Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sperrholz Besichten???
Hai Leute,
ich musste vor kurzen Feststellen das eine Spante in meinen ersten Modell anfängt sich aufzulösen. :cry: Ok, das Modell hat gut 13 Jahr auf den Buckel aber schön finde ich das auch nicht.
Wie kann man das verhindern? Die Spanten komplett mit GFK versiegeln oder gleich ein anderes Material verwenden (ich dachte da an Aluminium)? :dontknow: Noch ist es noch nicht zu spät, da die Spanten in meiner Burke (http://www.schiffsmodellforum.net/viewtopic.php?t=5513)noch nicht befestigt sind.
Woraus besteht denn der Rumpf? Den Bildern nach zu urteilen Holzrumpf mit Holzspanten und aussen GFK. Dann rate ich dir die Spanten mit Epoxy, welches etwas angedickt ist, anzukleben bzw. wenn du sie nicht alle lösen willst mit Kehlnäten am Rumpf zu sichern. Das rohe Holz muss natürlich lackiert sein, aber das hast du sicher schon. Alu ist nicht zu empfelen dann eher ABS o.Ä. wenn du kein Holz nehmen willst.
Würde ich genauso machen. Ein paar Details noch dazu: Verwende auf jeden Fall Epoxy, nicht Polyester für die Reparatur; die Klebkraft ist viel höher. Wenn das Holz schon lackiert ist, würde ich es mindestens möglichst grob anschleifen, noch besser, aber wahrscheinlich schwierig, wäre, den Lack ganz abzuschleifen. Jetzt kannst Du mit dünnem Epoxy grundieren, kleine Spalten füllen ( wenn die Aussenhaut nicht mehr strakt, dünne Papier-, Karton- und Sperrholzplättchen zwischen Spant und Beplankung schieben)und die beschädigten Teile sich vollsaugen lassen. Dann erst mit dem angedickten Epoxy die Hohlkehlen ausbilden. Das hält dann aber auch beser als neu!
Herzlich
Boatman
@boatman
Vielleicht bin ich ja doof, oder schwer von Begriff, aber kannst Du mir das mal etwas genauer erklären, evtl. mit Skizze? :roll:
Also erstmal Danke!
Erst ein mal zu den beiden Bilder. Die Bilder zeigen den Uhrrumpf kurz vor meinen uumzug, ist also schon gut ein Jahr her. Der eigentliche Rumof besteht aus GFK und soll eine paar Sperrholz Spanten bekommen.
Das Sperrholz lakiere ich im Normallfall, nur ist mir ,wie gesagt, jetzt aufgefallen dass die Spanten in meinen ersten Modell solangsam kaputt gehen. Gut ich kann an diese Boot nicht ausschließen das ich nur schlampig gearbeitet habe, war halt mein erstes Modell. Nur möchte ich auch kein potenzielles Problem in meine Burke einbauen.
Seebär Harry
06.02.2005, 12:46
@Teddy
ich gehe mal davon aus, das Du da wirklich etwas "Nachlässig" gearbeitet hast.
Wenn die Spanten gut versiegelt sind, dürfte das eigentlich kein Problem mehr seien.
Bin bei meiner "Dream 45" auch schon am überlegen, wie ich sie Später von innen so versiegel,
das auch eintretendes Wasser keine Gefahr mehr darstellt.
Dieses werde ich wohl im Spritzverfahren machen, damit auch jeder Winkel getroffen wird.
@ Loeffel:
Hm, vielleicht bin ICH ja blöd, weiss gar nicht, was ich Dir genauer erklären soll..... :roll:
Boatman
commodore
06.02.2005, 21:20
... Alu ist nicht zu empfelen dann eher ABS o.Ä. wenn du kein Holz nehmen willst.
Was's'n das Problem mit Alu?
Kurz mal ne weitere Frage zum Alu. Stimmt es, dass sich Alu nur schwer fräsen läst? :?:
Schon mal was von wasserfestem Sperrholz gehört??
Ich mache gerade die Rumpfbeplankung aus Sperrholz, damit es sich leichter biegen lässt lege ich das schon mal eine Stunde in die heisse Badewanne. So sollte ein bisschen Wasser in einem Rumpf wohl kein Problem sein.
Das wasserfeste Sperrholz bekommst Du im Modellladen, leider sind die Platten recht dünn (max 4mm) aber Du kannst ja zwei oder vier Lagen aufeinander kleben.
commodore
07.02.2005, 10:34
...Alu nur schwer fräsen..."Nur schwer" klingt so absolut. Alu ist schwerer zu fräsen, als Stahl oder Messing, da es bei gleicher Behandlung die Werkzeuge zusetzt. Wenn man es artgerecht behandelt, kann man damit genauso arbeiten, wie mit anderen Werkstoffen. Wäre Alu der Standard, würde man von Messing sagen, dass es schwer zu bearbeiten ist - ist also mehr ein psychologisches Problem... :wink:
Rüdiger Pabst
07.02.2005, 10:38
edit: :cry: War ich wieder zu langsam.
Kurz mal ne weitere Frage zum Alu. Stimmt es, dass sich Alu nur schwer fräsen läst? :?:
Wie kommst Du darauf?
Alu ist sehr gut zu zerspanen. Auf jeden Fall im Hobbybereich. Dazu muss noch gesagt werden: Alu ist nicht gleich Alu, sondern immer eine Legierung. Je nach Legierungsbestandteilen ist Alu härter oder weicher, fester oder weniger fest, schmiert oder schmiert nicht. Bei der Bearbeitung in der Industrie wird natürlich immer versucht, so schnell wie möglich zu zerspanen. Da macht die Temperaturentstehung bei der Zerspanung schon Probleme. So kann zu weiches Alu anfangen mit schmieren und es bildet sich eine enorme Aufbauschneide. Hartes Alu (hoher Si Gehalt) macht weniger Aufbauschneide verringert aber die Standzeit des Werkzeugs ganz gewaltig. All dies waren jetzt sehr pauschale Aussagen. Mit entsprechenden Werkzeugen, und passenden Ölen können viele Aufgaben gelöst werden. Alu im Hobbybereich ist super. Nur lässt es sich schlecht löten.
Bei meiner Comtesse habe ich den einzigen Spant im Rumpf bei einem Unfall zerdeppert. Das 3mm Sperrholz hat sich einfach zerbröselt. Jetzt ist da ein mit Laubsägearbeit entstandener 3mm Aluspant drin.
So sollte ein bisschen Wasser in einem Rumpf wohl kein Problem sein.
Ja schon, aber in diesen Fall liegen da Jahre da zwischen und wie gesagt ich kann schlampige Arbeit nicht ausschließen :oops: . Aber ich will ja aus meinen Fehlern lernen, also ...
Wie kommst Du darauf?
Ich kann mich da nur auf das verlassen was ich so lese, hab von den Material nicht wirklich viel Ahnung. :wink:
Bei der Burke würde ich 6 Spanten und einige Querverstrebungen brauchen, also lieber Sperholz oder doch Alu? :?:
Rüdiger Pabst
07.02.2005, 11:09
Bei der Burke würde ich 6 Spanten und einige Querverstrebungen brauchen, also lieber Sperholz oder doch Alu? :?:
Ganz spontan.
Holzrumpf: Holzspanten.
Gfk-Rumpf: Aluspanten 1,5mm-2,5mm
Holzrumpf mit GFK: Holzspanten.
Reine Bauchentscheidung.
Andere Lösung:
GFK Spanten. Auf einer ebenen Fläche eine GFK-Platte laminieren und dann die Spanten aussägen. Oder eine einfache Form für die Spanten aus Gips herstellen und dann laminieren.
Nur so eine Idee.
GFK Spanten
Auch ne Idee! :that: Das hätte dann denn Vorteil das ich mir nicht erst noch Material besorgen müsste. :wink:
Warten wir mal was Deede noch zu Alu sagt.
Geposted nach 3 Stunden 48 Minuten 30 Sekunden:
Ich habe mir gerade mal die Fletscher angesehen, da scheinen die Spanten alle OK zu sein. Hab wohl doch schlampig gearbeitet. :ohno: :oops:
commodore
08.02.2005, 10:57
Ich würde Alu nehmen.
Ich warte zwar auch noch darauf, ob deede da noch was einzuwenden hat, was mir nicht bekannt ist, aber ansonsten wäre ich für Alu.
Könnte aber auch daran liegen, dass ich eine "berufsbedingte" Affinität zu metallischen Werkstoffen habe... :wink:
Aluspanten und -stringer kann man anlaminieren, was auch bei großen Schiffen gemacht wird.
Außerdem sind, für mich, die richtungsunabhängigen Festigkeitseigenschaften ein wichtiges Argument; um die Konservierung muss du dir auch keine Sorgen machen.
Diesen Vorteil hättest du auch bei GfK-Spanten - aber dort eben vornehmlich Zugfestikeit in Faserrichtung.
Außerdem ist Alu sehr gut zu bearbeiten, gerade unter Hobby-Umständen: Es lässt sich mit der Laubsäge sägen, auch bei 2 mm Dicke noch. Mit der Schlichtfeile kann man sowohl schruppen als auch relativ genau arbeiten. Es lässt sich mit problemlos im Schraubstock biegen.
Ich würde fast sagen, Alu ist eine Art "Hobbystahl".
Rüdiger Pabst
08.02.2005, 12:36
um die Konservierung muss du dir auch keine Sorgen machen.
Sag sowas nicht! :wink:
Je nach Alusorte kann Wasser mit entsprechendem Säure- oder Salzgehalt ganz gravierende Auswirkungen haben.
Zum Glück sind wir im Hobbybereich, und brauchen uns darum keine Sorgen zu machen :lol:
Alu ist eine Art "Hobbystahl".
Ja durchaus.
Bei der Burke würde ich 6 Spanten und einige Querverstrebungen brauchen, also lieber Sperholz oder doch Alu?
Wieso 6mm Spanten?
Wieso 6mm Spanten?
Nicht 6mm, sondern 6 Stück! :wink:
Rüdiger Pabst
08.02.2005, 15:23
Wieso 6mm Spanten?
Nicht 6mm, sondern 6 Stück! :wink:
Ups :oops: :ohno:
Ja Deede sagt noch was zum Alu, ich war 2Tage auf Dienstreise, deswegen erst jetzt 8)
Gegen Alu ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Übrigens lässt es sich, wie schon gesagt wurde, 1A zerspanen, wenn die Werkzeuge ausreichend Kühlschmierstoff bekommen und für Alu geignet sind. Aluspanten in einen Alurumpf einschweißen oder Spanten beplanken, wie bei den Großen, ist auch okay, weil der selbe Werkstoff. Aber ein Metall wie Alu in einen Holz oder GFK-Rumpf einkleben ist, meiner Meinung nach nicht von Dauer weil sich die Materialien zu unterschiedlich ausdehnen. Die Klebestellen ermüden irgendwann und lösen sich wenn es nicht komplett oder zum großen Teil einlaminiert ist. Ausserdem macht es mehr Arbeit Alu Auszusägen, Feilen und zu Schleifen als Sperrholz oder GFK-Platten. Und es wird in diesen Dimensionen zu leicht verbogen. Ich würde es nicht nehmen. Für Technik gut für (Modell)Rumpfbau denke ich nicht. Aber ich habe noch keine Aluspanten verwendet ev. täusche ich mich auch :engel:
Geposted nach 32 Minuten 3 Sekunden:
noch eine kleine Ergänzung:
rein gefühlsmässig, für mich schreit ein reiner GFK-Rumpf förmlich nach GFK-Spanten. Aber Sperrholz oder Balsa, in der entsprechenden Dimension, mit GFK beschichtet (die Stirnseiten, die nicht am Rumpf anliegen ev. nur mit Harz tränken wegen des Aufwands) ist auch eine gute Lösung. Natürlich beschichtest du die Holzspanten vor dem Einbau.
Ich hab da mal wieder ne Frage. Was bedeutet bitte "zerspanen"? :oops: Ich weiß jetzt kommt wieder, immer diese Theoretiker! :mrgreen:
Was bedeutet bitte "zerspanen"?Oh mein Gott, immer diese Theoretiker :twisted:
Wenn du vo einem Material was wegschneidest hast Du eine Span, also hast Du es spanabhebend bearbeitet, das nennt man zerspanen.
Hellmut Kohlsdorf
09.02.2005, 01:02
Ich setze Alu ein für diverse Mechanik-Elemente und verschraube diese mit meinen Sperrholfspanten. Ich mag es weil es leicht ist, und bei kleineren Abmessungen als Holz Alu-Profile hohe Festigkeit und Steifigkeit aufweisen.
Bei der Bearbeitung im Wohnraum, habe ich allerdings das Problem das mit der Fräse feine Splitter entstehen die man dann vorzugsweise in Fingern und Fußsohlen wiederfindet. Den totalen Horror damit hatte ich als ich Blechwinkel zu Halterungen für meine Schrittmotoren machte. Staubfeine Splitter mit höchster Güte beim Durchdringen der Haut. Dabei so klein, das man diese mit der Pinzette nicht zu fassen bekommt. Da half nur solange in der Haut rumzupiksen bis der Splitter weg war. habe letztes Wochenende beim intensiven reinigen der Fräse prompt wieder welche in den Fingern gehabt. Ich bin sehr schnell dazu übergegangen eine Atemschutzmaske beim Fräsen zu tragen um nicht noch mehr Splitter in die Lungen zu bekommen.
nur so zur Info!
Seebär Harry
09.02.2005, 11:16
Bei der Bearbeitung im Wohnraum, habe ich allerdings das Problem das mit der Fräse feine Splitter entstehen die man dann vorzugsweise in Fingern und Fußsohlen wiederfindet. Es sei denn, man nimt einen Staubsauger, mit Düsenaufsatz.
Das Rohr in einen Schraubstock gespannt und so ausgerichtet, das die Düse so nah wie möglich an die Bohrstelle kommt, ohne zu stören.
Damit dürfte das meiste weg seien.
Danke Didi! :that:
Bei der Bearbeitung im Wohnraum, habe ich allerdings das Problem das mit der Fräse feine Splitter entstehen ...
Also vor einem Jahr wäre das ein KO Kriterium gewessen, da meine Frau mich dann wohl sofort erschlagen hätte! Aber da ich jetzt im Keller bastel ist das doch Ok. :wink:
Geposted nach 11 Minuten 57 Sekunden:
Aber ein Metall wie Alu in einen Holz oder GFK-Rumpf einkleben ist, meiner Meinung nach nicht von Dauer weil sich die Materialien zu unterschiedlich ausdehnen.
Ich finde diesen Einwand schon berechtig! Hat denn schon jemand Erfahrung mit Alu Spanten im GFK Rümpfen? :???:
commodore
09.02.2005, 12:35
Was bedeutet bitte "zerspanen"?Oh mein Gott, immer diese Theoretiker ...
Und eine richtige Theoretikerdefinition hab' ich auch noch (als Theoretikerkollege und Teppichetagenangehöriger wie du... :wink: ):
Spanende Bearbeitung heißt mit einem "geometrisch definierten" Werkzeug Material abzuheben. Im Gegensatz zu einer Feile z.B. ist dies bei einer Säge oder einem Bohrer der Fall.
Ergo ist eine Feile nicht spanend - trotzdem macht sie fiese Späne... :mrgreen:
Ich habe übrigens mal (vom "echten" Schiffbau) ein paar Wochen einen Span in der Hornhaut stecken gehabt, aber der hat sich auch von alleine wieder verabschiedet. Trotzdem meiner Meinung nach das wichtigste Schutzutensil: Brille! Aber nicht gleich Angst bekommen; ich arbeite zu Hause auch meist ohne, nur beim Fräsen bin ich da etwas vorsichtiger.
Rüdiger Pabst
09.02.2005, 12:52
Ja Übrigens lässt es sich, wie schon gesagt wurde, 1A zerspanen, wenn die Werkzeuge ausreichend Kühlschmierstoff bekommen und für Alu geignet sind.
Für was ausreichend Kühlschmierstoff. Wir benutzen für unsere Aluzerspanversuchen nur MMS, sprich 10ml/h. Das ist ausreichend.
Mein Aluspant im Plastikrumpf hält seit mitlerweile 11 Jahren. Verklebt mit Stabilit Express.
Erst noch mal Herzlichen Dank an alle! :that:
Ich werde dann mal Alu Spanten versuchen, alleine um schon mal mit Alu gearbeitet zu haben. Mal sehen ob es auch das hält was es verspricht und ob ich das als Theoretiker überhaupt auf die Reihe bekommen. :wink:
@Commodore
Gute Erklärung! :that:
commodore
09.02.2005, 13:08
Ach so, ja, das Thema.
Ich habe auch noch keine Probleme bei der Kombination unterschiedlicher Materialien gehabt. Ist dann vielleicht "Nummer ganz sicher", solche Kombinationen zu vermeiden, ich halte es für vorsichtiger als nötig - zumal es, wie gesagt, im Großschiffbau auch gemacht wird.
Noch 'was zur Bearbeitung: Zum Aussägen von Spanten mit der Laubsäge braucht es nur ein normales Metallsägeblatt. Allerdings kann da mit "grob" gearbeitet werden, weil ein "feines" Sägeblatt im weichen Alu nur Kurven zieht - blöderweise da, wo man sie nicht haben will. :wink:
Auch beim Fräsen von Hand mit dem minimot habe ich die Erfahrung gemacht, dass es ausreicht, das Werkzeug mit etwas Gefühl aufzusetzen. Ich habe im Modellbau noch nie Schmier- oder Kühlmittel gebraucht.
Rüdiger Pabst
09.02.2005, 13:59
Was bedeutet bitte "zerspanen"?Oh mein Gott, immer diese Theoretiker ...
Und eine richtige Theoretikerdefinition hab' ich auch noch (als Theoretikerkollege und Teppichetagenangehöriger wie du... :wink: ):
Spanende Bearbeitung heißt mit einem "geometrisch definierten" Werkzeug Material abzuheben. Im Gegensatz zu einer Feile z.B. ist dies bei einer Säge oder einem Bohrer der Fall.
Ergo ist eine Feile nicht spanend - trotzdem macht sie fiese Späne... :mrgreen:
Ich habe übrigens mal (vom "echten" Schiffbau) ein paar Wochen einen Span in der Hornhaut stecken gehabt, aber der hat sich auch von alleine wieder verabschiedet. Trotzdem meiner Meinung nach das wichtigste Schutzutensil: Brille! Aber nicht gleich Angst bekommen; ich arbeite zu Hause auch meist ohne, nur beim Fräsen bin ich da etwas vorsichtiger.
Sorry. Jetzt komm ich als Klug******er wieder daher:
Skript Fertigungstechnik:
Aufgabe der spanenden Fertigungsverfahren ist die Herstellung von Werkstücken mit definierter Endform durch Abtragen von Werkstück-Werkstoff auf mechanischem Weg. Sie sind der Hauptgruppe Trennen zugeordnet. Die Werkzeuge können geometrisch bestimmte und unbe-stimmte Schneiden haben. Die Formgebung erfolgt durch Abbildung der Schneidengeometrie und gesteuerte Relativbewegung zwischen Werkzeug und Werkstück.
Grundlegend ordnet man die beiden Spanenden Fertigungsverfahren in zwei Gruppen:
Geometrisch bestimmte Schneide
Geometrisch unbestimmte Schneiden
Bei den Verfahren mit geometrisch unbestimmten Schneiden, wie z. Bsp. dem Schleifen ist lediglich die Größe der Hartstoffkörner mit mehr oder weniger großen Toleranzen als Geometri-sches Maß festgelegt. Bei den Verfahren mit geometrisch bestimmter Schneide dagegen ist die Geometrie des Schneidkeils absolut eindeutig definiert und mit engen Toleranzen belegt.
Aber alles ist Spanen!
Bei mir in der Arbeitsgruppe nennt man mich den Trockenpabst oder Zerspanpabst. Noch ist diese Bezeichnung nur auf meinen Nachnamen zurückzuführen. Das sollte sich in den nächsten Jahren ändern. Hoffe ich.
commodore
09.02.2005, 14:06
Ich hab's so gelernt... :dontknow:
Aber im Gegensatz zum Papst bin ich dem Pabst zu glauben bereit, da ich weiß, dass das, was er schreibt, bisher immer gut war. :wink:
Hellmut Kohlsdorf
09.02.2005, 14:16
Hallo Freunde
Ich habe bei Alu immer besonders geschätzt das ich Verbindungen schrauben konnte. Sogar Gewinde die ins Alu geschnitten weren halten gut. Natürlich Beplankung und Alu-Spanten verbinden ist was anderes. Ich habe mit Alu-Holz-Klebungen keine guten Erfahrungen gemacht.
Rüdiger Pabst
09.02.2005, 14:38
Ich hab's so gelernt... :dontknow:
Aber im Gegensatz zum Papst bin ich dem Pabst zu glauben bereit, da ich weiß, dass das, was er schreibt, bisher immer gut war. :wink:
Na hoffentlich bleibt auch alle gut. :engel:
Ich habe das wiedergegeben, was ich gelernt habe. Jetzt arbeite ich am Institut für Produktionstechnik in der Arbeitsgruppe Fertigungstechnik. Mein Forschungsschwerpunkt ist dabei die Zerspanung, insbesondere die Trockenzerspanung.
Das was ich geschrieben habe ist so auch in Normen niedergeschrieben.
Auch in diesen Büchern lässt sich das gesagte wiederfinden:
Spur, G.; Stöferle, Th.: Handbuch der Fertigungstechnik Bd. 3/1 u. 3/2, Carl Hanser, München 1986
Vieregge, G.: Zerspanung der Eisenwerkstoffe, Stahleisen-Verlag
König, Wilfried: Fertigungsverfahren Bd. 1, VDI-Verlag, Düsseldorf 1990
Viktor, H.-R. u.a.: Zerspantechnik I, Springer
Das was ich geschrieben habe ist so auch in Normen niedergeschrieben.
Auch in diesen Büchern lässt sich das gesagte wiederfinden:
Spur, G.; Stöferle, Th.: Handbuch der Fertigungstechnik Bd. 3/1 u. 3/2, Carl Hanser, München 1986
Vieregge, G.: Zerspanung der Eisenwerkstoffe, Stahleisen-Verlag
König, Wilfried: Fertigungsverfahren Bd. 1, VDI-Verlag, Düsseldorf 1990
Viktor, H.-R. u.a.: Zerspantechnik I, Springer
Ich hätte das jetzt aber auch ohne Literaturverweis geglaubt! :wink:
commodore
09.02.2005, 15:44
...Ich hätte das jetzt aber auch ohne Literaturverweis geglaubt! :wink:
Ich auch.
Und außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten Forumseinwohner mit wissenschaftlich-methodischer Korrektheit nix am Hut haben wollen... :oops:
:wink:
Das scheint ehr an Zahlen zuliegen! Ich hab zumindest immer das Gefühl, das einige Abschalten sobald die erste Zahl auftrit. :lol: :wink:
Hallo liebe Modellbauer,
ich denke Teddy sollte das mit den Aluspanten machen und bei Rüdiger bewährt es sich ja offensichtlich auch seit über einem Jahrzehnt. Aus bekannten Gründen kann ich mich aber mit dieser Kombination, wenn die Spanten mit Epoxy o.ä. in der beschriebenen Art und Weise eingeklebt werden sollen, nicht anfreunden. Übrigens einen konkreten Vorteil von Alu in dieser Verbindung gegenüber den anderen Werkstoffen kann ich immer noch nicht erkennen oder habe ich was überlesen? :roll:
Im Modellbau reicht selbstverständlich oft das Werkstück trocken zu bearbeiten mit einem Universalwerkzeug, mit dem ich auch andere Materialien bearbeite. Es kommt immer darauf an was ich machen will, mal muss ich (permanent)kühlen, auch um z.B. die Späne herauszuspülen, und mal kann ich darauf verzichten. Ich glaube diese Zerspanungsgeschichte führt aber zu weit. Am besten mal austesten was besser geht, dann ist man schlauer. Modellbau ist meiner Meinung nach auch eher was für Praktiker als für Theoretiker. :wink:
Modellbau ist meiner Meinung nach auch eher was für Praktiker als für Theoretiker. :wink:
Noch einer! :mosern: Kann das sein das ich Deutschland zu einer Aussterbenden Rasse gehöre? :dontknow: :???:
Aber was mach der Praktiker wohl ohne den Theoretiker? :popcorn:
Aber was mach der Praktiker wohl ohne den Theoretiker? :popcorn:Er macht alles selber weil er dann endlich Zeit hat für sinnvolle und konstruktive Arbeiten und sich nicht mit irgendeinem schwachsinnigen Schmarrn auseinandersetzen muss, den irgendein Theoretiker auf dem Reißbrett fabriziert hat ohne zu wissen was er eigentlich macht weil er noch nie etwas praktisch ausprobiert hat. :twisted: :twisted: :twisted:
@Didi
das ist nun wieder das andere Extrem, die Theorie grundsätzlich in Frage zu stellen :?
Ich habe nur vom Modellbau gesprochen 8)
Im Modellbau, so wie ich ihn betreibe und kenne, überwiegt die Praxis. Das kann bei anderen, die sich z.B. viel mit Elektronik im MB beschäftigen ganz anders sein.
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