Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie schütze ich einen Rumpf vor Verwindungen
So, nachdem es hier (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?p=273521#post273521) nicht hingehört, mal ein eigenes Thema dazu, da es echt interessant ist.
Ich habe schon so einiges erlebt, und auch gesehen, aber wie kann ich jetzt den Rumpf am besten stabilisieren? Natürlich kann ich Spanten reinhauen, bis zum Abwinken, aber man möchte ja irgendwann auch nochmal was einbauen.
Ich habe gelesen, daß die Engländer im 2. WK Zerstörer gebaut haben, welche sich bei etwas zu harten Anlegemanövern (soll so bei jedem 3. Mal passiert sein) verzogen haben und sie danach ins Trockendock zum richten mußten.
Ich gebe ja zu, ich gehe nicht zwingend zimperlich mit meinen Modellen um, aber Stöße und so sollten sie schon aushalten ohne sich zu verziehen.
Aber wie verhindere ich das am Besten?
(so commodore nu bist Du dran!)
Seebär Harry
03.05.2005, 10:41
Bei einem laminierten Rumpf, Vierkantaluprofiele mit einlaminieren,
auch als Spanten.
Noch nicht erprobt, aber eine Möglichkeit.
Ist aber nicht sicher, setzt Du sie an die falschen Stellen, kannst Du Dir die Mühe auch sparen, dann funzt das nicht.
Deswegen gehört dazu mit Sicherheit auch eine "Übersicht", wo solche Stabilisierungsspanten ungefähr hin müssen.
Hallo,
Rümpfe müssen sich verwinden können!
Alles was steif ist bricht ( na ja fast alles :oops: )
Aber zum Thema:
Anders als die Originale sind unsere Modelle ja meist aus Material gebaut das keine plastischen Verformungen zuläßt. (GFK würde brechen)
Und die elastischen Verformungen sollten durch die Form des Rumpfes und die Dicke des Materials vermieden werden.
Ich habe grundsätzlich die Angewohnheit bei meinen Rümpfen nach dem Laminieren und Schleifen das ganze "Holzgerümpel! auszuräumen.
Allenfalls verbleiben noch einige Leisten die für die Breite des Decks und den Decksprung zuständig sind.
Mit dem Deck verbunden ergibt sich stets eine recht steife Rumpfkonstruktion die auch so manchen Rempler ertragen kann.
Problematischer sehe ich eher hohe Punktlasten (Rennboot im Bug :( )
Gruß
Günter
Ist schon eine Interessante Frage. :that: Aber wir haben ja ein Experten (ob er es schon bereut?)
Rümpfe müssen sich verwinden können!Hmm, mit dieser Aussage wäre ich vorsichtig, denn das Verwinden führt ja auch zum Verformen und es ist nicht toll, wenn das Deck plötzlich verzogen ist.
Klabautermann
03.05.2005, 12:27
2. WK Zerstörer ... danach ins Trockendock zum richten mußten.
Das waren aber Originale, mit was weiß ich wieviel Meter Länge. Mittlerweile hat sich auch der "echte" Schiffbau sechzig Jahre weiterentwickelt.
Gegenfrage: Gibt es im Modellbau, sagen wir mal bis Rumpflängen von 2 Metern, Probleme mit Verwindungen, bei den heutigen Hightech-Materialen wie GFK etc?
@Modellskipper
Weiß ich nicht, weil ich mich da nicht so auskenne, ich weiß nur, meinen Bismarckrumpf ganz ich ganz schön verwinden. Er geht allerdings bis jetzt immer wieder in die richtige Form zurück, aber was ist, wenn das Deck draufliegt? Oder wenn er älter wird?
Klabautermann
03.05.2005, 13:04
aber was ist, wenn das Deck draufliegt?
Dann hat der Rumpf genau das, was im jetzt noch fehlt, mehr Stabilität :wink:
Ich denke ja auch, das du einen Art Spantgerüst unter das Deck setzen wirst.
... ich weiß nur, meinen Bismarckrumpf ganz ich ganz schön verwinden. Er geht allerdings bis jetzt immer wieder in die richtige Form zurück, aber was ist, wenn das Deck draufliegt? Oder wenn er älter wird?
Das ist der Unterschied zwischen einem geschlossenen und einem offenen Querschnitt. Kannst Du einfach mit einem aus Pappe gefalteten Rechteckrohr nachempfinden. Das Pappe-U-Profil ist instabil, sobald Du darauf ein weiteres Stück Pappe klebst halt es sehr viel mehr aus.
Fazit: pass auf, dass Dein Rumpf exakt gerade liegt, wenn Du das Deck draufklebst!!!!!
Viele Grüsse
Harry
Ja, aber das Deck ist ja nur Sperrholz, ob das dann reicht?
@Modellskipper
Klar, Spanten kommen auch noch rein, aber es wäre doch ganz praktisch zu wissen, wo man sie am Besten setzt und welche. ;-)
commodore
03.05.2005, 13:39
...geschlossenen und einem offenen Querschnitt. ...Das ist das ganze Geheimnis. Spanten bringen's da nicht.
Brauchbares Anschauungsobjekt ist da auch eine Papprolle von'ne Küchenrolle: Probiere sie mit den Händen zu verdrehen und versuche es nochmal, nachdem du sie der Länge nach geschlitzt hast.
Das Deck ist also der entscheidende Faktor. Bei Frachtschiffen hat man ein ähnliches Problem wie bei den Modellen: Es müssen Löcher ins Deck, durch die beim Modell Hände ihren Weg ins Innere finden.
Eine Möglichkeit ist, diese Löcher klein zu machen; dabei sind querlaufende Stege in nicht zu großen Abständen die wichtigste Maßnahme.
Andere Möglichkeit ist, die Löcher mit Deckeln zu versehen, die erstens selber in der Lage sind, die auftretenden Lasten zu übertragen und die zweitens so befestigt werden, dass auch dort die Lasten übertragen werden. Dann ist das gedeckelte Schiff so gut wie eine geschlossenes eines.
Bismarck in 1/100 = 2.6 m? Da hat Teddy ja gerade auch an der Festigkeit eines großen Hohlkörpers zu knabbern. Macht ihr 'n Wettkampf? :wink:
Hallo,
bin jetzt bei 2,78m. nur der rumpf, Spanten und rumpfwand aus Holz. Ist herrlich stabil. habe mich da mal zum festhalten draufgelegt. Hält!
Das Deck wird diese Woche aus 2 oder 3 mm Sperrholz draufkommen. "freu"
@Teddy: Heute könnten neue Bider ankommen!?
@Antias
Mein Rumpf ist komplett aus GFK und deswegen gut zu verdrehen.
@commodore
Wenn ich Dich also richtig verstanden habe, würde folgendes ausreichen:
http://www.loeffelinfo.de/modellbau/forum/versteifen.gif
Das ist jetzt der Ausschnitt eines Rumpfes, das Deck ist eingeklebt (schwarzer Rand) und in der Öffnung wären dann zusätzliche Spanten, die mit Rumpf und Deck verklebt sind. Habe ich Dich da richtig verstanden?
Hallo Loeffel,
falls das nicht reicht, könnte man ja in die drei Felder noch Diagonalen im Zick-Zack einschrauben, die eine gute Aussteifung bewirken.
Auch bringen zusätzliche senkrecht eingeklebte Ecken (wie Knotenbleche) zwischen Rumpf und Deck etwas.
Grüße
odlanir
Jens Thode
03.05.2005, 14:33
Hallo,
also bei meinem Kutter (125 cm Lang), der ja immerhin fast 40 Kilo wiegt, habe ich keine Probleme mit Verwindungen.
Der Rumpf besteht aus einem 10 mm dicken Kiel und 10 Stück 6 mm Sperrholzspanten, beplankt ist das ganze mit 3 mm Kiefernleisten, innen eine Lage Glasmatte und aussen G4 und Lack. Ich denke, selbst wenn ich die Spannten rausnehmen würde hätte ich keine Probleme mit der Verwindung.
Bei den Größen die hier so gebaut werden, glaube ich eher, das es zu Verwindungen durch Temperatur oder Luftfeuchte kommt.
Gruß Jens
seefahrer
03.05.2005, 14:35
Hallo,
ich gehöre wohl inzwischen zu den vorsintflutlichen Schiffsmodellbauern, da ich immer noch Holz für Spanten, die Beplankung etc. verwende. Habe damit aber bisher nur gute Erfahrungen gemacht, was aber vielleicht auch an meinem großen Maßstab liegt (1:25).
Bei meiner Gowerian (Länge ca. 1,80 m) habe ich das Spantgerüst dringelassen - der Innenraum ist allemal so groß, daß man gut an alles dran kommt. Zusätzlich zum Steven habe ich in fast alle Spanten Bohrungen gemacht (zum Teil sogar 2 pro Seite), durch die ich Rundstäbe gezogen habe. Feiner und präziser ließe sich das noch mit Gewindestangen lösen. Das ganze gibt zusammen mit dem Deck (trotz mehrerer großer Öffnungen) eine erstklassige Verwindungsfestigkeit.
Die wird allerdings auch benötigt, denn ich muß den Frachter jedesmal beim Fahren am See neu mit ca. 25 kg Eisenschrott beladen, damit er auf Wasserlinie läuft (Gesamtgewicht ist ca.50 kg). Und das bekommt man natürlich nie gleich hin.
Ich gebe allerdings zu, das diese aufgeräumten (leergeräumten) Rümpfe mich immer beeindrucken und ich auch schon mal daran gedacht habe. Aber mir scheint ich hätte dann Probleme, die ich mir auf meine Bauweise erspare.
Viele Grüße
Christian
Es müssen Löcher ins Deck, durch die beim Modell Hände ihren Weg ins Innere finden.
Eine Möglichkeit ist, diese Löcher klein zu machen; dabei sind querlaufende Stege in nicht zu großen Abständen die wichtigste Maßnahme.
Andere Möglichkeit ist, die Löcher mit Deckeln zu versehen, die erstens selber in der Lage sind, die auftretenden Lasten zu übertragen und die zweitens so befestigt werden, dass auch dort die Lasten übertragen werden. Dann ist das gedeckelte Schiff so gut wie eine geschlossenes eines.
Und das sagt mir jetzt was? Möglichst kleine Rumpföffnungen? :???:
Hallo,
richtig stabil wird es, wenn man 1-2 cm unter das Deck ein 12mm dickes Holz klebt, das den Abstand der spanten lang ist und ca 6cm breit. Die "Knotenbleche" oder winkel gibt es in meinem Rumpf auch.
Zugegeben, klappt nur bei genügend großem Rumpf.
Vielleicht kann Teddy mal eins der Bilder einstellen ;)? Er weiß schon.
Matthias
...falls das nicht reicht, könnte man ja in die drei Felder noch Diagonalen im Zick-Zack einschrauben, die eine gute Aussteifung bewirken.
Allerdings nur solange man noch mit den Händen in den Rumpf kommt, bzw. was problemlos ein- und ausbauen kann...
Ich denke, es liegt immer noch am Material, ob eine optimale Stabilität erreicht wird.
Sonnige Grüße
Jens
Allerdings nur solange man noch mit den Händen in den Rumpf kommt, bzw. was problemlos ein- und ausbauen kann...
... deshalb auch verschrauben, wo es im Weg liegt, damit man wieder rankommt.
Grüße
odlanir
Also wenn ich hier so lese, was ihr für Rümpfe habt, könnt ihr keine Probleme damit gekommen, mein Rumpf besteht aus 2mm GFK, derzeit noch ohne Spanten und Deck.
Also wenn ich hier so lese, was ihr für Rümpfe habt, könnt ihr keine Probleme damit gekommen, mein Rumpf besteht aus 2mm GFK, derzeit noch ohne Spanten und Deck.
:???: Nun meine URSUS , 1,25 m und ca. 25 Kg besteht aus 2mm GFK und auch bei mir war der Rumpf , ohne jegliche Verstärkungen bereits ohne Deck absolut steif.
Ich kenne diese Probleme nicht :dontknow:
Selbst bei den dünnen ABS Rümpfen werden meines Wissens außer einer Kielleiste höchstens noch ein Motorspant eingebaut.
Hier kommt aber die Steifigkeit erst mit dem Deck.
Gruß
Günter
Die Steifigkeit ist sicher in den meisten Fällen ausreichend.
Die Modellrümpfe sind, was Materialstärken angeht, nie originalgetreu, sondern gewaltig überdimensioniert.
Das ist auch gut so, sonst wäre der Transport an den Teich fast nicht mehr möglich.
Jedoch gibt es ja da auch andere Spezialisten:
http://www.fms.uni-rostock.de/mst/a1_mst/veranstaltungen/paperboat/
Bei der Bauweise ist die Verwindungsgefahr schon anders zu behandeln. 8)
Gruß
odlanir
Nabend!
Da ich vor habe den Offshore Versorger "Unterweser 38" zu Bauen und kurz vorm Rumpfbau stehe wollte ich fragen ob man zum Bau auch Glasfaser nehmen kann oder nur GFK und wenn ja wo bekomme ich das her?? :dontknow:
Ole
Das ist das gleiche.
GFK = GlasFaser-verstärkte-Kunststoffe
Klabautermann
22.05.2005, 23:30
ob man zum Bau auch Glasfaser nehmen kann oder nur GFK
GFK = Glasfaser verstärkter Kunststoff bzw. aus der Verbindung der Glasfasermatte mit Epoxid oder Polyester wird GFK.
und wenn ja wo bekomme ich das her
In jedem Modellbauladen, bei ebay oder einfach mal googeln
Danke für die schnelle Antwort! Ja bei Glasfaser hab ich schon was Zuhause! Jetzt heißt es nur noch Spanten aussägen zwischenraum füllen und ab geht`s!
Ole :keineIdee:
Halt!
Ich habe irgendwie das Gefühl ihr redet an einander vorbei! GFK ist ein Kunststoff Glasfaser gemisch. Es reicht also nicht nur Glasfaser zu nemmen! Die Glasfaser (in den meisten Fällen eine art Gewebe) in eine Kunststoffschicht einlaminiert, nach dem Aushärten hast du eine Wirklich stabile verbindung.
Klabautermann
23.05.2005, 14:20
Ich habe irgendwie das Gefühl ihr redet an einander vorbei!
Ich habe das Gefühl, du liest nicht richtig :wink:
GFK ist ein Kunststoff Glassfasser gemisch ... Glassfasser ... Kunststoffschicht
... aus der Verbindung der Glasfasermatte mit Epoxid oder Polyester wird GFK.
P.S.: Glasfasser haben oft blutige Hände
Ich wollte doch nur auf Nummer sicher gehen! :oops: Nicht das der gute Man das falsch vestanden hat und dann nicht weiter kommt. Menno :menno:
P.S.: Glasfasser haben oft blutige Hände
Ich hab nur mal geschaut ob du noch wach bist :P
Hallo,
nur noch ein Hinweis:
Nehme möglichst Gewebematten die "echt" gewebt sind. Die im KFZ Zubehör meist verwendeten Glasmatten ohne Struktur sind zwar billiger aber oftmals nicht um enge Radien zu legen. Außerdem bieten die gewebten Matten auf Grund der längeren Glasfasern eine höhere Festigkeit.
Ich beschaffe mir solche Gewebematten meist im Bootszubehör. Die haben so etwas oft in verschiedenen Gewichtsklassen als Meterware von der Rolle. Als Harz setze ich Polyesterharz aus dem Baumarkt ein (Achtung : GUT BELÜFTEN!)
Gruß
Günter
Moin
Habe mir schon vor längerer Zeit Matten von Conrad besorgt und die sehen gewebt aus! Aber eine Frage hätte ich noch da der Rumpf des Versorgers ja vorn höher ist als hinten und die Spanten ja auch so ausgelegt sind und ich ihn über Kopf bauen wollte wie mache ich das am besten?? :dontknow:
Moin
Habe mir schon vor längerer Zeit Matten von Conrad besorgt und die sehen gewebt aus! Aber eine Frage hätte ich noch da der Rumpf des Versorgers ja vorn höher ist als hinten und die Spanten ja auch so ausgelegt sind und ich ihn über Kopf bauen wollte wie mache ich das am besten?? :dontknow:
Hallo,
wenn du die klassische Bauweise , Spanten stehen über Kopf auf dem Hellingbrett wählst mußt du die Spanten zu einer gedachten Linie hin verlängern.
Hierzu wählst vom Höchsten Punkt des Schanzkleides( meist die Bugspitze) noch so 2-3 cm plus das Maß Schanzkleid-KWL.
Dieses Maß überträgst du auf alle Spanten.
Und an den Spanten bringst du leicht zurückgestellte "Ohren" an die du später wenn der Rumpf fertig ist wieder entfernst.
Schwer so etwas schriftlich zu erläutern, aber vielleicht hilft ja das Bildchen.http://people.freenet.de/MeinDUKW/Spantenriss%20(2).jpg
Ach das Bild steht natürlich hier falsch herum . Das Hellingbrett ist hier oben. :oops:
Mußt halt ein wenig Kopfstand üben. :mrgreen:
Gruß
Günter
Noch Fragen dann fragen :popcorn:
sea-breeze
24.05.2005, 16:11
also in etwa so:
http://www.sea-breeze.de/Dvc00573.jpg
Nur dass du die Spantköpfe nicht bündig mit dem Spant enden lässt...
:idea: ahh hab ich verstanden! werd ich demnächst dann mal ausprobieren! Danke für die schnelle Hilfe!!!!
Geposted nach 6 Tage 2 Stunden 13 Minuten 55 Sekunden:
Nabend
Bei Baukästen ist der Rumpf ja ohne Verstärkung (Spanten) gebaut wie erreiche ich das beim meinem Modellrumpf?
Klabautermann
30.05.2005, 22:54
Bei Baukästen ist der Rumpf ja ohne Verstärkung (Spanten) gebaut wie erreiche ich das beim meinem Modellrumpf?
Manchmal sind einem Baukasten Hilfsspanten begeifügt.
Wie oben schon erwähnt, bekommt der Rumpf Stabilität durch das Deck. Ich sag mal so, Spanten verhindern, das sich der Rumpf quer auseinander biegt und sein Form im Querschnitt behält, mehr oder weniger. (ich weiß nicht wie ich es besser erklären soll).
Ich bin nun kein Schiffbauingenier und sichlicher sind Spanten wichtig, aber der Längsverbund ist das tragende Element - Kiel, Planken und Deck.
Man sagt auch der Kiel ist das Rückgrad des Schiffe, ist der Kiel gebrochen, helfen auch keine Spanten mehr.
Ich würde mir bei Baukastenmodell weniger Gedanken über die Verwindungsstiefheit machen.
Denn Baukasten Rumpf meinte ich auch nur als Beispiel. Weil ich jetzt mein erstes Modell nach Plan anfangen will und da der Rumpf doch etwas sehr neues ist!
Danke für die schnelle antwort!
dschwarz
01.06.2005, 15:07
Hallo Zusammen,
beim Bau der Norderney von Robbe (ca. 1250mm lang) werden zur Stabilisierung des Rumpfes neben bereits angesprochenen Spanten und Hilfsspanten auch so genannte "Stringer" eingebaut und verklebt.
Das sind 8mm Vierkant-Kunststoffprofile, die innen hohl und damit sehr leicht sind. Diese Stringer werden in Längsrichtung zwischen die Spanten verklebt.
Da ein paar Fotos mehr sagen, als viele Worte, ich aber nicht weiss, wie ich die hier hochladen kann, einfach nochmal der Hinweis auf meine Homepage.
Dort habe ich einige Bilder vom Bau der Norderney gemacht.
Die Verwindungssteifigkeit des Rumpfes hat damit enorm zugenommen.
Gruß
Detlev Schwarz
http://www.schwarz-modellwerft.de/html/norderney_bau_4.html
Moin
Auch eine gute Idee!
Ich hab hier auf der Page in vielen beiträgen gelesen das ihr die Rümpfe ungefähr 2mm dick mit Gfk macht da ich heute mal bei conrad war und da nach gfkmatten geguckt habe, habe ich endeckt das die ganzen Matten mit Harz getränkt später nur eine dicke von 0.234mm haben und ein Gewicht von 236gr. Heißt das dass ich vier matten übereinander machen kann/muss oder gibt es dickere die dann nicht so schwer werden????????????? (Keine Ahnung) :???:
Du mußt, um Stabilität zu erreichen eh mehr als eine Matte auflegen, aber es werden immer mehrere Lagen aufeinander gelegt, wie viele ist Geschmackssache, ich habe alles von 2-20 schon gesehen. Häufig benutzt man innen grob gewebte Matten und ganz zum Schluß fein gewebte Matten.
Das ist schon klar mit mehreren Matten aber um so mehr um so schwerer und irgendwann ist ja auch schluss mit gewicht.
Hmm, ich wiege mal morgen für Dich meinen 2,5m Rumpf mit 2mm Bordwand, dann kannst Du selbst entscheiden.
Häufig benutzt man innen grob gewebte Matten und ganz zum Schluß fein gewebte Matten.Das "Geheimniss" bei einem Ordentlichen Laminataufbau ist der symetrische Aufbau. Auch wenn es immer heisst Epoxy schrumpft nicht, aber im Laminatverbund entstehen trotzdem immer Verspannungen abhängig von der verwendeten Matte. Somit ist ein idealer Laminataufbau immer ein symetrischer, d.h. ich fange mit einer ganz feinen Matte an (25-50g/qm) darauf eine schwerere (150-250g/qm) und in der mitte eine schwere (400-800g/qm) und dann wieder eine mittlere und eine feine.....
Wichtig dabei ist auch daß die einzelnen Lagen winkelversetzt aufgebracht werden, d.h. da ja eine Matte immer im 90°-Winkel gewebt sind muss jede 2te Matte im 45°-Winkel zur vorherigen aufgelegt werden.
Ich habe da mal einen Forschungsbericht einer Uni zu dem Thema gelesen, leider hab ich mir den Link nicht gespeichert, aber die haben eben diese Thematik superausführlich behandelt anhand einer 1qm- Versuchsanordnung. Und die besten Ergebnisse (die geringste Wölbung) waren eben bei diesem symetrischen Laminataufbau.
Dabei gibt es auch noch die ideale Mengenkombination Harz/Matte zu beachten die bei glaube ich ca. 40/60 liegt. Zuviel oder zuwenig Harztränkung schadet der Stabilität der Verbindung, aber nicht gravierend - also keine Angst. Am besten kriegt man das mit den Neoprenröllchen zum lackieren hin.
Epoxy lässt sich übrigens sehr gut nass-in-nass verarbeiten, d.h. ich kann eine neue Matte auflegen bevor die alte ausgehärtet ist und die beiden geben einen super Verbund ab was bei ausgehärteten Matten nicht der Fall ist, die muss man erst anschmirgeln.
Geposted nach 5 Minuten 7 Sekunden:
Das ist schon klar mit mehreren Matten aber um so mehr um so schwerer und irgendwann ist ja auch schluss mit gewicht.Der Laminataufbau hängt natürlich auch immer von der größe des Rumpfes ab. Wenn er "nur" 50cm groß ist nehme ich natürlich weniger Matten mit geringerem Gewicht.......
Geposted nach 1 Minute 53 Sekunden:
2,5m Rumpf mit 2mm Bordwand,.Da würde ich mindestens 10 Lagen nehmen...........
Mein Rumpf hat eine Länge von 79cm und ist 19breit da weiß ich halt nicht ob ich das so schwer machen kann!?
Ole
@Ole
Du hast geschrieben Du willst nach Plan bauen, also wirst du "klassisch" vorgehen und ein Spantengerüst bauen und das beplanken?
Da reicht es dann aus wenn Du den Rumpf nach ordnungsgemäßem straken und schleifen/spachteln/schleifen/spachteln......... mit ein paar (3-6) Lagen feinem und mittlerem Gewebe überziehst. Je nach gewünschter Stabilität. Ca. 3 Lagen feinstes Gewebe (25g/qm) diagonal verlegt für minimalstes Gewicht und die mindestanforderungen an Oberflächenhärte (was bei einem 79cm-Rumpf ausreichen wird) und alles zusätzliche für zusätzliche Stabilität.........
@ Didi
Eigentlich wollte ich das ganze ohne beplankung machen! Da ich irgendwo in einer Schiffmodell gesehen habe das es auch ohne geht! Da wollte ich mir die Arbeit vom Beplanken her sparen.
Da wollte ich mir die Arbeit vom Beplanken her sparen.Dann guck mal da (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?t=30535).
Ob die Methode allerdings für einen so kleinen Rumpf geeignet ist..... :dontknow:
Ich werds mal Probieren! Wenns nicht klappt hab ich halt mit Rosinen gehandelt :ohno:
Erstmal danke für eure Hilfe wenn es dann Klappt schreib ich!
Ich hoffe, wenn nicht dann auch, damit andere daraus auch lernen können. Ist doch total doof, wenn die Leute immer nur schreiben, so und so habe ich es gemacht, hat prima funktioniert, aber die 10 Fehlversuche verschweigen sie und prompt macht jemand anderes den Fehler und dann kommt der Spruch: "Das Problem hatte ich auch, das funktioniert nicht."
So etwas finde ich totl blöde, jeder macht Fehler, hauptsache man lernt daraus und man kann schließlich aus den Fehlern anderer lernen.
Ja klar mach ich :yessir: ! Ich werd auch ordentlich Bilder machen und dann einen kleinen Baubericht verfassen!
Ole
vBulletin® v3.7.3, Copyright ©2000-2009, Jelsoft Enterprises Ltd.