Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : LED`s statt Birnchen
Seebär Harry
30.05.2006, 11:53
Moin Moin,
ich möchte verschiedene Teile der Beleuchtung mit LED`s anstelle von Birnchen ausrüsten.
Bei 12V weiß ich vom PKW, das ich einen 600 Ohm Wiederstand Zwichenschalten muss.
Wie sieht das bei 6V aus? Gehen die Werte Linear mit, das heißt,
kann ich bei 6V einen Wiederstand von300 Ohm nehmen?
Dann ist auch noch die Frage, da es ja verschiedene LED-Typen gibt,
bleiben die Wiederstände gleich oder sind die je nach LED-Type unterschiedlich?
Joachim C.
30.05.2006, 12:11
Jede LED hat quasi ihre eigene Spannung. Ist im Datenblatt angegeben.
Den Widerstand kannst Du leicht berechnen.
R=U/I
U=Spannung die "vernichtet" werden soll. Betriebsspannung - Spannung der LED
I= Strom in Ampere
R=der Wert in Ohm.
Du kannst auch den Strom (I) in mA (mili-Ampere) einseten, dann kommt der Widerstand in kOhm raus.
Für alle Bereiche sind LEDs aber nicht erstetzbar. Da LEDs nach vorne abstrahlen eignen sie sich nicht sehr gut für Positionslampen oder den rot/grünen Seitenlampen.
Seebär Harry
30.05.2006, 12:22
Sorry, bin halt nicht der Elektronikexperte. :oops:
Jede LED hat quasi ihre eigene Spannung. Ist im Datenblatt angegeben.Ich gehe mal von aus, das du damit die verschiedenen LED-Typen meinst.
Datenblatt? Werde ich wohl beim großen "C" bekommen?
R=U/I
U=Spannung die "vernichtet" werden soll. Betriebsspannung - Spannung der LED
I= Strom in Ampere
R=der Wert in Ohm.Gibt es da keine Möglichkeit, von Volt statt Ampere auszugehen?
Es ist z. Bsp. möglich, das sich in der Clyde die Ampere von Derzeit 24 A noch erhöhen auf 36 A,
dann stimmt doch die Rechnung nicht mehr?
Für alle Bereiche sind LEDs aber nicht erstetzbar. Da LEDs nach vorne abstrahlen eignen sie sich nicht sehr gut für Positionslampen oder den rot/grünen Seitenlampen.Das ist schon klar, nutze sie auch nur für Innenbeleuchtung.
Die Stromangabe ist der Strom der Diode, nicht Deiner Spannungsquelle.
Derzeit 24 A noch erhöhen auf 36 A,
Nur so nebenbei! Du hast das h schon wieder vergessen! Das muss 24 Ah heißen. :mrgreen:
Ümminger Kapitän
30.05.2006, 13:20
Für alle Bereiche sind LEDs aber nicht erstetzbar. Da LEDs nach vorne abstrahlen eignen sie sich nicht sehr gut für Positionslampen oder den rot/grünen Seitenlampen.
Wenn der LED Körper flach geschliffen wird und der Rest matt, geht das.
Dann aber die helleren, ab 250 mcd benutzen.
Seebär Harry
30.05.2006, 13:30
Die Stromangabe ist der Strom der Diode, nicht Deiner Spannungsquelle.Na, das ist dann schon was anderes. War schon am grübeln.
Nur so nebenbei! Du hast das h schon wieder vergessen! Das muss 24 Ah heißen. :mrgreen: :oops: Ups, Sorry, du ganz hast Recht, oder so :P
(denk drann, ich hab nicht "Gans" geschrieben. :wink:
Wenn der LED Körper flach geschliffen wird und der Rest matt, geht das.
Dann aber die helleren, ab 250 mcd benutzen.Na, das werd ich doch mal probieren.
Die Seiten bleiben dann aber Klar, Richtig? Sollen doch als Positionslampen nach der Seite abstrahlen.
Fabian F.
30.05.2006, 13:56
Hallo Harry,
also wenn Du ein bisschen Platz hast in Deinem Schiff, und Dich nicht vor einem Lötkolben scheust, dann würde ich Dir empfehlen, eine Konstantstromquelle zu verwenden. Gibt es als Bausatz beim Conrad zu kaufen, oder irgendwo im Internet. Diese Quelle liefert den richtigen Strom für die LED (meist um die 20mA; steht aber immer im Datenblatt) und ist dabei unabhängig (bis ca. 30V) von der Eingangsspannung.
Ansonsten sind die Gleichungen von oben schon richtig, allerdings muß man dann aufpassen, wenn man einen anderen Akku mit höherer Spannung verwendet.
Hoffe, geholfen zu haben.
Ümminger Kapitän
30.05.2006, 14:23
Die Seiten bleiben dann aber Klar, Richtig?
und der Rest matt, geht das.
Der "Rest" bezog sich auf die Seiten, da soll ja was rauskommen was leuchtet.
Mit dem Aufrauhen leuchtet die LED an den Stellen, dass Flachschleifen oder Feilen dient dazu die "Linse" zu entfernen, dadurch dass die LED dann aufgerauht wurde, wird das Licht reflektiert und gleichmäßiger, aber schwächer abgestrahlt.
Deshalb:
Dann aber die helleren, ab 250 mcd benutzen.
Seebär Harry
30.05.2006, 14:28
Das hilft mir als Elektroniklaie sehr weiter.
Ich löte zwar nach Anleitung auch Bausätze zusammen, die nacher funktionieren,
auch kann ich ´ne Diode vom Wiederstand unterscheiden,
Aber die richtigen Kentnisse fehlen mir halt, dafür bin ich Wissbegierig und manchmal Lernfähig. :lol:
also wenn Du ein bisschen Platz hast in Deinem Schiff, und Dich nicht vor einem Lötkolben scheust,Soviel Platz, das ich noch einige Kilo Bleiballast einsetzen musste.
Was den Lötkolben betrifft, der hat mehr Angst vor mir, als ich vor ihm. :lol:
dann würde ich Dir empfehlen, eine Konstantstromquelle zu verwenden.Jau, das ist doch was.
Diese Quelle liefert den richtigen Strom für die LED (meist um die 20mA; steht aber immer im Datenblatt) und ist dabei unabhängig (bis ca. 30V) von der Eingangsspannung.Super, werde ich dann wohl verwenden.
Ich muss mal durchzählen, wieviele LED´s ich dann anschließen muss.
Aber im schlimmsten Fall, kann ich ja 2 Konstantstromquellen einsetzen.
So über den "Daumen" komme ich auf 15-20 LED´s.
bsp : R= U/I
du hast 6V in deinem schiffchen die LED die du verwenden moechtest hat 20 mA.
also : 6V/0.02A = 300 Ohm
die angabe zur LED findest du bei C oder reichelt immer im datensatz.
aber lies es einfach hier (http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/faq/led/) nochmal nach.
Seebär Harry
30.05.2006, 14:43
aber lies es einfach hier (http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/faq/led/) nochmal nach.Werde zwar im schiff auf die Konstantstromquelle zurüchgreifen,
aber sicherlich noch an meiner Maschine LED´s anbringen.
So werden dann alle Hinweise dankend angenommen. :yessir:
... dann würde ich Dir empfehlen, eine Konstantstromquelle zu verwenden. Gibt es als Bausatz beim Conrad zu kaufen...
Bei 6 Volt kannst Du maximal zwei LED in Reihe schalten. Wenn man also eine größere Menge LED verbauen möchte, dann braucht man auch eine größere Menge Konstantstromquellen.
Bei mir haben sich Vorwiderstände bewährt. Ich fahre mit sechs Zellen, also 7,2 Volt Nennspannung. Da kann man immer zwei farbige in Reihe schalten (die benötigen alle um die 2 Volt) oder eine einzige weiße (die und die blauen benötigen immer um die 3,5 Volt).
Ich rechne bei meinen LED mit 15 mA.
Zwei farbige in Reihe erhalten um die 130 Ohm, eine einzige farbige um die 260 Ohm. Ein weiße erhält um die 170 Ohm. Alles auf ein 6 Volt Netz bezogen.
Viele Grüße
Harry
du machst das schon :) hast ja jetzt genug hinweise.
wenn ich denn mal bloss soweit waere, dass ich die probleme haette :(
Seebär Harry
30.05.2006, 14:57
@Harry,
jau, das versteht sogar der Harry (ich), klasse. :that:
Dann werde ich doch gleich mal schauen, was ich noch an Wiederständen auftreiben kann.
Habe ne Wiederstandstabelle da, Led´s sind auch noch welche vorhanden,
so das ich im schlimmsten Fall einige Widertsände aus E-Schrott auslöten kann.
Will nämlich mal feststellen, ob ich mit der Leuchtkraft dann Zufrieden bin.
Zumal LED´s preiswerter sind und länger halten.
Admiral von Schneider
30.05.2006, 15:40
Sersn, schau ma
hier gibts jedemange LEDs. Auch SMD und son Zeuch. Sehr Praktisch is auch der Wiederstandsrechner.
http://www.leds.de
Da bestell ich bald SMDs für meine PT. Damit funktioniert sogar der Suchscheinwerfer in 1:72 :shock: :D
AvS
Seebär Harry
30.05.2006, 16:18
Hallo AvS,
hab mal kurz reingeschaut und werde wohl auch da meine LED´s beziehen.
Danke dir. :yessir:
Ümminger Kapitän
30.05.2006, 16:26
Damit (http://led1.de/shop/index.php) habe ich beste Erfahrungen.
Seebär Harry
30.05.2006, 16:28
@Ümmi,
einige bekomme ich ja schon mal über die Firma, hab auch noch ´nen ganzen Haufen hier.
Werde mir aber beide Seiten mal zu Gemüte führen. :yessir:
Lars Persson
30.05.2006, 21:07
Es ist z. Bsp. möglich, das sich in der Clyde die Ampere von Derzeit 24 A noch erhöhen auf 36 A,
dann stimmt doch die Rechnung nicht mehr?
Hallo Harry,
nochmal grundsätzlich zum Thema Strom (A -> Ampere) und Kapazität (Ah -> Amperestunden).
Stell´ Dir Deinen Bus vor: Der Strom entspricht dem Spritverbrauch, die Kapazität dem Tankinhalt.
Beides hat nichts miteinander zu tun.
Und der Spritverbrauch ändert sich auch nicht, wenn Du den Tank vergrößerst.
Also, die Kapazität des Akkus (Ah) hat nichts mit dem Stromverbrauch der LED´s zu tun, und spielt auch bei der Berechnung des Vorwiderstandes absolut keine Rolle. :idea:
Hallo Seebär Harry, :wink:
erstmal Harry lasse dich nicht durcheinander bringen mit den ganzen Bezeichnungen.
Schau mal hier nach http://www.led1.de/shop/shop_content.php?coID=21 da kannst Du deine Werte für jede beliebige Betriebsspannung ablesen.
So kannst Du auch bei anderen Spannungen die passenden Wiederstandswerte finden.
Ich nehme auch immer nur einen Betriebsstrom der LED von 15mA zur Grundlage. Das mit dem Konstantstromquellen halte ich für Quatsch.
Bei 6V hast Du nicht solche riesigen Spannungsschwankungen und selbst wenn der Antrieb schon steht ist die LED immer noch an.
Was ich persönlich ablehne ist die Reihenschaltung von LEDs, da man im Fehlerfall immer mehr Aufwand hat. :neg:
Ich benutze übrigens, wenn es geht SMD-LED und SMD-Wiederstände. Selbst die Geschichte mit dem Abfeilen und so hst Du mit den ganzkleinen SMD LEDs nicht. Die passen in fast jede Lampenhalterung. Hochkant kann man sie in fast jede Positionslaterne einbauen. :idea:
tschau
Seebär Harry
31.05.2006, 10:33
Schau mal hier nach http://www.led1.de/shop/shop_content.php?coID=21 da kannst Du deine Werte für jede beliebige Betriebsspannung ablesen.Jau,das ist das richtige für mich. :that:
Hab die Seite schon in meinen Favoriten.
Was ich persönlich ablehne ist die Reihenschaltung von LEDs, da man im Fehlerfall immer mehr Aufwand hat. Werd ich auch nicht machen, sondern einzeln anschließen.
Ich benutze übrigens, wenn es geht SMD-LED und SMD-Wiederstände. Selbst die Geschichte mit dem Abfeilen und so hst Du mit den ganzkleinen SMD LEDs nicht. Die passen in fast jede Lampenhalterung. Hochkant kann man sie in fast jede Positionslaterne einbauen.Gute Idee, werde ich mir merken.
Fazit:
Ich werde soweit noch vorhanden, meine LED´s verbauen und dann evt.
auf SMD-LED`s wechseln.
Auf jeden Fall danke ich allen für die vielzahl der Tipp´s!
Hallo Seebär Harry,
kleiner Tip noch zum Löten der SMD LEDs.
Ich nehme einen 12V Lötkolben und einen kleinen Schraubstock dazu.
Die LED vorsichtig im Schraubstock einklemmen und den Draht angelötet (SMD Lötzinn). Die Vorwiederstände kommen auf eine seperate Platine, von wo die Kabel zu den LEDs abgehen.
Auch kannst Du bei den Leitungen auch Kupferlackdraht nehmen. Der ist schön dünn und wenn man ihn noch schwarz anstreicht hat man gleich eine passende Leitung für die Beleuchtungen.
Tschau
Seebär Harry
01.06.2006, 00:53
@uaw233,
danke für den Tipp, werde ihn beherzigen.
Habe auch noch ´ne 12V Lötnadel hier, ist schön dünn.
Bitte gerne geschehen. :idea:
Ich muss mich doch nochmal hier drann hängen...
Bis jetzt habe ich LEDs immer mit jeweils einem eigenen Vorwiderstand benutzt. Heute dachte ich mir, machs doch mal anders. :mrgreen:
Also was habe ich getan? Ich fand in meiner Grabbelkiste noch so einen Batteriehalter wo zwei Mignons rein passen. Den habe ich mit zwei NiMH´s bestückt und die ganzen LEDs paralell daran angeschlossen, kein Vorwiderstand, nichts....
Was habe ich angeschlossen:
1 mal Rot
1 mal Grün
1 mal 3mm Weiß
5 mal SMD Weiß
Zunächst die Gute Nachricht: alles leuchtet! Rot und Grün schön hell die Weißen SMDs leuchten so lala, und die eigendlich weiße 3mm LED leuchtet schwach, eher grünlich.
Gut, ich weis diese Konstelation ist nicht optimal. Ich weis auch, das die weißen LED im Grunde deutlich mehr wie die vorhandenen 2,3 Volt benötigen...
Ich wollte das halt mal ausprobieren ob die so auch funktionieren, denn ich muß schon auf Gewicht achten, und so währe es schön gewesen auf weitere Akkuzellen nur fürs Licht zu verzichten...
Abgesehen davon weis ich nicht, wie ich am einfachsten alle LEDs gleichzeitig schonend betreiben kann. Währe es Möglich einfach eine Konstantstromquelle zu benutzen? Aber da brauche ich doch dann für jede Farbe wieder eine eigene, oder?
Oder kann ich einfach 3 NiMH-Zellen nehmen, dort packe ich dann die weißen LED einfach paralell und die rote und grüne LED in Reihe geschaltet drann?
Oder ich zapfe das BEC noch mit an, das läuft wohl mit 5 Volt und die 160mA sollte es doch zusätzlich noch schaffen, sind ja erst 2 kleine und ein normales Servo dran.
Helft mir mal auf die Sprünge... wie ich das ohne alles neu zu verkabeln möglichst leicht hinbekommen kann.
Arno Hagen
03.05.2008, 23:37
Moin Ike!
LEDs sollte man niemals direkt an einer Spannungsquelle (Akku/Batterie/Netzteil) betreiben, da die #Bedingungen für LEDs das nie optimal sind und das mit einer kurzen Lebensdauer quittieren.
Man erreicht so nie die 10.00ß Betriebsstunden.
Werden in der Regel immer dunkler oder geben gleich den Dienst auf.
Superhelle sind da deutlich empfindlicher als die einfachen farbigen LEDs.
LEDs sind nun mal Dioden. Anders als Glühbirnen kommt es ihnen auf den Strom, weniger die Spannung an.
Daher sind Konstantstromquellen die erste Wahl!
Wiederstände die 2te Wahl (um die Betriebsbedingungen wenigstens annähernd Diodengerecht zu gestalten)
Superhelle LEDs mögen in der Regel 3,3V bei bei 20-30mA.
Einfache farbige ca. 1,7V bei 10-20 mA. Deshalb glimmt Deine Weiße auch nur: Die farbigen lassen nicht mehr als ihren Nennstrom durch. Irgendwann rauchen sie aber dann auch ab.
Aber das sind nur Richtwerte. Dafür gibt es Datenblätter :wink:
Mein Rat: Für jede LED-Art eine Konstantstromquelle. Wieviele Du daran in Reihe schalten kannst, hängt von der Betriebsspannung der Konst-Stronquelle ab.
Je höher, um so mehr LEDs in Reihe (nicht parallel!!!).
Konstantromquelllen können mit in der Regel ab 3V + LED-Spannung bis irgendwas über 30V betrieben werden - aber je nach Hersteller.
Ein Beispiel findest Du hier (http://www.led1.de/shop/product_info.php?pName=konstantstromquelle-20ma-p-526&cName=konstantstromquellen-c-112)
Ich hoffe dieses Grundwissen hilft Dir mehr als jetzt konkret noch Variationen vorzuschlagen :dontknow:
Wenn ich die LEDs so anschließe, wie heißt das dann?
http://www.haesler.at/zwisch/led.gif
Hab ja leider damals vor langer Zeit in der Schule nicht aufgepaßt und das Wissen fehlt mir jetzt ;)
Und, wenn ich keine Konstantstromquelle verwenden will, wo täten da die Widerstände hinkommen. Bis jetzt hab ich vor jeder LED einen eigenen eingebaut.
Danke!
Wenn ich die LEDs so anschließe, wie heißt das dann?
Parallel, d.h. die Spannung sollte (ohne Widerstand o.ä) der Durchlassspannung entsprechen, der Strombedarf multipliziert sich dann mit der Anzahl der LED's.
Wenn Du sie seriell (hintereinander) anschließt (also Led1 Minus mit Led2 Plus etc. verbindest), dann entspricht der Strom einer LED, aber die benötigte Spannung multipliziert sich mit der Anzahl der LED's.
Aber wie schon oben von Arno gesagt, bei teuren und/oder empfindlichen Typen hilft nur Konstantstromquelle, wenn Du Ärger vermeiden möchtest.
Aber wie schon oben von Arno gesagt, bei teuren und/oder empfindlichen Typen hilft nur Konstantstromquelle, wenn Du Ärger vermeiden möchtest.
Definier "Ärger" ;)
RuhrPirat
07.09.2008, 22:17
Definition von Ärger in diesem Fall: Kaputte LED wegen zu hoher Spannung (Akkus haben im Leerlauf deutlich höhere Spannungen. Höhere Spannung führt zu höheem Strom -> LED brennt durch... vereinfacht ausgedrückt)
Hallo Ike bzw. Dr. Jürgen, ;-)
wie Arno schon schrieb: LED ohne Vorwiderstand ist nicht! Konstantstromquelle halte ich persönlich bei unseren "banalen" Anwendungen für völlig unnötig. Ich packe vor jede LED generell immer einen eigenen Vorwiderstand (die Dinger kosten ja nur wenige Cent). Eine Parallelschaltung mit nur einem gemeinsamen Vorwiderstand ist zwar möglich, aber falls mal eine LED durchknallen sollte, ziehen die restlichen entsprechend mehr Strom (und knallen dann evtl. ebenfalls durch) - also suboptimal.
Übrigens lasse ich die LEDs nicht mit dem angegebenen Strom laufen (meistens 20 mA), sondern nur mit 1/4 bis 1/10, je nach Typ. Sie verlieren dadurch im Normalfall so gut wie keine Helligkeit (auch je nach Typ unterschiedlich), die Lebensdauer steigt aber nahezu ins Unendliche. Ich mache das ganz trivial mit Ausprobieren verschiedener Vorwiderstände: bei 20mA anfangen und dann den Widerstandswert sukzessiv weiter erhöhen, bis die LED sichtbar dunkler wird. Der "vorletzte" Wert wird dann genommen. Ein Widerstandsrechner findet sich zum Beispiel hier: http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/1109111.htm, und ein konkretes Anwendungsbeispiel für LEDs, die ich mit 1/10 Strom (=2 mA) betreibe, hier: http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?t=30151 (die LEDs sind allerdings ganz erheblich heller, als es auf den Fotos den Anschein hat - in die weißen kann man kaum reinschauen).
Grüsse, Jochen
Wellen-Brecher
05.10.2008, 21:38
Moin die Runde
da auch ich totaler Elektronik Laie bin und um ein wenig konkreter zu werden, möchte ich dieses Thema noch mal aufgreifen.
Wenn ich also bei meinem Schlepper eine Vorbild ähnliche Fahr-Beleuchtung mit LED's realisieren möchte und die Lampenkörper jedoch schon farbig sind, brauche ich doch auch nur weiße LED's ... richtig?
Also möchte ich für den normalen Fahrbetrieb nun folgende Lichter einsetzen ... 1x Topplicht, 2x Seitenlicht, 1x Hecklicht und 4x(abgedecktes) Deckslicht. Wenn ich nun von 8 weißen LED's ausgehe und ich sie an einer Konstantstromquelle Parallel betreiben möchte, wie viel Volt benötigt dann meine Stromquelle?
Arno Hagen
05.10.2008, 22:29
Wenn ich nun von 8 weißen LED's ausgehe und ich sie an einer Konstantstromquelle Parallel betreiben möchte, wie viel Volt benötigt dann meine Stromquelle?
Vorsicht! An Konstantstromquellen LEDs unbedingt in Reihe schalten!
Die Quelle haut, je nach Typ, 20mA raus. Egal was dran hängt! Da jede LED gerne diesen Strom haben möchte würden sie im Parallelebetrieb nur einen n-fachen Bruchteil abbekommen. In Reihe bekommen alle den gleichen Strom mit und fühlen sich wohl. Daher auch keine LED-Typen mischen. Wenn da eine bei ist, die weniger braucht, zerlegt es sie irgendwann, da ihre "Brüder" gnadenlos verfressen sind und ihren Strom durch die Reihe fordern.
Genau hängt das von den verwendeten LEDs und der jeweiligen Konstantstromquelle ab.
Bei Verwendung von der hier: http://www.led1.de/shop/product_info.php?pName=konstantstromquelle-20ma-p-526&cName=konstantstromquellen-c-112
und einer LED mit ca. 3,4V (hängt aber von der verwendeten LED ab. Bei den superhellen LEDs irgendwas zwischwen 3 und 3,5V) würde die Rechnung so aussehen:
Minderstspannung: 3,3V + 8*3,4V = 30,5V
Voraussetzung: Alle LEDs vom gleichen Typ an einer Konstantstromquelle.
Ich würde von daher vorschlagen Positions- und Decksbeleuchtung zu trennen:
Macht dann 3,3V + 4*3,4V = 16,9V
...
Wenn ich also bei meinem Schlepper eine Vorbild ähnliche Fahr-Beleuchtung mit LED's realisieren möchte und die Lampenkörper jedoch schon farbig sind, brauche ich doch auch nur weiße LED's ... richtig?
...
Hi,
weisse LED´s stammen von den Blauen ab und führen daher hinter farbigen Gläsern gerne zu Verfälschungen. Aus Grün wird dann schnell ein nettes Blau-Grün.
Am bestem mal ausprobieren, ob es mit einer farbigen LED hinter klarem oder farbigem Glas nicht doch besser aussieht.
Viele Grüße
Torsten
Wellen-Brecher
05.10.2008, 23:24
Ich würde von daher vorschlagen Positions- und Decksbeleuchtung zu trennen:
Macht dann 3,3V + 4*3,4V = 16,9V ... na das ist ja immer noch 'ne ganze Menge! Nur für die Beleuchtung mehr als mein Fahrstrom!
Am bestem mal ausprobieren, ob es mit einer farbigen LED hinter klarem oder farbigem Glas nicht doch besser aussieht.
... aha, dass hab ich mir nämlich fast gedacht!
Wie aber schaut die ganze Stromversorgung denn mit Mini Glühbirnen aus? Was müsste ich bei meinem o.g. Beispiel dort für eine Leistung zur Verfügung stellen? Und soweit ich an Beispielen gesehen habe, bringen diese Glühbirnchen bei farbigen Lampenkörpern auch wiederum ihren Farbton recht sauber rüber?! Und welche Art des Anschlusses macht dann mehr Sinn ... parallel oder in Reihe? In dem Buch "Lichter und mehr" von Klaus Buldt sind sie u.a. parallel geschaltet um ein auffinden defekter Birnchen zu erleichtern (S.70 - 71 im Buch)! Sollte dann auch vor diese Birnchen ein Vorwiderstand gesetzt werden?
Arno Hagen
05.10.2008, 23:38
... na das ist ja immer noch 'ne ganze Menge! Nur für die Beleuchtung mehr als mein Fahrstrom!
Kann man auch noch weiter in kleinere Päckchen gruppieren, dann wird es weniger. Wie man das berechnet weißt Du ja jetzt. Alternativ kann man die LEDs auch mit entsprechenden Worwiederständen versehen. Beispiele dafür gibt es ja genug im Forum.
Konstantstromquellen haben den Vorteil, dass die LEDs immer gleich hell leuchten, solange die Spannung über der Mindestspannung liegt. Und sooo teuer sind die auch nicht, dass man davon nicht mehrere verbaut. Wenn du bei 12V Borspannung immer 2 an eine Quelle packst, leuchten die ab 10,1V schön gleichmäßig.
Wie aber schaut die ganze Stromversorgung denn mit Mini Glühbirnen aus? ... Sollte dann auch vor diese Birnchen ein Vorwiderstand gesetzt werden?
Miniglühbirnchen liegen im Verbrauch so bei 50-100mA. Kommt auf das Birnchen an.
In Deinem Fall zwischen 400 und 800 mA (0,8A)
Vorwiderstand brauchst Du nur, wenn Du ein Birnchen an einer anderen Spannung betreiben möchtest als der Nennspannung des Birnchens (6V Birnchen an 12V Bordspannung z.B.). Betreibst Du die an der korrekten Betriebsspannung (6V Birnchen an 6V Bordspannung, 12V Birnchen an 12V Bordspannung) brauchst Du keinen Vorwiderstand.
Wenn Du einen Vorwiderstand brauchst, brauchst Du auch den Nennstrom des Birnchens zu Berechnung des Widerstandes. Aber Vorsicht: Der verbrät auch noch Leistung!
Ümminger Kapitän
06.10.2008, 00:40
weisse LED´s stammen von den Blauen ab und führen daher hinter farbigen Gläsern gerne zu Verfälschungen. Aus Grün wird dann schnell ein nettes Blau-Grün.
Derartige Verfälschungen habe ich bei Benutzung von warmweißen LED nicht feststellen können, jedoch wurde dass Licht nicht wie gewünscht "eingefärbt"
Trotzdem die LED unter der normalen Betriebsspannung betrieben wurden, war der Anteil des weißen Lichts zu hoch.
Versuche mit farbigen LED, also unter den roten Lampenkörper eine rote LED, brachten ein sehr gutes Ergebnis:
Im Toplicht und anderen weißen Laternen sieht das perfekt aus.
Wellen-Brecher
06.10.2008, 12:02
Kann man auch noch weiter in kleinere Päckchen gruppieren, dann wird es weniger.
Wenn du bei 12V Borspannung immer 2 an eine Quelle packst, leuchten die ab 10,1V schön gleichmäßig.
... ah, jetzt fällt der Groschen :idea: . Das bedeutet also ich könnte z.B. auch vier von den Konstantstromquellen mit je 2 LED's an einer Spannungsquelle von 12V anschließen und das ganze dann in Reihe!
Also Grundspannung plus Verbraucher. Danke ich glaub jetzt hab auch ich das geschnallt :that: .
Derartige Verfälschungen habe ich bei Benutzung von warmweißen LED nicht feststellen können ...
Im Toplicht und anderen weißen Laternen sieht das perfekt aus.
... Du meinst die warmweißen mit 8.000mcd richtig ?
Ümminger Kapitän
06.10.2008, 12:21
... Du meinst die warmweißen mit 8.000mcd richtig ?
Ja, richtig.
Aber an 12V mit mindestens 1 kΩ, besser 1,5 kΩ, dann sieht das so richtig original funzelig aus.
Das anrauhen der LED nicht vergessen, oder gleich die mattierten nehmen.
Hallo Matthias,
die LichtFARBE wird in Kelvin (°K) gemessen. Der angegebene Wert "mcd" (milli-candela) bezieht sich dagegen auf die LeuchtSTÄRKE, also die Helligkeit. Die warmweißen LEDs - meist als "golden white" bezeichnet - haben also einen deutlich niedrigeren K-Wert als die reinweißen (bläulichen).
Wenn du die warmweißen nimmst und deutlich unter 20mA betreibst, sehen sie super als Topplicht aus. Je höher du den Vorwiderstand wählst, desto funzeliger / gelber werden sie. Also hast du über den Vorwiderstand auch noch einen gewissen Einfluß auf die Lichtfarbe.
Bei den reinweißen funktioniert das nicht, die sind einfach zu kalt / zu blau. Was bei denen aber auch geht: direkt auf die Leuchtfläche der LEDs eine Idee gelbe Aquarellfarbe aufpinseln. Funzelt danach sehr schön warmweiß. ;)
[...] Der angegebene Wert "mcd" (milli-candela) bezieht sich dagegen auf die LeuchtSTÄRKE [...]
Um Verwirrungen vorzubeugen: Lichtstärke, nicht Leuchtstärke. Leuchtstärke gibt es "offiziell" als Einheit nicht ;).
Nichts für ungut,
Michael
vBulletin® v3.7.3, Copyright ©2000-2009, Jelsoft Enterprises Ltd.