Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sekundenkleber
Klaus.Schirmers
09.03.2005, 13:45
Hallo, Schiffsmodellbauer,
es passiert immer wieder, das Sekundenkleber an Stellen verläuft wo dieser nicht hingehört.
Hier hinterlässt Sekundenkleber häßliche Verschmutzungen welche z.B. durch schleifen nicht sauber zu beseitigen sind.
Hat jemand einen Tip oder Rat wie solche Klebeverschmutzungen wirksam zu beseitigt werden können.
www.schirmers-schiffsmodellbau.de
Gruß
Nein, wie man das reinigt weiss ich nicht. Deshalb verwende ich so gern Sekundenkleber Gel, das Zeug bleibt da, wo ich es hingeschmiert habe.
Viele Grüsse
Harry
Edit: Es gibt Reiniger für Sekundenkleber, ich meine auf der Basis von Aceton. Das mag mit Metallen gehen, bei meinen Polystyrolteilen wäre es eine sichere Methode, diese einzuschmelzen.
Rüdiger Pabst
09.03.2005, 19:07
Ich habe Sekundenkleberreiniger gehabt. ****** Zeug. Sorry die Ausdrucksweise. Besser ist es, wenn man sich Aceton zulegt. Gleiches Ergebnis, viel billiger. Jedoch bei Kunststoff wie beschrieben nicht zu empfehlen.
Ich persönlich hatte noch nie Probleme damit, dass ich die Spuren nicht mit Schleifen beseitigen konnte. Jedoch kann es durchaus sein, dass die zu schleifende Stelle härter als das Umgebende Material ist, so dass man aussenherum Dellen einschleift. Hier eignet sich eine Rasierklinge, oder die Klinge eine Cuttermessers, mit dem die Erhebung abgeschnitten wird, und danach verschliffen. Evtl. noch spachteln.
Sollte Sekundenkleber in geringen Mengen auf schon lackierte Flächen kommen, so hilft manchmal ein bischen Öl mit dem Q-Tip ( Wattestäbchen) auf die Stelle aufzutragen, um die Stelle "unsichtbar" zu machen.
Hier hinterlässt Sekundenkleber häßliche Verschmutzungen welche z.B. durch schleifen nicht sauber zu beseitigen sind.
Versuchs mal mit Nassschleifpapier und viel Geduld.
Hier eignet sich eine Rasierklinge, oder die Klinge eine Cuttermessers, mit dem die Erhebung abgeschnitten wird, und danach verschliffen.
Die Lösung ist oftmals die beste. besonders wenn es nur kleine Rückstände sind und man mit Schleifen schlecht ran kommt.
Um mit Aceton besonders Kunststoff nicht so stark anzugreifen, nehme ich immer ein feuchtes Tuch und geh' nach dem Säubern damit über die Stelle. Bisher hat sich das gut bewährt. Zum Reinigen nehme ich fast ausschließlich Aceton.
Jens
Klabautermann
09.03.2005, 20:56
@Klaus,
Ich kann dir für das Entfernen auch keine anderen Ratschläge geben, als in diesem Thread schon geschrieben wurde.
Allerdings halte ich mich bei Aceton und meinem bevorzugten Baumaterial Polysterol zurück, das reagiert mir einfach zu schnell und bei angetrocknetem Sekundenkleberresten, hilft es warscheinlich kaum, bzw. zerstört schneller das Umfeld, als das es den Kleber entfernt.
Wichtiger ist eher, die Kleberreste schon von vornherein zu vermeiden. Und hier kann ich vielleicht einige Erfahrungen einbringen.
Ich klebe an sichtbaren Stellen und gerade bei fast fertigen Bauteilen generell mit mittelflüssigem Sekundenkleber, der bindet ja nicht sofort ab. Dabei habe ich einen Lappen in Reichweite, so kann ich Klebereste immer sofort abwischen, bevor der Kleber trocknet. Man hat dann kaum noch Nasen oder ähnliches. Wenn doch, muss man eben schleifen, oder das was die Anderen schon vorgeschlagen haben.
Bei feinen Absätzen, Kanten, Fugen und Ecken, kratze ich zudem noch sofort die Reste mit dem Klingenmesser weg und solange der Kleber noch nicht durchgehärtet ist, geht das recht gut, auch ein Zahnstocher leistet hier oftmals gute Dienste.
Wenn ich mal zuviel Kleber auftrage, wische ich mit dem Finger über die Kleberfläche, damit nur soviel draufbleibt wie nötig, ist zwar etwas unangenehm das Zeugs wieder abzukriegen, aber es geht.
Oftmals benutze ich zum Spachteln und Kleben eine Platte aus reinem Teflon. Bei ganz kleinen Teilen, wo ich kaum eine Chance habe, Restkleber am Bauteil zu entfernen, tropfe ich etwas Kleber auf die Platte. Ggf. "schmiere" ich den Klebertropfen noch mit einem Zahnstocher breit und "ditsche" das Detail auf den Kleber. Die Menge zum Kleben reicht und man hat kaum Überfluss. Vorteil, auf Teflon hält nix und lässt sich ganz prima wieder reinigen. So eine Platte hält ein Leben lang, naja fast.
Bei den angesprochene kleinen Teile, nehme ich in jeden Fall eine gebogene Pinzette, würde ich die Finger nehmen, übertrage ich wahrscheinlich wieder unnütz Kleber, zudem kleben die Finger zusammen und ich werde das Teile nie an die Stelle bringen, wo es hingehört.
Muss ich z.B. eine Fußleiste o.ä. an ein Deckshaus kleben, dann muss ich manchmal den Konturen des Rumpfes bzw. Decks folgen (Deckssprung, Balkenbucht). Ich klebe dann erst das Deck an der entsprechenden Stelle mit einem Streifen Tesa ab und fette es mit ein paar Trofpen Öl leicht ein. Dann setze ich den Aufbau drauf und klebe die Leiste Stück für Stück auf. Vorteil: Das Öl wirkt wie ein Trennmittel, das Deckshaus klebt nicht am Deck fest, und die Fussleiste schließt sehr sauber und bündig ab.
Fazit: die Dosierung ist entscheiden, aast man, hat man das Problem. Deshalb immer fein dosieren, denn soviel benötigt man von diesem Kleber i.d.R. nicht. Seit ich die Kanülen-Variante und Putzlappen verwende, habe ich kaum noch Klebereste.
Hält mal eine Klebestelle nicht sofort, wird das Werkstück wieder auseinandergenommen und erst wieder sauber angeschliffen.
Last but not least, da gibt es ja noch die Ablagerungen der Dämpfe und die vermeidet man durch Luftzufuhr (PC-Lüfter).
Vielleicht noch ein letzter Tipp: Sekundenkleber klebt nicht immer sekundenschnell. Manchmal bindet er überhaupt nicht ab und es ist zum Haare raufen. Die Finger kleben besser zusammen, wie das eigentliche Bauteil. Und wer mal genau darauf achtet, eigenartigerweise passiert so etwas gerade jetzt in der Winterzeit öfters (relativ gesehen). Es hilft auch nicht wenn man etwas mehr Kleber nimmt, ganz im Gegenteil, es klebt dann überhaupt nicht. Warum? Im Winter habe ich fast immer die Fenster geschlossen, die Luft ist sehr trocken, dagegen, wenn es die Temperaturen erlauben, ist bei mir in der Werkstatt immer das Fenster angekippt. Da Sekundenkleber einen gewissen Prozentsatz Feuchtigkeit benötigt um zu reagieren, klebt er sozusagen an frischer Luft besser und schneller. Und weil unsere Haut immer etwas Schweiß absondert, kleben die Finger schneller zusammen, als die Klebestelle des Bauteils. Sind die Fingerkuppen allerdings schon mit Kleber überzogen, dann geht es nicht mehr so schnell, das Phänomen kennt jeder, der schon mal eine Holzdeck mit Sekundenkleber geklebt hat. Nach der zehnten Leiste und jede Menge Kleber am Finger und man bleibt nicht mehr "hängen".
Es hilft unwahrscheinlich wenn man zwei zu verklebenden Teile vor dem Zusammendrücken mal kurz anhaucht. Die Feuchtigkeit der Atemluft hilf ungemein, es ist verblüffend.
@Modellskipper
Der Tip mit der Luftfeuchtigkeit ist super ! Hab das gerade mal ausprobiert.
Funktioniert bestens ! :respekt:
Rüdiger Pabst
10.03.2005, 09:14
Wenn ich mal zuviel Kleber auftrage, wische ich mit dem Finger über die Kleberfläche, damit nur soviel draufbleibt wie nötig, ist zwar etwas unangenehm das Zeugs wieder abzukriegen, aber es geht.
Und dann kommt wieder Aceton ins Spiel :mrgreen: Jedoch sollte man sich hinterher die Finger dick mit Fettcreme eincremen. :wink:
Mit dem Finger wische ich Sekundenkleber fast immer weg. Benutze dazu niemals Toilettenpapier oder Papiertaschentücher oä. Dann kleben meistens ordentliche viele Fusseln am Werkstück. Besser ist ein fusselfreier Baumwolllappen.
Beim Deck der Collie das ich gerade baue, verwende ich flüssigen Sekundenkleber und Gel. Die Kartostreifen (die Kalfaterung sozusagen) lassen sich nur mit dem Gel ankleben für die Leisten nehme ich den flüssigen Kleber. Die Kleberreste beseitige ich indem ich das Decck am Ende verschleife 8)
RuhrPirat
13.03.2005, 16:24
BeitragVerfasst am: 09.03.2005 22:05 Titel:
@Modellskipper
Der Tip mit der Luftfeuchtigkeit ist super ! Hab das gerade mal ausprobiert.
Funktioniert bestens ! Respekt mein Lieber
Diesbezüglich hat sich jemand mit einer Idee eine goldene nase verdient.
Der wirksame Teil der (teuer zu kaufenden) Aktivatorsprays für sekundenkleber ist nichts anderes als Wasser - nur fein zerstäubt.
Rechnet´s mal hoch... nette Wasserrechnung :wink:
Frank The Tank
27.12.2008, 20:29
Moin,
ich würde gern wissen, wie man am Besten Sekundenkleberreste von Glas abbekommt, denn meine Glas-Arbeitsplatte ist schon recht dreckig und "uneben". (Aceton möchte ich auf keinen Fall dafür verwenden)
Danke im voraus!
/edit::hahaha: Frank
Die Sache hat sich von selbst geklärt, man kann es ganz einfach abkratzen. :cluebat:
San Felipe
27.12.2008, 20:34
Da würde ich einfach so einen Schaber nehmen womit man Ceranfelder sauber macht. Gibts in jedem Haushaltswarenladen für ein paar Cent.
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