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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schweißnaht immitieren


Frank Andrees
26.02.2005, 10:39
Hallo,

im alten Thread kann man ja leider nicht mehr posten, deshalb mache ich ihn hier neu auf.

Mir ist noch eine relativ billige Lösung bei erhobenen Schweißnähten eingefallen. :idea:

Irgendwo hatte ich mal gelesen, daß man Tesafilm sehr gut auf einer Drehbank in der entsprechenden Breite abstechen kann.

Von dieser schmale Rolle kann man nun die entsprecheden Streifen abtrennen, aufkleben und dann überlackieren.

Ich habe das mit dem Abstechen noch nicht probiert, kann also keine Garantie übernehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Frank

Seebär Harry
26.02.2005, 11:05
@Frank,

ich frage mich aber, wie lange das halten soll?

Tesafilm ist sicher nicht der ideale Untergrund um Lacke auf zu tragen.

Auch ist die Klebefestigkeit in der Sonne sicher nicht ausreichend.

Stell dir vor, du fährst bei 30° Aussenthemperatur über den See,

da wird der Kleber weich und könnte sich lösen.

Das sind meiner Meinung nach 2 evt. Fehlerquellen zuviel.

Da währe mir das Risiko, das etwas versaut, zu groß.

Dann lieber einen Faden aufkleben und lackieren.

Deede
26.02.2005, 11:14
@Seebär Harry

ich glaube mich zu erinnern das Frank den Tesafilm nur zun Abkleben nehmen wollte.

@Frank Andrees

wenn du den Tesafilm doch direkt als Schweissnaht verwenden willst, so schmal wirst du das Zeug nicht vernünftig abstechen können. Aber ein Versuch ist es wert.

Seebär Harry
26.02.2005, 11:24
@Deede,

Frank schreibt, das er die Tesarolle in der Breite zerteilen will,

das läst mich zu dem Schluss kommen, das er die Naht mit aufgeklebten und überlackiertem Tesa imitieren möchte.

Das halte ich aber für eine denkbar schlechte Lösung.

Hartmut Wlodarczyk
26.02.2005, 12:12
Vom Tesafilm halte ich auch nichts, aber man kann gut Zwirn verwenden. Zwirn aufkleben und überlackieren. Das sieht aus wie geschweißt.

Gruß

Hartmut

Frank Andrees
26.02.2005, 12:38
Hallo zusammen,

war ja nur ein Vorschlag.

Normalerweise sollte eigentlich keine große Belastung auf dem Klebeband sein. Außerdem wird das Band ja dann auch vom Lack gehalten.

Vielleicht versuche ich es mal bei einem von meinen Schiffen und berichte dann darüber.

Mit freundlichen Grüßen

Frank

Klabautermann
26.02.2005, 13:04
Stell dir vor, du fährst bei 30° Aussenthemperatur über den See, da wird der Kleber weich und könnte sich lösen.

Auch wenn das Klebeband nicht meine favorisierte Methode wäre, fahren doch Generationen von Modellen mit diversen Aufklebern durch die Botanik, ohne das sich der Kleber löst - Wasserpässe, Klebebuchstaben, Decksaufkleber etc. Ich glaube nicht, dass das ein Problem darstellen sollte.

Deede
26.02.2005, 13:09
@Frank Andrees

nimm doch mal einen alten ABS Rumpf oder etwas Ähnliches und dann teste mal verschiedene Sachen zum Schluss Lack drüber und ins Forum gestellt aber ich oder jeder Andere könnte das auch machen. :popcorn:

Seebär Harry
26.02.2005, 13:12
@Modellskipper,

da die Hersteller unterschiedliche Klebestoffe verwenden, meine ich hier auch ganz speziell das Tesa.

Ich weiß, Autoaufkleber oder Ähnliche bekommt man kaum noch runter.

Aber, Tesa läst sich nach meinen Erfahrungen, leicht wieder abziehen.

Darum würde ich dem Tesastreifen in dem Falle kein Vertrauen entgegen bringen.

Zumal ich glaube, das die Farbe bald wieder abbröselt.

Das sind in meinen Augen 2 Argumente gegen Tesa, nicht Allgemein, sondern in diesem Fall.

Deede
26.02.2005, 13:55
Noch eine Anmerkung zum Tesafilm: als Schweissnahtimitation denke ich ungeeignet, schon wegen der Verabeitung so schmaler Streifen. Aber die Haltbarkeit: ich hatte bei meinem vorherigen Auto ein ca. 1mm großes Loch im Scheinwerfer, das habe ich mit einem kleinen Stück Tesa zugeklebt, hat bei mir 2 Jahre gehalten und ist warscheinlich immer noch dran...

http://www.tonne14.de/assets/images/Scheinw.jpg

...trotz Hitze vom Scheinwerfer, Wind, Nässe und Salz im Winter.

Klabautermann
26.02.2005, 14:06
Ich weiß, Autoaufkleber oder Ähnliche bekommt man kaum noch runter. Aber, Tesa läst sich nach meinen Erfahrungen, leicht wieder abziehen.

Das sehe ich anders, gerade am letzen Wochende bin fast daran verzeifelt einen Streifen Tesa wieder abzukriegen. Ich weiß geht auch mit einem Fön, da sich aber bei uns zu Hause keiner die Haare fönt, habe ich ihn nicht gefunden. :wink:

Aufkleber sind aus dickerem Material und reißen deswegen nicht so schnell, lassen sich auch wesentlich besser wieder lösen.

Und weil ich immer solche Schwierigkeiten mit Tesa habe, nehme ich gern die etwas stärken Streifen von Scotch, wenn ich denn welche vorrätig habe.

Ich habe mal Puzzle-Stück Tesa erst nach der Lackierung wieder bemerkt - keine Chanche das wieder abzukriegen, wenn ich nicht noch mal eine komplette Lackierung hätte machen wollen.

Na gut, macht wohl jeder so selbst seine Erfahrung und ich glaub wir kommen von Thema ab.

Ich bin noch nicht so weit mit meinem Deck, da müssen die Decksplatten auch "verschweißt" werden. Ich werde wohl die Zwirn-Variante nutzen, muss nur sehen, das es nicht so fusselt. Mal sehen.

Torsten
26.02.2005, 17:43
...

Ich werde wohl die Zwirn-Variante nutzen, muss nur sehen, das es nicht so fusselt. Mal sehen.

...

Kupferlackdraht vielleicht?

Da fusselt garantiert nix... :wink:

Grüße

Torsten

Klabautermann
26.02.2005, 17:53
Kupferlackdraht

Ja, vielleicht, aber ist mir ein wenig zu "glatt".

hapege / peter
26.02.2005, 18:13
Hallo Forums-Kollegen,

würde bei ABS und Polystrol-Rümpfe, Polystrol-Halbzeug von der

Firma --- Evergreen scale models--- verwenden.

Nehme bei Scale oder Semi-Scale Modellen unterschiedlichste Strukturen

aus Polystrol-Halbzeug ( Leisten,Rohre,Planken etc. ) funktioniert phantastisch.

MfG hapege / peter

Teddy
26.02.2005, 19:48
Guten Abend Leute,

also die Tesa Variante habe ich nicht versucht. Aber mit Zwirn lässt sich wirklich viel machen! Etwas Gedult natürlich vorrausetzt. :wink:

muss nur sehen, das es nicht so fusselt.

Ich musste bei meinen Maßstab ja Zwirn nehmen das so dünn wie nur irgend möglich ist. Bei den verwendeten Zwirn (~0,1 mm Durchmesser) hatte ich bei der Verarbeitung keine Probleme und auf den Probebrett sah es mit Lackierung spitze aus! :that: Ich sollte aber dazu sagen das ich gut 20 Stunden gebraucht habe den ganzen Rumpf fertig zu bekommen.

Hartmut Wlodarczyk
27.02.2005, 17:14
Zur Darstellung von Schweißnähten habe ich eben einige Beispiele versucht.

Zuerst habe ich normalen schwarzen Zwirn genommen und mit Sekundenkleber aufgeklebt.

http://hartmut_wlodarczyk.schiffsmodellweb.de/zwirn.JPG

Dann habe ich o,35 mm Angelsehne genommen.

http://hartmut_wlodarczyk.schiffsmodellweb.de/angelsehne.JPG

Beides ist eigentlich viel zu dick. Deshalb noch ein Versuch mit normalem Nähgarn. Auf dem Bild links das Nähgarn rechts der Zwirn.

http://hartmut_wlodarczyk.schiffsmodellweb.de/naehgarnzwirn2.JPG

Alles ist fix mit dem Pinsel lackiert nur zur Demo.

Viel Spass.

Gruß

Hartmut

Didi
27.02.2005, 18:37
@Hartmut: Also einen Schweisser der solche dicken Schweissnähte fabriziert würde ich fristlos feuern :twisted:

Sorry.

Aber ich hab einen anderen Gedanken.

In Anlehnung an die Silikon-Spritzen aus dem Baumarktbereich zur Fliesenverlegung müsste es doch möglich sein mit einer Einweg-Spritze und entsprechender Kanüle eine Schweissnaht zu immitieren.

Das Problem für mich ist im Moment nur welches Material nehme ich das dünnflüssig genug ist um es durch die Kanüle zu pressen aber dick genug um eine Erhebung auf dem Rumpf nachzubilden?

Reicht vielleicht eingedickter Lack dazu aus? Im Moment hab ich keine Zeit Experimente in der Richtung anzustellen. (In Anlehnung an den Beitrag Nieten (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?p=263471#post263471))

Loeffel
27.02.2005, 18:44
Das Problem für mich ist im Moment nur welches Material nehme ich das dünnflüssig genug ist um es durch die Kanüle zu pressen aber dick genug um eine Erhebung auf dem Rumpf nachzubilden? Wie wäre es damit, die Spritze mit Epoxy zu füllen?

Didi
27.02.2005, 18:50
Wie wäre es damit, die Spritze mit Epoxy zu füllen?Ausprobieren.......................

Hartmut Wlodarczyk
27.02.2005, 19:11
@Didi

Du hast Recht, das ist die Frage des Maßstabs. Insofern muß man tatsächlich auf sehr dünnes Material zurück greifen. Auch wenn so eine Nahaufnahme die Naht zu sehr betont, würde ich nach den Versuchen zum Nähgarn oder zu ganz ganz dünner Angelsehne greifen. Dabei muß aber auch noch das Ankleben gelöst werden, denn Garn und Sehne mit Sekundenkleber anheften, ist sehr schwierig, weil der Kleber nicht gleichmäßig am Garn haften bleibt. Also gibt das Thema noch Stoff für weitere Tests.

Gruß

Hartmut

Loeffel
27.02.2005, 19:28
Da fällt mir gerade etwas ein, basierend auf Didis Tip mit der Spritze.

Also wie wäre es, wenn man für die Schweißnaht eine Vertiefung in den Rumpf fräst und diesen dann mit der Spritzenmethode mit Material füllt, der überstehende Teil müßte doch so recht klein sein. Natürlich weiß ich nicht, ob man so genau fräsen kann.

Didi
27.02.2005, 19:43
wenn man für die Schweißnaht eine Vertiefung in den Rumpf fräst und diesen dann mit der Spritzenmethode mit Material füllt Das wäre sogar total originalgetreu, da eine Schweissnaht eigentlich immer so aufgebaut wird.

Klabautermann
27.02.2005, 20:11
Natürlich weiß ich nicht, ob man so genau fräsen kann.

Fräse hört sich so nach Maschine an und bei konkaven oder konvexen Fläche ... keine Chance.

Ich hatte es schon mal erwähnt, den Tipp mit der Halbrundnadelfeile. Es funktioniert sehr gut und man bekommt sehr saubere, kleine und feine Vertiefungen/Nuten hin, habe ich bei den Plattenstößen meiner Saturn gemacht.

Wenn die Feile noch neu ist, hat sie eine sehr scharfe Spitze und dann geht es fantastisch, einfach an einem Stahllinieal entlang schieben.

Bei gewölbten Flächen hilft ebenfalls ein dünnes flexibles Stahlmaß oder ein Stück dünnes Messingblech.

Probiers mal an einem Reststück ABS oder Polysterol aus. Du wirst erstaunt sein, wie prima das geht.

Feanor
27.02.2005, 20:27
Ich hab das mal an nem Tiger Modell gesehn der hat das Ganze mit nem Dremel gemacht. Das Ergebniss sah sehr sehr originalgetreu aus. Soweit ich mich erinner hat der nen feinen Fräßaufsatz benutzt, damit müsst sich sowas also auch machen lassen.

Didi
27.02.2005, 20:32
einfach an einem Stahllinieal entlang schieben.

Bei gewölbten Flächen hilft ebenfalls ein dünnes flexibles Stahlmaß oder ein Stück dünnes Messingblech.

Und da muss es nicht eine Feile sein mit der man die "riefe" in den Rumpf schlitzt, man kann auch ein Messer eines Teppichschneiders verwenden. Die Klingen haben meistens einen spitzenwinkel von 30° und damit lässt sich in Verbindung mit einem Stahllineal eine ordentliche, feine Ritze in den Rumpf schaben die man wieder auffüllen kann.

Seebär Harry
27.02.2005, 21:57
Bleiben wir doch noch etwas bei den Nähgarnen.

Denn Zähflüssige Materialien in eine Spritze zu bekommen, kein Problem.

Aber das "Zeug" soll ja auch wieder raus und da wird es spannend.

Denn um einigermaßen spritzen zu können mus ein relativ großer Austritt vorhanden seien,

was die Schweißnaht wiederum Dick macht.

´Silikon wird ja meist mit der Kartusche aus einer "Pistole" verarbeitet,

so das man die Hebelwirkung der "Pistole" hat, die aber bei der Spritze entfällt.

Aber, bis jetzt wurde nur Nähgarn und Zwirn genommen, ist zu Dick,

aber es gibt für einige Cent auch Nähseide, die ist wesentlich dünner

und währe evt. eine Alternative.

Ist das noch zu Dick, ein Stück Kabel abisolieren und die einzelnen Dräte nehmen, gibt es in verschiedenen Stärken.

Aber, lasst die Kopfhöhrer der Kinder ganz, auch wenn der Durchmesser der Drähte passen sollte. :wink:

Zatzi
27.02.2005, 22:29
Was wäre, wenn man das Material zum Spritzen, wie z.B. Silikon in der Spritze etwas erwärmt? Da die meisten solcher Stoffe bei Wärme sich etwas verflüssigen, lässt es sich vielleicht auch besser durch feine Kanülen spritzen.

:dontknow:

Loeffel
27.02.2005, 22:35
Also wenn Du Epoxy nimmst, sollte es gehen, da es Epoxy in recht flüssig gibt.

Didi
27.02.2005, 22:40
Also egal mit was man die schweissnaht imitiert, man sollte immer daran denken beim Original werden Platten mit einer V-Naht miteinander verschweisst.

Beispielbild (http://www.fbv.fh-frankfurt.de/mhwww/KUT/Images/62Schweissen1.gif)

Und somit sollte auch beim Modell, egal ob mit Zwirn oder Kupferlitze oder sonstwas, erst mal eine Ritze in den rumpf gefräst/geschabt werden in die das Imitat eingelegt wird. Ist wie bei den Nieten, es darf nicht zu stark auftragen.

Klabautermann
27.02.2005, 23:07
man kann auch ein Messer eines Teppichschneiders verwenden.

Habe ich probiert, geht nicht so gut, sie sind zu einem zu scharf und andererseits zu spitz. Um mit der Feile eine Nut zu erhalten arbeitet es sich besser, wenn man sie schiebt, quasi wie ein Hobel. Man hebt so einen Span ab. Man hat mit der Feile ein besseres Gefühl, die Nut wird gleichmäßiger. Bei einer Klinge musst du mehr drücken, dann lässt sie sich aber nicht schieben. Beim Ziehen scheindet sie oftmals zu tief. Man könnte die Klinge zwar abstumpfen, dann quetsch sie entweder nur die Rille bzw. es fehlt komplett die Schneidkraft. Bei der Feile dagegen unterstützt der Hieb zusätzlich die Arbeit. Die Nut wird sozusagen dreidimensional erzeugt. Sie hebt die Späne sowahl am Grund der Rille, wie auch gleichzeitig an den Seiten ab.

Und letztendlich erhälst du durch die Form der Feile automatisch deine V-Naht, keine Chance mit dem Cuttermesser. Es geht auch nur mit der Halbrundfeile, z.B. ein Dreikant ist nicht geeignet, wird nicht fein genug.

Didi
27.02.2005, 23:31
Ob mt Feile schieben oder mit dem Cuter-Messer ziehen halte ich im Großen und Ganzen für eine Philosophiefrage.

Beides geht sehr gut wenn man bei der jeweiligen technik genug Übung hat......

Aber bei sehr kurzen Ritzen habe ich mit dem Cutter-Messer Vorteile, da kann ich genauer arbeiten und bessere Enden der Ritzen erreichen.

Mit der Feilen-Methode ist der Abtrag etwas vorsichtiger, aber mit den Cutter-Messern (die ich für den jeweiligen Bedarf im Winkel anschleife) ist die Fuge exakter.Und Anfang und Ende können fast senkrecht ausgeführt werden was bei der Feile nicht geht.

Seebär Harry
20.03.2005, 18:06
Moin Moin,

beim Bau der Katze (http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?t=26952) ist mir noch eine Idee zu den Schweißnähten gekommen.

Ein sehr dünnes Material, sind einzelne Fasern einer Glasfaser-Gewebematte.

Da Glasvaser sich auch gut verarbeiten läst, was das kleben und die Biegsamkeit angeht,

währe das evt. auch noch eine Alternative.

Klabautermann
11.04.2005, 01:46
@Rüdiger Pabst

Ich hatte dir hier: http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?t=26752 versprochen zu berichten, wenn ich mein Deck "geweißt" habe.

Nun das Ergebnis:

http://www.modellskipper.de/bilder/forum/schweissnaht_1.jpg

http://www.modellskipper.de/bilder/forum/schweissnaht_2.jpg

http://www.modellskipper.de/bilder/forum/schweissnaht_3.jpg

Ich hatte mich mit mir auf die Zwirnmethode geeinigt. Die Rautenbleche habe ich schon vor dem Aufkleben in entsprechende Platten zugeschnitten und dann die Fuge nachträglich noch etwas ausgearbeitet.

Geklebt habe ich mit dünnflüssigen Sekundenkleber. War ein ganz schöner Akt, denn es durfte so gut wie nix direkt auf die Platten tropfen, weil ich das nie wieder wegbekommen hätte. Das Rautenblech ist ja aus Polysterol und da geht nix mehr mit wieder wegschleifen. Sehr gut geht die Sache, weil man das eine Ende des Fadens erst fixieren kann und dann eine einigermaßen saubere und gerade Linie hinbekommt, wenn man den Faden unter etwas Spannung in die Fuge einklebt.

Jetzt, da das Deck frisch lackiert ist, kommt es erst richtig zur Geltung, gefällt mir ganz gut, so für das erste Mal. Jedoch sind die Nähte noch relativ "bullig", der Faden quillt durch den Sekundenkleber etwas auf. Ich würde beim nächsten Mal noch etwas dünneren Faden nehmen.

Torsten
11.04.2005, 13:43
Sieht gut aus, Skipper! :that:

Darf man fragen, wo Du das Rautenblech-Imitat gekauft hast?

Viele Grüße

Torsten

Klabautermann
11.04.2005, 19:24
Darf man fragen, wo Du das Rautenblech-Imitat gekauft hast?

Bei Krick (http://www.krick-modell.de/shop_fachhandel/produktdetailseite.asp?artnum=101148&grp=). Steht zwar Maßstab 1:100, aber ist eher für 1:20 bis 1:30

Hartmut Wlodarczyk
11.04.2005, 23:35
@Skipper

Mann, oh Mann, was man so aus einem Baukastenmodell alles machen kann.

Das ist schon toll. :respekt:

Gruß

Hartmut

Teddy
11.04.2005, 23:41
@Skipper

Sorry, aber hast du vielleicht ein Bild vom Original? Ist der Unterschied zwischen Plattenmaserung und Nieten wirklich so groß?

Günter
11.04.2005, 23:52
Hallo auf meiner URSUS ( 1:25) habe ich die Schwißnähte mittels feinem Wicklungsdraht immitiert.

Problematisch war das Aufbringen da sich in dem Draht allerlei Spannungen befinden. Ich habe ein Ende stets mit etwas Sec.-Kleber fixiert, dann stramm gezogen und verklebt. Hierbei hilft der Aktivierungsspray den es für viele Sec-Kleber gibt.

War aber ein recht mühsames Geschäft da ich den Draht trotz "Vorrichtens" oft so stark spannen musste dass die Vorfixierung wieder abging :menno:

Letztendlich sieht man jedoch trotz aller Sorgfalt einige kleine "Ungeradheiten" :oops:

Gruß

Günter

Foto:

http://us.f2.yahoofs.com/users/41228352z67f70c72/d59f/__sr_/f831.jpg?phODuWCB7hvfEEqb

Klabautermann
12.04.2005, 01:38
Ist der Unterschied zwischen Plattenmaserung und Nieten wirklich so groß?

Meinst du die Abmessung der jeweiligen Rauten? Ja in etwa kommt das hin. Die Abmessung einer Raute hat 3x2 mm.

Hier mal eine Kohleluke vom Modell und vom Hamburger Dampfschlepper Tiger (ist die gleiche Bauserie wie die Saturn) im Vergleich:

http://www.modellskipper.de/bilder/forum/schweissnaht_2.jpg

http://www.modellskipper.de/bilder/forum/rautenblech_1.jpg

Hier kannst du das Verhältnis der Niete zum Blech gut erkennen.

http://www.modellskipper.de/bilder/forum/rautenblech_2.jpg

http://www.modellskipper.de/bilder/forum/rautenblech_3.jpg

Normalerweise sind die Niete im Kopfdurchmesser am Modell noch etwas zu klein. Hier mal ein Vergleich:

http://www.modellskipper.de/bilder/forum/rautenblech_4.jpg

In etwa 4 cm am Original, am Modell 1:20 müßten Sie dann 2 mm haben.

Tatsächlich haben sie aber nur 1,7 mm, andere gibt es in der Größe nicht. Normalerweise handelt es ich beim Originalschlepper auch um Flachniete, am Modell eher halbrund, aber damit kann ich leben. Jetzt nach der Grundierung, ja Harry ich habe diesmal grundiert :wink: , wirkt es schon gans anders als noch unlackiert, kommt richtig gut, würde ich wieder so machen und den Aufwand kann ich jedem nur empfehlen, wenn es denn zum Modell passt.

@Günter

Ich bekomme deinen Link nicht geöffnet

Günter
12.04.2005, 09:28
@Günter



Ich bekomme deinen Link nicht geöffnet



äh'm :dontknow: ich auch nicht :oops:

guckst du hier :http://people.freenet.de/gueschmodelle/8.htm

ist auf den unteren beiden Bildern einigermaßen zu sehen.



Gruß

Günter :engel:

Klabautermann
12.04.2005, 10:30
@Günter

Jetzt klappts. An deiner Ursus, hast du dich aber auch schön ausgelassen. Sehr detalliert. :respekt:

Günter
12.04.2005, 11:01
@Günter

Jetzt klappts. An deiner Ursus, hast du dich aber auch schön ausgelassen. Sehr detalliert. :respekt:

Hatte auch die Gelegenheit Fotos ohne Ende zu machen.

Guckst du hier : http://people.freenet.de/gueschmodelle/7.htm

Und noch ca 150 offline

Gruß

Günter

Teddy
12.04.2005, 13:39
@Skipper

Danke! :that: Ich fand das Verhältnis schon was komisch, besonders da diese Platten ja 1/100 seinen sollen. Aber jetzt bin ich ja wieder was schlauer

Klabautermann
12.04.2005, 14:42
da diese Platten ja 1/100 seinen sollen.

man braucht ja bloß mal rechnen:

Schuhgröße 43 das sind etwa 30x10 cm, im Maßstab 1:100 wären das 3*1 mm. Da die "Modell"-Raute eine Abmessung von 3x2 mm, paßt ein 1:100-Schuh genau in eine Raute rein. Die Höhe der Rautenbegrenzung ist etwa 0,2 mm, das wären dann hochgerechnet 2 cm.

Du würdest also bei Original das ganzen Deck voller Wasser haben und einer mit Schuhgröße 45 würde ständig "klemmen" bleiben, das wäre wahrlich ein "guter" Antirutschbelag. :wink:

Krick kauft das Zeugs glaub ich von einem Italiener und schreibt nur blind das ab, was auf der Beschreibung steht.