Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bugstrahlruder für AZIZ v. Krick
Offshore-Ships
26.01.2005, 07:30
Hallo Community,
ich bin auf der Suche nach einem - erschwinglichen - Bugstrahlruder.
Ich werde in Kürze mit dem Rumpfausbau der AZIZ von Krick beginnen und möchte ein funktionsfähiges Bugstrahlruder einbauen ( nicht nur ein leeres Rohr wie im Bausatz beigefügt ).
Habe von verschiedenen Leuten schon sehr Unterschiedliche Meinungen zu den einzelnen Angebotenen Bugstrahlrudern gehört als da wären:
Das von Graupner kreischt furchtbar.... das von Robbe hat keine Leistung ... das von Krick ist OK aber zu groß (paßt nicht zum Maßstab 1:50 ) ...Bau keins ein, damit hast Du nur Ärger... usw.
Eigenbau ist mir zu zeitintensiv und außerdem ist die Metallbearbeitung nicht so ganz mein Ding.
Folgende Kriterien zählen für mich:
1. Ausbaumöglichkeit der gesamten Einheit aus dem Rohr.
2. Sollte leise laufen.
3. Der Rohrdurchmesser sollte 2,5 cm nicht überschreiten
Messing wäre toll aber der Preis !!!!! - Will nicht die Hälfte des Baukastenpreises für ein Bugstrahlruder ausgeben.
Bin für alle Erfahrungsberichte / Bezugsquellen dankbar.
Gruß,
Andreas
Seebär Harry
26.01.2005, 11:45
Das von Graupner kreischt furchtbar.... das von Robbe hat keine Leistung ... das von Krick ist OK aber zu groß (paßt nicht zum Maßstab 1:50 ) ...Bau keins ein, damit hast Du nur Ärger... usw.
Ich hab in meiner Thor (ODIN) eins drinn gehabt, weiß aber nicht mehr, ob Graupner oder Robbe.
Auf jeden Fall unterscheiden die sich im Antrieb, eins hat eine "Schraube", das andere ein "Paddel".
Das mit dem Paddel hat ein Bekanter in der Georg Breusing gehabt.
Ich selber kann nur sagen, wir hatten nie Probleme, auch kein "Kreischen".
Ich würde Heute das mit dem Paddel vorziehen, da es wohl etwas mehr Leistung bringt.
Das Kreischen ist evt. ein einbaufehler gewesen.
Krick habe ich noch keins gehabt, bzw. in Aktion gesehen.
Wie ich das hier gerade so gelesen habe ist mir ein Problem meines neuesten Projektes aufgefallen.
Liebe Bugstrahlruderspezialisten wie groß muß die Â?LeistungÂ? eines Bugstrahlruders sein um ein 174cm langes Schiff manövrieren zu können? Tiefgang des Schiffchens wird so ca. 8cm sein.
Der Tunneldurchmesser sollte bei max. 2cm liegen (2cm gehen noch als Maßstabsgerecht durch)
Meine Idealvorstellung wäre eine Zahnradpumpe, welche dann entweder steuerbord ansaugt und backbord ausströmt oder eben andersherum. Wie viele Liter sollte so eine Pump pro Minute fördern.
Oder geht das mit einer Pumpe nicht? GibtÂ?s hier schon Erfahrungen damit?
Ist so eine Pumpenlösung auch für Offshore-ships Aziz brauchbar?
Eine Zahnradpumpe halte ich für denkbar ungeeignet. Die Durchflussmenge ist zu gering.
Mit dem "Paddel" Bugstrahler habe ich beste Erfahrungen gemacht. Leise, gefühlvolles Manövrieren und problemlos in Betrieb. Und man kann sie problemlos in verschiedenen Grössen nachbauen.
Klar, kann man damit (dem vom Graupner, Speed 400 Antrieb) auch ein 170m Modell bewegen. Aber ob es "gefühlt" ausreicht, das weiss ich nicht.
Viele Grüsse
Harry
Also wenn es eine Pumpe sein soll, was auch funktioniert, nur wie gut weiß ich bei einem solchen Schiff nicht, dann würde ich Scheibenwischerpumpen nehmen.
Solltest Du sogar noch von mir bekommen können. :wink:
Ich habe mich beim Bau der Smit Nederland mit dem Thema beschäftigt.
Eine einfache Zahnradpumpe wird nicht ausreichen.
Die Firma Steba bietet Kreiselpumpen mit einer Förderleistung von bis zu 28L/min an. Die sollten auf jeden Fall reichen.
Allerdings bekommt man beim bekannten Online-Auktionshaus für einen ähnlichen Preis Querstrahlruder aus Messing.
Diese arbeiten allerdings nach dem Schraubenprinzip und nicht mit Paddel.
In den Abbildungen machen die einen ganz soliden Eindruck.
Ich habe in der Nederland einen Eigenbau mit Paddel eingesetzt.
Rohrdurchmesser 22mm. Als Antrieb habe ich einen Graupner Speed 500/12V (brauche im Bug noch Gewicht und hatte den noch liegen) verbaut. Ich betreibe den Motor allerdings nur mit 6V.
Bei 12V kann ich mit dem Schlepper Brummkreisel spielen.
Gruß,
Hugo
Klabautermann
26.01.2005, 19:38
Kreiselpumpen mit einer Förderleistung von bis zu 28L/min an. Die sollten auf jeden Fall reichen.
Kreiselpumpen haben zwar eine hohe Förderleistung, entwickeln aber wenig Druck. Um die Förderleistung zu gewährleisten, wird eine hohe Drehzahl der Motors benötigt. Ich weiß nicht ob diese Pumpe für diese Zwecke dann die Richtige ist.
Um weiterhin diese hohe Förderleistung zu erreichen, brauchen sie eine große Ansaugöffnung. Ungeschützt besteht hier die Gefahr, das Fremdkörper angesaugt werden, was wiederum zum Stillstand der Pumpe führen könnte.
Weiterhin können diese Pumpen nur in einer Richtung betrieben werden, das würde bedeuten, man müßte mindestens zwei einsetzen. Das ginge dann wiederum nur über zwei Motoren oder ein Getriebe.
Getriebe wird problematisch, da man ja eine Pumpe verkehrtherum einbauen musst, der Flansch liegt dann quasi auf der anderen Seite.
Getriebe (außer Zahnriehmen) und hohe Drehzahlen des Motors sind potentielle Krachmacher.
Fazit: Wahrscheinlich ungeeignet
Noch eine Bemerkung zu Geräuschentwicklung. Selbst beim Original machen die Querstrahlruder in der Regel einen heiden Krach. Das rumpelt und pumpelt lauter als eine ausrauschende Ankerkette ... warum ... das Getriebe.
Das wird es sich auch beim Modell nicht ändern, es sei denn Direktantrieb, das bedeutet Paddel - wahrscheinlich die einzige Alternative
eins hat eine "Schraube", das andere ein "Paddel".Ich muss mich mal wieder als Dummkopf outen.
Was ist ein Paddel in dem Zusammenhang?
Ich kenne Paddel nur aus Ruderbooten. :shock:
Klabautermann
26.01.2005, 20:55
Was ist ein Paddel in dem Zusammenhang?
Besser ist wohl die Bezeichnung Flügelrad, siehe hier bei robbe (http://data.robbe-online.net/robbe_pdf_de/1155.pdf)
Ich denke das ist auch die effizienteste Variante.
Seebär Harry
27.01.2005, 00:57
Besser ist wohl die Bezeichnung Flügelrad, Ich denke das ist auch die effizienteste Variante.Jau, ich kam doch nicht auf Flügelrad, ist natürlich richtig. :roll:
Auf jeden Fall würde ich das Bugstralruder mit Flügelrad vohrziehen, bringt mehr Leistung.
Ich vermute, da bei dem mit Schrauben, ja 2 gegeneinander eingebaut sind, das die sich die Leistung gegenseitig "klauen".
Jetzt ham wir nen Bayern wieder schlauer gemacht. :lol: :wink: :lol:
commodore
27.01.2005, 01:53
... Das rumpelt und pumpelt lauter als eine ausrauschende Ankerkette ... warum ... das Getriebe....Der Vollständigkeit halber: Was bei Querstrahlern so'n Lärm macht, ist in erster Linie Kavitation.
Eine Zahnradpumpe halte ich für denkbar ungeeignet. Die Durchflussmenge ist zu gering.
OK! Dann bleibt im großen und ganzen nur der Selbstbau nach dem Paddelprinzip. (Hatte Commodore ja schon mal beschrieben).
Denn Kreiselpumpen sind, da ich entweder zwei Stück oder ein Ventil benötige warscheinlich einfach zu teuer.
So, ich nochmal...
Ich habe mich beim Bau der Smit Nederland mit dem Thema beschäftigt.
Eine einfache Zahnradpumpe wird nicht ausreichen.
Die Firma Steba bietet Kreiselpumpen mit einer Förderleistung von bis zu 28L/min an. Die sollten auf jeden Fall reichen.
Wie gesichert ist denn die Aussage 28l/min ?
Wie viele Liter pro Minute bringt denn so ein Paddelruder? Commodore??
Im Campingshop oder beim kleinen e bekomme ich Kreiselpumpen für unter 10 Euro. Die bringen dann aber nur 10-12l/min. Für 20l/min muß ich schon etwa 25 Euro ausgeben.
Das sind dann zwar Tauchpumpen, aber die werde ich schon irgendwie in eine entsprechende Kammer im Schiff unterbringen können.
Ein Ventil zur Ansteuerung selber bauen sollte eigendlich kein Problem sein (Servo und Schlauchabquetscher)
Im schlimmsten Fall bin ich dann bei etwa 30 Euro für mein Bugstrahalruder.
Aber nur wenn die 20l/min wirklich reichen.
Als zusäzliches Bonbon hätte ich dann auch gleich eine Pumpe für die Löschmonitore...
Seebär Harry
27.01.2005, 10:17
@Ike,
für den Fall, das die Pumpe nicht eingesetzt wird, was spricht dagegen, 2 Bugstralruder eizubauen?
Dann reicht die Leistung und bei Originalschiffen meine ich, das auch schon gesehen zu haben.
Man hat dann 2 kleine Öffnungen statt einer Großen, was der Optik zugute kommt.
Wenn dann noch genug Schaltmöglichkeiten vorhanden sind, kann man sie getrennt steuern,
somit auch feinfühliger.
Moin,
die billigen Tauchpumpen, die es für 'n Appel und ein zu kaufen gibt, fördern zwar recht viel, aber der Druck ist recht gering, deshalb eher ungeeignet.
Die PSN-Pumpen (Steba, Aeronaut, ...) haben einen wesentlich besseren Wirkungsgrad, den passenden Motor vorrausgesetzt, aber sind recht teuer,vorallem weil man zwei braucht.
Die Mittelgroße ("Komet") käme in Frage, Motor zB. Speed 600 12V (Fahrtregler!) Die Förderleistung ist enorm, ideal vor allem für vernünftige Löschmonitore.
Ein Modellbaukollege hat in einem 1,80 langen Versorger zwei Graupner-Bugstrahler, aber eins hätte vollkommen gereicht (Fahrtregler!) Das Schiff ist Baujahr 1989, die BSR arbeiten immer noch zuverlässig.
Die Jedamski-Querstrahler (Aeronaut, Harhaus, ...) sind zwar teuer, aber von der Qualität über alle Zweifel erhaben. Wer was vernünftiges sucht ist damit bestens beraten. Sonderanfertigungen sind möglich.
Grundsätzlich ist der Wirkungsgrad von Bugstrahlern mit einem Propeller höher mit zweien. Wenn man zwei Propeller "in Reihe" schaltet, müßte nämlich der in Strömungsrichtung hintere eine höhrer Steigung haben. Vielleicht baut ja mal jemand einen Bugstrahler mit Verstellpropellern
:lol:
Allerdings fällt der Unterschied im Wirkungsgrad beim Modell kaum ins Gewicht.
Grüße, Hanno
Wie gesichert ist denn die Aussage 28l/min ?
Ich kann mich da nur auf die Aussage der Firma Steba (http://www.steba-modellbau.de/Produkte/2__Kreiselpumpen/2__kreiselpumpen.html) beziehen.
Ich kann Hanno in Bezug auf die Tauchpumpen nur Recht geben. Die Dinger sind meistens den Karton nicht wert in dem sie verpackt sind.
Zum Zimmerpflanzen bewässern mögen die gut sein aber sonst.......
Der Selbstbau meines Bugstrahlruders hat mich ohne Motor ca. 15 Euro gekostet.
Das Gehäuse besteht aus Kunststoff. Nur die Lagerung ist nach dem Stevenrohrprinzip mit Bronzebuchsen gelöst.
Das Paddel besteht aus Messing und ist auf die Messing-Antriebswelle aufgelötet und danach ausgewuchtet.
Bis jetzt ist das ganze absolut dicht und das Ruder ist im Betrieb kaum zu hören.
Gruß,
Hugo
Versuch das mal zusammen zu fassen:
Erfahrungen mit Graupner und Robbe sind OK. Die Dinger Funktionieren scheinbar zuverlässig, auch für große Modelle.
@Offshore-ships
Graupner hat einen Tunneldurchmesser von 14mm, Robbe hat 28mm Durchmesser
Selbstbau ist auch Möglich, aber evtl je nach Werkstattausrüstung nicht ganz einfach. Die Kosten liegen fast auch im Bereich des Grupner-Querstrohmers (das Kostet bei Harhaus 26 Euro)
Pumpenlösung: laut Homepage Steba (http://www.steba-modellbau.de/Produkte/2__Kreiselpumpen/2__kreiselpumpen.html) ist die kleinste Pumpe Typ Â?ZwergÂ? für Querstrahlantriebe geeignet. Fördermenge etwa 10 l/min.
Steba gibt weiterhin an, dass der Â?ZwergÂ? auch für kleine Löschmonitore ausreicht.
So sollte eine Pumpe mit etwa 10 bis 20 l/min auf jeden Fall ausreichen.
Da ich auch Beruflich ein bisschen mit Pumpen zu tun habe, ist mir die Â?PumpenlösungÂ? am liebsten. Zumal ich diese dann auch doppelt als Löschwasserpumpe benutzen kann.
Zu der Qualität der Â?BilligpumpenÂ? Ich werde wahrscheinlich eine Pumpe aus dem Campingshop einbauen. Solche Pumpen verrichten Jahrelang klaglos ihren Dienst in Wohnmobilen als Zentrale Wasserversorgung. Es sind halt Tauchpumpen aus Massenfertigung, daher etwas Preiswerter und schlechterer Wirkungsgrad als andere. Druck bzw. Förderhöhe betrachte ich aus Campingerfahrung auf jeden Fall als ausreichend.
commodore
28.01.2005, 10:07
Wie viele Liter pro Minute bringt denn so ein Paddelruder? Commodore??Keine Ahnung. :oops: Aber das Winzding, was ich zuerst gebaut habe, mit lediglich 5 mm Rohr und 200er Motor, hat schon mehr geschoben, als ich gedacht hätte.
Ein 500er Motor mit 20 mm Rohr mit entsrechenden Paddeln sollte ausreichend Schub erzeugen.
Was für ein Schiff ist das denn? Acht cm Tiefgang bei fast zwei Metern Länge klingt interessasnt. :wink:
...Man hat dann 2 kleine Öffnungen statt einer Großen...Ich weiß zwar nicht so genau, was du meinst; aber es gibt solche Konstruktionen mit nach vorn abgwinkelten Zustromrohren, die auch bei Fahrt ansaugen können sollen.
Seebär Harry
28.01.2005, 10:45
Ich weiß zwar nicht so genau, was du meinst; ich meinte, 2 Bugstrahlruder einbauen, so wie ich es geschrieben habe.
Bei 170 cm Länge vom Platz her wohl kein Problem, die hintereinander zu setzen.
commodore
28.01.2005, 11:07
Schon klar, wie das am Modell aussehen soll.
Ich bin mir nur nicht ganz sicher, was du im Original meinst. Es gibt ja tatsächlich auch Schiffe, die zwei Querstromrohre nebeneinander haben, aber das ist eher selten.
Seebär Harry
28.01.2005, 11:13
Ich bin mir nur nicht ganz sicher, was du im Original meinst. Es gibt ja tatsächlich auch Schiffe, die zwei Querstromrohre nebeneinander haben, aber das ist eher selten.Genau das meinte ich (als Beispiel und Vorbild).
commodore
28.01.2005, 11:35
Genau das meinte ich (als Beispiel und Vorbild). Na, dann ist ja alles paletti. :D
Acht cm Tiefgang bei fast zwei Metern Länge klingt interessasnt. :wink:
Ein Schiff welches letzte Woche auch einige Male im TV war. Wegen der Hilfeleistungen für die Flutopfer. Mehr dazu auf der Seite:http://www.marine.de
Der 1. Einsatzgruppenversorger der Bundeswehr (Marine)
Schau hier: Marine.de (http://www.marine.de/80256B100061BA9B/CurrentBaseLink/N25CHF43300RRIRDE)
... Bugstrahler , die über zusätzliche Zuleitungsrohre verfügen, heißen bedingt durch die Anordnung der Rohre K-Strahler. Hinter dem K-Strahler befindet sich ein weiteres Rohr parallel zum Hauptrohr, das zum Druckausgleich dient.
K-Strahler erkennt man daran, das auf jeder Seite 3 Öffnungen mit unterschiedlichem Durchmesser zu sehen sind.
Aber auch Schiffe mit mehreren Querstrahlern sind nicht selten. Wenn ich mich recht erinere hat die SEABEX ONE in Wirklichkeit zusätzlich 5 Querstrahler, 3 am Bug und 2 achtern. Das hatte ich mal irgendwo auf einem stark verkleinerten Generalplan gesehen. Allerdings konnte man nicht erkennen, ob es sich tatsächlich um 3 Bugstrahler oder einen K-Strahler handelt.
Aber auch 3 Bugstrahler sind nicht selten, solche Anordnungen findet man häufig bei modernen, großen Versorgen. Die AZIZ ist für heutige Verhältnisse eher winzig...
Grüße, Hanno
Joachim C.
28.01.2005, 14:00
K-Strahler findest Du nicht bei Seeschiffen. K-Strahler werden meines Wissens nur bei Flußschiffen eingesetzt, die auf der Stelle liegend manöverieren, bzw die Position halten müssen.
Durch die Strömung des Flußes verlieren normale Bugstrahlruder ihre Wirkung. Deswegen werden K-Strahler eingesetzt.
Ist übrigens ganz nett im H...haus Katalog erklärt.
Joachim C.
... nee ich mein das gibts auch bei Seeschiffen. Der Gedanke ist, den Bugstrahler bei Fahrt durchs Wasser nutzbar zu machen. Ich glaube mich zu erinnern, das bei einigen Forschungsschiffen gesehen zu haben....
/H
Hallo Leute,
ich habe in meiner Bugsier ein selbstgebautes Bugstrahlruder, welches mit richtigen Schiffschrauben arbeitet.
Die Schrauben arbeiten natürlich NICHT gegeneinander. Nimmt man zwei Schrauben mit gleichem Drehsinn, wird immer eine Schraube im Rückwärts- und die andere im Vorwärtsschub arbeiten.
Wer´s nicht glaubt, schnappt sich bitte ein Stück Gewindestange und dreht mal an jedem Ende eine Schiffsschraube drauf... :wink:
Zum Konzept:
Ich arbeite mit einem Winkelgetriebe Modul 0,5 aus Kunststoff (Ritzel 10 Zähne und Tellerrad 20 Zähne)
Die Wellen bestehen aus V2A und laufen in Sinter-Bundbuchsen.
Das Winkelgetriebe läuft offen und ohne Schmierung im Wasser, bislang kein Problem...
Verwendet habe ich dreiflügelige 20er Schiffschrauben, die ich nochmal auf 18mm abgedreht habe. Das Bugstrahlruder hat einen Durchmesser von 19mm.
Da liegt, zumindest für meinen Geschmack, auch die untere Grenze für ein "echtes" Bugstrahlruder.
Als Antrieb dient ein Motor der 400er-Größe an 12V.
Mit dem Schub kann man zwar nicht grade den Steg wegdrücken - aber immerhin ist es vorbildgerecht und funktioniert.
Der eine oder andere mag sich erinnern, auf dem letzten Usertreffen klappte das ganz gut...
Die Ausführungen mit Paddel dürften aber mehr Leistung erzeugen und auch leiser laufen. Es besteht auch die Möglichkeit, die äußeren Öffnungen kleiner zu halten und somit bei kleineren Maßstäben vorbildgetreu zu bleiben. Die Schrauben lassen sich ja ggf. auch als Attrappen anbringen.
Ein Schiff in 1:50 mit einem 30er Bugstrahler sieht nunmal nicht so prickelnd aus... :shock:
Viele Grüße
Torsten
commodore
28.01.2005, 20:01
Ein 30er Rohr in 1:50 wäre für einen 100-m-Feeder gar nicht mal so unrealistisch - aber dann wäre das Modell auch etwas groß. :wink:
Es bliebe aber immer noch die Möglichkeit, das Rohr dünner zu machen, als den Propeller oder Paddel. Dadurch würde natürlich gegenüber einem größeren Rohr Leistung verloren gehen, aber gewonnen gegenüber kleinerem Propeller.
Hallo Commodore,
jaaaa, ein BSR mit 1,50m Durchmesser, das ist schon ein Hammerteil... :lol:
Oft haben die größeren Pötte, z.B. die Autofähren, aber auch zwei kleinere Antriebe im Bug.
Aber genau das meinte ich, bei Paddel-Ausführung kann man die äußeren Enden kleiner im Durchmesser halten und in der Mitte, wo das Paddel arbeitet, entsprechend dicker lassen.
Bei einem BSR mit Schrauben geht das nicht so einfach und wäre auch nicht besonders vorbildgerecht...
Grüße
Torsten
Hm ??, wenn 150cm schon ein Hammerteil ist.
Ich habe gerade nochmal im Plan nachgemessen. Bei "meinem" Einsatzgruppenversorger messe ich 7mm Durchmesser im Maßstab 1:250 (habe leider keinen Plan in 1:100)
Ist dann also 175cm im Orginal.
Kann das stimmen?
commodore
29.01.2005, 09:50
...
Ist dann also 175cm im Orginal.
Kann das stimmen?Jau, kann nicht nur, bin mir sicher, dass es stimmt. Ist ein übliches Maß für ein Schiff dieser Größe.
Moin
Ich hab mal ein paar Daten rausgesucht.Vielleicht sind sie dem einen oder anderen ja behilflich, sich mal einen Überblick über einige verbaute Größen von Bugstrahlern zu verschaffen.
Ich fang mal "klein" an und werd dann größer :
RIO DE PONTEVERDA, Hafenschlepper
L.: 23,50 m , Bs: 0,55 m
TITO NERI, Hafenschlepper
L.: 31,14 m , Bs: 0,90 m
PEGASUS 51, Hafenschlepper
L.: 35,20 m , Bs: 1,15 m
THORAX, Hafen-,Terminal- & Escort-Schlepper
L.: 45,48 m , Bs: 1,50 m
SEACOR DISCOVERY, Versorger
L.: 61,00 m , Bs: 1,50 m (3x)
WASSAY, Hochseeschlepper/Versorger
L.: 40,75 m , Bs: 1,60 m
GRAMPIAN SURVEYOR, Versorger
L.: 75,00 m , Bs: 1,80 m (2x)
ANGLIAN PRINCESS, Versorger/Ankerziehschlepper
L.: 67,40 m , Bs: 1,80 m (3x)
2x Bug, je 800 PS und 1x Heck mit 900 PS
HALUL 20, Versorger
L.: 60,80 m , Bs: 1,90 m
Multifunctional Platform Supply/ROV Vessel
UT-745 E , Yard No. : 131
L.: 92,40 m , Bs: 2,25 m (2x)
UNION MANTA, Versorger/Ankerziehschlepper
L.: 75,00 m , Bs: 2,30 m (2x)
Bs: steht für den Durchmesser des Bugstrahlruders.
Die PS Angaben bei der ANGLIAN PRINCESS sollen als kleine Orientierungszugabe bei der Leistungseinordnung helfen.
Der Name des UT-745 E ist mir ohne Recherche nicht bekannt.
Über Größen von Bugstrahlern bei Frachtschiffen, egal ob jetzt See- oder Binnen-Schiffahrt, kann ich nichts sagen weil das nicht so mein Gebiet ist. Ich denke die Größen der Bugstrahler der hier aufgelisteten Schiffe spricht erstmal für sich und sollte, so hoffe ich, einige Zweifel zerstreuen.
Ike Du siehst, deine 1,75 m sind wie Commodore schon schrieb eigentlich nichts besonderes.
@Offshore-Ships
Ich weiß ja nicht ob Du schon eine Lösung angepeilt hast, aber ich würde Dir den Tip geben, entweder ein Bugstrahlruder selber zu bauen und auf taugliche Materialien zurück zu greifen. Oder Du beißt in den für Dich vermeintlich sauren Apfel und kaufst Dir ein Bugstrahlruder von Jedamski. Das sind die Messingteile die z.B. bei Aeronaut bekommst. Laß dich nicht vom Preis abschrecken. Die Teile sind definitiv über die Zweifel erhaben. Du kannst bei e-bay auch direkt bei Jedamski ersteigern, oder sofort kaufen. Er offeriert seine Artikel regelmäßig dort.
Von den Graupner oder Robbe Artikeln bin ich persönlich ab. Der Bugstrahler von Robbe mit den zwei Propellern, taugt nun wirklich überhaupt nichts. Er erzeugt viel Krach, aber (fast) keine Bewegung. :wink:
Das Graupner Flügelrad hab ich in einem meiner Modelle verbaut und was soll ich sagen...........
Ich wollte Ende letzten Jahres mal wieder mit dem Modell fahren, aber der Bs tat es nicht mehr. Er ist schlicht und ergreifend festgeranzt. Tagelange Versuche ihn wieder in Gang zu bekommen sind gescheitert - leider. Wie gesagt, ich bin mit diesem Plastezeug fertig.
Gruß, Jörg
askdrhook
26.08.2006, 14:43
An anderer Stelle hier im Forum wurde die Verwendung einer Scheinwerfer-Waschanlagen-Pumpe diskutiert, weil der Nachfrager keinen Platz für ein Bugstrahlruder hat. Zuerst war ich kritisch, aber dann schien die Lösung ihren Charme zu haben. Wenn man aus so einer Pumpe nur einen steifen, aber dünnen Wasserstrahl bekommt, wirkt die Zufuhr von Luft Wunder. Das erhöht den Schub ganz ungeheuer.
Das Prinzip kann man mit dem Duschkopf in der Badewanne nachvollziehen. Sobald der Strahl Luft unter Wasser drückt, erhöht sich der Rückstoß auf den Duschkopf beträchtlich.
Ob's eine Volvo-Pumpe sein muss, kann ich nicht sagen. Interessant wird's natürlich erst, wenn sie durch Umpolung in beide Richtungen funktioniert. Diese Pumpen sind in Autos mit Heckwischern verbreitet.
Die Zuführung von Luft in den Wasserstrahl kann durch ein Steigrohr erfolgen, das neben dem Austritt des Wasserstrahls endet und nach dem Prinzip eines Pumpzerstäubers funktioniert: die Luft wird vom Wasserstrahl mitgerissen. Mit dem Durchmesser des Luftrohrs kann man ein wenig Einfluss darauf nehmen, wann der "Turbo durch Lufteintritt" einsetzt. Das Luftrohr muss ja erst von der Wasserlinie bis zum Strahlrohr leergesaugt werden. Bei gedrosselter bzw. nur ganz kurzer Pumpenleistung bleibt so eine ganz feinfühlige Handhabung möglich.
Gerade in eher unreinen Gewässern könnte die Sache mit der Pumpe interessanter sein als ein Querstrahlruder mit Flügelrad, das Dreck aufwickelt. Der Zulauf der Pumpe müsste natürlich ebenfalls durch Gitter geschützt werden. Das käme jetzt auf einen Test an.
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