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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Decksteile Smit Nederland abdichten


TomPaulsen
19.04.2005, 21:54
Hallo!

Ich baue grad eine Billing Smit Nederland. Inzwischen stelle ich fest das das Decksinnenteil nur bischen gut in das Deck passt. Ich denke ich muß da noch eine Befestigung einplanen.

Viel schlimmer: hat jemand Erfahrung wie ich die beiden Teile abdichte bzw. ob ich überhaupt abdichten muß?

Mein erster Gedanke war Silikon, aber ich weiß nicht....

Würde mich über Hilfe sehr freuen

Gruß

Thomas

Klabautermann
19.04.2005, 22:51
hat jemand Erfahrung wie ich die beiden Teile abdichte bzw. ob ich überhaupt abdichten muß?

Gegenfrage: Hast du schon einmal die Forensuche bemüht, z.B. such mal nach "[search:db9db3617d]Luken abdichten[/search:db9db3617d]"

hugo
20.04.2005, 00:45
Hallo Thomas,

die Decksplatte auf dem Deck zu befestigen ist in meinen Augen ratsam. Ganz besonders wenn man beabsichtigt den Schlepphaken oder die Winde später auch zu nutzen.

Ich habe bei meiner Nederland den Verschluß in den Pollern vor dem Deckshaus versteckt.

In die Messingpoller habe ich ein Loch gebohrt und ein Gewinde M3 geschnitten. In die Bohrungen habe ich eine passend abgelängte rostfreie Gewindestange eingedreht

und mit einer Mutter von unten gekontert. In die Unterbauten der Poller ist jeweils ein Loch bis unter die Decksplatte gebohrt.

Die beiden Riegel sind jeweils von unten und von oben mit Muttern gesichert und zusätzlich mit Schraubensicherung eingesetzt.

http://www.hugo1874.homepage.t-online.de/mediac/400_0/media/CIMG2568.JPG

http://www.hugo1874.homepage.t-online.de/mediac/400_0/media/CIMG2569.JPG

Am hinteren Ende der Decksplatte habe ich drei Stege aufgeleimt. Zum Einsetzen des Decks wird der gesamte Aufbau erst hinten eingehängt und vorne durch das Verdrehen der Poller gesichert. So wird auch bei Zugbelastung des Decks verhindert das es aus der Aussparung rutscht.

Die Decksplatte sitzt so fest auf dem Rumpf das man sich eher den Schlepphaken aus dem Aufbau reißt bevor sie sich löst (die originale Schlepphakenhalterung und den Schlepphaken habe ich gegen massive, verschraubte und funktionsfähige Ausführungen ersetzt).

http://www.hugo1874.homepage.t-online.de/mediac/400_0/media/CIMG2570.JPG

Da die gesamte Decksplatte nach oben gewölbt ist liegt das Deck auf der gesamten Länge an.

Zur Abdichtung:

Wenn du den Schlepper später so Trimmen willst wie er auch als Original im Wasser liegt ist die Abdichtung Pflicht da du sonst nach wenigen kleinen Wellen ein U-Boot fährst.

http://www.tugspotters.com/tugs/fotos/s/smit.denemarken.4.jpg

Quelle: tugspotters.com

Wie man an diesem Bild gut erkennen kann liegt das Heck in Fahrt ziemlich tief im Wasser. Da das Schanzkleid offen ausgeführt ist läuft dir schnell überschwappendes Wasser in den Rumpf. Ist meistens für die Elektronik nicht so gesund.

Ich habe das Deck mit handelsüblichem selbstklebendem Dichtungsband für Fenster abgedichtet.

Vorteil: Da dieses Band aus sehr weichem Schaumstoff besteht passt es sich den Konturen der Decksauflage perfekt an und ist in Verbindung mit der Verschlußmechanik absolut wasserdicht da es zusammengepresst wird.

Das Dichtungsband wird selbstverständlich erst nach der Lackierung aufgeklebt. Dann hält es auch einwandfrei.

TomPaulsen
20.04.2005, 19:43
Hallo. Dank euch erstmal fürs Antworten. An die Begriffe Luken abdichten hatte ich gar nicht so gedacht. Bei dem Schiff ist es ja das halbe Deck.

(Hast aber recht mit der Schimpfe fürs nicht-suchen)

An überkommendes Wasser habe ich gedacht. Ich versuche zwar sehr gründlich zu arbeiten, ist aber immernoch mein erstes Schiff und ich noch bischen unerfahren.

Die hinteren Stege habe ich schon, nur bin ich mit der Lage der Platte nicht zufrieden und habe an eine Verriegelung schon gedacht. Die Poller habe ich bereits fertig, dh. ich muß die dazwischen liegende Kiste zur Tarnung nehmen.

Zum Kern der Sache. Ich denke ich muß diese "Luke" doch schon mal öfter öffnen. Dh. eine fast-dauerhafte Abdichtung (Silikon o.ä.) kommt nicht in Frage. Hugo, ich glaube das was du meinst ist Tesa-Moll. Ist das dicht genug. Wär ja schön, weils nicht so aufträgt (mein Deck passt ja schon zu stramm). Eine Fuge und so ein Runddichtungsgummi einsetzen?!?! Ich weiß das ich so ein Rundgummiband schon mal gesehen habe. Weiß jemand ob die Idee taucht und wo es sowas gibt?

PS: Ich habe nicht vor den Schlepper schleppfähig zu machen (dafür ist es zu spät :-)

Hans-Dieter Niehaus
05.07.2006, 18:34
Hallo da draußen,

falls es noch nicht zu spät ist für eine andere Variante der Decksabdichtung bei deinem Schlepper, ich hätte dann noch eine prima Sache mit umlaufender Dichtung,Magneten und Verriegelung, bei der das Deck "bombenfest" sitzt. Interessiert?

Seebär Harry
05.07.2006, 22:18
Interessiert?Wenn nicht, sind sicher die Andern, ich auch, interessiert.

Also immer rein damit, wir brauchen doch Input. :wink:

hugo
05.07.2006, 23:35
Interessiert?

Interessiert bin ich an anderen Lösungen immer. Meine Lösung ist mit Sicherheit nur eine von vielen.

falls es noch nicht zu spät ist für eine andere Variante der Decksabdichtung bei deinem Schlepper

Zu spät ist es nie. Man kann diese Deckvariante ja durchaus auch bei anderen Modellen verwenden.

TomPaulsen
09.07.2006, 16:38
Hallo Hans-Dieter!

Die Version mit den Riegeln lag auch mir sehr nah. Aber grad wegen der Größe der Luke bin ich ganz sicher an allen möglichen Lösungen interessiert.

Gruß

Thomas

Hans-Dieter Niehaus
11.07.2006, 15:07
Hallo da draußen!

Meine Variante: umlaufende Gumischnurdichtung mit Magnethaftung.

1. Kiefernleiste (1), 6x2mm, flach auf den Tisch legen.

2. Kiefernleiste (2), 1x2mm, flach, bündig auf eine Seite von (1) kleben.

3. Gummischnurdichtung (3), ca. 2mm dick.

4. Kiefernleiste (4), 1x2mm, flach, bündig auf andere Seite von (1) kleben.

5. Leiste (1) jetzt mit Gehrungsschnitten links, rechts und hinten unter das feste Deck kleben. So dass die Nut exakt frei steht. Gummidichtung hineinlegen und kleben. Die Dichtung steht jetzt 1 mm nach oben über, das ist wichtig.

Unter das Vorderteil des abnehmbaren Decks wird ebenfalls mit Gehrung die Dichtungsleiste geklebt. Das Deck lässt sich nun von hinten nach vorn einschieben. In der Mitte und hinten wird es mit Magneten aus dem Möbelbau (Baumarkt) gehalten. Diese sind auf 2 Hilfsspanten, mittig und unten dem hinteren Poller, montiert. Kleine Eisenblechplättchen, die unter das abnehmbare Deck, über die Positionen der Magnete, geklebt werden, halten jetzt das Deck "bombenfest. Die richtige Höheneinstellung ist ein wenig fummelig, aber es soll ja auch klappen. Tests mit gespannter Schleppleine hielten locker ca. 10 Kg Zug aus. Dicht ist mein Deck natürlich auch. Über Nacht auf den Spalt aufgebrachtes Wasser war auch am nächsten Tag noch da. Also auch keine Kapillarwirkung. Die Dichtung lässt sich auch aus Moosgummi (Baumarkt) selbst zuschneiden, ist dann aber rechteckig statt rund. Wichtig ist nur, dass die Dichtung links und rechts spielfrei eingefasst ist und oben etwas heraussteht. Moosgummi hat gegenüber "Tesamoll" o.ä. den Vorteil, dass es sich nicht mit Wasser vollsaugt.

hugo
11.07.2006, 19:13
Hallo Hans-Dieter,

die Lösung ist auf jeden Fall nicht schlecht. :respekt:

Ich trau nur den Magneten irgendwie nicht über den Weg. :oops:

Was nicht heißen soll das es nicht funktioniert.

Aber beide Lösungen lassen sich auch kombinieren.

Die Idee mit der Gummischnur ist mir so noch nicht gekommen.

Aber eines ist in meinem oberen Beitrag wahrscheinlich nicht richtig rübergekommen.

Das Dichtungsband das ich benutzt habe ist nicht da offenporige Tesa-Moll sondern eher eine Art Moosgummi. D.H. vollsaugen kann es sich nicht.

Hans-Dieter Niehaus
15.07.2006, 09:11
Hallo Hugo!

Die Magnete aus dem Baumarkt gibt es in verschiedenen Stärken, das ist auch auf den Verpackungen angegeben. Weitaus kräftigere hat Conrad, die sind auch noch viel kleiner. Ich habe mir 2 Stück gekauft, rund D=5mm und ca. 2mm hoch. Die springen mir fast aus der Hand, wenn sie Metall in der Nähe wittern. :shock: Unmöglich die mit den Fingern voneinander zu trennen, außer abscheren. Wenn einer von denen am Blechschrank hängt gehts nur noch mit der Zange ab.

Gruß H.-D.

hugo
15.07.2006, 12:19
Hallo Hans-Dieter,

ich werde den Decksverschluss meiner Smit Nederland in der Riegelversion belassen, da ein Umbau zu aufwändig wäre.

Ich habe aber noch einen Frachter den ich mit einer großen Decksöffnung versehen möchte.

Dort werde ich die Magnetversion wohl mal ausprobieren.

Fazit: Man lernt nie aus !

Uwe Werner
15.07.2006, 20:43
Such mal nach "Neodym" - Magneten !

Hier mal z.B. ein Sortiment:

http://cgi.ebay.de/Magnet-Sortiment-Neodym-Magnete-5x2-5x3-5x5-5x7_W0QQitemZ190005357120QQihZ009QQca tegoryZ9161QQrdZ1QQcmdZViewItem

hugo
15.07.2006, 21:27
Hallo Uwe,

darauf werde ich zurückkommen. Ich hab gesehen das es dort auch Magnetringe gibt. Interessant, interessant.

Danke für den Tip !