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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorwiderstand berechnen


Klabautermann
02.02.2005, 12:49
Wir hatten vor kurzem das Thema zur Berechnung des Widerstandes und ich tue mich mit Elektronik immer ein bisschen schwer.

Das Problem:

Ein Computer-Lüfter mit 12 V 0,07 A soll an einem 12 V Akku nur mit 8 V betrieben werden.

Kann mir bitte einer erklären, wie ich jetzt den Vorwiderstand berechne, um auf die entsprechende Spannung von 8 V zu kommen.

Mit R=U/I komme ich da nicht so richtig weiter.

Loeffel
02.02.2005, 12:53
Da helfen wir doch gerne:

Also 12V-8V = 4V

nun übertragen

R= 4V / 0,07A

fertig!

Teddy
02.02.2005, 12:54
Wenn du den Wiederstand des Lüfters kennst ist das recht einfach.

Wiederstand_Lüfter / 8 Volt * 4 Volt :mrgreen:

Das ganze geht aber auch mit einen Spannungsteiler. :wink:

Loeffel
02.02.2005, 12:55
Ergibt 57 Komma irgendwas, also nimmst Du einen 57Ohm Widerstand

Geposted nach 56 Sekunden:

Ähh Kai, dafür braucht er den Innenwiderstand des Lüfters nicht!

Teddy
02.02.2005, 12:59
Ja schon gut! Könntest du ja jetzt eh berechenen! :oops:

Geposted nach 1 Minute 19 Sekunden:

Wiederstand Lüfter = Spannung Lüfter / Strom Lüfter

Klabautermann
02.02.2005, 13:07
12V-8V = 4V

Ah ja, in der Spannungsdifferenz liegt der Haken.

Ähh Kai, dafür braucht er den Innenwiderstand des Lüfters nicht!

Ich habe mich zusätzlich noch mal schlau gemacht, es gibt ja zwei Wege über R=U/I oder über die Spannungsteilregel U1/U2 = R1/R2, wenn der Widerstand des Verbrauchers bekannt ist.

Wobei R=U/I = 57 ergibt und bei der Spannungsteilregel 85. Warum eigentlich dieser Unterschied? Kann man den vernachlässigen?

Teddy
02.02.2005, 13:12
Wobei R=U/I = 57 ergibt und bei der Spannungsteilregel 85. Wie meinst du das jetzt? :?:

Loeffel
02.02.2005, 13:15
Ich nehme an, er kennt den Innenwiderstand des Lüfters!

Klabautermann
02.02.2005, 13:15
Wie meinst du das jetzt?

Sorry, Zahlendreher. Der Widerstand des Lüfters beträgt 117 und ich habe mit 171 gerechnet und bin deshalb auf den falschen Wert gekommen.

O.k. Problem verstanden, keine offenen Fragen.

Danke

arnd
02.02.2005, 14:50
Was hier aber total übersehen wurde, ist die Leistungsberechnung des Widerstandes.

Ich geb ja zu bei diesem geringen Strom fällt das nicht wirklich ins Gewicht, aber bei höheren Strömen sollte das mit berechnet werden.

P=U*I

also in diesem Fall 4V*0,07A = 0,28VA

Also würde ich in diesem Fall einen 0,75W Widerstand nehmen, denn der Motor hat ja im Anlaufmoment eine höhere Stromaufnahme.

Loeffel
02.02.2005, 14:54
Dafür haben wir ja Dich :wink:

Aber andere Frage, ab wieviel Watt muß so ein Widerstand eigentlich gekühlt werden? oder macht man das prinzipiell nicht?

Klabautermann
02.02.2005, 15:02
Also würde ich in diesem Fall einen 0,75W Widerstand

Meinst du, dass sich das bei einem Computerlüfter derart bemerkbar macht?

Loeffel
02.02.2005, 15:04
Bemerkbar wahrscheinlich nicht unbedingt, aber wahrscheinlich geht der Widerstand dann nach einiger Zeit kaputt.

Rüdiger Pabst
02.02.2005, 15:05
Wobei der Widerstand eines Motors nicht einfach so gemessen werden kann. Normalerweise benötigt man den Widerstand im Betrieb und nicht den Widerstand bei Stillstand.

Ich weiß nicht, wie der Lüfter belastet wird. Aber wenn ein Motor einen Vorwiderstand bekommt, und der Motor wird belastet, Dann steigt der Strom. In dem Moment wo der Strom ansteigt, fällt am Widerstand mehr Spannung ab, da ja durch den Widerstand der gleiche Strom fließt. Das heißt, am Motor bricht die Spannung zusammen, und die Drehzahl fällt ab.

Fazit: mit einem Vorwiderstand am Motor wird die Kennlinie flacher. Das bedeutet bei Belastung sinkt die Drehzahl schneller als ohne Vorwiderstand.

Wenn eine gleichbleibende Drehzahl erwünscht ist ohne wechselnde Belastungen, dann würd ich einfach mal die 57 Ohm ausprobieren.

arnd
02.02.2005, 15:13
ab wieviel Watt muß so ein Widerstand eigentlich gekühlt werden?

Das kommt auf die Wärme an die wirklich erzeugt wird. Wenn du jetzt einen 17W Zementwiderstand nimmst und da 2-3 W drüberjagst, wird der nicht so warm. Jagst du aber wirklich volle Leistung drüber, geht fer zwar noch nicht kaputt, aber er wird richtig schön heiß. Es gibt ja auch extra Widerstände mit Kühlfahne.

Meinst du, dass sich das bei einem Computerlüfter derart bemerkbar macht?

Nein nur wenn du jetzt einen 0,33W Widerstand nimmst bist du ziemlich am oberen Bereich der Leistung und hast wenig Reserve. Wenn der Motor mal durch Belastung mal mehr Strom zieht wirkt der Widerstand irgentwann mal wie eine Sicherung. Desweiteren wird der Widerstand auch wärmer als ein größerer.

Klabautermann
02.02.2005, 16:57
Also ...

ich habe einen 2 W 64 Ohm Widerstand ausprobiert und mal eine Zeitlang "hoch und runter" laufen lassen.

Als ich dann nach einer Stunde den Widerstand angefasst haben, habe ich mir Frostbeulen geholt. :wink:

Also top und besten Dank.

Ich habe heute viel über Widerständler gelernt und frage mich, warum mir das die Lehrer vor 25 Jahren nicht schon in der Schule erklärt haben, ich war doch eigentlich fast immer anwesend. :roll:

P.S.: Kann mal einer den ko... äh ... brechgrünen Augenrollsmilie, gegen eine chinesische Variante austauschen.