Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Wildflyer"-Methode zum vermeiden des Memory Effek
Ferdinand
12.03.2005, 20:48
Hallo,
habe von einem Modellbaukollegen (von Beruf Elektriker) folgenden Link bekommen, den ich hier veröffentlichen möchte. Es geht darum, bei NIMH-Akkus den Memory-Effekt zu vermeiden. Viel Spaß beim Schmökern.
Schiff ahoi.
Ferdinand
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www.wildflyer.de/nimh-akkus.htm
Dirk Hartmann
30.03.2005, 07:22
Hi an alle
ich habe mir die seite mit der "Wildflyer Methode" mal durchgelesen.
hat das von euch im Forum schon jemand umgesetzt?
Bringt das wirklich so viel?
habe mit Accus wenig am Hut deshalb die Frage?
Gruß Dirk
aufluschi
30.03.2005, 11:57
@Dirk
das ist seit Langem das Interessanteste was ich in Bezug auf Akku-Ladetechnik gehört und gelesen habe. Vor allem klingt es sehr plausibel und deckt sich mit meinen Erfahrungen. Auch ich habe Probleme mit meinen NiMH-Akkus, obwohl ich diese vorbildlichst, computergesteuert pflege. Ich habe meine Akkus tot gepflegt, oder zumindest halbtot. Es ist trotz akkurater Pflege genau das eingetreten, was in dem Bericht beschrieben wurde. Den Akkus fehlt mit der Zeit der "Druck" und das Durchhaltevermögen. Dies merkt man allerdings in der Luft wesentlich stärker als am Boden oder auf dem Wasser. Es wundert mich also nicht, dass der Bericht aus der Flugszene kommt. Ich verwende z.B. die Akkus, die in der Luft längst nichts mehr taugen, noch recht lange auf dem Wasser.
Was mir an dem Bericht so gefällt ist, dass er leicht verständlich und in sich schlüssig ist. Es ist alles da was man braucht um es sofort in die Tat umsetzen zu können, ohne das man dem Autor hinterher rennen muss. Er hat den Bericht auf den Punkt gebracht und gibt somit jedem die Möglichkeit seine zum Teil aggressiven Behauptungen sofort zu überprüfen. Er bietet außerdem mit Bild und Kontaktmöglichkeit reichlich Angriffsfläche, was dem Bericht ungemein viel Glaubwürdigkeit verleit.
Auch wenn jedes Wort in dem Bericht erstunken und erlogen sein sollte, es können sich so manche Berichte - sowohl in Schiffs- als auch in Flugmodellzeitschriften - eine gewaltige Scheibe davon abschneiden. :respekt:³
Ich werde also - sobald mich die Muße küsst - einen Versuch starten.
Gruß
Markus
Moin, Moin!
Es wundert mich also nicht, dass der Bericht aus der Flugszene kommt. Ich verwende z.B. die Akkus, die in der Luft längst nichts mehr taugen, noch recht lange auf dem Wasser.
Für die Elektro-Rennbootfahrer ist das Thema noch interessanter.
HIER (http://www.rc-raceboats.de/wbb2/thread.php?threadid=6826&sid=b817879bf063fdb856e81fbe610a1400&hilight=wildflyer&hilightuser=0) wurde schon darüber diskutiert. http://www.bothego.de/sms/download/smiley/diskutieren_2er.gif
Ich werde also - sobald mich die Muße küsst - einen Versuch starten.
Eigene Erfahrungen sind natürlich immer willkommen...
Sonnige Grüße
Jens
Klabautermann
30.03.2005, 13:00
Es wäre auf jeden Fall, hier mal einige Versuche zu starten.
Ich habe seit längerer Zeit keine Vertrauen mehr auf die "horrenden" Ampereangaben seitens der Hersteller, speziell bei den NiMh-AA's, die mittlerweile überall zu finden sind.
Wo 2.300 mAh drauf steht sind die i.d.R. nicht drin. Irgendwie habe ich das Gefühl, bei einem Bleiakku weiß ich, was ich in der Hand habe und die guten alten NC-Akkus in meinem Bosch-Akkuschrauber versehen perfekt ihren Dienst.
So richtig ist mir das mit den NiMh aufgefallen, als ich mich intensiver mit der Digi-Fotographie beschäftigt haben. ich mußte immer mindestens zwei Reservepacks dabei haben um einen Tag Fotosafari zu überstehen. Meine jetzige Kamera hat eine LiO-Akku mit 7V 1.100 mAh der hält dreimal so lang wie ein 2.300er NimH, der tatsächlich eigentlich nur 1.800 mAh "gebunkert" hat.
Ich habe weiterhin das Gefühl, das es mit der Entwicklung und Leistungssteigerung der NimH einfach zu schnell geht, es erweckt den Anschein, das die ganze Technik nicht ausgereift ist. Hatten wir vor 4 Jahren noch gute altgediente und wohl erprobte 1.500er NC-Packs für unsere Tamiya Fighter Buggys sind wir jetzt schon teilweise bei 5 Ah auf dem Etikett und irgenwo um die 70% bei der tatsächlichen Leistungsabgabe.
Da kann doch was nicht hinhauen ???
Ich meine man sagt ja, das ein neuer Akku erst nach mehrmaligem Laden seine volle Kapazität erreicht, wenn ich aber trotz weitestgehend einigermaßen vernüftiger Ladetechnik (ALC 7000), nie auch nur in die vom Hersteller angegeben Bereich vorstosse. Und dabei greif ich in der Regel auf bekannte Marken zurück.
Oder ist das ALC vielleicht doch nicht unbedingt die beste Wahl. Obwohl es mir als durchschnittsladender Modellbauer eigentlich vollkommen ausreicht. Aber woran liegt es? Am Lader oder am Akku. Wenn Markus ebenfalls sagt, er habe sich tot gepflegt, stimmt das etwas nachdenklich.
Mittlerweile habe ich auch so einige Bereichte gelesen, das das ALC nicht unbedingt den besten Ruf hat, aber in der Regel geht es dort um frühzeitige Abschaltung des Wärmesensors und Abrauchen der Endstufe etc.
aufluschi
30.03.2005, 13:08
... Für die Elektro-Rennbootfahrer ist das Thema noch interessanter.
HIER (http://www.rc-raceboats.de/wbb2/thread.php?threadid=6826&sid=b817879bf063fdb856e81fbe610a1400&hilight=wildflyer&hilightuser=0) wurde schon darüber diskutiert. http://www.bothego.de/sms/download/smiley/diskutieren_2er.gif
Aber so auf den Punkt gebracht hats bisher noch keiner!
Außerdem wird ja "nur" darüber diskuitiert! Und das tut man ja nun schon seit Urzeiten. Man hat ja schon früher - allerdings auch aus anderen Gründen - mit Dioden und Widerständen entladen.
Ich muss zugeben, dass ich mich mit dem Gedanken einer permanenten Entladung auch nicht anfreunden kann. Aber es wurden ja auch andere Möglichkeiten aufgezeigt. Jede Zelle einzeln zu entladen macht für mich besonders Sinn bzw. gibt dem Ganzen überhaupt erst einen Sinn. Ist doch der Einbruch eines Packs doch gerade auf unterschiedliche Ladezustände einzelner Zellen zurückzuführen. Und gerade das Zuballern mit Strom, so dass auch die letzte Zelle voll ist, dreht doch den Zellen den Kragen ab.
Ich halte die Wildflyer-Methode (ohne permanente Entladung) gerade für den normalen Einsatz (nicht Renneinsatz) für besonders wichtig, weil sich der Effekt bei älteren Zellen wesentlich stärker bemerkbar macht, aber gerade Zellen im Renneinsatz nicht besonders alt werden. Also gerade der Ottonormalverbraucher, also einer wie ich, würde am meisten provitieren.
Gruß
Markus
.... wenn ich aber trotz weitestgehend einigermaßen vernüftiger Ladetechnik (ALC 7000), nie auch nur in die vom Hersteller angegeben Bereich vorstosse...
kann ich nicht verstehen. Ich habe Sanyo NIMH Mignons mit 2,3 Ah in Betrieb. Die hatten beim 2. Ladezyklus, als 12Volt Pack zusammengelötet, ziemlich genau die angegebenen 2,3 Ah. Nach einigen Einsätzen und versehentlichen tiefentladen und anschliessender Akkupflege mit ALC7000 haben sie jetzt auch wieder ihre angegebene Kapazität. Ein zweiter Satz lag jetzt über ein Jahr in der Schublade. Einmal geladen und entladen ergaben 2360 mAh.
Jetzt gerade hängen 10 NIMH Monozellen mit 10Ah am Ladegerät. Die haben jetzt auch schon über 10Ah Kapazität. Wie das in einem halben Jahr aussieht ???.
Ach so. Entladen tu ich die Mignons mit 500mA und die Monos mit 1A. Laden entsprechend.
Gruß
Ike
Also das Prinzip mit der Diode und dem Widerstand ist an sich nur eine gezielte Tiefentladung. Im Normalfall wird eine Standardzelle bis zu einer Entladeschlußspannung von 0,85 V entladen. Die Diode setzt diesen Wert auf 0,7V herab.
Im Allgemeinen wird eine Tiefentladung bei Nickel-Cadmium oder Nickel-Metall-Hybrid-Akkus als schädlich angesehen.
Ich habe allerdings letztes Jahr einen Fall gehabt der das Gegenteil beweist:
Aus meiner RC-Car-Zeit habe ich in meinen Kramkisten einen NiCd-Empfänger-Akkupack gefunden.
Das Ding ist gute 15 Jahre alt und seit dem nicht mehr geladen worden.
Als ich den Akku gemessen hatte zeigte dieser eine Gesamtspannung von 0,5 Volt an. Eigentlich tot.
Also habe ich den Akkupack mit einem Strom von 3A (zulässig max. 210mA) für 3 Minuten schockgeladen. Ergebnis: 4,4V Gesamtspannung.
Nach zwei kompletten Ladezyklen ergab sich bereits eine Kapazität von 720mAh (Herstellerangabe 600mAh). Nach jetzt ca. 10 Ladezyklen erreichen die Akkus fast 800mAh.
Mit der Schockmethode oder durch verpoltes Laden habe ich übrigens auch einige alte Blei-Gel-Akkus wieder fit bekommen die ich eigentlich schon entsorgen wollte.
Ein guter Tip dazu ist hier (http://www.elexs.de/akku2.htm) zu finden.
Ich werde das Prinzip demnächst mal testen. Ich habe hier vier NimH-Zellen liegen die eigentlich 2100 mAh haben sollten.
Selbst mit einem Computerlader bekomme ich die Akkus nicht über 1500 mAh. Vielleicht bekomme ich die mit der Methode ja wieder fit.
aufluschi
30.03.2005, 14:56
@all
bei den heutigen, modernen Ladegeräten müsste man doch die Entladespannung einstellen bzw. verändern können? Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube bei meinem C4 (Conrad) geht das. Ich werde aber noch einmal in der Gebrauchsanweisung nachlesen. Bis zu welcher Spannung tut ihr Eure Akkus entladen? 1 Volt, 0,9 Volt oder noch weniger?
Gruß
Markus
Geposted nach 13 Minuten 41 Sekunden:
Also, beim C4 lassen sich sowohl die Lade-, als auch die Entladeschlußspannungen einstellen. Sowohl bei NC und NiMH liegen diese in der Grundeinstellung bei 1,75 und 0,9 Volt pro Zelle.
Klabautermann
30.03.2005, 15:32
kann ich nicht verstehen. Ich habe Sanyo NIMH Mignons mit 2,3 Ah in Betrieb.
Vielleicht hatte ich mich falsch ausgedrückt, die Akkus bei denen ich Probleme habe sind eher die Mignons und genau die 2,3er von Sanxo betreibe ich z.B. in meine externen Blitzgerät und in meiner Fernsteueranlage, aber auf 2,3 hab ich es noch nicht geschafft. Ich war mal bei ca. 2, aber ansonsten krepel ich bei 1,8 rum.
Ich habe noch 8 A Monos, die habe ich zwar noch nicht so oft benutzt, aber da komme ich über die Angabe.
Jetzt gerade hängen 10 NIMH Monozellen mit 10Ah am Ladegerät. Die haben jetzt auch schon über 10Ah Kapazität.
Wie lange braucht dein ALC dafür, bzw. wie oft schaltet es sich wegen Temperatur ab?
Entladen tu ich die Mignons mit 500mA .... Laden entsprechend.
Das heißt Laden mit der Nennkapazität von 2,3 A?
Entlädst du die Mignons vor jedem Ladevorgang?
Gilt eigentlich die Entlade-Faustregel C/5 bei NC's auch für NiMH?
Rüdiger Pabst
30.03.2005, 15:52
Bevor Ihr hier jetzt eine riesen Fachsimpelei anfangt, kann ich euch nur empfehlen den Link zu diesem Forum zu nutzen.
http://82.165.32.154/forum/thread.php?threadid=62671&sid=
Das sind mittlerweile über 38 Seiten. Und wenn Ihr da durch seid, dann seid Ihr wesentlich klüger. Da haben auch Leute gepostet , die mit geeichten Laborgeräten die Akkus testen. Und bevor wir hier alle, oder fast alle mit Halbwissen protzen :wink: sollten wir vielleicht erst das Wissen, oder Halbwissen der anderen mitbenutzen.
Daher halte ich mich jetzt auch mit meiner Meinung und meiner Erfahrung erstmal zurück.
Ferdinand
30.03.2005, 18:02
Hallo,
ich habe die Sache bereits probiert und kann sagen, das sie einwandfrei funktioniert. Habe noch eine größere Anzahl von 6-Packs aus dem RC-Car-Bereich gehabt (alte 1700er Sanyos NICD), die nur noch 1200 mAH geladen haben. Die pumpe ich mittlerweile wieder mit 1900 mAH voll.
Bei meinen Senderakkus habe ich mit für 8 Mignon NIMH-Einzelzellen eine Halterung zum Entladen gebaut. Die Sache funktioniert, die 2000er Zellen kann man danach auch wieder mit 2000 mAH vollladen. Eignet sich auch besonders gut, wenn man z.B. die Mignons für die Digitalkamera verwendet.
Bei den 6er Zellenpacks ist es halt gut, wenn man ein Ladegerät hat, mit dem man mehr Zellen laden kann. Ich hänge dann 5 Packs in Reihe an meinen Schnelllader (lädt max. 30 Zellen), dann tut es nicht weh, wenn die Zellen erst unmittelbar vor dem Fahren geladen werden. Das ging natürlich nicht vor der Behandlung mit der Wildflyer-Methode, da jeder unterschiedlich geladen war.
Dirk Hartmann
30.03.2005, 18:07
hmm gut jetzt habe ich die vielen seiten gesehen was aber meine Accus betrifft bin ich leider noch nicht viel schlauer!
zu bemerken bleibt das ich eh nicht viel ahnung von Akkus habe.
Wie kann ich den die Lade und Endladespannung messen???
Gruß Dirk :dontknow:
Ferdinand
30.03.2005, 18:33
Hallo,
bin ja selber kein Elektriker, aber ich habe es einfach so gemacht, das ich die Widerstände und Dioden verlötet habe wie angegeben und danach die Zellen liegengelassen habe. Wie lange hängt davon ab, ob die Zelle voll war oder nicht. Bei einer 1700er Zelle dauert es bei einer Entladung von 100maH durch den angelöteten Widerstand einen Tag, dann ist sie total leer. Die Diode verhindert, das die Zelle unter 0,6 V geht (Schleusendiode). D.h., wenn die Zelle bei 0,6 V angelangt ist, wird sie nicht weiter entladen. Also bei einem 6er Pack am Tag danach ein Voltmeter an + und - Pol rangehalten (Einstellung V- für Volt) und ca. 3,6 V sollten angezeigt werden. Dann sind die 6 Zellen leer.
Billige elektronische Multimeter gibts bei Conrad Electronic (ab 4,95 EUR). Die Bedienungsanleitungen dazu sind leider wohl nur für Elektroniker geschrieben. Kapiere ich auch nicht, aber für die Anzeige der Volt reicht es dennoch. Ansonsten ist ein Bekannter aus der Riege der Elektriker Gold wert.
Bei Conrad gibts auch die Widerstände und Diode.
Bestellnummer 162213 für die Diode 1 N 4001
Bestellnummer 404594 für 5,6 Ohm Widerstand (ca. 100 ma Entladestrom)
oder wenn man z.B. Mignonzellen hernimmt
Bestellnummer 407941 für 15 Ohm Widerstand (ca. 60ma Entladestrom)
aufluschi
30.03.2005, 18:43
... Bestellnummer 162213 für die Diode 1 N 4001
Bestellnummer 404594 für 5,6 Ohm Widerstand (ca. 100 ma Entladestrom)
oder wenn man z.B. Mignonzellen hernimmt
Bestellnummer 407941 für 15 Ohm Widerstand (ca. 60ma Entladestrom)
Hab ich da was Überlesen? Wie kommst Du auf die Entladeströme? Wie kann ich diese Berechnen?
Gruß
Markus
Ferdinand
30.03.2005, 19:09
Hallo,
zitiere mal den guten Mann, der den Artikel geschrieben hat:
Welche Bauteile brauche ich ?
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Man benötigt pro Zelle 1 Diode vom typ "1N4001" (bekommt man z.B beim CONRAD bestnr: 16221377 ) und einem Metallfilmwiderstand mit ca. 5 Ohm (bekommt man z.B. auch beim CONRAD: Metallfilm 0,6W 5,1 Ohm bestnr: 41794777 )
Kann ich auch andere Widerstandswerte nehmen ?
Ja ! bei 5 Ohm beträgt die Selbstentladung durch die Widerstände ca 125mA pro Stunde. Das ist für die meisten Anwendungen, bei denen die Gesamtflugdauer bis ca. 30min geht der optimale Wert. Thermikflieger, die mehrere Stunden in der Luft sind, sollten anstatt der 5 Ohm lieber 10 Ohm oder 15 Ohm nehmen, da sie sonst zuviel Kapazität durch die Selbstentladung verlieren würden.(als Richtwerte: bei 1 Ohm fliessen ca. 500mA, bei 2,5 Ohm ca. 250mA, bei 5 Ohm ca. 125mA, bei 10 Ohm ca. 60mA und bei 15 Ohm ca. 40mA.) Also je nach Anwendung kann man variiren.Wenn die Zelle weniger als 3300mAh Kapazität hat, dann sollte man auch einen etwas höheren Widerstand nehmen, so in etwa dem Verhältnis der Kapazitäten.(also bei einer 1000mAh Zelle etwa 15 Ohm usw.). Man muss aber bedenken, das je höher der Widerstand ist, desto länger dauert auch die Tiefentladung, und wenn man mehrere Wochen warten müsste, bis die Zelle tiefentladen ist, ist das auch nicht grade die praxistauglichste Lösung !!
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Berechnen kann man das auch irgendwie. Die Formel lautet:
Widerstand (Ohm) = Spannung (Volt) / Strom (Ampere)
Wie er da oben auf die Milliampere kommt, weiss ich auch nicht ganz genau. Wenn ich mal raten darf:
Wir wollen auf 0,6 V pro Zelle kommen, also von 1,2 V (was die Zelle normal hat, die Hälfte vernichten).
Also 0,6 V / 5,6 Ohm = 0,107 entspricht ca. 100 mA.
Vielleicht auch total falsch, weiss ich nicht. Funktioniert aber trotzdem ganz gut.
Schönen Gruss
Bis zu welcher Spannung tut ihr Eure Akkus entladen? 1 Volt, 0,9 Volt oder noch weniger?
Die gängigen Ladegeräte schalten bei 0,85 V pro Zelle ab. Allerdings wird da wahrscheinlich die Gesamtspannung zu Grunde gelegt. Da heißt das bei einem 10-Zeller also bei 8,5V Gesamtspannung abgeschaltet wird.
Im Regelfall gelten folgende Spannungen:
NiCd:
Ladeschluß 1,75V/Zelle
Entladeschluß 0,85V/Zelle
NiMH:
Ladeschluß 1,75V/Zelle
Entladeschluß 0,85V/Zelle
Blei:
Ladeschluß 2,3V/Zelle
Entladeschluß 1,7V/Zelle
Ich glaube der Akku-Master C4 bietet auch die Möglichkeit den Entladestrom einzustellen.
Wenn du eine einzelne Zelle hast kannst du dein Ladegerät so programmieren das es dieses Wildflyerprinzip anwendet.
Ladeschlußspannung 0,7V
Entladestrom 70-100mA
Dann kann man sich die Dioden sparen.
Funktioniert allerdings dann nur bei Einzelzellen. Bei Akkupacks kommt man um die Diode und den Widerstand nicht herum. Es sei denn man will das Akkupack jedesmal auseinanderlöten.
Gilt eigentlich die Entlade-Faustregel C/5 bei NC's auch für NiMH?
Das kommt auf den Akkutyp an. Viele Hersteller bieten sogenannte Hochstromzellen an. Bei diesen Zellen kann man wesentlich mehr Strom entnehmen als bei normalen "Billigzellen". Diese Hochstromzellen stecken auch Entladungen mit 30A weg. Allerdings werden sie dabei etwas warm.....
Entladen mit 1/5 der Kapazität steckt aber mit Sicherheit jeder Akku weg und ist mit Sicherheit nicht schädlich.
Das heißt Laden mit der Nennkapazität von 2,3 A?
Mit einem Ladegerät mit Delta-Peak-Abschaltung (Spannungsdifferenzmessung zwischen den Strompulsen) sind 2,3A sicher problemlos möglich da der Ladestrom nicht dauernd anliegt. Mit einem Konstantstromladegerät ist das aber glaube ich nicht zu empfehlen.
Wie kann ich den die Lade und Endladespannung messen???
Die Ladeschlußspannung bzw. die Entladeschlußspannung genau zu messen dürfe mit normalen "Hausmitteln" etwas schwierig werden.
Entladeschlußspannung: Man muß genau in dem Moment die Akkuspannung messen in dem das Ladegerät vom Entladevorgang zum Ladevorgang umschaltet. Also die niedrigste Akkuspannung während des gesamten Ladevorgangs.
Ladeschlußspannung:Man muß genau in dem Moment die Akkuspannung messen in dem das Ladegerät Ladevorgang beendet. Also eigentlich die höchste Akkuspannung während des Ladevorgangs.
Berechnen kann man das auch irgendwie. Die Formel lautet:
Widerstand (Ohm) = Spannung (Volt) / Strom (Ampere)
Die Formel ist schon die Richtige, aber die Werte passen nicht so ganz.
R=U/I
R=Zellenspannung/Entladestrom
R=1,2V/0,1A (bei 100mA)
R=12 Ohm
Allerdings sind diese Werte nur grob richtig weil man bei dieser Berechnung den Innenwiderstand des Akkus vernachlässigt. Ausserdem sinkt die Zellenspannung bei fortschreitender Entladung ab.
Die Einfachste Methode ist ein Potentiometer und ein Messgerät (wenn man denn ganz genau auf den Entladestromwert kommen will).
Ich habe bei meinen Mignonakkus mit einem 5 Ohm-Widerstand einen Entladestrom von ca. 45 mA.
Das Problem bei Akkupacks ist das sie aus mehreren Unterschiedlichen Zellen bestehen.
Die Wildflyer-Methode stellt für alle Akkus einen einheitlichen Grundzustand her. D.h. alle Zellen haben eine Ausgangsspannung von 0,7V und haben alle das gleiche Ladeniveau.
http://www.hugo1874.homepage.t-online.de/mediac/400_0/media/Akkupack.jpg
Bild 1 zeigt das Akkupack in der Grundschaltung
Bild 2 zeigt das Akkupack nach mehreren Ladezyklen. Die Zellen spannungen variieren aufgrund der unterschiedlichen Innenwiderstände. Die oberste Zelle ist in diesem Fall optimal geladen. Die zweite, dritte und vierte Zelle sind überladen. Das sind dan auch die Zellen die während des Landens heißer werden als die anderen. Die unterste Zelle dagegen ist noch nicht mal annähernd vollgeladen. Das Ladegerät hat aber bei der richtigen Ladeschlußspannung von 8,75V (1,75V pro Zelle) abgeschaltet.
Im Bild 3 ist dann auch die Diode/Widerstand-Schaltung eingezeichnet.
Der Innenwiderstand ist rein elektrisch falsch eingezeichnet. Aber zur Darstellung sollte es reichen.
Leider ist das Bild nur schlecht zu erkennen. Ich habe im Moment auch keine Lust es neu zu zeichnen.
Klabautermann
30.03.2005, 23:03
Mit einem Ladegerät mit Delta-Peak-Abschaltung (Spannungsdifferenzmessung zwischen den Strompulsen)
In den technischen Daten des ALC 7000 Expert steht zu lesen:
negative Ladeenderkennung: negative Spannungsdifferenz bei NC und NiMH
Ist das eine Delta-Peak-Abschaltung?
Ist das eine Delta-Peak-Abschaltung?
Ist fast das gleiche Kind nur mit einem anderen Namen.
Auf Seite 12 Punkt 6.4 Absatz 3 der Bedienungsanleitung ist allerdings aufgeführt das diese Delta-U-Abschaltung bei bestimmten Ladeprogrammen vom Mikroprozessor abgeschaltet wird.
Das ist dann mit Vorsicht zu genießen.
Bei Bleiakkus ist dieses Ladeverfahren gänzlich ungeeignet und daher abgeschaltet.
Klabautermann
31.03.2005, 00:12
Auf Seite 12 Punkt 6.4 Absatz 3 der Bedienungsanleitung
In der Bedienungsanleitung des ALC 7000 Expert gibt es diesen Punkt nicht, es geht nur bis 6.2.
Auch kann ich keine Hinweise zu einer Delta-U-Abschaltung finden. Hast du da ein andere Anleitung oder eine Anleitung eines anderen Gerätes. Auch in dem bei ELV angeboten PDF-Download ist nichts zu finden.
Das ist dann mit Vorsicht zu genießen.
Aha, und warum?
Die Anleitung ist etwas seltsam gegliedert. Hängt wahrscheinlich damit zusammen das man sie nach dem Ausdrucken falten soll.
Hier ist auf der Seite auch der entsprechende Unterpunkt zu finden.
Steht unter "Auffrischen".
http://www.elv-downloads.de/service/manuals/ALC7000/ALC7000_UM_G_010212.pdf
Das "Delta" ist dort auch nur als Dreiecksymbol abgebildet.
Aha, und warum?
Sobald die Spannungserkennung abgeschaltet ist läuft das Gerät auf Timerbetrieb.
D.h. der Ladevorgang wird wahrscheinlich mit konstantem Strom durchgeführt und nach einer fest definierten Zeit automatisch abgeschaltet.
Dann erreichen volle 2,3A Dauerstrom den Akku und das könnte eine Mignonzelle zerstören.
Dirk Hartmann
31.03.2005, 08:43
Hmm ok also alles in allem seit Ihr der meinung das es sich lohnt seine Accus so zu Pflegen??
Gruß Dirk :D
Bei meinen vier Test-Zellen liegt der Kapazitätsverlust bei fast 30%.
Wenn mir bei der Akkunutzung 30% der Einsatzdauer verloren gehen ist es den Versuch auf jeden Fall Wert.
Allerdings wird in den Berichten auch beschrieben das bestimmte Zellen diese Behandlung nicht verkraften.
Andererseits haben die Akkus die es verkraften nach zwei Jahren Intensivnutzung immer noch eine hohe Kapazität. Andere Packs hätte da wahrscheinlich schon schlappgemacht.
Das muß dann jeder mit sich selbst ausmachen ob es ihm das Wert ist.
Vom Prinzip her ist das ganze eigentlich logisch und müßte funktionieren.
Meine vier Zellen sind jetzt in Arbeit. Mal sehen was dabei rauskommt.
Ferdinand
31.03.2005, 17:34
Hallo,
vor allem ist es auch noch ziemlich billig. 100 Dioden kosten gerade mal 4 EUR. 100 Widerstände ca. 1,20 EUR.
Das teuerste ist wohl der neue Schrumpfschlauch für die Akkupacks.
Vor dem Löten an der Außenwand der Zelle diese ein wenig anschleifen (kleine Eisenfeile oder Schleifpapier), dann lötet es sich leichter.
Viel Erfolg.
Ferdinand
Und die Zelle beim Lötn nicht zu heiß werden lassen, wird sie zu heiß, kann sie hops gehen.
Hallo zusammen,
Ich möchte mich mal der chemischen Seite des Akkus widmen.
Funktionsweise der unterschiedlichen Akkus
Ein Ni-Mh-Akku funktioniert anders als ein Ni-Cd-Akku. Bei einem Ni-Mh-Akku wird die Energie in Form von eingelagertem Wasserstoff gespeichert. Das bedeutet: Die negative Elektrode besteht aus einer Metall-Legierung. Diese nimmt den beim Ladevorgang entstehenden Wasserstoff auf und wird dabei zu Metallhydrid. Daher auch der Name Ni-Mh. Ich möchte jetzt hier nicht auf die Redoxreaktionsgleichungen eingehen. Wer Interesse hat kann sich ja bei mir per PN melden.
Bei einem Ni-Cd Akku wird beim Entladen Cadmium in Cadmiumhydroxid umgewandelt. Dieser Vorgang ist jederzeit umkehrbar, solange nicht schon der Memory-Effekt eingetreten ist. Auch hier möchte ich die Gleichungen der chem. Reaktion nicht hinschreiben. (Bei Interesse: PN)
Der Bleiakku funktioniert so ähnlich wie der Ni-Cd-Akku. Beim geladenen Akku besteht eine Elektrode aus reinem Blei die andere aus reinem Bleidioxid. Als Elektrolyt fungiert hier Schwefelsäure. Wenn man den Akku nun entläd, dann gehen beide Stoffe zu Bleisulfat über, dass sich dann an den Elektroden ablagert. Dieses Bleisulfat ist schwerlöslich. Beim Laden wird das Bleisulfat wieder in Bleidioxid, Blei und Schwefelsäure umgewandelt.
Memory-Effekt
Bei Ni-Mh-Akkus kann es rein chem. gesehen keinen Memory-Effekt geben. Denn es sind keine Stoffe vorhanden, die auskristallisieren oder sonst irgendeine feste chem. verbindung eingehen. Bei normalem Gebrauch kann also nichts passieren. Nur wenn man die Akkus sehr lange Zeit ungepflegt irgendwo rumliegen lässt, dann kann es zu unerwünschten chem. Reaktionen kommen. Diese sind dann meistens aber nicht mehr umkehrbar.
Beim Ni-Cd-Akku ist das anders. Das Cadmium, das beim Entladen nicht benötigt wird kristallisiert an der negativen Elektrode aus. Und steht für weitere Lade-Entladezyklen nicht mehr zur Verfügung. Man kann diesen Vorgang aber wieder umkehren. Dazu benötigt man aber Zeit. Denn man muss dem Cadmium einen Grund geben, warum es seine Kristallstruktur wieder verlassen soll. Das heißt, man muss die Zelle entladen, bis man eigentlich sagen würde: "Ich muss sie laden", hier kommt dann die Wildflyer-Methode ins Spiel. Die Zelle wird ganz langsam mit einem sher geringen Strom weiter entladen. Das Cadmium bricht jetzt ganz langsam aus der Kristallstruktur heraus.
Bei einem Bleiakku kann sich je nach Bauart ein brauner leitfähiger Schlamm am Boden ansammeln. Dieser Vorgang ist allerdings nicht mehr umkehrbar. Wenn die Schicht zu hoch ist, dann kann sie unter umständen den Akku intern kurzschließen. Insofern existiert auch heier ein Memory-Effekt, der aber Akkubedingt stattfindet.
Überladung
Überladungsfolgen treten vor allem bei Bleiakkus auf. Denn beim Entladen des Akkus entsteht Bleisulfat und Wasser. Läd man den Akku nun, dann wird die Elektrolyse des Wassers - die bei 1,23 Volt beginnt - solange verhindert wie noch Blei-Ionen vorhanden sind. Erst wenn keine Blei-Ionen vorhanden sind, dann fängt der Akku an auszugasen. Dadurch verliert er an Kapazität, da die ein Teil des chem. Stoffes, der zur Reaktion benötigt wird in Form von Wasserstoff und Sauerstoff entweicht. Wenn die Überladung zu lange anhält, dann ist der Akku zerstört. Hierbei ist es egal, ob es sich um einen normalen Bleiakku handelt oder um einen neueren Blei-Gel-Akku.
Bei Ni-Mh-Akkus kann es gelegentlich zu Ausgasungen kommen. Ansonsten sind mir bis jetzt keine Folgen bekannt.
Lade- und Entladeströme
Es ist immer gut, wenn man den Lade- und Entladestrom - solange man nicht unter Zeitdruck steht - gering hält. Denn dann laufen die Reaktionen sauberer ab. Auf jeder Baustelle, auf der Zeitdruck herrscht wird ja auch gepfuscht ohne Ende, warum sollte das bei Akkus anders sein.
Das war es erstmal. Wer weitere Infos möchte: PN.
Ich hoffe ich konnte mal einen Überblick über die Funktionsweise von Akkus geben.
Gruß
Erik
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