Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welchen Regler für 900 BB Torque und andere fragen
Burkhardt
14.05.2006, 22:05
Wie der Titel schon sagt suche ich einen Regler für einen Graupner SPEED 900 BB Torque. Der Motor soll in meine "USS MONITOR" Maßstab 1:25 und wird einem 95mm Propeller antreiben! Ist bei den großen Motor eine andere (Standart 100nF und 47nF) Funkentstörung notwendig und mit welcher Spannung wäre es am günstigsten?
Danke schonmal im vorraus :yessir:
Gruß
Burkhardt
Jens Thode
15.05.2006, 09:09
Hallo,
laut Datenblatt hat der Motor einen Blockierstrom von 54 Ampere, da sollte es schon ein Regler sein, der 60 Ampere Dauerhaft verträgt.
Die Leerlaufdrehzahl von 6500 Umdrehungen bezieht sich auf die Nennspannung, also bei 12 Volt. Das ist für einen 95 mm Prop etwas zu viel.
Mehr als 2500 Umdrehungen im Leerlauf würde ich dem nicht zumuten (Kavitation).
Hast Du den Motor schon?
Da gibt es sonnst auch preiswertere Lösungen z. B. Lüftermotoren aus dem KFZ Bereich.
Die Entstörung ist so OK, musst Du aber im Einzelfall testen. Wenn es zu Störungen kommen sollte, erst mal den Empfänger sammt Antenne so weit wie es geht vom Motor und den Antriebsakkus weglegen.
Lars Persson
15.05.2006, 10:10
Moin,
@Jens
Ich weiß nicht, wer mal auf die Idee gekommen ist, das der Regler den Blockierstrom des Motors vertragen muss.:dontknow:
Dies ist aus meiner Sicht völlig abwegig.
Oder empfehle mir mal bitte einen Regler für einen Graupner Ultra 3500-6M.
Die Blockierstromaufnahme beträgt 430A!
Schade, dass man sämtliche Ultra-, Plettenberg-, Lehner-, Kontronik-, usw, usw. Motoren überhaupt nicht verwenden kann.
Denn Regler, die deren Blockierströme verkraften, gibt es nicht.
Aber wer fährt schon mit blockiertem Prop? Der Vortrieb ist da nicht sehr gut!:wink:
Schon ein normaler Speed 600/7,2V hat eine Blockierstromaufnahme von 85A! Das heißt, man müßte für einen popeligen Standardmotor, der in jedem Fertig-Plastikboot ist, den stärksten Regler nehmen, den Graupner im Programm hat. Das kann ja wohl nicht sein, oder?
Im Ernst, wer absolute Sicherheit möchte, sollte eine Sicherung in den Motorstromkreis bauen.
Der Speed 900BB Torque ist ein extrem sparsamer Motor (8A bei max. Wirkungsgrad).
Ein Freund von mir hat den in einem Schlepper mit 80mm Vierblatt-Prop an einem Stamos 15A-Regler. Der Regler ist auch nach drei Stunden Fahrt noch nicht mal lauwarm.
Bei einem 95mm Prop würde ich aber eher den Power 1000 von robbe nehmen. Drehzahl etwa 2000U/min an 12V. Stromaufnahme weiß ich jetzt nicht, aber noch weniger als beim 900er.
Auch hier sollte ein 15-20A-Regler ausreichen.
Schiffsbau
15.05.2006, 12:20
Hallo,
m.E. sollten alle Motore entstört werden, also auch die bereits Werkseitig entstörten Motore.
Dies gilt insbesondere für den 900BB Torque von Graupner.
Mit Sportgruß
Jens Thode
15.05.2006, 13:33
@Jens
Ich weiß nicht, wer mal auf die Idee gekommen ist, das der Regler den Blockierstrom des Motors vertragen muss.:dontknow:
Dies ist aus meiner Sicht völlig abwegig.
Hallo,
keine Ahnung!
Aber ich muss gestehen, das ich mal, die allgemeine Meinung, eines Großteils der Forenmitglieder wiedergegeben habe.
Oder empfehle mir mal bitte einen Regler für einen Graupner Ultra 3500-6M.
Die Blockierstromaufnahme beträgt 430A!
Schade, dass man sämtliche Ultra-, Plettenberg-, Lehner-, Kontronik-, usw, usw. Motoren überhaupt nicht verwenden kann.
Denn Regler, die deren Blockierströme verkraften, gibt es nicht.
In zukunft, werde ich wieder mein Gehirn einschalten und meine eigene Meinung schreiben.
Ich würde einen 60 Ampere Regler nehmen, weil mein nächstkleinerer ein 25 Ampere Regler ist, der wäre mir dann doch etwas zu klein.
Aber wer fährt schon mit blockiertem Prop? Der Vortrieb ist da nicht sehr gut!:wink:
Das mit dem Vortrieb halte ich für ein Gerücht :pfeif:
Im Ernst, wer absolute Sicherheit möchte, sollte eine Sicherung in den Motorstromkreis bauen.
Genau.
Der Speed 900BB Torque ist ein extrem sparsamer Motor (8A bei max. Wirkungsgrad).
Ein Freund von mir hat den in einem Schlepper mit 80mm Vierblatt-Prop an einem Stamos 15A-Regler. Der Regler ist auch nach drei Stunden Fahrt noch nicht mal lauwarm.
Ohne Getriebe?
Bei einem 95mm Prop würde ich aber eher den Power 1000 von robbe nehmen. Drehzahl etwa 2000U/min an 12V. Stromaufnahme weiß ich jetzt nicht, aber noch weniger als beim 900er.
Auch hier sollte ein 15-20A-Regler ausreichen.
Dann lag ich ja wenigstens mit der Drehzahl in meiner ersten Antwort halbwegs richtig
Moin,Moin!
Also das fängt ja gut an mit dem Thema.
Da ich selbst die erfahrung gemacht habe mit den Fahrreglern die ausreichend seien sollten und es aber nicht waren, mein Tip immer eine Nummer stärker als laut List benötigt.
Preis günstig die "Top-Serie" von Conrad 25ger=29,95; 45ger=39,95; 90ger=49,95 und sie lassen sich wie Servos dank Halterung verbauen.
Ps.: Mein Regler ist auch nach 6Stunden nicht warm wenn das Modell nicht Fährt!
Freizeitbauer
15.05.2006, 16:32
Gutes Thema, da klinke ich mich mal ein.
Beschäftige mich zur Zeit auch mit der Frage Motoren und Regler. :dontknow:
Zu was würdet ihr für ein PT Boot in 1/20 (1220 mm) raten (3 Motoren+Regler)?
Ach ja, es sind 3-Blatt Schrauben mit 40 mm drauf.
Das Boot sollte schon flott unterwegs sein.
Danke
Guido
Jens Thode
15.05.2006, 16:53
Zu was würdet ihr für ein PT Boot in 1/20 (1220 mm) raten (3 Motoren+Regler)?
Ach ja, es sind 3-Blatt Schrauben mit 40 mm drauf.
Das Boot sollte schon flott unterwegs sein.
Hallo,
was darf es denn kosten?
Was bringt das Boot auf die Waage?
Als güstige Variante würde ich drei SPEED 500 E nehmen.
Für jede Aussenmaschine einen Fahrtregler PRO 40C von CONRAD.
Für die Mittelmaschine einen Softanlaufschalter, den Du entweder manuell dazuschaltest, wenn es AK sein soll, oder, Du mischst den dazu.
Freizeitbauer
15.05.2006, 17:47
Was bringt das Boot auf die Waage?
Gute Frage, kann ich zur Zeit nicht beantworten. :dontknow:
Aber schon mal vielen Dank für die schnelle Antwort.
Burkhardt
15.05.2006, 18:40
Löle,
danke für eure Antworten.
Den Motor hab ich hier liegen! Deswegen wollte ich den Benutzen denn die 50 Euro für einen anderen kann ich mir so Sparen :D
12V sollen es schon werden denn die Zusatz-Einbauten werden mit 12V laufen. Man muss ja nicht Vollgas einstellen!
Gruß
Burkhardt
Lars Persson
15.05.2006, 20:11
Hallo Burkhard,
ich würde dann aber auf jeden Fall mal den Strom während der Fahrt messen!
Der 900er Torque sollte nicht mit mehr als 15 - max 20A bei Vollgas belastet werden.
Ich befürchte, dass ein 95er Prop da zuviel sein könnte. Aber ich habe es noch nicht selbst versucht, also ausprobieren.
@Jens
Natürlich ohne Getriebe. :D
Mal unter uns: Es gibt nichts, was ich mehr hasse als Schiffe, die mit dem Sound einer Kreissäge über den Teich dümpeln.
Ich hasse Getriebe! :nerv:
Sind bei den heutigen Motoren auch nicht mehr nötig, außer in wirklichen Extremfällen.
Jens Thode
15.05.2006, 20:33
Hallo Burkhard,
ich würde dann aber auf jeden Fall mal den Strom während der Fahrt messen!
Der 900er Torque sollte nicht mit mehr als 15 - max 20A bei Vollgas belastet werden.
Ich befürchte, dass ein 95er Prop da zuviel sein könnte. Aber ich habe es noch nicht selbst versucht, also ausprobieren.
Hallo,
wegen des Großen Prop`s, hatte ich ja als Alternatieve einen Lüftermotor vorgeschlagen. Da der Motor aber vorhanden ist, würde ich dann doch ein Getriebe anbauen. Zum Beispiel ein 2:1 Zahnriemengetriebe.
@Jens
Natürlich ohne Getriebe. :D
Mal unter uns: Es gibt nichts, was ich mehr hasse als Schiffe, die mit dem Sound einer Kreissäge über den Teich dümpeln.
Ich hasse Getriebe! :nerv:
Sind bei den heutigen Motoren auch nicht mehr nötig, außer in wirklichen Extremfällen.
Es hat doch keiner was von einem lauten Getriebe geschrieben.
Ich habe aus meiner Modellflugzeit noch einige von den Graupner Zahnriemengetrieben und benutze die jetzt in meinen Schiffen.
Eins habe ich in einen Schlepper auf Basis der Graupner BUGSIER eingebaut, mit einem SPEED 500 E und einem 55er Messing 3- Blatt Prop an 7,2 Volt reicht da halbe Fahrt, bei voller Fahrt zieht es dermaßen das Heck ins Wasser, das man aufpassen muss sich nicht selbst zu versenken. Und das ganze mit einem leisen Surren.
Aber Du hast schon Recht, wenn es geht verzichte auch ich auf ein Getriebe.
Burkhardt
15.05.2006, 21:52
Löle,
ich denke das der Motor schon ausreicht! Das Vorbild hatte eine
Höchstgeschwindigkeit von 6Kn und mit dem Modell bei 1:25 ist
das eher ein gemächliches Driften denn Fahren :roll:
Auch hat die Schraube die ich gerade vom Original abkupfern
lasse nicht sehr viel Steigung so das dem Motor nicht viel
Wiederstand entgegengesetzt wird.
Aber trotzdem werde ich mal überprüfen wie das so Funzt mit
den Komponenten und es auch mal Messen wenn mir einer
sagt wie das geht! Jetzt fehlt eigendlich nur noch der Propeller
und der Regler:(
Gruß
Burkhardt
Nabend...
ich habe eine Zeitlang in meinem Schnellboot..Reshefrumpf.....die beiden 900er mit nem Robberegler betrieben....ohne Probleme.....Maxi 540...40A...6-18VNC...6-24V Pb........Schraubengröße war 50er....
Gruß
Jo
Lars Persson
16.05.2006, 00:12
@Jens
Ja, klar, Du hast recht.
An Zahnriemengetriebe hatte ich nicht gedacht, die sind schon ok.
Mein Bruder hat mal die grosse SMIT NEDERLAND von Schaffer gebaut.
Vielleicht kennst Du die ja. 143cm lang, 44cm breit und satte 55kg schwer.
Da waren Schaffer Krafteier als Antriebe drin (Bosch Lüftermotoren).
6000 U/m über Zahnriemengetriebe 2:1 auf 100mm Props in Kortdüsen.
Das ging gut ab und die Getriebe waren absolut nicht zu hören.
Allerdings haben die Lager in den Wellen ständig den Geist aufgegeben. War nicht gut gebaut (Zahnscheiben direkt auf den Wellen).
Also hat mein Bruder alles umgebaut und robbe Power 1000 (ca 2000U/m) als Direktantriebe genommen.
Die Fahrleistungen sind damit fast genauso wie mit Getrieben, nur bei der Beschleunigung und vor allem beim Bremsen hatten die Getriebeantriebe etwas mehr Biss.
Stromaufnahme ist übrigens beim Direktantrieb geringer als mit Getriebe.
Ist aber eh nicht so wichtig, da die Fahrzeit immer reicht.
Sollte man bei einer 55Ah Autobatterie auch erwarten. :mrgreen:
Zu den Reglern:
bei den Reglern hat jeder Hersteller so seine eigenen Vorstellung was er unter Dauerbelastung versteht. Oftmals wird da eine Belastung angegeben, welche nur 5 Minuten ausgehalten wird. Danach ist der Regler dann zu Heiß und schaltet ab. Bestes Beispiel die Conrad Regler der Top und Pro Serie. Durch die kleinen Kühlkörper überhitzen sie recht schnell. Abhilfe schafft hier ein Computerlüfter welcher dem Regler ständig frische Luft zufächert. Wenn man das Beachtet, dann können auch diese Preiswerten Regler zuverlässig Arbeiten.
Ich hatte z.B. in einem Schnellboot zwei 600er Speeds an einem Graupner Top 60C. Mit Computerlüfter null Problemo, ohne nach 5 bis 6 Min. AUS.
Die Teueren Regler von Robbe und Co fallen schon optisch durch ihre großen Kühlkörper auf, genauso groß ist allerdings auch der Preis, weswegen ich persönlich diese nicht einsetze.
Zu dem 900er Torque,
ich benutze einen Conrad Elefant, wenn ich nicht Irre ist das ein 900er Torque. Den betreibe ich problemlos ohne Kühlung mit 12V an einem Conrad Pro 40C. Allerdings ist da nur ein 50mm Prop drauf. Ich bin mir ziemlich sicher das der Motor mit einem 95mm Prop ziemliche Probleme haben wird.
@Freizeitbauer
ich habe mal ein PT-Boot (britisches Vosper) in 1:20 gesehen, das hatte als Antrieb 3 mal Speed 700 mit entsprechenden 2 Blatt Rennprops (ich glaube 35mm) eingebaut. Regler dann entsprechend groß! Das Boot soll ja gleiten!
@Z 20
mir ist Aufgefallen das deine Tastatur kaputt ist! Da kommen immer so viele Punkte ..... :)
Im Ernst:
mir ist schon mehrmals Aufgefallen das die Postings von dir schlecht zu Lesen sind. Ich würde mich über ganze Sätze ohne unnötige Punkte freuen.
Moin,Moin!
Freizeitbauer vielleicht kann diese seite dir helfen.
http://www.pt-boat.com/
Lars Persson
16.05.2006, 11:13
@Ike
Nee,
der 900 Torque ist schon ein anderes Kaliber als der Elefant.
Vergleich:
Elefant /900er
Länge: 77mm / 85mm
d: 46mm / 51,5
Welle d: 4mm / 6mm
Gewicht: 330g / 645g
Drehzahl: 4000 / 6000
Pole: 5 / 12
Und zum Thema Dauerbelastung:
Ich habe sogar schon Regler gesehen, da wird diese für 1 Sekunde(!) angegeben!
Da wird genauso gemauschelt, wie beim Wirkungsgrad von Motoren.
Dieser wird ja oft ermittelt, während der Motor mit Stickstoff gekühlt wird (ist kein Spruch, machen manche Firmen wirklich so). :?
Deswegen bin ich auch vorsichtig, was Regler von C oder anderen "Billiganbietern" angeht, denn:
"Nicht überall, wo 40A draufsteht, kann man auch 40A reintun!" :mrgreen:
OK Lars, da habe ich mich erheblich verschätzt :oops:
Hallo,
ich möchte in dieser Sache einmal kurz meine Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit mitteilen. In meinem Modell (B24 von Graupner) ist ein 700 Speed BB eingebaut. Laut Aufschrift auf der Verpackung beträgt dessen maximale Aufnahme 12,5 Ampere. Also habe ich mir einen Drehzahlsteller besorgt, dessen Dauerbelastung mit 20 Ampere angegeben war. Beim Betreiben des Modells habe ich mich immer gewundert, worum dieses nicht vernünftig, d. h. mit gleich bleibender Geschwindigkeit bei der gewählten Drehzahlvorgabe gefahren ist. Auch bei vorsichtigem Anfahren war das Maximum, das ich erreichen konnte, dass das Modell eine Strecke von zirka fünf Metern bei der vorgewählten Geschwindigkeit zurücklegte, bevor es dann aus irgendwelchen Gründen einfach langsamer wurde.
Zunächst hatte ich eine Störung der Fernsteuerung im Verdacht, ich habe also mit der Antenne und der Entstörung des Motors experimentiert, konnte allerdings keine Verbesserung erreichen. So als quasi letzten Ausweg habe ich mir dann einen Regler bei der Firma Nessel Electronic bestellt, dessen Dauerbelastung (an dieser Stelle kann ich nur einen Blick auf die Homepage von Nessel empfehlen, dort sind sehr gute Angaben bezüglich der Dauer-und Impulsbelastung zu finden) bei etwa 50 Ampere angesiedelt ist. Mit diesem Drehzahlsteller tut das Modell nun, was ich von ihm erwarte (selbst Löffel war überrascht, dass nun zu dem Geräusch auch eine halbwegs vorzeigbare Geschwindigkeit hinzugekommen ist).
Fazit: offenbar verfügt der erste Regler über eine irgendwie geartete Schutzschaltung, die eine Überlastung verhindert. Und der Motor muss beim Anlaufen erheblich mehr Strom ziehen, als bei den technischen Daten angegeben ist.
Lars Persson
17.05.2006, 01:40
Hallo Jürgen,
die 12,5A ist nicht die maximale Stromaufnahme, sondern die Stromaufnahme bei maximalem Wirkungsgrad.
Das ist ein Riesenunterschied!
Die maximale Stromaufnahme ist dann erreicht, wenn der Motor so abgebremst wird, dass er stehenbleibt.
Die Eingangsleistung erreicht dann ebenfalls ihren Höchstwert, die Ausgangsleistung ist 0,00 Watt! Ebenso der Wirkungsgrad (0%). Und der Motor wird wahrscheinlich anfangen zu brennen.:mrgreen:
Mit max. Wirkungsgrad läuft der Motor dann, wenn das Verhältnis Eingangsleistung:Ausgangsleistung den besten Wert erreicht.
In diesem Bereich werden Motoren im Modellbau aber nur selten betrieben, weil die Leistung dann zu gering ist.
Also nimmt man einen größeren Prop und/oder eine höhere Spannung, und schon ist das Modell erheblich schneller.
Dabei steigt aber natürlich auch der Strom und der Wirkungsgrad wird geringer (max. Wirkungsgrad heißt nicht max. Leistung!).
Und das ein Motor im Anlauf mehr Strom zieht ist klar. Er zieht sogar für den Bruchteil einer Sekunde den Blockierstrom, nämlich bevor der Rotor anfängt zu drehen. Dieser Wert kann aber vernachlässigt werden, da er von der Zeit her keine Rolle spielt.
Vielleicht solltest Du mal den Strom messen, den Dein Motor zieht.
Zu den technischen Daten eines Motors möchte ich noch folgendes sagen.
Dies sind keine absoluten Werte, sondern sie dienen nur als Eckdaten unter ganz bestimmten Bedingungen.
Die Stromaufnahme ändert sich natürlich, je nachdem wie der Motor belastet wird. Vergrößert man den Prop steigt der Strom, erhöht man die Spannung, steigt der Strom ebenfalls. Die Drezahl sinkt bei höherer Belastung und steigt bei erhöhter Spannung usw.
Bei Interess an den Zusammenhängen empfehle ich die Bücher
"Elektrik für Schiffsmodellbauer" von H. Harhaus oder
"Elektroflugratgeber" von L. Retzbach
Was für Akkus hast Du denn in Deiner B24?
Wenn nämlich der Motor wirklich mit max Wirkungsgrad laufen würde, dann könntest Du da wahrscheinlich locker nebenhergehen. :mrgreen:
Und bei einem Rennboot sollte man schon zugunsten höherer Leistung auf etwas Wirgungsgrad verzichten.
Wenn Du dies bedenkst, wird auch klar, warum man da mit einem 20A Regler nicht so weit kommt.:D
Laut Aufschrift auf der Verpackung beträgt dessen maximale Aufnahme 12,5 Ampere. Also habe ich mir einen Drehzahlsteller besorgt, dessen Dauerbelastung mit 20 Ampere angegeben war. Beim Betreiben des Modells habe ich mich immer gewundert, worum dieses nicht vernünftig, d. h. mit gleich bleibender Geschwindigkeit bei der gewählten Drehzahlvorgabe gefahren ist. Auch bei vorsichtigem Anfahren war das Maximum, das ich erreichen konnte, dass das Modell eine Strecke von zirka fünf Metern bei der vorgewählten Geschwindigkeit zurücklegte, bevor es dann aus irgendwelchen Gründen einfach langsamer wurde..Na sieht so aus als hättest du dir einen guten Regler gekauft. Der raucht bei einer Stromaufnahme von über 20A nicht einfach ab sondern die interne Strombegrenzung schützt ihn, dadurch wird natürlich das Modell langsamer. Ist ein klassischer Fall von zu klein dimensioniertem regler. Sei nur froh dass der Regler das nicht mit Rauch quitiert. Ich würde in dem Fall einen der selben Marke mit zb. 40A Dauerbelastung nehmen. Den Rest haben die Kollegen schon erklärt.
Geposted nach 12 Minuten 15 Sekunden:
Ich weiß nicht, wer mal auf die Idee gekommen ist, das der Regler den Blockierstrom des Motors vertragen muss.Das war der welcher noch keine Strombegrenzung in Reglern kannte................... :wink:
Moderne Regler haben eine Strombegrenzung, somit ist der Blockierstrom von sekundärem Interesse. Es gibt mittleweile eine "Formel" die sich auf die Stromaufnahme bei max Wirkungsgrad und der tatsächlichen Stromaufnahme im Modell bezieht zur dimensionierung eines Reglers. Nur weis ich die nicht. Der Blockierstrom ist auf jeden Fall bei anständigen modernen Reglern kein Thema mehr.
seefahrer
17.05.2006, 09:10
Hallo Didi,
Moderne Regler haben eine Strombegrenzung, somit ist der Blockierstrom von sekundärem Interesse. ... Der Blockierstrom ist auf jeden Fall bei anständigen modernen Reglern kein Thema mehr.
Wie definierst du modern und anständig? Das Problem, das ich sehe ist, dass du leider beim Kauf über so eine Strombegrenzung so gut wie nix erfährst.
Hast du eine Übersicht, welche Regler so ausgestattet sind?
(ich habe letztes Jahr durch eine Schlingpflanze, die sich um beide Schrauben gewickelt hatte einen Conrad Navy 90 mit Wasserkühlung verloren - leider lief die Empfängerversorgung über BEC und ich konnte den Regler nicht mehr zurückfahren und nach ca. 20-30 sec war alles aus: dieser Regler war also nicht anständig und modern?)
Viele Grüße
Christian
Lars Persson
17.05.2006, 09:33
Moderne Regler haben eine Strombegrenzung, somit ist der Blockierstrom von sekundärem Interesse. Es gibt mittleweile eine "Formel" die sich auf die Stromaufnahme bei max Wirkungsgrad und der tatsächlichen Stromaufnahme im Modell bezieht zur dimensionierung eines Reglers.
Ich glaube nicht, dass es so eine Formel gibt, weil die Stromaufnahme eines Motors von zu vielen Faktoren abhängt:
- Was für ein Prop (Belastung)?
- Was für eine Welle, Kupplung (Belastung)?
- Welche Fahrspannung?
- Was für Akkus (Innenwiderstand)?
- Was für ein Regler (Innenwiderstand)?
- Verkabelung (Spannungsabfall)?
- Was für einen Motor (Pole, Wirkungsgrad)?
- Temperatur?
- Ein- oder Mehrmotorbetrieb (Innenwiderstand!!)?
usw.
Das soll nicht nach Oberlehrer klingen, sondern nur deutlich machen, dass die Stromaufnahme eines Motors ein theoretisch sehr schwer zu erfassender Wert ist, und sich kaum errechnen lässt.
Das wäre etwa so, als wollte man errechnen, wie schnell ein Auto auf der Autobahn ist.
Deshalb lieber den sicheren Weg gehen und einfach messen! :D
Zu den Reglern ist zu sagen, dass auch in der Vor-Strombegrenzung-Aera
der Blockierstrom keinen großen praktischen Wert hatte, da es auch da keine Regler gab, die den Blockierstrom leistungsfähiger Motoren vertragen konnten. Damit meine ich natürlich keine Langsamläufer a la Dunker, VDO u.s.w., sondern Speed, Pletti o.ä.
dieser Regler war also nicht anständig und modern?
Richtig! (Conrad halt) :fies:
Im Ernst, bei einem guten Regler sollte das BEC auch bei durchgebrannten Endstufen noch funktionieren, das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun.
Und es ist bei C-Reglern oftmals so, dass die Endstufen zwar den angegeben Strom vertragen (für eine Sekunde, oder so), die Leiterbahnen auf der Platine aber schon bei der Hälfte abrauchen. Habe ich auch selbst schon gehabt. Leiterbahn repariert, und der Regler lief wieder.
:mrgreen:
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