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X-Ray
von Hydro & Marine
Warum gerade die X-Ray?
[align=justify:1475c64211]Obwohl ich aus dem vorbildgetreuen Modellbau komme, hatte ich mich vor Jahren schon mit dem Gedanken getragen, auch ein Rennboot in die Armada aufzunehmen. Angestoßen von den wilden FSR-Rennen in Bad Sulza, Mitte bis Ende der 80er, sollte es schon mindestens ein 15ccm sein...
Zudem hatte ich mir in den Kopf gesetzt, dass ein Rennboot in einem zeitlich kleinen Rahmen fertigzustellen sei. Was sich aber im Nachhinein als Trugschluss herausstellen sollte... :roll:
Nach 2 Monaten Recherche im Internet, Durchsuchen von Shops und fleißigen Lesen hier im Forum, hatte ich mich für die knapp 1,30m lange X-Ray (http://www.hydromarine.de/hm_20295.htm) von Hydro & Marine entschieden. Die Form hat's mir gleich angetan.
Also, nicht lang überlegt und bestellt. Nach ein paar Tagen war sie dann im Haus:[/align:1475c64211]
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Ruderanlage
[align=justify:1475c64211]Nachdem ich mich für zwei Propeller entschieden hatte, kam die Frage nach der Anzahl der Ruder.[/align:1475c64211]
"Nimm zwei - ist besser weil...; nee, nee nimm eins, deswegen..."
[align=justify:1475c64211]Meinungen gab's genug, also erst mal ein Ruder und möglichst so konstruiert, dass auch zwei schnell angebaut sind.
Da ich dazu neige, das Wort Modellbau wörtlich zu nehmen, hab' ich mir eine Ruderanlage konstruiert. Als Material habe ich mir 3mm Dual-Aluminium besorgt und drauf losgesägt.[/align:1475c64211]
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[align=justify:1475c64211]Gehalten wird das Grundgerüst von zwei Seitenflächen und einem Bodenblech. Auf Grund der Größe schreite das natürlich nach einem passenden Schriftzug...
Mit der richtigen Kupiersäge, ein paar passenden Schlüsselfeilen, einer Kanne Kaffee und "St. Anger" im Ohr, war das verhältnismäßig schnell erledigt.[/align:1475c64211]
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[align=justify:1475c64211]Damit das Ganze auch ordentlich hält, hab' ich es mit UHU-Endfest geklebt und getempert, sowie zusätzlich mit 2mm Schrauben gesichert. Sollte eigentlich halten!
Nun kam die Frage nach dem Ruderblatt. Die Wasseraufnahme darin wäre zwar super, aber der Selbstbauer hat gesiegt. Also losgerannt und gesucht was es an passenden Material gibt. Und siehe da, ein großes stabiles Küchenmesser wird die Funktion übernehmen.[/align:1475c64211]
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[align=justify:1475c64211]Dann ging es auch gleich an die Umsetzung - Blut abgewischt :lol: , in Form gebracht und der passende Halter konstruiert.
Nach den drei großen Teilen hab' ich noch die passende Welle gedreht und alles zusammengebaut.[/align:1475c64211]
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Fortsetzung folgt...
Burkhardt
06.04.2005, 09:03
Löle,
Na das ist doch mal ein Baubericht!
Die Ruderaufnahme sieht genial aus :respekt:
Da hast Du dir ja einen ganz schönen Brocken vorgenommen! Manche Leute denken bei einem Rennboot nur das da ein Motor reinkommt und fertig.
Da steckt aber eine ganze Menge mehr dahinter, wie ich aus eigener Erfahrung weiss. Sonst hat man kein Rennboot sondern nur ein Renn-Boot :cry:
Willst Du den Heckspiegel verstärken?
Werde auf alle fälle öfter mal reinschauen!
Gruß
Burkhardt
Florian Diekman
21.05.2005, 22:51
supppppppppppppppppppppppppppppper
Das Alu hat´s dir irgendwie schon immer angetan... :wink:
Gut gemacht, mal sehen wie es weitergeht.
...und es geht weiter!
Damit es sich von der späteren Rumpffarbe abhebt, hab' ich mir einen seidenmatten Grauton von Duplicolor besorgt und das Ganze schon mal in Farbe gebracht.
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Trimmklappen
Als nächstes kamen die Trimmklappen an die Reihe. Die Dinger sind schon fertig und man sieht wenigstens nach kurzer Zeit, dass es weiter geht.
Um sie sicher und fest verschrauben zu können, habe ich zusätzlich Messinghülsen am Spiegel eingebracht, welche bündig innen und außen abschließen. So kann ich die Schrauben bzw. Muttern von innen anziehen, ohne den GFK-Rumpf zu beschädigen und/oder zu drücken.
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Da der Spiegel der X-Ray einen größeren Absatz hat, habe ich ein Stück auffüllen müssen, damit die Trimmklappen voll aufliegen. Die Kufe geht zwar nicht mehr ganz bis zum Ende durch, aber das vernachlässige ich für's Erste...
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Wellenhalter / Strut
Für den Antrieb werde ich zwei gegenläufige 1/4 Flexwellen einbauen. Dazu hab' ich gleich die passenden Messing-Teflon-Rohre, Prop-Schaft, Drive-Dog und Drucklager besorgt.
Die Halterung habe ich komplett aus Alu gefertigt. Wegen der Reibung habe ich die Laufbuchsen aus Messing gedreht und eingesetzt. Die Bohrung ist gerade so groß, dass die Prop-Schafte spielfrei darin laufen. Das Ganze wurde wieder mit UHU-Endfest aufgeklebt und mit Stiften gesichert.
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Eine Höhenverstellung ist noch möglich und wird mittels einer Schraube gesichert.
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Und damit's optisch passt, auch hier wieder der seidenmatte Grauton aus der Dose.
Fortsetzung folgt...
Seebär Harry
20.06.2005, 09:22
Jau, das hat ein Kompliment verdient.
Du kannst dann nachher wenigstens sagen, "die Kurven nehme ich Messerscharf".
Die richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt, das ist doch was. :respekt: :that:
So eine Art Boot ist bestimmt nicht mein Ding, aber ich freue mich immer über gut durchdachte saubere Modelle. Sehr interessant ist auch der Bootsständer :wink:
Die Technik am Heck ist soweit fertig...
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Triebwerk
In der Hoffnung, dass das Boot auch richtig Wellen macht, hab' ich 'nen 22,5er Zeni im Innerned ergattert. Der Motor ist getunt und sollte genug Kraft aufbringen um über das Getriebe zwei Propeller und damit das Boot vorwärst zu treiben.
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Durch die bereits angefertigten Teile am Heck hatte ich eine bessere Vorstellung vom Gewicht und konnte die Position vom Motor im Rumpf besser bestimmen. Ich hab' mich bei der Schwerpunkt-Bestimmung an die allgemein gültige 28%-Regel gehalten und hab' den Motor entsprechend positioniert.
Als Motorhalter dienen jeweils 3 x 30 x 30mm Aluwinkel. Das Ganze wurde etwas aufgebogen, damit die Seitenwände senkrecht stehen. Für die Motorbefestigung wurden Langlöcher eingebracht. Für besseren Halt bzw. Verbindung mit dem Rumpf hab' ich vor dem Einkleben ein paar Löcher reingebohrt.
Das Gleiche gilt für die Befestigung des Getriebes.
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Nach dem Einkleben wurde das ganze noch mit einer Lage Glasfaser einlaminiert.
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Das Getriebe ist von MHZ mit einer 33%igen Drehzahlerhöhung und verteilt beide Ausgänge auf eine Breite von 80mm.
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Welleneinbau
Wie oben bereits angesprochen, kommen zwei 6,35mm Flexwellen zum Einsatz. Standardmäßig geführt in jeweils einem Messing/Teflonrohr.
Um nicht alles über's Knie zu brechen, hab' ich günstig eine Rohr-Biegevorrichtung erstanden. Damit ging das Biegen der Messingrohre wesentlich leichter. Da ich der Vorrichtung allerdings kein 100%ig sauberes Resultat zugetraut habe, hab' ich die Rohre zusätzlich mit Mehl gefüllt und gestopft um ein Abknicken zu verhindern.
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Das Resultat war wie vermutet nicht ganz so perfekt. Die sichtbaren leichten Knicke sind jedoch nur äußerlich. Das Teflonrohr lässt sich gut einschieben und die Wellen laufen darin ebenfalls leicht.
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Nachdem die Rohre in etwa die gleiche Form hatten, ging's an die Durchbrüche im Rumpf. Heiß drauf, endlich mal wieder Löcher in den Rumpf zu machen, hab' ich die grobe Richtung Stück für Stück rausgekriegt und die Durchbrüche entsprechend vergrößert.
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Um die genaue spätere Lage der Rohre zu bekommen, wurden sie ständig zwischen Strut und Kupplung zum Getriebe angehalten, ihre Form korrigiert damit nichts unter Spannung hingebogen werden muss und zum Schluß befestigt.
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Eingeklebt hab' ich sie mit UHU-Endfest und anschließend zusätzlich einlaminiert. Alle Überstände wurden am Außenrumpf abgeschnitten und mit Spachtel in Form gebracht.
Den Schraubenabstand habe ich noch etwas erweitert und auf 100mm gebracht.
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Fortsetzung folgt...
Schaut ja schon super aus.... :that:
Aber ich hätte da mal eine Frage.
Dass die Flexwellen den Sinn haben die Propellerachse paralell zum Rumpfboden zu führen ist mir klar.
Nun die Frage:
Warum verwenden einige Rennsemmelfahrer Flexwellen und andere gerade,starre Achsen mit denen die Propelleachse leicht schräg nach unten steht?
Was sind die Vor-/Nachteile des jeweiligen Systems?
Seebär Harry
07.08.2005, 23:29
Warum verwenden einige Rennsemmelfahrer Flexwellen und andere gerade,starre Achsen mit denen die Propelleachse leicht schräg nach unten steht?
Was sind die Vor-/Nachteile des jeweiligen Systems?Bei Starren, schräg eingebauten Wellen, hast du entweder den Motor ser hoch, weil auch schräg, oder du musst eine Kardan oder biegsame Kuplung einbauen.
Beim Schrägstehenden Motor verringerst du zwar den Reibungswiederstand,
aber der Schwerpunkt verlaget sich nach oben.
Bei der Flexwelle dürfte durch die gebogene Form der Reibungswiederstand höher seien.
@Zatzi
ich weiß jetzt auch, warum ich den Elbsegler trage, nämlich,
so kann ich "Hut ab" wahr machen.
Denn, was du da baust, das hat schon was.
Klabautermann
08.08.2005, 00:29
Reibungswiederstand höher
Mensch Harry, wo holst du nur immer diese Dinger her. :roll:
Das kann ja nun nicht die Erklärung dafür sein, dass ein Rennboot mit Flexwellen ausgerüstet ist. Es wäre ja absurd, mit Absicht den Reibungswiderstand erhöhen zu wollen.
Auch mit der Verlagerung des Schwerpunktes "nach oben" hat es eher weniger zu tun. Da Rennboote im allgemeine recht flach sind, ist diese Problematik eher nebensächlich (bildlich gesprochen).
Mein technischer Sachverstand sagt mir, dass es womöglich etwas damit zu tun hat, das der Anstellwinkel der Schrauben möglichst parellel zur Modellebene liegt und der erzeugte Vortrieb so umgesetzt wird, dass das Modell möglichst ohne größere Lageänderung über das Wasser gleitet.
Würde der Propeller z.B. mehr schräg nach unten ins Wasser "zeigen" würde sich der Bug des Bootes beim Fahren aus dem Wasser heben und so einen wesentlich größeren Widerstand durch seinen Rumpf erzeugen. Das könnte man dann z.B. mit Trimmklappen kompensieren, aber auch die erzeugen wieder einen gewissen Widerstand, das man eher einen marginal höhere Reibungswiderstand der Welle in Kauf nimmt, um eine optimale "Propeller-Flucht" zu haben. Irgendwie kommt mir da der Begriff Oberflächenantrieb in den Sinn.
Aber, das ist wahrscheinlich ein eher stümperhafte Versuch einer Interpretation, der Fachmann wird's besser erklären können.
Aber ich habe es heute gerade wieder gemerkt, als ich mit meiner Flexwelle für die Proxxon-Bohrmaschine gearbeitet habe. Es ist erstaunlich, das selbst bei einer komplette "Schlinge" die Welle trotzdem noch fast die komplette Kraft überträgt, ohne das sich eine merkliche Verringerung der Drehzahl der Maschine bemerkbar machte. Allerdings geht das auch nur bis zu einem bestimmten Radius.
Moin, Moin!
@Skipper
Stimmt so wie beschrieben. Da man versucht so schnell wie möglich über's Wasser zu schießen und die Kraft nach vorn zu bringen, wird der Wellenaustritt möglichst parallel zum Boot eingebaut.
Es gibt allerdings auch Boote mit starrer schräger Welle. Insbesondere die FSR-Rennboote, welche über eine halbe Stunde ihre Runden drehen. Frag' mich aber nich warum.
Nur die Erklärung, dass eine schräg nach unten austretende Welle das Boot vorn hebt, ist glaube ich nicht ganz korrekt.
Soviel ich weiß dient dann der Wellenaustritt im Rumpf in der Längsachse als Drehpunkt und drückt somit das Boot eher mit dem Bug nach unten.
Das Thema war mal in 'nem Powerboatforum angesprochen - finde allerdings leider den Beitrag nicht mehr.
Sonnige Grüße
Jens
Seebär Harry
08.08.2005, 11:56
Mensch Harry, wo holst du nur immer diese Dinger her. :roll: Na, wenn ich eine Welle in einem gebogenen Rohr laufen lasse, dann kann mir keiner Erzählen,
das da kein Reibungswiederstand währe. Wie hoch, steht auf einem anderen Blatt.
Zur Technik kann ich leider nix sagen Verbrenner, Flexwelle...keine Ahnung aber Jens, du benötigst für dieses verschärfte Teil mit Sicherheit eine "Genehmigung zum Betreiben von Schiffsmodellen" (www.schiffsmodell.net/showthread.php?p=275687#post275687) 8)
Ich bin mal wieder etwas weiter gekommen...
Ist schon erstaunlich - vor genau einem Jahr habe ich den Rumpf bekommen und zum jetzigen Zeitpunkt sind gerade mal die ersten Teile der Steuerung fertig. :roll:
Die RC-Box(en)
Da der Abstand vom Heck zum Motor ziemlich groß ist, habe ich mich entschieden, zwei voneinander getrennte RC-Boxen einzubauen.
Die erste Box dient nur zur Ansteuerung vom Gas.
Als Material dafür habe ich Faserplatte genommen. Das lässt sich einfach bearbeiten und ist schnell zusammengeklebt. Das Gewicht hält sich ebenfals in Grenzen. Die Größe richtet sich nach dem eingesetzten Servo. Ich benutze dazu einen hitec 645MG. Durch die gebogene Welle, welcher aus der Box zum Vergaser führt, ist der anfangs eingebaute Servo von Graupner C 577 einfach zu schwach.
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Trotz der Nähe zum Motor übertragen sich erstaunlicherweise kaum Vibrationen auf den Servo.
Die zweite Box beinhaltet den Ruderservo sowie alle RC-Komponeten.
Zwischen den beiden Wellen ist genug Platz um alles unter zu bekommen. Obwohl ein bisschen mehr Raum für den Ruderservo im Nachhinein von Vorteil wäre...
Der Servo ist ein hitec 5735MG. Die Verbindung zum Ruder sind zwei 1,5mm Bowdenzüge. Ich hatte anfangs 2mm starke Strippen genommen, allerdings lief das Ganze etwas schwergängig.
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Zum Abdichten der Deckel hab' ich 1mm starken und elastischen Kunststoff bekommen - Danke Stefan!. Die Verschraubungen drücken den Deckel der RC-Boxen fest zusammen - der Wassertest war für's erste erfolgreich.
bugstrahlruder
29.10.2005, 21:02
Hallo Jens !
Es freut mich, wenn ich unsere Kunststoffe in so einem Umfeld sehe.
:that:
Wassereinlass
Da die Wasseraufnahme durch das selbst gebaute Ruder nicht vorhanden ist, hab ich mich entschlossen, die Eingänge am Heckboden einzubringen.
Ich hab 2 Messingröhrchen mit einem Innendurchmesser von 3mm gebogen und eingeklebt. Das wird wahrscheinlich etwas bremsen, aber ich denke, eine Extrahalterung hinter dem Spiegel anzubauen, kann ich immer noch...
Der Innendurchmesser der Wasseraufnahme reicht vollkommen aus. Im allgemeinen ist eine zu starke Kühlung weder notwendig noch von Vorteil. Viele Zenoah-Motoren laufen bei einer höheren Temperatur wesentlich besser.
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Hallo Zatzi,
wirklich schöner Baubericht - besonders gefallen mir Deine Selfmade-Alu-Teile :respekt:
Du solltest bei den Antrieben allerdings noch ein bischen Verstellbereich nach oben einplanen - die scheinen recht tief zu sitzen.
Wenn ich das richtig erkannt habe, besitzt Dein Motor eine Fliehkraftkupplung (hat meine Apache auch, super Sache!) allerdings sollte man in diesem Fall die Kühlwasserversorgung mittels Unterdruckpumpe sicherstellen.
Ansonsten: Weiter so...
Gruss Jürgen
Immer noch stolz drauf - unser Fahrgewässer:
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Schott
Der gesamte Bug wurde ab Höhe der Deckelöffnung mit einem Schot abgedichtet und verschlossen. Damit die Zwischenwand genau passt, habe ich zuvor ein Muster aus Pappe zurechtgeschnitten. Die Wand ist aus 3mm Hartfaserplatte.
Um weiterhin in den Vorderteil des Rumpfes zu kommen, hab' ich ein großes Fenster/Klappe eingebaut, welches mit kleinen Hutmuttern verschlossen wird.
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Der Schott ist an ein paar Punkten eingeklebt und wurde anschließend ringsum mit Silikon abgedichtet. In den gesamten Hohlraum kamen anfangs Tischtennisbälle hinein, da ich 300 Stück in lecker orange ergattern konnte. Das Gewicht ist natürlich erheblich mehr, als mit Poolnudeln. Mittlerweile wurden sie jedoch ersetzt.
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Deckelverschluß
Es gibt verschiedene fertige Verschlüße für den Deckel bzw. die Haube. Da ich nicht unbedingt fertige Verschlüsse haben wollte und man diesen möglichst auch nicht als solchen erkennen soll, hab' ich was eigenes gebaut.
Als erstes kam die Mechanik. Mit der verwendeten Feder ergibt sich ein maximaler Weg zum Aufschieben von 10mm. Das sollte reichen und kann jederzeit verstellt werden.
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Da wo jetzt noch der Stift rausguckt, kommt später eine Klampe drauf.
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Lackierung
Die Lackierung war gleichermaßen ein Experiment.
Da ich keine Spritzpistole habe, wollte ich mal sehen, was aus Spraydosen - außer der Farbe natürlich - an Lackierergebnissen herauszuholen ist.
Die Oberfläche des Rumpfes ist bereits schön glatt und gleichmäßig. Also wurde die gesamte Fläche nur mit feinem Schleifpapier kurz angerauht. An den Stellen, wo der Rumpf beim Bau bearbeitet wurde, kam lediglich Spritzspachtel drauf.
Nach den Vorbereitungen zum Lackieren ging's los. Als erstes hab' ich mit einfach weißer Farbe sämtliche gespachtelten Stellen gespritzt. Ein gleichmäßiger farblicher Untergrund ist die beste Voraussetzung für die anschließende Lackierung. Selbst geringe Farbunterschiede auf dem Untergrund, sieht man anschließend.
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Die Hauptfarbe ist orange. Im Sortiment von Dupli-Color werden zum einen speziell Autolacke und zum zweiten RAL-Farben angeboten.
Beide sind zwar von der Farbqualität gleich, nur die Nummern ändern sich und es gibt komischerweise sogar 'nen Preisunterschied. Wer also mit Dupli-Color spritzen will, sollte sich im Laden den gesamten Katalog ansehen und identische Farben bzw. Farbcdes vergleichen - kommt billiger!
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Für den gesamten Rumpf hab' ich 5 Dosen verbraucht. Das reicht für ca. 8 mal drüber nebeln.
Das Ganze hab' ich 5 Tage zum Durchtrocknen stehen lassen. Anschließend wurde für die zweite Farbe der Rumpf abgeklebt. Bilder dazu hab' ich leider keine. Als Klebeband habe ich einfaches braunes Packband genommen. Für die Kurven hatte ich noch farblose Decalfolie bedruckt, zurecht geschnitten und für Bug und Heck verwendet.
Das Klebeband wurde nach maximal 24 Stunden entfernt. Das Packband war zwar sehr fest, ging aber trotzdem sauber herunter. Vorausgesetzt man nimmt sich Zeit und zieht es so gleichmäßig wie möglich vom Rumpf. Die Decalfolie war etwas komplizierter.
Auf der anderen Seite hat sich hier auch gleich gezeigt, dass der Lack fest am Untergrund haftet... 8)
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Zum Schluß wurde alles noch mal mit ein paar Schichten Klarlack übersprüht. Zum einen, um die Farbübergänge auszugleichen und zum anderen, weil der "normale" Lack, nicht sehr stark glänzt.
Sonnige Grüße
Jens
Geposted nach 162 Tage 17 Stunden 23 Minuten 50 Sekunden:
Reso
Das Resonanzrohr ist nur an zwei Punkten befestigt. Zum einen direkt am Krümmer (mittels Teflonverbindung) und kurz vor dem Spiegel durch einen Haltering aus Holz. Da das Endstück des Reso's außermittig befestigt ist, verhindert der Ring ein Verdrehen.
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Für das Endstück hab' ich aus Epoxy eine Aufnahme gedreht, welche durch den Rumpf führt und das Reso fixiert.
Kühlung
Wie weiter oben beschrieben, habe ich zwei Wassereingänge am Rumpfboden. Die Verteilung der Anschlüsse erfolgt folgendermaßen:
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Einlass 1: Zylinderkopf -> Reso vorn
Einlass 2: Krümmerflansch -> Krümmer & Reso hinten (tropfenweise)
Beide Kühlleitungen enden in einem Ausgang an der Rumpfseite.
Tank
Der Tank hat eine Größe von 500ml. Er ist im hinteren Rumpf neben der Servobox eingebaut und wird zusätzlich von Klettband am Boden fixiert.
Ein mittiger Einbau bzw. in Höhe des Schwerpunktes wäre allerdings wegen der unterschiedlichen Füllmenge besser.
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Pimp my Boat
Im Laufe der Zeit hab' ich jede Menge Bilder gesammelt, um Anregungen für die Lackierung, Aufkleber, Design oder wie auch immer zu haben. Grundsätzlich bin ich eher für das schlichte. Deshalb habe ich auch auf Aufkleber verzichtet. Die Lackierung in Orange/dunkelgrau reicht mir aus.
Schriftzug
Damit das Deck jedoch nicht so leer aussieht, habe ich wenigstens den Bootsnamen eingebracht.
Den Schriftzug habe ich auf Etikettenaufkleber gedruckt und aufgeklebt. Anschließend mit einem 1mm Bohrer ausgebohrt und die Kanten glatt gefeilt.
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Damit alles wieder schön dicht ist, kam von unten als erstes eine Platte 1mm Balsa drauf. Anschließend noch zwei Schichten GfK und fertig. Um den Schriftzug glatt zu kriegen, habe ich nur mit Spritzspachtel gearbeitet. Einfach mehrmals drüber sprüh'n und gleichmäßig verlaufen lassen - fertig.
Bugklappe
Am Bug ist noch zusätzlich eine KLappe eingebaut. Die hat allerdings keine Funktion. Das Heraustrennen ging genau so wie bei dem Schriftzug. Nur hier hab' ich einen 0,7mm Bohrer genommen und genau auf der Anrisslinie ausgebohrt. Das herausgetrennte Teil wurde schließlich wieder verwendet. Nach dem Kanten glatt schleifen kamen noch Drehgriffe hinein. Zwei Ringe aus Alurohr abgetrennt und quer jeweils ein Stift durchgesteckt und verklebt.
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Ruderanlage
Den Schriftzug an der Ruderanlage habe ich bereits weiter oben beschrieben. Durch die Kabel der Anlenkung sieht man sie zwar nicht mehr so gut, aber was soll's.
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Fenster
Die Fenster im Deckel sind aus 0,5mm PVC-Folie - gibt's bei RABOESCH bzw. beim kleinen "e". Auch hier wieder auf bewährte Art herausgetrennt, glatt gefeilt und anschließend aus Pappe Schablonen angefertigt und angepasst. Das Ganze dann auf die Folie übertragen, ausgeschnitten und mit Sekundenkleber (Pattex Blitz Plastik) von innen fixiert. Nachdem alle Fenster drin waren, habe ich sie mit UHU-Endfest am Rand innen verklebt.
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Tritte/Stufen
Damit die Fahrer beim Einstieg nicht auf dem nassen Deck ausrutschen, habe ich ein paar Tritte aufgeklebt.
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Dachluke
Da ich keine Lufthutzen, Luftschlitze, Luftgitter oder wie auch immer am Boot habe, kommt die Luftzufuhr für den Motor durch die Dachluke im Deckel. Das Teil muss ich noch fertig machen. Mal seh'n, im Moment bleibt sie einfach nur offen. Später wird sie mit Scharnieren befestigt und auch zu schließen sein...
So, genug getippt für heute!
Jens
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