setzte sich in die heiße
Bratpfanne !!
Alu ist so eine Sache, Jens (ich kenne ja deine Vorliebe für dieses Material 8) ). Nieten und Bleche sollten möglicht aus ein und dem selben Material sein und ich hatte mehr an verzinktes 0,8er Stahlblech gedacht.
@Pew
du hast Recht, so was sollte man erst mal testen bevor man richtig loslegt
@all
ich suche Bilder, wie mittels Nieten Schiffsrümpfe zusammen gefügt wurden. Wichtig sind vor allem der Bug-, Heck- und Kielbereich.. Ev. kann mir jemand weiterhelfen.
seegurke
12.06.2006, 16:18
Also, dass es möglich ist, wird jedes Jahr auf der Intermodellbau gezeigt. Da baut einer komplett genietete Rümpfe (auch Rundspanter) aus Messing. Weiss jetzt nicht, ob das der Link von oben zeigt, oder ob das andere Boote sind.
Bestimmt ein interessantes Projekt! 8)
EDIT: Ne, ist nicht der Link von oben, die sind ja "nur" gelötet.
verzinktes 0,8er Stahlblech Vergiss das mal ganz schnell. Ausser du willst jede Schnittkante und jede Bohrung nachbehandeln damit sie dir nicht davonrosten. Ausserdem ist verzinktes Blech so steif, auch noch als 0,8er, ist ekelhaft zu verarbeiten.
Und das mit dem Werkstoff für Rumpf und Niete, ja, die sollten auf jeden Fall aus dem selben Material sein.
Wer sich nun frägt warum: Schon mal was von elektrochemischer Spannungs-Korrosion gehört?
Das mit dem Rost ist mir schon klar Didi , aber so ein bisschen Rost, warum nicht? Ist doch beim Original auch so. Sicher lässt sich das Stahlblech schlechter verformen als Alu oder Messing aber es ist auch nicht so empfindlich. Ich könnte mir aber auch ein Versuch mit Alu- oder Zinkblech vorstellen, schon weil die Auswahl an Alunieten größer und ist es ist leichter als Stahl (nur Löten geht nicht). Messing kommt nicht in Frage.
commodore
13.06.2006, 21:32
... Alu- ... nur Löten geht nicht ...Doch, geht. Ich habe auch mal auf der Intermodell in Dortmund 'n bißchen Lot und Flussmittel für Alu gekauft, das auch prima funktionierte. Leider weiß ich weder den Hersteller, noch den Händler, oder ob es die beiden noch gibt.
Falls da jemand was zu weiß, bitte melden. :roll:
Hansen-Bengel
13.06.2006, 21:47
Zum Löten von Alu kann man hier auch einiges nachlesen:
http://www.oegussa.at/neu/lottechnik/fachartikel/loetenvonaluminium/hartloeten/information.html
Die haben auch das passende Lot und Flußmittel im Programm.
commodore
13.06.2006, 21:57
Oh, Entschuldigung, ich hab' vergessen zu erwähnen, dass das Weichlot war.
seegurke
13.06.2006, 23:04
Wenn wir schon beim Löten von Alu sind: Habe mir auf der Intermod so ein fertiges Gemisch aus Lot und Flussmittel in ner Spritze gekauft. Warum? Weil's billiger war als getrennt.
Billig != gut => besser nicht kaufen
Wenn hier aber durchaus gute Erfahrungen mit Alu(weich)löten gemacht wurden, dann muss ich mir das irgendwann nochmal normal als Draht und Flussmittel kaufen und probieren :idea:
Und Alu lässt sich auch gut mit der Laubsäge sägen, Löten geht auch...
Na da spricht ja eigentlich alles für Aluminium.
Hat jemand eine gute Adresse für Alunieten?
Hansen-Bengel
14.06.2006, 00:02
Oh, Entschuldigung, ich hab' vergessen zu erwähnen, dass das Weichlot war.
Darüber steht auch was auf der Seite in dem Link! :wink:
http://www.oegussa.at/neu/lottechnik/fachartikel/loetenvonaluminium/weichloeten/information.html
commodore
14.06.2006, 00:03
Ja, aber eben leider nur, dass die dazu nix zu sagen haben. :roll:
Hansen-Bengel
14.06.2006, 00:05
klickst du mal links im Menü auf die jeweiligen Unterpunkte, kannst du auch was übers weichlöten, die Lote und Flußmittel lesen... :wink:
Ansonsten noch eine Bezugsquelle für Alu-Weichlot+Flußmittel: http://www.loettechnik24.de/
Moin, Moin!
Mit dem Alulöten kannst Du ja mal ein paar Versuche machen. Ich bleibe dem gegenüber eher skeptisch. Ich hab's zwar selbst noch nicht ausprobiert, aber auch noch keine eindeutig gute Meinung darüber gehört. Gegenüber anderen Metallen kommt das einfach nicht mit.
Hast Du schon mal an Kupfer gedacht?
Alu-Nieten bekommst Du z.B. hier:
:link: Fohrmann (http://www.fohrmann.com/d/shop/uwg/15.htm)
:link: Kiefer-Modellschrauben (http://www.modellschrauben.de/) (Bei denen gibt's weder 'ne Bestätigungsnachricht noch irgendwas anderes. Die Ware ist irgendwann nach 1-2 Wochen im Briefkasten)
:link: MVD (http://www.modellbauschrauben.de/) (mein Favorit: heute bestellt - morgen im Briefkasten)
:link: Schrauben-Wegertseder (http://www.wegertseder.com/index_prod.asp?cache=38882.3313541667)
Jens
commodore
14.06.2006, 09:46
... noch keine eindeutig gute Meinung darüber gehört. ...Dann hast du diesen Thread wohl nicht richtig gelesen. :wink:
Sorry, aber dass es prima funktionierte ist nur wenig Aussage.
Wie sah es bei Dir anschließend mit der mechanischen Belastung aus? Korrosion im Laufe der Zeit? Bei einen Alu-Rumpf, muss man sich darauf verlassen, dass es mindestens so belastbar und beständig ist wie beim Löten von Kupfer oder Messing.
Selbst aus den oben erwähnten Links zum Thema geht hervor, dass Weichlöten scheinbar nicht umsonst seltener angewendet wird. Und das Hartlöten verlangt optimale Voraussetzungen.
Seebär Harry
14.06.2006, 13:15
Korrosion im Laufe der Zeit? Alu kann nicht korridieren, aber dafür oxidiert er gerne. :wink:
Ähm, Oxidieren ist eine Form von Korrosion. :rtfm: Aber auch andere Korrosionsarten (z.B. Spannungsrisskorrosion oder Kontaktkorrosion) können bei Alu auftreten.
Gruß aus Kiel,
Ole aka Motti
commodore
14.06.2006, 14:13
Das Weichlöten wird in technischen Anwendungen selten angewandt, weil es da Nachteile gibt, die die Vorteile der leichteren Verarbeitbarkeit wieder auffressen. Das sind im Wesentlichen die hohe Korrosionsgefahr durch die Verbindung von schwermetallhaltigem Lot mit dem Leichtmetall, sowie in geringerem Maß die Festigkeit der Verbindung.
Beide Faktoren sind bei einem Modell ganz anders einzuschätzen.
Die Korrosionsgefahr bei einem Modell, was ein paar Mal im Jahr für ein paar Stunden Wasser sieht, ist sehr viel geringer.
Die Festigkeit ist üblicherweise fast vernachlässigbar und außerdem von vielen anderen Faktoren abhängig. Es ist ja auch nicht ungewöhnlich, werkstoffgerecht zu konstruieren.
Ich habe einige kleinere Einzelteile aus Alu gebaut und weichgelötet. Für Dinge wie Masten und andere Anbauteile halte ich das mit dem von mir verwendeten, leicht zu verarbeitendem Lot und Flussmittel für eine bessere Möglichkeit als Messing, da es genauso zu löten ist, genauso gut hält, dabei aber der Werkstoff einfacher zu bearbeiten und leichter ist. Korrosion spielt bei lackierten Teilen, die nicht zu Wasser kommen überhaupt keine Rolle.
Bei dem hier genannten Beispiel eines genieteten Rumpfs, der zur Abdichtung verlötet werden soll, ist die mechanische Festigkeit insofern problemlos, als dass die Niete alleine bereits ausreichende Festigkeit aufweisen sollten. Bei einer Lackierung des Rumpfes ist dann auch davon auszugehen, dass keine Korrosionsgefahr besteht.
Ich denke, ich werde es mal mit Alu versuchen. Wenn es schlecht zu löten geht, dann dichte ich die Überlappungen mit irgendetwas ab z.B. Karosseriedichtmasse ähem! Oder etwas anderem?
Jetzt stellt sich die Frage, wie groß sind beim Original, also bei einer 10m Dampfpinasse, die Köpfe der Nieten (gewesen), eher 35mm oder eher 18mm?
Bei dem hier genannten Beispiel eines genieteten Rumpfs, der zur Abdichtung verlötet werden soll, Mal ne ketzerische Fragestellung :wink: :
Wir reden bis jetzt über die von Patrik angesprochene Bauweise...............
Warum nicht gleich den Rumpf zusammenlöten und die Nieten nur als Imitation einkleben/löten ?
Deede, was ist deine eigentliche Zielsetzung?
Einen Rumpf nieten und irgenwie dichtkriegen oder einen Rumpf bauen mit sichtbaren Nieten? Es ging zwar ursprünglich darum zu nieten aber ist das wirklich die Priorität oder mehr die Optik?
commodore
14.06.2006, 21:59
... Wir reden bis jetzt über die von Patrik angesprochene Bauweise...Also ich bin der Patrick und die Idee mit dem Löten zur Abdichtung kam von Deede selber.
Der Rumpf soll nur genietet werden, keine Imitation. Mit dem Lot wollte wegen der Dichtheit auf Nummer Sicher gehen. Besser wird wohl sein, eine Dichtmasse zwischen die Bleche, die übereinander genietet werden, zu bringen.
Ne Patrick, war schon klar daß es um Deede geht. Du hast es im Beitrag zuvor nur so schön geschrieben daß ich es einfach zitiert habe als "Aufhänger" für meine Frage....................... :wink:
@Deede: Nachdem endlich auch mir klar ist worums geht........... :oops:
....wünsche ich viel Glück.
Und ich bin gespannt auf ein komplett genietetes Schiff!
....wünsche ich viel Glück.
Und ich bin gespannt auf ein komplett genietetes Schiff!
kann auch sein, ich lass es nach den ersten Versuchen...
Also nee, jetzt kannste keinen Rückzieher mehr machen. :Beule:
Seebär Harry
15.06.2006, 00:35
Ach Didi, der Deede meinte bestimmt,
"kann auch sein, ich lass es nach den ersten Versuchen... richtig rund gehen."
Einen Rückzieher, kostet der nicht bei UT ´ne Runde KL? :P
Auf ein genietetes Schiff bin ich aber auch gespannt.
Aber in besonders kniffligen Bereichen, z.B. Anbindung Beplankung zum Kiel/Steven, werde ich wohl ums ?Tricksen? nicht herumkommen?
Sobald ich die Nieten habe, mache ich ein paar Tests. Fallen die positiv aus, wird das Boot gebaut. :yessir:
Ja, gibt es, wenn auch wenige. Das Nieten geht problemlos, nur die Erreichbarkeit der Nieten gestaltet sich oft schwierig, deswegen baue ich mir zunächst erst mal eine Nietzange.
Ich bin gerade dabei alle angefangenen (Stand-) Modelle fertig zu stellen vom Rest werde ich mich trennen, ich will nur noch eine Baustelle, so wie du, Didi :)
Deswegen wird mit dem eigentlichen Modell noch nicht begonnen.
Wie schauts mit Fotos aus?
...von den Standmodellen oder den Versuchsblechen? Die Zange existiert nur virtuell im AutoCAD.
Hallo Deede,
hab mich gerade erst angemeldet und interessiere mich eigentlich mehr für Dampfmaschinen. Ich war im Frühjahr in Dortrecht NL zum Dampftreffen. Viele alte Dampschiffe und so. Aber auch Modellbauer wie diesen:
http://home.arcor.de/Oktant/2006_05_19%20Dordt/medium/0108.jpg
http://home.arcor.de/Oktant/2006_05_19%20Dordt/medium/0109.jpg
Ich hoffe, ich konnte ein klein bischen helfen.
Gruß Wolfgang
Hallo Wolfgang,
erst mal herzlich willkommen im Forum.
Danke für den Link. :that:
Kannst du mir sagen welches Metall der verwendet hat?
Frage: Wie kommt jemand von den Dampfmaschinen zu uns ins Forum, willst du als nächstes ein Dampfboot/-schiff bauen?
?na das währe doch mal was.
Wie kommt jemand von den Dampfmaschinen zu uns ins Forum.Na Deede, mal wieder vergessen die Scheuklappen abzunehmen? :fies: :wink:
Eine Dampfmaschine in einem Schiffsmodell ist doch wirklich nichts aussergewöhnliches................. :popcorn:
.......nur leider viel zu selten. :cry:
...hab mich gerade erst angemeldet und interessiere mich eigentlich mehr für Dampfmaschinen...
Das klingt für mich wie: ??mehr für Dampfmaschinen und weniger für Schiffe? Didi :engel:
Es gibt ja viele Modellbauer die nur Dampfmaschinen bauen, ohne dass diese dann in irgendeinem Fahrzeug ihren Dienst verrichten.
:popcorn:
Is ja gut.............. :wink:
Ist halt soooo einfach einen geschriebenen Satz misszuverstehen................. :pfeif:
Hätte ich das zitiert:..........., willst du als nächstes ein Dampfboot/-schiff bauen?
?na das währe doch mal was........Sähe es ein bisschen besser für mich aus....................... :twisted: :engel:
Hallo,
wenn Ihr mal die Links von mir ein wenig verändert, werdet ihr sehen, daß in Dordtrecht ein Dampf-Schiff Treffen stattgefunden hat. Was kam denn nach den Segelschiffen? Die Dapfschiffe. Und ist es denn so ungewöhnlich die Dampfmaschinen aus den alten Schiffen als Funktionsmodelle nach zu bauen. Wer von euch hat denn schon mal daran gedacht einen Schiffsdiesel als Modell zu bauen, der dann auch noch richtig läuft und dann vieleicht in ein Boot gesetzt werden kann. Es sind schon viele Dampfboote gebaut worden, mit denen die Erbauer auf dem Wasser fahre:
http://home.arcor.de/Oktant/2006_05_19%20Dordt/medium/0007.jpg
http://home.arcor.de/Oktant/2006_05_19%20Dordt/medium/0039.jpg
Oder auch im Verein: http://home.arcor.de/Oktant/2006_05_19%20Dordt/medium/0015.jpg
Kann mir mal jemand ein Diesel-Boot zeigen, mit dem er auf dem Wasser fährt, bei dem er den Dieselmotor selber gebaut hat. Ich kenn keinen.
So. Jetzt wißt Ihr was ein Dampfer bei euch sucht.
Zum Bootsrumpf aus Metall: Es war Messingblech, konnte von Hand gebogen werden, also so 0,3-0,5mm. Die Löcher wurden mit einer Proxxon Handbohrmaschine gebohrt, mit einem Krauskopf entgratet, dann ein Kupferniet von hinten eingebracht und von vorn mit einem Selbstschlagenden Körner mit eingbohrter Spitze angezogen. Anschließend mit einem kleinen Seitenschneider abgeschnitten und dann mit einem vorne verjüngt gedrehten Hammer platt geschlagen. Allerdings nur so weit, daß sich ein Pils mit leichter Erhöhung zum Blech gebildet hat. Wie man auf den Fotos sieht wurde das Blech anschließend noch leicht nachgelötet, um den Rumpf dicht zu bekommen.
Ich durfte den Rumpf selbst in die Hand nehmen. Er war so ca 80cm lang und hatte ganz schön Gewicht. Die Stabilität ist super, und das Schiff wird mal mit einem "Motor" ausgestattet, der im ersten Bild ganz oben in der Ecke zu sehen ist. Eine Dampfmaschine. Der Dampfkessel ist noch nicht fertig, aber das ganze wird dann über eine Funksteuerung betrieben.
Übrigens: Die Dampfkessel haben bereits eine Größenordnung, bei denen der TÜV mitspielt. Und ohne TÜV-Prüfung darf der Kessel nicht auf Veranstaltungen angeheizt werden.
Gruß Wolfgang
So. Jetzt wißt Ihr was ein Dampfer bei euch sucht.
...mich freut es jedenfalls, Wolfgang, dass das Thema Dampf hier in Forum wieder einen Anhänger mehr hat. Vielleicht schaffe ich es irgendwann wirklich einmal, ein Boot mit Metallrumpf und Dampfmaschine zu bauen?
commodore
14.09.2006, 21:53
Wenn du damit wartest, bis ich mein Studium fertig habe, dann können wir da ein Gemeinschaftsprojekt draus machen. :oops:
Fände ich nämlich auch superinteressant. :that:
Seebär Harry
15.09.2006, 00:25
@wolgos,
Dampfmaschienen und Schiffe, gehöhren eh zusammen.
Wenn ich mal wieder etwas mehr Geld investieren kann,
dann kommt evt. in die Clyde wieder eine Dampfmaschiene.
Nur, die mit Rückwärtsgang, sind wohl doch zimlich Teuer.
Wenn du damit wartest, bis ich mein Studium fertig habe, dann können wir da ein Gemeinschaftsprojekt draus machen. :oops:
ich habe gedacht als Student hat man die meiste Zeit 8)
?die mit Rückwärtsgang...
Wie funktioniert das eigentlich mit der Rückwärtsfahrt? Ich habe mal gehört, da werden einfach die Kohlen umgedreht. Wie macht man das aber bei Gasbefeuerung am Modell?
Wenn ich mal wieder etwas mehr Geld investieren kann, ...
Es muß ja nicht eine Modellschiffsdampfmaschine für ein paar hundert Euronen (wenn das reicht) sein. Ich hatte vor ca. einem Jahr zwei Wilesco Dampfmaschinen für 30 Euro gebraucht gekauft, da kann man schon einen Schiffsantrieb daraus machen?als Einstieg sozusagen.
Seebär Harry
15.09.2006, 10:27
@Deede,
wenn ich eine Dampfmaschine für 30? einbaue, hab ich aber keinen Rückwärtzgang.
Den möchte ich aber haben, jedoch sind die Maschinchen recht Teuer.
Mir geht es auch darum, das Schiff abbremsen zu können, darum lass ich erstmal den E-Motor drinn.
Jens Thode
15.09.2006, 16:13
Kann mir mal jemand ein Diesel-Boot zeigen, mit dem er auf dem Wasser fährt, bei dem er den Dieselmotor selber gebaut hat. Ich kenn keinen.
Hallo,
ich habe das mal probiert, der Motor war ein 6- Zylinder, 4- Takt Dieselreihenmotor mit 10 ccm Hubraum pro Zylinder. Dieser Motor hat auch solange funktioniert, wie er keine Leistung bringen musste, es hat bei einer angestrebten Drehzahl von ca. 4000 Umdrehungen das Drehmoment gefehlt, auch mit einem Getriebe ging es nicht. Ich habe den Motor dann mit Zündkerzen und einer Elektronischen Zündung ausgerüstet und mit Benzingemisch betrieben, dann allerdings nicht mehr in einem Schiff sondern als Modellflugzeugmotor mit einem Prop von 40 cm Durchmesser (Maximaldrehzahl 6000 Umdrehungen, Minimaldrehzahl um die 800 Umdrehungen) so hat er dann auch viele Flugstunden in einem Fiseler Storch von meinem Vater Gut gearbeitet.
@Deede,
wenn ich eine Dampfmaschine für 30? einbaue, hab ich aber keinen Rückwärtzgang...
der "Rückwärtsgang" ist doch nichts weiter als ein Umsteuerventil. Auslass und Einlass werden vertauscht und schon dreht die Kurbelwelle in die andere Richtung. Ich habe einen Plan von so einem Teil, ist recht simpel aufgebaut und wird einfach über einen Servo angesteuert.
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