treczoks
24.05.2005, 11:22
Moin! :matrose:
Wie im Recherche-Ordner angekündigt, wandere ich nun in den Bereich "Bauberichte"...
Vorwort
Für die, die die Diskussion im Recherche-Ordner nicht mitbekommen haben: Ich bin ein sog. "AFOL" (Adult Fan Of Lego), und baue (größere) Modelle aus Lego-Steinen. Seit langem (eigentlich seit meiner Kindheit) träume ich davon, mal ein "richtiges" Piratenschiff zu bauen. Die Schiffe, die Lego als Bausätze verkauft, sind nett, kindgerecht und spielbar, aber - wenn man sie im korrekten Maßstab zu den Figuren sieht - eher als Beiboote zu sehen (Das größte Schiff aus der Reihe, die "Black Sea Barracuda" oder auf Deutsch "Schwarzhai" ist so ca. 50-60cm lang - bei einem Maßstab von 1:42 also 12-15m - und hat vier Kanonen). Ein Versuch, aus zwei dieser Sets ein größeres Schiff zu bauen, führte zu einem nicht wesentlich größeren, aber deutlich schlechter propotioniertem Schiff.
Einzige Lösung für mich: Pläne organisieren, und das mal "richtig" machen. Als Vorbild kristallisierte sich die "HMS Leopard" heraus, die in dem Buch "The 50-Gun-Ship" wohl im Detail vorgestellt wird. Das Buch ist bestellt, aber noch nicht angekommen. Eine Kopie der Pläne habe ich aber vorab aus dem Internet ziehen können, um mir schonmal ein Bild zu machen, auf was ich mich da eingelassen habe.
Um es nochmal klar zu stellen: Es geht hier nicht um einen kleinen Lego-Bausatz, wie man ihn im Laden finden kann. Bei uns sind Modelle von mehreren zehn- oder gar hunderttausend Steinen durchaus nicht ungewöhnlich - mein momentanes Austellungsmodell ist ein 2m² Fachwerkhaus-Ensamble von ca. 50000 Steinen.
Anfänge
Mein erster Schritt war es, mich mit den Plänen vertraut zu machen. Die Pläne aus dem Internet kamen als großformatige TIF-Datei, und mithilfe eines Zettels und Taschenrechners war schnell ausgerechnet, wie ich die relevanten Teilbilder in der passenden Größe für einen 1:42-Bau ausdrucken muss. Nach ein wenig Schneiden und Kleben lag dann Spantenplan, Seitenriß und "Half Breadth Plan" (Wasserlinienplan?) vor mir.
Erste Zweifel keimten auf - Rumpflänge 1,16m entspricht ca. 145 Noppen, die Breite liegt bei knapp 40 Noppen. Ich beschloß daher, den "Plan B" zu verfolgen: Ein Dioramenmodell von der Wasserlinie an aufwärts, mit der Option, evtl. das "Unterteil" später seperat zu bauen, um das Schiff dann darauf zu stellen. Ein paar andere Detailfragen sich auch noch nicht klar: Die Segel z.B. könnte ich aus Stoff nähen - das wären dann aber "Fremdteile", was nicht so gut ist. Alternativ: Gereffte Segel aus Legoteilen nachempfinden - Schwierig.
Ein genauerer Blick auf die Pläne, und die relativ (für Lego) komplexen Rundungen zeigte mir, dass meine erste Idee, den Rumpf "Studs-Out" zu bauen, also nicht mit den Noppen nach oben, sondern seitwärts (eine nicht unübliche Bautechnik) keine so gute Idee ist. Ein Rumpf in "Studs-Up" Technik (also so wie man das aus der Kindheit gewohnt ist) wäre mir aber zu grob. Ich habe mich also für eine Mischung entschieden - "Normale" Bauweise mit Noppen nach oben, aber mit einigen Konstrukten seitwärts, um die Rundungen besser hin zu bekommen.
Zusätzlich gibt es bei einem solchen Modell aus Lego noch ein paar wichtige Besonderheiten zu beachten: Im Gegensatz zu den Modellbauern im Legoland, die ihre (Schiffs- und anderen) Modelle mit Stahlsklett und Klebstoff bauen, wird hier nur mit Legosteinen und definitiv ohne Klebstoff gearbeitet. Da das Schiff aber eine gewisse Größe und ein nicht unwesentliches Gewicht haben wird, muss ich von Anfang an die Themen Modularisierung und Statik mit einbeziehen - und von beidem soll am Ende natürlich nichts zu sehen sein. Und natürlich die Materialbeschaffung! Wenn ein Legoland-Modellbauer 1000 Stück 3020 in Farbe 5 braucht, muss er schlimmstenfalls einen Bestellschein ausfüllen. Für "unsereiner" kann sowas ein echtes Problem darstellen, besonders wenn es sich um Exotenformen oder -Farben handelt.
Alles in allem unterscheidet sich der Bau eines solchen Modells so weitgehend von den unter "Normalen Modellbauern" üblichen Techniken, dass ich gebeten wurde, einen Baubericht zu verfassen.
Nun gut. Aber nicht zu schnell zu viel erwarten - ich muss noch einen Teil meines alten Modells neubauen, muss damit noch auf Ausstellungen, und wenn ich es dann irgendwann abreiße, um an Material für das Schiff zu kommen, dann gehts erst richtig los. Bis dahin werde ich das Material besorgen, was ich weder habe, noch aus dem alten Modell ausschlachten kann. Und dazwischen gibt es noch die kleinen Probleme des Alltags (Kinder, Haus, Garten, etc) die mich momenatn kaum zum Bauen kommen lassen. :cry:
mfg, Christian
Geposted nach 4 Tage 22 Stunden 25 Minuten 12 Sekunden:
Update
Und weiter gehts
Nein, das Projekt ist nicht gestorben, aber ich habe (leider) noch andere Sachen zu tun als meinem Hobby zu fröhnen...
Nachdem das Buch angekommen war, habe ich mir erstmal die Pläne herausgeholt und mal "live" betrachtet. Die Pläne aus dem Netz sind offensichtlich ein (für diese Größe) recht guter Scan, daher habe ich die Originalpläne an die Seite getan, um in Detailfragen darauf zurückzugreifen, mache aber die meisten Arbeiten mit der digitalen Version.
Ein erster Versuch eines Rumpfes
Ich hatte ja schon eine allererste Idee (den Rumpf "Studs-Out" zu bauen) ad acta gelegt, und dachte, dass die Form mit dem normalen Steinen plus ein paar seitlich hochkant angebauten Plättchen zum "abrunden" der harten Konturen reichen würde. So habe ich mir also die Deckspläne geschnappt, und erstmal probemäßig einen halben Rumpf nach den Decksplänen gebaut. Diesen wollte ich dann mit Hilfe der Spantenpläne ergänzen und korrigieren. Da lag dann nun der 148 Nupsies lange Rumpf und egal was ich tat, um ihn abzurunden, er sah einfach Sch...lecht aus. :ohno:
Aber dafür mache ich ja solche Monster-Projekte. Wäre es keine Herausforderung, könnte das ja jeder :lol:
Ich habe beschlossen, diesen Grob-Entwurf erstmal liegen zu lassen, und mich nach einer anderen Bautechnik umzusehen.
Noch'n Versuch
Dazu muss ich, glaube ich, erstmal erklären, was ein "AZMEP" ist. Ein AZMEP ist ein "Aus Zwei Mach Eins Plättchen", ein Plättchen in der Größe 1x2 Nupsies, aber nur mit einem Nupsie oben http://www.bricklink.com/P/1/3794.gif. Damit kann man Konstruktionen in einer Richtung zumindest mit einem halben Nupsie statt einem ganzen als Rastermaß bauen. Das Dumme dabei ist, dass man dafür eine ganze Menge von dem Zeug braucht.
Als Test habe ich am Wochenende die Bugpartie - zumindest eine Rumpfhälfte - ausgeformt. Dazu habe ich den Spantenplan der Bughälfte auf 1:42 gebracht, mit einem 1:1-Raster für (halbe) Legoplättchen überlagert und ausgedruckt, und habe die vorderen 7 Spanten nachgebaut. Wärend sich vom 6. zum 7. Spant kaum noch was ändert, sieht das vorne, vom 1. Spant bis zum Kiel ("E.P." steht da im Plan als Bezeichnung für den Punkt - was heißt das?) gaaanz anders aus. Und während Ihr da einfach locker eine Planke drumbiegt (OK, ich weiß, dass das nicht ganz so einfach ist :D ), gestaltet sich das Interpolieren der Zwischenschritte in halben Legosteinen als ganz schön schwierig. Zwei Tage habe ich an dem Teil gewerkelt, bis ich zufrieden war. Dabei habe ich auch dieses dreieckige kleine Deck vorne am Bugspriet (Wie nent sich das?) direkt mit eingebaut. An der Stelle sind mir aber einige Sachen auf dem Plan noch nicht ganz klar (Stool of Ease? Roundhouse?), aber das werde ich noch in Erfahrung bringen.
Auf jeden Fall sieht dieser Prototyp deutlich besser aus als der erste Versuch. Der endgültige Rumpf wird dann auch deutlich stabiler sein - der Prototyp ist quasi scheibchenweise aufgebaut, und hier und da mit ein paar Steinen und Plättchen hinterflickt, damit er nicht auseinander fällt.
Dazwischen kommt dann immer wieder das Problem, dass meine Tochter (2 Jahre) sich momentan von ihren Duplo-Steinen löst, und mein Baumaterial zum Spielen missbrauchen will... Papa Legos haben wollen! Turm bauen!
Beschaffungen
Ein leidiges Kapitel beim Bau von großen Lego-Modellen...
Nachdem man mir geraten hat, das Thema "Kanonen" früh anzugehen, habe ich alle deutschen BL-Shops und meinen Bekanntenkreis "gemolken" und dreißig Kanonen zusammen bekommen. Dazu kommen noch mal 10, die ich selber in Modellen verbaut habe. Ich werde also in ein paar Monaten noch eine Runde machen müssen...
Die AZMEPs sind mein momentanes Hauptproblem. Ich werde ein paar tausend in Schwarz und in Beige für den Rumpf brauchen. Schwarze AZMEPs gehen da gerade noch, ich habe gerade gestern eine schöne Quelle gefunden. Ein Problem stellen da eher die AZMEPs in Beige (der zweiten Rumpffarbe) dar. Selbst wenn ich international jeden BL-Shop, der sowas hat, leerkaufe, bekomme ich die nötigen Mengen selbst bei sparsamsten Verbrauch nicht zusammen. Ich habe also mal herumgefragt, wer so in der nächsten Zeit ein Legoland besucht, und mal schauen könnte, ob die zufällig diesen Stein im Kiloverkauf haben. Sonst muss ich in den sauren Apfel beissen und sehen, ob ich die Teile bei Lego bestelle. Die nehmen aber leider bei solchen Bestellungen recht heftige Preise, so dass das Ganze sich im Allgemeinen nicht lohnt.
Bis zum nächsten Update,
Christian
Wie im Recherche-Ordner angekündigt, wandere ich nun in den Bereich "Bauberichte"...
Vorwort
Für die, die die Diskussion im Recherche-Ordner nicht mitbekommen haben: Ich bin ein sog. "AFOL" (Adult Fan Of Lego), und baue (größere) Modelle aus Lego-Steinen. Seit langem (eigentlich seit meiner Kindheit) träume ich davon, mal ein "richtiges" Piratenschiff zu bauen. Die Schiffe, die Lego als Bausätze verkauft, sind nett, kindgerecht und spielbar, aber - wenn man sie im korrekten Maßstab zu den Figuren sieht - eher als Beiboote zu sehen (Das größte Schiff aus der Reihe, die "Black Sea Barracuda" oder auf Deutsch "Schwarzhai" ist so ca. 50-60cm lang - bei einem Maßstab von 1:42 also 12-15m - und hat vier Kanonen). Ein Versuch, aus zwei dieser Sets ein größeres Schiff zu bauen, führte zu einem nicht wesentlich größeren, aber deutlich schlechter propotioniertem Schiff.
Einzige Lösung für mich: Pläne organisieren, und das mal "richtig" machen. Als Vorbild kristallisierte sich die "HMS Leopard" heraus, die in dem Buch "The 50-Gun-Ship" wohl im Detail vorgestellt wird. Das Buch ist bestellt, aber noch nicht angekommen. Eine Kopie der Pläne habe ich aber vorab aus dem Internet ziehen können, um mir schonmal ein Bild zu machen, auf was ich mich da eingelassen habe.
Um es nochmal klar zu stellen: Es geht hier nicht um einen kleinen Lego-Bausatz, wie man ihn im Laden finden kann. Bei uns sind Modelle von mehreren zehn- oder gar hunderttausend Steinen durchaus nicht ungewöhnlich - mein momentanes Austellungsmodell ist ein 2m² Fachwerkhaus-Ensamble von ca. 50000 Steinen.
Anfänge
Mein erster Schritt war es, mich mit den Plänen vertraut zu machen. Die Pläne aus dem Internet kamen als großformatige TIF-Datei, und mithilfe eines Zettels und Taschenrechners war schnell ausgerechnet, wie ich die relevanten Teilbilder in der passenden Größe für einen 1:42-Bau ausdrucken muss. Nach ein wenig Schneiden und Kleben lag dann Spantenplan, Seitenriß und "Half Breadth Plan" (Wasserlinienplan?) vor mir.
Erste Zweifel keimten auf - Rumpflänge 1,16m entspricht ca. 145 Noppen, die Breite liegt bei knapp 40 Noppen. Ich beschloß daher, den "Plan B" zu verfolgen: Ein Dioramenmodell von der Wasserlinie an aufwärts, mit der Option, evtl. das "Unterteil" später seperat zu bauen, um das Schiff dann darauf zu stellen. Ein paar andere Detailfragen sich auch noch nicht klar: Die Segel z.B. könnte ich aus Stoff nähen - das wären dann aber "Fremdteile", was nicht so gut ist. Alternativ: Gereffte Segel aus Legoteilen nachempfinden - Schwierig.
Ein genauerer Blick auf die Pläne, und die relativ (für Lego) komplexen Rundungen zeigte mir, dass meine erste Idee, den Rumpf "Studs-Out" zu bauen, also nicht mit den Noppen nach oben, sondern seitwärts (eine nicht unübliche Bautechnik) keine so gute Idee ist. Ein Rumpf in "Studs-Up" Technik (also so wie man das aus der Kindheit gewohnt ist) wäre mir aber zu grob. Ich habe mich also für eine Mischung entschieden - "Normale" Bauweise mit Noppen nach oben, aber mit einigen Konstrukten seitwärts, um die Rundungen besser hin zu bekommen.
Zusätzlich gibt es bei einem solchen Modell aus Lego noch ein paar wichtige Besonderheiten zu beachten: Im Gegensatz zu den Modellbauern im Legoland, die ihre (Schiffs- und anderen) Modelle mit Stahlsklett und Klebstoff bauen, wird hier nur mit Legosteinen und definitiv ohne Klebstoff gearbeitet. Da das Schiff aber eine gewisse Größe und ein nicht unwesentliches Gewicht haben wird, muss ich von Anfang an die Themen Modularisierung und Statik mit einbeziehen - und von beidem soll am Ende natürlich nichts zu sehen sein. Und natürlich die Materialbeschaffung! Wenn ein Legoland-Modellbauer 1000 Stück 3020 in Farbe 5 braucht, muss er schlimmstenfalls einen Bestellschein ausfüllen. Für "unsereiner" kann sowas ein echtes Problem darstellen, besonders wenn es sich um Exotenformen oder -Farben handelt.
Alles in allem unterscheidet sich der Bau eines solchen Modells so weitgehend von den unter "Normalen Modellbauern" üblichen Techniken, dass ich gebeten wurde, einen Baubericht zu verfassen.
Nun gut. Aber nicht zu schnell zu viel erwarten - ich muss noch einen Teil meines alten Modells neubauen, muss damit noch auf Ausstellungen, und wenn ich es dann irgendwann abreiße, um an Material für das Schiff zu kommen, dann gehts erst richtig los. Bis dahin werde ich das Material besorgen, was ich weder habe, noch aus dem alten Modell ausschlachten kann. Und dazwischen gibt es noch die kleinen Probleme des Alltags (Kinder, Haus, Garten, etc) die mich momenatn kaum zum Bauen kommen lassen. :cry:
mfg, Christian
Geposted nach 4 Tage 22 Stunden 25 Minuten 12 Sekunden:
Update
Und weiter gehts
Nein, das Projekt ist nicht gestorben, aber ich habe (leider) noch andere Sachen zu tun als meinem Hobby zu fröhnen...
Nachdem das Buch angekommen war, habe ich mir erstmal die Pläne herausgeholt und mal "live" betrachtet. Die Pläne aus dem Netz sind offensichtlich ein (für diese Größe) recht guter Scan, daher habe ich die Originalpläne an die Seite getan, um in Detailfragen darauf zurückzugreifen, mache aber die meisten Arbeiten mit der digitalen Version.
Ein erster Versuch eines Rumpfes
Ich hatte ja schon eine allererste Idee (den Rumpf "Studs-Out" zu bauen) ad acta gelegt, und dachte, dass die Form mit dem normalen Steinen plus ein paar seitlich hochkant angebauten Plättchen zum "abrunden" der harten Konturen reichen würde. So habe ich mir also die Deckspläne geschnappt, und erstmal probemäßig einen halben Rumpf nach den Decksplänen gebaut. Diesen wollte ich dann mit Hilfe der Spantenpläne ergänzen und korrigieren. Da lag dann nun der 148 Nupsies lange Rumpf und egal was ich tat, um ihn abzurunden, er sah einfach Sch...lecht aus. :ohno:
Aber dafür mache ich ja solche Monster-Projekte. Wäre es keine Herausforderung, könnte das ja jeder :lol:
Ich habe beschlossen, diesen Grob-Entwurf erstmal liegen zu lassen, und mich nach einer anderen Bautechnik umzusehen.
Noch'n Versuch
Dazu muss ich, glaube ich, erstmal erklären, was ein "AZMEP" ist. Ein AZMEP ist ein "Aus Zwei Mach Eins Plättchen", ein Plättchen in der Größe 1x2 Nupsies, aber nur mit einem Nupsie oben http://www.bricklink.com/P/1/3794.gif. Damit kann man Konstruktionen in einer Richtung zumindest mit einem halben Nupsie statt einem ganzen als Rastermaß bauen. Das Dumme dabei ist, dass man dafür eine ganze Menge von dem Zeug braucht.
Als Test habe ich am Wochenende die Bugpartie - zumindest eine Rumpfhälfte - ausgeformt. Dazu habe ich den Spantenplan der Bughälfte auf 1:42 gebracht, mit einem 1:1-Raster für (halbe) Legoplättchen überlagert und ausgedruckt, und habe die vorderen 7 Spanten nachgebaut. Wärend sich vom 6. zum 7. Spant kaum noch was ändert, sieht das vorne, vom 1. Spant bis zum Kiel ("E.P." steht da im Plan als Bezeichnung für den Punkt - was heißt das?) gaaanz anders aus. Und während Ihr da einfach locker eine Planke drumbiegt (OK, ich weiß, dass das nicht ganz so einfach ist :D ), gestaltet sich das Interpolieren der Zwischenschritte in halben Legosteinen als ganz schön schwierig. Zwei Tage habe ich an dem Teil gewerkelt, bis ich zufrieden war. Dabei habe ich auch dieses dreieckige kleine Deck vorne am Bugspriet (Wie nent sich das?) direkt mit eingebaut. An der Stelle sind mir aber einige Sachen auf dem Plan noch nicht ganz klar (Stool of Ease? Roundhouse?), aber das werde ich noch in Erfahrung bringen.
Auf jeden Fall sieht dieser Prototyp deutlich besser aus als der erste Versuch. Der endgültige Rumpf wird dann auch deutlich stabiler sein - der Prototyp ist quasi scheibchenweise aufgebaut, und hier und da mit ein paar Steinen und Plättchen hinterflickt, damit er nicht auseinander fällt.
Dazwischen kommt dann immer wieder das Problem, dass meine Tochter (2 Jahre) sich momentan von ihren Duplo-Steinen löst, und mein Baumaterial zum Spielen missbrauchen will... Papa Legos haben wollen! Turm bauen!
Beschaffungen
Ein leidiges Kapitel beim Bau von großen Lego-Modellen...
Nachdem man mir geraten hat, das Thema "Kanonen" früh anzugehen, habe ich alle deutschen BL-Shops und meinen Bekanntenkreis "gemolken" und dreißig Kanonen zusammen bekommen. Dazu kommen noch mal 10, die ich selber in Modellen verbaut habe. Ich werde also in ein paar Monaten noch eine Runde machen müssen...
Die AZMEPs sind mein momentanes Hauptproblem. Ich werde ein paar tausend in Schwarz und in Beige für den Rumpf brauchen. Schwarze AZMEPs gehen da gerade noch, ich habe gerade gestern eine schöne Quelle gefunden. Ein Problem stellen da eher die AZMEPs in Beige (der zweiten Rumpffarbe) dar. Selbst wenn ich international jeden BL-Shop, der sowas hat, leerkaufe, bekomme ich die nötigen Mengen selbst bei sparsamsten Verbrauch nicht zusammen. Ich habe also mal herumgefragt, wer so in der nächsten Zeit ein Legoland besucht, und mal schauen könnte, ob die zufällig diesen Stein im Kiloverkauf haben. Sonst muss ich in den sauren Apfel beissen und sehen, ob ich die Teile bei Lego bestelle. Die nehmen aber leider bei solchen Bestellungen recht heftige Preise, so dass das Ganze sich im Allgemeinen nicht lohnt.
Bis zum nächsten Update,
Christian